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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2023

Was ist wirklich wichtig?

Heartbreak
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Heartbreak erzählt die Geschichte von Tom und Marie, zwei Menschen, denen das Leben übel mitgespielt hat und die sich in der Toscana treffen. Dort merken sie, dass sie mehr als nur der Zufall aufeinander ...

Heartbreak erzählt die Geschichte von Tom und Marie, zwei Menschen, denen das Leben übel mitgespielt hat und die sich in der Toscana treffen. Dort merken sie, dass sie mehr als nur der Zufall aufeinander treffen hat lassen.

Abwechselnd wird aus der Sicht von Marie und Tom erzählt, wobei mich recht schnell Maries Geschichte mehr fesseln konnte. Sie leidet unter Depressionen, Angstzuständen und vielen Unsicherheiten, die sehr authentisch, insbesondere im Bezug zu unserer Gesellschaft und dem Gesundheitssystem, rübergebracht wurden. Tom dagegen ist auf dem Weg, ein gefeierter Star zu werden und zunächst scheint sein Leben in perfekte Bahnen zu laufen, ehe Vorkomnisse an dem Set zu seinem neuen Film alles auf den Kopf stellen. Bei ihm werden Themen wie Social Media oder das Leben im Rampenlicht thematisiert.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Mir wurde es manchmal zu überdreht, beispielsweise werden Wörter oft komplett großgeschrieben oder viele Interpunktionen genutzt, um Gefühle zu verdeutlichen, was ich persönlich nicht so mag. Dazu gibt es längere Einsichten in das Gefühlsleben der Protagonisten, was jedoch ein wichtiger Teil des Buches ist.

Handlungstechnisch wirkte es mich manchmal auch ein wenig überzogen, insbesondere das Ende. Hier geht alles plötzlich ganz schnell, Maries und Toms Geschichte bleibt ein wenig offen und ist für mich daher auch weniger ein Liebesroman, als ein Roman an sich. Auch Nebencharaktere wirken stark überzeichnet. Die Message dahinter wird dadurch absolut deutlich, aber insbesondere die Personen in Toms Umfeld, aber eigentlich auch alle in Maries, haben äußert negative Charaktereigenschaften, sodass man sich fragt, wie die zwei Protagonisten es geschafft haben, dass ihnen ausschließlich solche Menschen begegnen.

Fazit: Vor allem über das Thema Depressionen habe ich einiges mitgenommen und Marie konnte mich auch als Charakter mitnehmen. Generell wirkte die Geschichte ein wenig überspitzt.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Die richtige Person zum falschen Zeitpunkt

Eine Nacht mit dir
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In "Eine Nacht mit dir" begleitet man Nic und Ruby, die sich bei einem Sofaverkauf kennenlernen und bei denen es sofort funkt. Leider hat das Schicksal, aber auch die beiden selbst andere Pläne und es ...

In "Eine Nacht mit dir" begleitet man Nic und Ruby, die sich bei einem Sofaverkauf kennenlernen und bei denen es sofort funkt. Leider hat das Schicksal, aber auch die beiden selbst andere Pläne und es scheint so, als solle ihre Liebe einfach nicht sein.

Erzählt wird sowohl aus der Perspektive von Nic, als auch von Ruby, sodass man beide Sichtweisen kennenlernt. Während Nic sich so ziemlich Hals über Kopf in Ruby verliebt und generell eher offenherziger scheint, wirkt Ruby dagegen sehr verkopft und unentschlossen. Ich persönlich mochte Nics Sichtweise lieber, da ich mich in seinen Charakter eher einfühlen konnte. Er wirkt zunächst unbeholfen, ein wenig tollpatschig, aber stets empathisch, besonnen. Ruby dagegen lernt, für das zu kämpfen, was sie vom Leben will und kann dadurch mitunter rücksichtslos wirken. Ihre Handlungsweisen standen einer Beziehung der beiden oftmals im Weg, wurden aber absolut nachvollziehbar beschrieben.

Generell fand ich die Schreibweise des Buches flüssig und auch die Handlungen beider, sowohl Nix, als auch Ruby, gut beschrieben. Trotzdem wollte der Funke bei mir einfach nicht überspringen, was zum daran lag, dass die Emotionen des Buches bei mir einfach nicht ankamen. Ich fühlte mich über große Strecken wie eine unbeteiligte Zuschauerinnen und die Gefühle der Protagonisten waren mir nicht wirklich wichtig. Ich konnte aufgrund des eher distanzierten Schreibstils keine tiefere Bindung zu den Charakteren aufbauen. Ich hatte das Gefühl, dass es der Autorin wichtig war, dass die Charaktere sich stets korrekt und nachvollziehbar verhielten, wodurch für mich aber eine gewisse Distanz aufgebaut wurde.

Positiv möchte ich aber noch unbedingt die Nebencharaktere, insbesondere JP und vor allem Jackson erwähnen. Letzterer schaffte für mich den einzigen, emotionalen Moment und ich mochte seinen Charakter richtig, richtig gerne. Jeder sollte einen Jackson als Freund haben!

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Veröffentlicht am 16.06.2023

Zukunftsträume

Love Always Hopes
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In "Love always hopes" geraten Juna und Leo in einen Wettbewerb darüber, wer der oder die bessere PraktikantIn im Hotel "Ludovika" ist. Während es Junas großer Traum ist, irgendwann ein eigenes Hotel zu ...

In "Love always hopes" geraten Juna und Leo in einen Wettbewerb darüber, wer der oder die bessere PraktikantIn im Hotel "Ludovika" ist. Während es Junas großer Traum ist, irgendwann ein eigenes Hotel zu haben, sie sich aber nicht traut, dies ihren Eltern zu sagen, kann Leo eigentlich gar nicht schnell genug vom Hotelgewerbe wegkommen. Er will lieber Musiker werden - zum Unmut seiner Eltern, denen das Hotel Ludovika gehört und die wollen, dass er in ihre Fußstapfen tritt. Ganz nebenbei lernen Juna und Leo sich kennen ... und lieben.

Ich hatte bei dem Buch in die Leseprobe reingelesen und empfand den Schreibstil als super flüssig und spannend. Man beginnt gemeinsam mit Juna vor dem Studierendenbüro und der Ungewissheit, wie es für sie weitergeht. Nach und nach lernt man ihre Familie kennen, die wirklich sehr warmherzig ist. Zu Beginn kam ich sehr gut im Buch an - dank des tollen Schreibstils.

Dieser blieb auch gut, allerdings hat mich die Geschichte ab der Mitte leider verloren. Es kam für mich nicht genügend Spannung auf. Für einen Großteil der Geschichte verfolgt man Juna und Leo einfach dabei, wie sie ihre Arbeit im Hotel verrichten und wie sie sich kennenlernen. Es gibt eher weniger Konfliktpunkte oder Chancen zur Entwicklung, stattdessen dreht sich alles bei beiden um den Wunsch einer anderen Zukunft, was im Buch äußerst ausführlich - für mich ab einem gewissen Punkt einfach zu ausführlich - behandelt wird. Auch Juna und Leo waren als Charaktere freundlich, man mochte sie, aber sie blieben für mich durch den Fokus auf das eine Thema zu blass und ich konnte nicht wirklich mit ihnen mit fiebern. Hier hat Leo noch ein paar mehr Ecken und Kanten.

Das Buch empfehle ich jedem, der ein ruhiges Leseerlebnis wünscht und den die Hotelthematik interessiert, denn der Schreibstil ist toll. Auch erwähnenswert ist der christliche Glauben, den viele der Protagonisten leben und der daher auch immer wieder thematisiert wird.

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Veröffentlicht am 21.04.2023

Süße Wohlfühlgeschichte

Proof of Faith
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Ich empfand die Idee von "Proof of Faith" als immens spannend, denn Hauptcharakteren, die eine eine Treuetest-Agentur leiten, hatte ich zuvor noch nicht gehört, weshalb ich auf die Umsetzung sehr gespannt ...

Ich empfand die Idee von "Proof of Faith" als immens spannend, denn Hauptcharakteren, die eine eine Treuetest-Agentur leiten, hatte ich zuvor noch nicht gehört, weshalb ich auf die Umsetzung sehr gespannt war.

Man bekommt auch viele Einblicke in das Agenturleben und die Darstellung dessen war wohl mein Lieblingsteil des Buches und hat auch für mich Spannung mit hineingebracht. Insbesondere Calebs und Sierras Verstrickungen, nachdem dieser Testperson und Sierra ihn testen muss, waren das Highlight. Schließlich verliebt sich Sierra Hals über Kopf, weiß jedoch, dass Caleb ein vergebener Mann ist ...

Sierra und Caleb sind zwei extrem sympathisch und korrekte Personen. Insbesondere Caleb hatte mir einfach eine zu weiße Weste, denn er hat immer die richtigen Worte gefunden und ich hätte mir einfach ein paar Eigenschaften gewünscht, die ihn nahbarer gemacht hätten. So war er der perfekte Gentleman ohne Fehler. Sierra wirkte hier ein wenig nahbarer mit ihrer ruhigen, eher zurückhaltenden Art.

Der Schreibstil ist sehr ausführlich und geht intensiv auf die Gedankenwelt der Protagonisten ein. Manchmal hätte ich mir mehr Gespräche oder Situation gewünscht, anstatt dass Charaktereigenschaften oder Hintergrundgeschichten wiedergegeben wurden. Dadurch wurde dem Buch insbesondere im Mittelteil an Spannung genommen. Auch waren einige Szenen nicht wirklich wichtig für die Handlung und haben sich nach Lückenfüllern angefühlt.

Das Ende nimmt noch einmal rasant an Fahrt auf und die Emotionalität steigt. Man kann sich aber auf einen Feel-good-Roman einstellen, den man ohne Bedenken lesen kann.

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Veröffentlicht am 07.04.2023

Sierra und Mitch

Whitestone Hospital - Drowning Souls
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Ich hatte mich sehr auf den zweiten Band der Reihe gefreut, da mich bereits in Band 1 das Krankenhaussetting begeistern konnte, was auch hier der Fall war. Meine liebsten Momente waren im Krankenhaus, ...

Ich hatte mich sehr auf den zweiten Band der Reihe gefreut, da mich bereits in Band 1 das Krankenhaussetting begeistern konnte, was auch hier der Fall war. Meine liebsten Momente waren im Krankenhaus, die mich stark an Greys-Anatomy erinnert haben und ich hatte zumindest das Gefühl, auch über das ein oder andere easter-egg gestolpert zu sein (George zum Beispiel oder der Spruch zur Sonne).

Per se mochte ich auch die Charaktere gerne, insbesondere Milch, weil er wirklich ein liebenswerter Charakter ist, während Sierra ein bisschen kratzbürstig rüberkommt. Was leider mein Lesevergnügen geschmälert hat, war die Handlung. Es ist wenig passiert. Mitch und Sierra müssen den Unfall verarbeiten, ansonsten steht ihrer Beziehung eigentlich nichts im Weg. Ich hatte das Gefühl, schon zu Beginn des Buches am Ende von insbesondere Sierras persönlicher Reise, aber auch der Reise der beiden angekommen zu sein und sie jetzt auf den letzten Metern zu begleiten. Dadurch kam für mich weniger Spannung auf.

Band 3 stehe ich nun ein wenig kritischer gegenüber, auch wenn ich mich schon auf die Momente im Gemeinschaftraum oder auf Station freue, einfach das Geplänkel der Gruppe miteinander... Ich bin noch unentschlossen.

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