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Veröffentlicht am 12.02.2024

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Climate Action
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In dem Buch “Climate Action” findet die lesende Person das Tagebuch von Pauline im eigenen Rucksack, nachdem diese es dort in der Straßenbahn hinein getan hat. Der Inhalt des Tagebuchs nimmt uns mit durch ...

In dem Buch “Climate Action” findet die lesende Person das Tagebuch von Pauline im eigenen Rucksack, nachdem diese es dort in der Straßenbahn hinein getan hat. Der Inhalt des Tagebuchs nimmt uns mit durch die Entwicklung der klimaaktivistischen Gruppe “TOO HOT” und zwingt uns am Ende dazu, selber eine Entscheidung zu fällen.

Die Idee hinter dem Buch fand ich unglaublich spannend, gerade weil es ein so aktuelles Thema ist. Entscheidungsbücher fand ich als Kind schon immer interessant und gerade bei dem Thema hat sich das sehr gut angeboten.

Der Schreibstil war locker und leicht zu lesen und eignet sich besonders für jüngere Leser*innen. Allerdings hat mich persönlich die “Du-Perspektive” irritiert und hat mich beim Perspektivenwechsel eher aus dem Konzept gebracht.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, dass in Paulines Tagebuch gegendert wurde, aber nicht in der “Du - Perspektive”. Für mich hat das sehr zu Paulines Charakter gepasst, weil ich sie definitiv als jemanden wahrgenommen habe, der das am Herzen liegen würde. Das hat für mich, ihren Charakter noch einmal abgerundet.

Die Geschichte an sich war definitiv spannend, besonders der Teil mit dem Tagebuch. Ganz am Anfang wollte ich zwar, dass es endlich mit den Entscheidungen losgeht, allerdings hat mich das Tagebuch dann irgendwann so begeistert, dass ich diese ganz vergessen habe und letztendlich überrascht war, als es dann so weit war.

Am Ende konnte ich, dann mehrere verzweigte Entscheidungen treffen und Wege finden. Es gab mehrere unterschiedliche Enden, aber auch einige Entscheidungen, die nur da waren, um eine Entscheidung zu treffen, aber keine eigentliche Auswirkung auf die Geschichte hatten. Obwohl ich mich am Anfang, sehr auf die Entscheidungen gefreut habe, haben diese mich letztendlich nicht ganz so sehr begeistert und sie haben sich dann doch eher etwas “überflüssig” angefühlt, da ich dann doch von dem Stil des Tagebuchs begeisterter war.

Am Ende war ich von dem Buch nicht ganz so sehr überzeugt, wie ich es mir erhofft hatte. Ich denke, dass es eine ganze Menge Potential hatte und dass dem Buch so ca. 50 Seiten mehr für die Tiefe gut getan hätte.
Meiner Meinung nach bietet sich das Buch allerdings gut an, um es im Schulunterricht (bspw. 7. Klasse Ethik) zu verwenden und über Klimaschutz und Aktivismus zu sprechen.

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Veröffentlicht am 04.09.2023

Leider schwächer als die ersten beiden Teile

Crown and Bones – Liebe kennt keine Grenzen
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Na wenn das mal nicht viele Infos waren. Der dritte Teil der Blood and Ash Reihe ist meiner Meinung nach der bisher informationslastigste Teil. Nachdem plottechnisch im zweiten Band sogut wie gar nichts ...

Na wenn das mal nicht viele Infos waren. Der dritte Teil der Blood and Ash Reihe ist meiner Meinung nach der bisher informationslastigste Teil. Nachdem plottechnisch im zweiten Band sogut wie gar nichts passiert ist, nehmen wir hier mit Vollgas Anlauf in den Plot.
Manchmal mit etwas zu viel. An manchen Stellen ging es so schnell von einer Entwicklung zur nächsten, dass ich mich gar nicht richtig mit der ersten auseinandersetzen konnte.
Für mich persönlich war das der bisher schwächste Band der Reihen. Einerseits wegen vielem Plot, andererseits aber auch weil jetzt mein einziges Problem mit Jennifer L. Armentrout wieder anfängt. Zu viel Spice.
Ja, ich weiß. Manch einer denkt jetzt: "Was? Das geht doch nicht!" Und da würde ich euch zustimmen, wenn es ein Erotikbuch wäre, aber das ist es nunmal nicht. Hin und wieder ist es ja mal schön, aber so ab dem zweiten Drittel war ich regelrecht genervt, wenn sie wieder anfingen. Dann habe ich die Seiten nur nich überflogen, bis es mit der Story wieder weiterging.
Ein Lichtblick in dem Buch sind definitiv die Charaktere und die Handlungen miteinander. Auch in diesem Teil ist Poppy wieder eine starke Protagonistin, die immer weiter wächst und sich nichts gefallen lässt. Cassian ist einfach nur süß zu Poppy und ein rücksichtsvoll gegenüber ihr.

Ich freue mich definitiv schon auf den vierten Band.

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Veröffentlicht am 10.08.2023

Ergänzend

Sinking Ships
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Ich liebe Bad Boy ja absolut. Gebt mir einen düsteren, grüblerischen dunkelhaarigen Mann am liebsten mit Lederjacke und Sarkasmus (und je nach Genre auch mit Flügeln) und ich bin hin und weg. Bonuspunkte ...

Ich liebe Bad Boy ja absolut. Gebt mir einen düsteren, grüblerischen dunkelhaarigen Mann am liebsten mit Lederjacke und Sarkasmus (und je nach Genre auch mit Flügeln) und ich bin hin und weg. Bonuspunkte gibt es, wenn es der böse Antagonist ist.

Deshalb war ich bei Sinking Ships etwas zögerlich. Immerhin ist Mitch der Vorzeigeschwiegersohn, den sich die meisten Mütter wünschen würden. Auch Carla hat es mir mit ihrer ruppig und abweisenden Art schwer gemacht. Allerdings haben sie sich dann doch in mein Herz geschlichen. Die zwei haben sich in ihrer Art wunderbar ergänzt und es hat Spaß gemacht die beiden zu begleiten.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Abwechslungsreich

Serpent Queen 1. In Power She Rises
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Cahira ist eine starke, mutige Protagonistin. Als erste Frau in der Garde des Königs muss sie sich behaupten und lässt sich auch nicht unterkriegen. Allerdings bleibt diese Stärke nicht während ...

Cahira ist eine starke, mutige Protagonistin. Als erste Frau in der Garde des Königs muss sie sich behaupten und lässt sich auch nicht unterkriegen. Allerdings bleibt diese Stärke nicht während des gesamten Buches erhalten. Zwischendurch vermisse ich diese und auch die Tatsache, dass sie offenbar jahrelang das Kämpfen trainiert hat, ist ihr wohl offenbar des Öfteren entfallen. Erst gegen Ende findet sich die ursprüngliche Stärke wieder.

Die Idee der Geschichte hat mir sehr gefallen , vor allem die Idee hinter dem Ende verspricht einen spannenden zweiten Teil.

Das Pacing war jedoch immer wieder während der Geschichte ein Problem. In der Mitte vom Buch passiert sehr viel, dass, wenn es richtig ausgebaut worden wäre, mindestens ein Buch ausgefüllt hätte. Dem zulasten vielen dann die Emotionen der Protagonisten, die leider nicht so ausgearbeitet wurden, dass sich deren Entwicklung natürlich anfühlte.

In der Geschichte passieren immer wieder spannende Ereignisse und es wird auch oft dramatisch. Viel davon passiert allerdings eher „zufällig“ und kommt gar nicht durch die Figuren, weshalb es sich dann häufig konstruiert anfühlt.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, wodurch wir nur Cahiras Sicht kennenlernen und die Sicht von Prinz Atlas offen bleibt. Der Epilog ganz zum Schluss wird dann jedoch aus seinem Blick erzählt, was ich sehr spannend war und einen interessanten Wechsel bot.

Am Ende gibt es eine nicht ganz überraschende Wendung, die den Verlauf von Band 2 komplett offen lässt. Da bin ich sehr gespannt, wie sich das noch weiter entwickelt.

Das Pacing war zwar öfter mal zu schnell, aber die Geschichte entwickelt sich zu einer vielseitigen Geschichte. Die Hauptfigur macht zwar manchmal unverständliche Rückschritte, fängt sich jedoch auch wieder gegen Ende des Buches. Zwar hätten die Entwicklungen und der Plot sich etwas natürlicher anfühlen könne, trotzdem hatte ich Spaß beim Lesen.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Verschenktes Potential

A Song to Drown Rivers
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A Song to Drown Rivers greift den chinesischen Mythos um die wunderschöne Xishi auf und erzählt diese in einer Neuerzählung.

Xishi wird ausgewählt, an den Königshof der verfeindeten Wu geschickt zu werden ...

A Song to Drown Rivers greift den chinesischen Mythos um die wunderschöne Xishi auf und erzählt diese in einer Neuerzählung.

Xishi wird ausgewählt, an den Königshof der verfeindeten Wu geschickt zu werden und den dortigen König zu verführen. Der Berater Fanli bildet sie zunächst aus, bevor er sie dorthin schickt, allerdings bleiben sich die beiden nicht so fern, wie sie es sollten.

Die Story an sich hat mir sehr gefallen. Der Mythos rund um Xishi wurde spannend und (soweit ich das beurteilen kann) authentisch umgesetzt. Ich finde es immer wieder spannend, Bücher zu lesen, die an andere Kulturen angelehnt sind, als die westlichen, die aktuell noch häufiger in meinem Bücherregal zu finden sind.

Vor allem die Hauptfiguren Xishi, Fanli und Fuchai lernen wir im Verlaufe des Buches immer besser kennen. Das Buch wird aus Xishis Perspektive erzählt, so dass man zu jeder Zeit was, sie denkt und empfindet. Trotzdem bleiben die Gefühle der Figuren leider eher oberflächlich. So kommen beispielsweise die intensiven Gefühle zwischen den Figuren fast schon aus dem nichts und sind kaum nachzuvollziehen. An der Stelle hätte ich mir einfach etwas mehr tiefe gewünscht, um mehr emotionale Nähe aufzubauen.

Nicht nur die Emotionen bleiben eher oberflächlich. Stattdessen ist das ein Faden, der sich durch das gesamte Buch zieht. Das Buch ist insgesamt eher kurz und es kommen immer wieder wochenlange Zeitsprünge vor, in denen man nicht weiß, was passiert ist. Auch die Ausbildung von Xishi, die sie von einem Dorfmädchen in eine gerissene Verführerin, die weiß wie man sich am Hofe verhält, dauert nur 10 Wochen.
Das Buch bleibt leider hinter seinem Potential zurück. An der Stelle hätte es sich einfach angeboten, aus dem Buch eine Dilogie zu machen, um der Ausbildung und der Zeit am Hof viel mehr Raum zugeben und die emotionalen Entwicklungen bildlicher und nachvollziehbarer zu gestalten.

Das Ende fand ich an sich sehr gut gelöst, auch weil es an sich in die Story reingepasst hat.

Insgesamt mocht ich das Buch, aber es ist doch eher ein “tell” statt einem “show”. Als ich das Buch beendet hatte, saß ich erstmal davor und wusste gar nicht so genau, wie ich mich fühlen sollte. Irgendwie mochte ich das Buch sehr, aber irgendwie auch nicht? Für zwischen durch ist es definitiv geeignet, aber man sollte schon wissen, worauf man sich da einlässt.

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