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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2023

Seichte Unterhaltung.

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg
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Polly lebt in einem Leuchtturm an der Küste von Cornwall und führt die kleine Bäckerei am Strandweg. Ihr Verlobter hätte gerne ein Kind mit ihr, aber damit kann sich Polly in ihrer aktuellen finanziellen ...

Polly lebt in einem Leuchtturm an der Küste von Cornwall und führt die kleine Bäckerei am Strandweg. Ihr Verlobter hätte gerne ein Kind mit ihr, aber damit kann sich Polly in ihrer aktuellen finanziellen Lage nicht anfreunden…

Das Buch ist angenehm zu lesen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Dass ich die beiden vorigen Bände nicht kenne, hat nicht gestört. Allerdings fehlte mir ein bisschen der Tiefgang. Irgendwie war alles sehr oberflächlich. Ihr Freundin Kerensa ist schwanger und weiht Polly in ein Geheimnis ein. Und auch die anderen Dorfbewohner waren sehr fordernd und egoistisch.

Das ländliche Leben wurde gut beschrieben und auch die Eigenheiten der Charaktere wurden gut dargestellt - aber irgendwie fehlte mir etwas beim lesen. Alles schien so banal und oberflächlich.

Als dann die frischgebackenen Eltern alle über ein kleines Unglück informierte, machte es alle ganz ängstlich und alle wurden sich bewusst, auf was es im Leben wirklich ankommt. Dass das „Unglück“ allerdings wieder nur nebensächlich war, hat mich dann nicht wirklich überrascht. Das Ende war genau so kitschig und übertrieben wie das ganze Buch.

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Veröffentlicht am 12.08.2023

Die Menschen wollen Freiheit und Unabhängigkeit.

Nincshof
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In dem kleinen gewöhnlichen österreichischen Dorf Nincshof lebt Erna Rohdiebl, deren Mutter nach ihrer Geburt gestorben ist. Da sie sich ausgeschlossen fühlte, ging sie nachts in einen Pool baden, während ...

In dem kleinen gewöhnlichen österreichischen Dorf Nincshof lebt Erna Rohdiebl, deren Mutter nach ihrer Geburt gestorben ist. Da sie sich ausgeschlossen fühlte, ging sie nachts in einen Pool baden, während dessen Bewohner sich im Urlaub befanden. Das passte 3 Männern nicht, die sich heimlich trafen, um ihren Ort von der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen. Aber auch die neu Zugezogenen stören ihre Pläne.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Erna war mir sofort sympathisch, die anderen Dorfbewohner hatten es da schwerer.

Die Idee, ein Dorf vor der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen, um selbständig zu werden, klingt ziemlich verrückt. Aber den Oblivisten ist es damit sehr ernst und sie versuchen alles, damit ihr Vorhaben Erfolg hat. Aber meistens kommt es anders als geplant - so auch, als sich Erna, zuerst mit von der Partie, mit der Neuen anfreundete und sich dadurch langsam das Vorhaben in Frage stellte.

Ein Buch, das interessant und unglaublich ist und das ich mit wirren, aber auch freundlichen Gefühlen aus der Hand gelegt habe…

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Veröffentlicht am 12.08.2023

Psychoterror unter ärztlicher Aufsicht…

Die Anstalt
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Francis Petrel bekam per Post eine Einladung: als ehemaliger Insasse einer psychiatrischen Klinik sollte er zu einem Erinnerungstag kommen, denn man wollte Teile der Klinik in ein Museum umwandeln. Vor ...

Francis Petrel bekam per Post eine Einladung: als ehemaliger Insasse einer psychiatrischen Klinik sollte er zu einem Erinnerungstag kommen, denn man wollte Teile der Klinik in ein Museum umwandeln. Vor 20 Jahren wurde die Klinik geschlossen und er war einer der letzten Patienten gewesen. Dieser Tag war eine Reise in die Vergangenheit und ein damaliger Mithäftling redete ihm zu, das Geschehen von damals aufzuschreiben. Francis steht immer noch unter massivem Medikamenteneinfluss und lebt ein karges Leben. Da er kein Papier besitzt, schreibt er es an die Wände seines kargem Heims….

Das Buch ist aus Sicht von Francis geschrieben und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass es in der Klinik nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Francis wurde als 21-jähriger in die Klinik eingewiesen, weil er Stimmen hörte und erlebte dort die Hölle auf Erden. Unter fadenscheinigen Begründungen wurden er und seine Mitinsassen medikamentös ruhig gestellt.

Als dann ein Mord geschah stand für die Klinikleitung und die Polizei der Täter sofort fest. Dass die Staatsanwältin das anders sah, wurde nicht gern gesehen und ihre Ermittlungen torpediert.

Die Geschichte an sich war interessant, aber zwischendurch auch sehr langatmig und dadurch anstrengend. Gegen Ende wurde es dann etwas konfus und unglaubwürdig, aber der Schluss war okay.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Wahrheit oder Fiktion?

Böser, böser Wolf
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Katie ist Autorin und wurde entführt. Der Wolf hat sie geschnappt und verlangt, sie soll Märchen umschreiben. Sie hat die Wahl: jemand muss sterben und wenn sie das Märchen nicht umschreibt, wird sie es ...

Katie ist Autorin und wurde entführt. Der Wolf hat sie geschnappt und verlangt, sie soll Märchen umschreiben. Sie hat die Wahl: jemand muss sterben und wenn sie das Märchen nicht umschreibt, wird sie es selbst sein.
Detective Inspector Lyla Rondell wird angerufen, nachdem ein unbekannter Mann eine Frau in den Wald verschleppt hat und an der Stelle eine an sie adressierte Postkarte lag. Darin wird sie an ein Ereignis vor 25 Jahren erinnert.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Allerdings ist die Schrift ziemlich klein und auch die kursiven Passagen des Täters erschwerten das Lesen. Aber es war von Anfang an spannend. Abwechselnd wurde aus der Sicht von Katie mit ihrem Entführer und aus Sicht von Lyla mit ihren Kollegen beschrieben. Beide waren mir sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Das Buch war unterteilt in 3 Abschnitte. Der erste dauert 200 Seiten, Teil 2 dann 110 Seiten und der letzte 35 Seiten.

Katie blieb nichts anderes übrig, als die Märchen umzuschreiben und dadurch für den Tod von unschuldigen Menschen verantwortlich zu sein. Nachdem sie mitbekommen hat, was bei einer Weigerung passiert, ist ihr Widerstand gebrochen. Sie versucht immerhin, der Polizei Hinweise zu liefern. Wird der Wolf sich an ihr Drehbuch halten und Lyla die Botschaften erkennen?

Die Hintergründe des Täters blieben unklar und es gab die ein oder andere mysteriöse Begebenheit. Abschnitt 1 endete seltsam und verwirrend. Teil 2 war auch bizarr und sonderbar, bis dann im letzten Passus alles zu einem Ende fand.

Das Buch ist kein klassischer Thriller, sondern eine Fantasiegeschichte mit Thrillerelementen. Bis zur Hälfte war es packend und fesselnd, dann wurde es unwirklich. Ich tue mich mit einer Bewertung schwer, denn das Buch war nicht das, was ich durch die Beschreibung erwartet habe, deshalb kann ich eigentlich nur 2 Sterne geben. Aber da es dann doch ein akzeptables Ende hatte, gebe ich noch einen halben Stern dazu - aber mehr als 2,5 kann ich nicht geben…

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Keltenkult in höchsten Kreisen.

Gnadenlos im Bayerwald
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Ein tschechischer Polizist hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die „kleinen Brüder“ zu vernichten. Diese Organisation hatte auch Zuspruch aus den höchsten Kreisen. Aber Ondrej hatte nicht mehr viel ...

Ein tschechischer Polizist hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die „kleinen Brüder“ zu vernichten. Diese Organisation hatte auch Zuspruch aus den höchsten Kreisen. Aber Ondrej hatte nicht mehr viel Zeit. Als er bei einer Razzia eine Drogentote fand, nutzte er die Gelegenheit: er präparierte sie und brachte sie über die Grenze, damit sie an einer Autobahnraststätte bei Deggendorf gefunden wurde.

Ich hatte leichte Probleme, dem Geschehen zu folgen. Es gab ein junges Mädchen in einem weißen Kleid, den tschechischen Polizisten, eine Organisation mit Menschenhandel, Geschwister mit krankem Vater, eine Gruppe Druiden die Rituale abhält, ein Kommissar in Deutschland mit einem Team aus verschiedenen Dienststellen, eine Unternehmerin in einer Festung, eine Staatsanwältin die sich einmischt, eine Wandergruppe und ein einsamer Eremit. Und alles läuft nebeneinander ohne einen Bezug zu haben. Ich musste gelegentlich Passagen mehrmals lesen, um sie zu verstehen.

Es war mein erstes Buch dieses Autors - vielleicht hätte es mir geholfen, wenn ich die vorigen Bände kennen würde? Nach etwa 150 Seiten wurde es besser und ich habe mich zurechtgefunden.

Die Polizei stand bei der jungen Frau vor einem Rätsel. Und als dann das Herz eines Mannes an einer keltischen Opferstelle gefunden wurde, sahen sie zwar einen Zusammenhang, aber keine Verbindung.

Nach und nach kam eine Geschichte ans Licht, die an Grausamkeit kaum zu überbieten war. Nach dem dritten Mord gab es eine Ahnung, um was es bei der ganzen Serie geht - aber bis zum Schluss blieb es vage. Erst auf den letzten Seiten wurde alles aufgelöst. Das Ende fand ich unglücklich. Manches passte nicht und es war auch unstimmig, dass der Kommissar ein eindeutiges Zeichen nicht bemerkt hatte. Ich gebe diesem Buch 2,5 Sterne.

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