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Kristja

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2023

Alles etwas zu gut

The stars we reach - Emerald Bay, Band 1
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Den Anfang habe ich wirklich geliebt. Ich fand es wahnsinnig schön, wie Ivy sich aus ihrer toxischen Beziehung befreit hat und nun ihren Traum verwirklichen will. Kurz darauf trifft sie auch schon Taylor ...

Den Anfang habe ich wirklich geliebt. Ich fand es wahnsinnig schön, wie Ivy sich aus ihrer toxischen Beziehung befreit hat und nun ihren Traum verwirklichen will. Kurz darauf trifft sie auch schon Taylor in Australien. Die erste Begegnung der beiden war zum Schreien. Einfach genial amüsant.

Ab da hört meine Begeisterung aber dann auch schon auf. Ivy ist mir zu widersprüchlich. Schwört Männern ab und im nächsten Moment zieht sie Sachen von ihrem Ex an. Passt nicht. Dann will Ivy nach dieser toxischen Beziehung auf eigenen Beinen stehen und sich beweisen, dass sie selbstständig und unabhängig ist. Finde ich gut. Nur ist sie das eben nicht. Ständig muss der Prinz in strahlender Rüstung kommen und die hilflose Ivy retten. Und dabei werden sich einiger Klischees bedient, die künstlich aufgebaut werden. Selbstständigkeit und Unabhängigkeit sucht man bei Ivy vergeblich. Dazu hat sie ein paar Eigenschaften, die ich ziemlich unsympathisch fand. Sie hat ihre Neugierde nicht unter Kontrolle und schnüffelt in anderer Leute Sachen herum. Geht gar nicht. Diesen Handlungsstrang hätte man auch anders angehen können.

Das Buch ist generell so aufgebaut, dass jegliche Probleme in kürzester Zeit ohne Drama gelöst werden. In einem Kapitel tritt das Problem auf und im nächsten wird es schon ganz einfach aus der Welt geschafft. Es kommen dabei absolut keine Gefühle auf, weil das Problem sich nicht entfalten kann. Die Protagonisten setzen sich damit kaum auseinander. Da fehlt dann einfach so viel. Es könnte für Ivy von daher eigentlich nicht besser laufen. Das ist noch so ein Punkt, der mich gestört hat. Durch die wenigen Probleme, die durch die zu schnelle Lösung im Grunde keine sind, läuft alles viel zu glatt ab. Es gibt keinen Spannungsbogen oder etwas, das einen an das Buch fesselt.

Die Liebesgeschichte hat mich ebenfalls nicht wirklich abgeholt. Nicht nur, dass ich Ivy einfach zu widersprüchlich fand, es war auch so anstrengend. Denn die zwei haben einfach nicht ehrlich miteinander gesprochen. Die Kommunikation war quasi einfach nicht vorhanden und ständig standen Missverständnisse der Beziehung im Weg, die mit einem einfachen Gespräch hätten aus dem Weg geschafft werden können. Als die zwei es dann endlich geschafft haben miteinander zu sprechen, musste natürlich noch ein Drama her. Das war so gestellt und unpassend. Und natürlich wurde dem Drama auch hier wieder kein Raum gegeben, sodass auch hier keine Gefühle entstehen und rübergebracht werden konnten.

Taylors Handlungsstrang fand ich mit Mr Benfields am interessantesten. Taylors Vater leidet an Alzheimer. Taylor will das nicht wahrhaben und vermeidet die Besuche bei seinen Eltern. Nur wird das dadurch sicher nicht besser. Ich fand es schön, die Entwicklung von Taylor hier mitzuerleben und die kleinen Momente mit seinem Vater zu genießen. Das ist einem richtig nahe gegangen.

Fazit:

Wer ein Buch will, bei dem alles super glatt läuft, ist hier richtig. Probleme haben keinen Raum sich zu entfalten, sodass auch Gefühle und Handlung fehlen. Ivy ist mir viel zu widersprüchlich und versucht jemand zu sein, der sie einfach nicht ist. Es ist extrem anstrengend. Die Story hat Potential. Dies wurde nur leider überhaupt nicht genutzt. Stattdessen standen Klischees und erzwungene Situationen, die nicht in die Story gepasst haben, im Vordergrund. Es war alles nicht wirklich rund und durchdacht. Die fehlende Kommunikation der Protagonisten hat mir den Rest gegeben. Es gibt schöne Momente und Entwicklungen im Buch. Leider war dies aber eher seltener zu finden.

2.5/5 Sterne

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  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.11.2022

Mehr Kommunikation wäre gut..

Mister Park Lane
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Hartford kehrt nach London zurück. Als sie Joshua erblickt, fühlt sie sich direkt wieder von ihm angezogen. Joshua ist eher distanzierter. Generell sind die zwei sehr gegensätzlich. Nicht nur vom Lebensstil, ...

Hartford kehrt nach London zurück. Als sie Joshua erblickt, fühlt sie sich direkt wieder von ihm angezogen. Joshua ist eher distanzierter. Generell sind die zwei sehr gegensätzlich. Nicht nur vom Lebensstil, sondern auch in mehreren kleinen Eigenschaften. Wobei eine große Gemeinsamkeit haben sie. Sie arbeiten leidenschaftlich und viel. Nur arbeitet Hartford zu viel. Aus dem Grund veranlasst ihr Chef, dass sie mehr Freizeit haben und auch mal andere Dinge außerhalb der Arbeit tun soll. Das fand ich wirklich merkwürdig, aber ich habe es hingenommen. Bei dem Vorhaben unterstützt Joshua sie auch. Als ihr Chef dann aber noch meinte, sich in ihr Liebesleben einzumischen, ist er meiner Meinung nach zu weit gegangen. Freizeit ist das Eine. Liebe kann man nicht erzwingen. Und ich finde es schade, dass sie das Thema einfach so hingenommen hat.

Joshua ist dabei immer für sie da. Dadurch, dass sie sich schon kennen, entsteht eine schöne und interessante Dynamik. Die ganze Kennenlern-Thematik ist eher ein Neu-Kennenlernen, aber auch immer ein Erinnern an früher. Es gibt immer wieder sehr süße Momente. Aber leider auch sehr viele konstruierte unrealistische. Von Joshua habe ich lange keine Gefühle gemerkt und plötzlich küssen die sich aus dem Nichts? Joshua hat ebenfalls auch plötzlich kein Interesse mehr an anderen Frauen, wobei er sonst jede Woche mehrere hatte? Naja, okay. Aber das Drama, das hinterhergezogen wird, ist so übertrieben. Das hätte innerhalb einer Seite gelöst werden können, wenn die einfach nur mal miteinander geredet hätten. Einfach nur frustrierend. Es hat sich sehr in die Länge gezogen. Als dann auch noch Joshua auf Hartford zugeht, macht sie dicht und hilft ihm nicht, obwohl er darum gebeten hat. Ist das ihr Ernst?! Aber wenn er dann genau das macht, was sie will, ist wieder alles okay? Sehr miese Nummer. Hat mir auch etwas das Buch vermiest. Ja, es ging um ein wichtiges ärztliches Thema, aber man hätte doch erwachsen darüber diskutieren und seine Argumente darlegen können.

Fazit:

An sich eine nette Story, die auch einige wichtige Themen behandelt, wie beispielsweise das zu viel Arbeiten. Aber auch ein ärztliches Thema wird genannt. Die Umsetzung ist meiner Meinung nach eher schwach und zäh. Hätte mir erwachsene Reaktionen und Gespräche gewünscht. Auch hätte ich es schön gefunden, wenn der Ärztealltag von Hartford mehr im Vordergrund wäre. Das war eigentlich gar nicht vertreten. Die Liebesgeschichte konnte mich gar nicht abholen. Fand das alles eher konstruiert.

2.5/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2022

Zu hektisch

Vega 1 – Der Wind in meinen Händen
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Ein Buch in der Zukunft, dass das Klima-Thema aufgreift, klingt zunächst sehr vielversprechend. Nur finde ich hat das Thema viel zu wenig Platz in der Geschichte erhalten. Ich hätte mir viel mehr Informationen ...

Ein Buch in der Zukunft, dass das Klima-Thema aufgreift, klingt zunächst sehr vielversprechend. Nur finde ich hat das Thema viel zu wenig Platz in der Geschichte erhalten. Ich hätte mir viel mehr Informationen über das Leben in dieser Zeit und mit den Umständen gewünscht. Doch diese Themen wurden immer nur oberflächlich angerissen. Stattdessen lag der Fokus auf der Flucht von Vega und der Liebesgeschichte.

Vega kann das Wetter beeinflussen. Doch anders als die anderen braucht sie dazu keine weiteren Materialien oder Technik. Spannend. Nur hat sie ihre eigene Kraft nicht verstanden und das fand ich sehr seltsam. In den wichtigen Momenten hat sie es natürlich hinbekommen, aber ich hatte ständig nur Fragezeichen in meinem Kopf. Dazu ist sie gefühlt das ganze Buch über auf der Flucht. Und das war wirklich anstrengend. Es war so eine Hektik in dem Buch mit so vielen unnötigen Beschreibungen, dass man sich gar nicht wirklich auf die Story einlassen konnte.

Wenn dann kurz mal Ruhe einkehrte und man theoretisch die Welt oder andere Aspekte in den Vordergrund hätte stellen können, wurde die Liebesgeschichte thematisiert. Ein Liebesdreieck. Aber ein wirklich schlechtes. Ich meine, ehrlich? Wie gut kennt sie den neuen Typen? Trotzdem knutscht sie lieber mit dem rum, während ihr Freund gerade verschwunden ist. Geht gar nicht. Funken waren auch keine da. Zu Gefühlen wurde einem sowieso keine Zeit gelassen, weil es direkt mit der nächsten Flucht weiter ging. Die Liebesgeschichte hat nicht in das Buch gepasst und wirkte total konstruiert.

Dennoch gab es immer wieder kleinere spannende Momente, wenn sie dann mal etwas neues über den einen Unfall erfahren haben. Die hätten auch noch einen wesentlich größeren Effekt, wenn es nicht immer so glatt bei denen lief. Denn selbst der Showdown war eher zäh.


Fazit:

Das Klima-Thema ging zum großen Teil unter, was sehr schade ist. Stattdessen ist das Buch sehr hektisch und mit dem Fokus auf Vegas Fähigkeiten und dem Liebesdreieck. Leider gab es oft mehr Fragezeichen als Antworten und die Charaktere konnten mich nicht von sich überzeugen. Insbesondere Vega konnte ich ab der Liebesgeschichte nicht mehr leiden. Durch die Hektik konnte man sich kaum auf die Story einlassen, weil auch schon die nächsten Szenen gewartet haben.

2.5/5 Sterne

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2022

Story hat Potential

Don't Kill the Demon
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Eine neue Fantasywelt in unserer Welt verpackt. Das klingt erst mal sehr spannend. Und der Anfang gefiel mir auch recht gut. Liz und Nisha sind beste Freundinnen am Internat und beide echt liebenswürdig. ...

Eine neue Fantasywelt in unserer Welt verpackt. Das klingt erst mal sehr spannend. Und der Anfang gefiel mir auch recht gut. Liz und Nisha sind beste Freundinnen am Internat und beide echt liebenswürdig. Insbesondere Nisha und ihr Kampfgeist war sehr inspirierend, weil sie es eben nicht gerade leicht hatte. Sie ist im Gegensatz zu Liz eine wahrhafte Kämpferin. Wäre sie in der Hauptrolle fände ich es wohl besser, aber okay.

Relativ schnell wurde es auch spannender. Liz Mutter ruft an und warnt sie. Ziemlich direkt sind auch schon Verfolger hinter ihr her und sie ist auf der Flucht. Diese Flucht fand ich sehr gelungen und mitreißend, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Als sie dann am sicheren Ort ankam, wurde es etwas ruhiger. Ich habe erwartet, dass Liz neugierig ist und Antworten verlangt. Aber sie hat sich immer mit wenigen Worten abspeisen lassen. Und das fand ich wirklich nervig. Generell wurde sie oft bei den Gesprächen außen vorgelassen, während die anderen über die ganze Politik diskutiert haben. Aber dadurch verstand der Leser auch nichts. Hätte mir da stückchenweise Informationen gewünscht. Im Großen und Ganzen fand ich die Welt an sich aber spannend mit den verschiedenen Wesen, auch würde ich gerne mehr über die einzelnen Kreaturen und deren Fähigkeiten wissen wollen.

Im Laufe der Story kommen ein paar Kämpfe vor. Die sind an sich zwar spannend und actionreich, könnten aber noch viel dramatischer ausfallen. Denn gefühlt gibt es auf deren Seite immer kaum Verletzungen oder nur so welche, die innerhalb kürzester Zeit wieder geheilt werden. Besonders gestört hat mich aber die Naivität von Liz, die ab der Hälfte des Buches aufkommt. Sie schlägt ihren Entführer, befreit andere eingesperrte Wesen, ohne etwas darüber zu wissen, und zu guter Letzt vertraut sie einfach jedem.

Was mir aber noch gefallen hat, war dass wir auch die Sicht der Eltern hatten, die auf ihrer ganz eigenen Mission waren. Das war spannend und diese Szenen habe ich wirklich gern gelesen.

Die Liebesgeschichte konnte mich leider gar nicht abholen. Es war einfach nicht die passende Situation, weil die quasi gar nicht zur Ruhe kamen. Weiterhin ging mir das mit den Gefühlen einfach viel zu schnell, als dass es realistisch wirkte. Ebenso war mir das Testosteron-Gehabe zu viel und zu übertrieben. So empfand ich auch das Ende.

Fazit:

Insgesamt hat die Story Potential, aber eben ungenutzt. Es fehlten Kämpfe mit schweren Verletzungen, größerer Fokus auf die Hauptstory mit mehr Informationen und keine ganz so naive Protagonistin. Die Liebesgeschichte hat leider nicht in die Story gepasst und war auch viel zu schnell mit Gefühlen behaftet.

2.5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.06.2022

Mir fehlen Details und Emotionen

Schattensiegel
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Die Welt, in der wir hier eintauchen ist sehr komplex. Viele Fragen bleiben offen und so richtig durchblickt habe ich das bis jetzt nicht. Aber fangen wir vorne an.

Wir starten direkt mitten im Geschehen. ...

Die Welt, in der wir hier eintauchen ist sehr komplex. Viele Fragen bleiben offen und so richtig durchblickt habe ich das bis jetzt nicht. Aber fangen wir vorne an.

Wir starten direkt mitten im Geschehen. Ein Zauberweber namens Thierry ist auf dem Weg, um Alienor zu befreien. Übrigens finde ich, dass Alienor ein sehr schwer zu merkender Name ist, weswegen ich ihn oft vergessen habe. Auf jeden Fall braucht er ihre Hilfe. Warum genau Alienor jetzt in einem Verließ sitzt erfahren wir erst recht spät und auch, was ihre Kräfte so bewirken habe ich bis zum Schluss nicht verstanden.

Relativ schnell machen die zwei sich dann auf den Weg, um diesen Schattenfluch zu bekämpfen. Auch hier wieder: Mir fehlen einfach so viele Informationen. Ich hätte mir hier einfach viel mehr Erklärungen gewünscht. So wurde ich ahnungslos in die Welt geschmissen, sodass ich nicht immer ganz folgen konnte. Es war als ob die Charaktere alle mehr wussten als der Leser und das fand ich anstrengend. Ebenso war das der Grund, warum ich einfach nicht gefesselt wurde, ich war nicht Teil des Geschehens und konnte mich damit auch schlecht in die Personen hineinversetzen. Genauso fand ich es wirklich seltsam, dass sie Leute auf dem Weg eingesammelt haben, damit sie helfen. Es war eine zusammengewürfelte Truppe. Warum nicht vorher überlegen wen mitzunehmen?

Die Kämpfe liefen alle relativ gleich ab. Und wieder mal war ich verwirrter als alles andere. Plötzlich gab es neue Kreaturen, die irgendwas cooles konnten und dann war der Kampf auch schon ohne große Verletzungen vorüber und es ging weiter. Mehr Details, mehr Spannung und mehr nach dem Kampf. Das fehlte.

Nach und nach erfahren wir immerhin mehr über die Kräfte Alienors und was sie so kann. Das fand ich ganz interessant. Generell fand ich die Welt spannend, hätte ich nur mehr Informationen bekommen. Die eingewobene Liebesgeschichte war in diesem Fall sehr unnötig. Es hat einfach nicht in die Story gepasst. Dabei bin ich eigentlich ein großer Fan von Romantasy. Das Knistern, die Funken, es war nichts da.

Hin und wieder habe ich gemerkt, dass es mal spannender wurde. Aber leider wurden viele Szenen zu schnell abgehandelt, als dass der Spannungsbogen durchgezogen wurde. Es wirkte dadurch sehr stumpf runtergeschrieben ohne große Emotionen. Die persönliche Entwicklung wäre auch um einiges interessanter, wenn die sich einfach über mehr Seiten erstreckt hätte. Und das Ende war mir auch viel zu einfach.

Fazit:

Mir fehlen einfach Details und Emotionen. Hätte man alles ein bisschen mehr ausgeschmückt, wäre das Buch wirklich spannend gewesen. So wirkten viele Szenen stumpf runtergerattert ohne dass man wirklich Teil davon war oder sich darin verlieren konnte. Ich war mehr verwirrt als alles andere. Und dabei hätte ich wirklich gerne mehr über die ganzen Kräfte erfahren. Die Spannung wurde immer wieder versucht aufzubauen, aber leider viel zu schnell wurde das Thema dann abgehakt. Dazu hat die Liebesgeschichte nicht wirklich in die Story gepasst.

2.5/5 Sterne

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