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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2017

Konnte mich nicht durchgehend unterhalten

Papa ruft an
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Über Humor lässt sich bekanntlich streiten, so auch sicherlich über Bastian Bielendorfers neuestes Werk "Papa ruft an: Standleitung zum Lehrerkind". Da ich bereits die ersten beiden Bücher des Autors gelesen ...

Über Humor lässt sich bekanntlich streiten, so auch sicherlich über Bastian Bielendorfers neuestes Werk "Papa ruft an: Standleitung zum Lehrerkind". Da ich bereits die ersten beiden Bücher des Autors gelesen habe, hatte ich bereits eine ungefähre Vorstellung davon, was mich hier erwarten wird und hatte nicht zwingend die höchsten Erwartungen, was auch ganz gut war.

Fakt ist, dass der Autor definitiv schreiben kann und ein Talent dafür besitzt, wie er den Nerv der Menschen trifft, dass diese sich möglicherweise in seine Anekdoten und Geschichten hineinversetzen können. Mich konnte er mit seinen Geschichten allerdings nicht immer abholen, da ich vieles einfach als zu überspitzt empfunden und oftmals die Augen verdreht habe.

Nachdem sich Bastian Bielendorfer in seinem letzten Werk ausführlich mit seiner Mutter auseinandergesetzt hat, kommt nun sein Vater an der Reihe, der oftmals doch eher wortkarg ist und oftmals mit seiner Art aneckt. Dennoch wirkt der Vater trotz seiner oftmals doch sehr skurrilen Art sehr sympathisch, sodass ich die Geschichten rund um Urlaube, besondere Gespräche, etc. mit Interesse verfolgt habe. Dennoch muss ich, wie bereits oben erwähnt, zugeben, dass mich der Autor nicht immer überzeugen konnte, da manches einfach zu aufgesetzt und überspitzt rüber kommt. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass mir das Buch als Hörbuch möglicherweise besser gefallen hätte.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir dagegen wieder einmal richtig gut, denn hier kann man immer wieder kleinere Illustrationen entdecken, die auch meistens gut zu den Anekdoten passen. Die Kurzbeschreibung liest sich auch vielversprechend, sodass man nach der Mutter nun auch den Vater in voller Pracht erleben darf.

Kurz gesagt: Auch wenn ich "Papa ruft an: Standleitung zum Lehrerkind" nicht immer gelungen finde und ich den Humor stellenweise gar nicht mag, findet man hier dennoch ein Werk vor, das durchaus unterhalten kann, wenn man sich denn voll und ganz drauf einlassen kann. Wer bereits die ersten Werke des Autors mochte, wird auch mit diesem Buch nichts falsch machen.

Veröffentlicht am 01.10.2017

Nettes Goodie für alle Fans von "Fangirl"

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow Roman
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Nachdem ich bereits "Fangirl" von Rainbow Rowell gelesen habe und dort Simon Snow schon kennenlernen durfte, war ich schon sehr gespannt auf "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow". Da ich ...

Nachdem ich bereits "Fangirl" von Rainbow Rowell gelesen habe und dort Simon Snow schon kennenlernen durfte, war ich schon sehr gespannt auf "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow". Da ich die Fanfiction in "Fangirl" an sich nett fand, war ich lange Zeit nicht sicher, ob die Geschichte als Buch tatsächlich funktionieren würde, allerdings hat Rainbow Rowell auch hier wieder alle Register gezogen und eine unterhaltsame Geschichte geschaffen, auch wenn diese nicht ohne Schwächen auskommt.

Zuerst muss man sich fragen, ob es die Geschichte wirklich gebraucht hätte, weil Fanfictions nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Da man "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" allerdings als Goodie für die treuen Leser verstehen, ist es dennoch eine schöne Sache, auch wenn ich selbst nicht der größte Fan bin.

Die Autorin besitzt einen angenehmen Schreibstil, der mir von der ersten Seite an gefallen hat und ich mich somit bei der Geschichte gut aufgehoben gefühlt habe. Die Figuren sind ebenfalls gut ausgearbeitet und man lernt Baz, Simon und Co. gut kennen, mein Problem war jedoch, dass ich die Figuren fast allesamt nicht sonderlich sympathisch fand. Dies ist ein wenig schade, denn hätte ich Simon ein bisschen lieber gemocht, hätte ich bei der Geschichte wohl auch mehr mitgefiebert.

Die Idee, dass Simon der mächtigste Zauberer der Welt ist, jedoch oftmals mit der Magie nicht umgehen kann, ist an sich gelungen, genauso wie sein Leben im Zaubererinternat, an dem er zukünftig lernen soll, seine Magie zu kontrollieren. Dass es auch dort selbstverständlich Probleme gibt und er nicht nur auf Freunde trifft, dürfte da bereits klar sein, denn er steckt bereits nach kurzer Zeit in einem großen Abenteuer...

Wer hier an Harry Potter denkt, der besitzt den richtigen Riecher, denn die Geschichte ist schon sehr an dem Original gehalten, sodass ich manchmal schon das ein oder andere Mal die Augen verdreht habe. Sicherlich, hier muss man bedenken, dass es sich um eine Fanfiction handelt, allerdings hätte ich mir dennoch ein bisschen mehr Eigenständigkeit gewünscht.

Das Cover ist sehr gelungen, besticht mit tollen Farben und passt bestens zum Cover zu "Fangirl", auf dem Simon Snow ebenfalls in Posterform abgebildet ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mir direkt zugesagt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" ist an sich ein nettes Goodie für alles Fans von "Fangirl", sodass man hier durchaus unterhalten wird. Dennoch war mir der Vergleich zu Harry Potter schon fast zu enorm, sodass ich die Geschichte nicht zwingend gebraucht hätte. Dennoch: Für Fans von Rainbow Rowell ein absolutes Muss.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Nette Geschichte mit Luft nach oben

Der letzte Verrat
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Da ich bereits einige gute Bewertungen zu "Der letzte Verrat" gelesen habe, wurde ich direkt neugierig und habe dem Buch gerne eine Chance gegeben. Hier hatte ich die Erwartung, dass mich eine interessante ...

Da ich bereits einige gute Bewertungen zu "Der letzte Verrat" gelesen habe, wurde ich direkt neugierig und habe dem Buch gerne eine Chance gegeben. Hier hatte ich die Erwartung, dass mich eine interessante Geschichte mit vielseitigen Figuren und jeder Menge Wendungen erwartet. Dies habe ich auch zum Teil bekommen, allerdings war ich am Ende doch ein wenig enttäuscht.

Dabei kann man der Autorin im Grunde genommen gar nicht mal viel vorwerfen. Die Geschichte liest sich angenehm leicht und flüssig, sodass man das Buch an einem Nachmittag ausgelesen hat. Problem war jedoch, dass ich immer wieder auf einen großen Knall gewartet habe, der mich überrascht, schockiert oder berührt hätte, doch der wollte für mich einfach nicht eintreten.

Ich fand es zwar interessant, wie die vier Freundinnen Eden, Joni, Trina und Deb sich wieder annähern wollen, nachdem sie merken, dass sie sich nicht mehr allzu viel zu sagen haben und die Interessen mittlerweile meilenweit auseinandergehen, allerdings wollte der Funke nie so ganz übergehen, wie ich es mir zuvor erwünscht habe. Die Idee mit den Briefen ist zwar auch interessant, allerdings wurde das Potential nicht gänzlich erschöpft, sodass hier noch deutlich Luft nach oben war.

Das Cover gefällt mir dagegen richtig gut, da dieses nicht nur tolle und ausdrucksstarke Farben besitzt, sondern auch bestens zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls angesprochen und mein Interesse geweckt.

Kurz gesagt: Obwohl "Der letzte Verrat" an sich nicht schlecht ist und viele interessante Ideen mit sich bringt, wollte der Funke nie so ganz überspringen, sodass ich am Ende doch ein wenig enttäuscht bin und das Buch mehr oder weniger leicht frustriert beendet habe. Wer jedoch gerne Bücher über Frauenfreundschaften liest, sollte der Geschichte eine Chance geben.

Veröffentlicht am 05.09.2017

Gute Geschichte mit Schwächen

Unsere Jahre in Miller's Valley
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"Unsere Jahre in Miller's Valley" habe ich ehrlich durch einen Zufall entdeckt und wurde aufgrund des Covers direkt neugierig. Da mich auch die Kurzbeschreibung direkt ansprechen konnte, wollte ich der ...

"Unsere Jahre in Miller's Valley" habe ich ehrlich durch einen Zufall entdeckt und wurde aufgrund des Covers direkt neugierig. Da mich auch die Kurzbeschreibung direkt ansprechen konnte, wollte ich der Geschichte sehr gerne eine Chance geben und hatte doch recht hohe Erwartungen. Leider war dies ein Fehler. Die Geschichte ist zwar an sich in Ordnung, allerdings hat mir letztendlich dann doch das gewisse Etwas gefehlt.

Anna Quindlen besitzt einen angenehmen und eindringlichen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Gleichzeitig hat mich die Autorin auch immer wieder nachdenklich gestimmt, sodass man hier nicht zwingend ein Buch erhält, das man einfach so nebenbei lesen kann. Die Figuren sind an sich gut ausgearbeitet, allerdings wirkten sie gleichzeitig auch immer wieder unnahbar, sodass ich mit ihnen nicht so warm werden konnte, wie ich es mir im Vorfeld erhofft habe.

Erzählt wird hierbei die Geschichte der Familie Miller, die in einem kleinen Tal lebt, welches jedoch in Kürze geflutet werden soll. Für die Familie, die bereits seit Generationen in dem Tal lebt, ein herber Schlag, zumal sie nur aus einfachen Verhältnissen kommen und gerade so über die Runden kommen, da ihre Farm nicht wirklich viel Geld abwirft. Dennoch hängen sie an ihrem Tal und wollen es nicht aufgeben. Besonders Mimi hat mit der Tatsache, dass es ihr Zuhause bald schon nicht mehr geben kann, zu kämpfen und erinnert sich an ihre Kindheit und Jugend, die sie im Tal verbracht hat.

Obwohl die Geschichte wirklich viel Potential hat und die Autorin auch viele wunderbare und emotionale Momente geschaffen hat, hatte ich leider dann doch einige Probleme mit der Geschichte, denn obwohl ich diese an sich ganz nett fand, wollte der Funke einfach nie so wirklich überspringen, sodass ich das Buch am Ende eher enttäuscht zugeklappt habe.

Das Cover ist an sich hübsch anzusehen und passt auch gut zur Geschichte und zum Genre, sodass es da nichts zu beanstanden gibt. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen und somit habe ich dem Buch gerne eine Chance gegeben.

Kurz gesagt: Obwohl "Unsere Jahre in Miller's Valley" zunächst nach einer interessanten und vielversprechenden Geschichte klang, ist das Buch letztendlich hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Zwar ist der Schreibstil ganz angenehm und auch die Figuren waren nett ausgearbeitet, allerdings hat mir das gewisse Etwas gefehlt, um mich vollends zu begeistern.

Veröffentlicht am 03.09.2017

Gute Geschichte , deren Potential allerdings nicht genutzt wurde

Sieh mich an
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Nachdem ich bereits viele positive Bewertungen zu "Sieh mich an" gelesen habe, war ich direkt neugierig und wollte dem Buch unbedingt eine Chance haben. Hier habe ich mir eine interessante, spannende und ...

Nachdem ich bereits viele positive Bewertungen zu "Sieh mich an" gelesen habe, war ich direkt neugierig und wollte dem Buch unbedingt eine Chance haben. Hier habe ich mir eine interessante, spannende und emotionale Geschichte erhofft und diese auch zum Teil bekommen - auch wenn ich zugeben muss, dass mich die Geschichte nicht gänzlich überzeugen konnte.

Dies fängt bereits leider mit dem Schreibstil an. An sich mag ich es, wenn Autoren einen mit ihrer Schreibe herausfordern, allerdings gab es für mich einfach viel zu viele verschachtelte Sätze, die dafür gesorgt haben, dass die Geschichte oftmals relativ holprig zu lesen war und ich das Buch gleich mehrfach zur Seite gelegt habe. Zwar muss ich sagen, dass ich sämtliche Themen, wie u.a. Brustkrebs oder auch ADHS sehr interessant fand, allerdings hat mich die Umsetzung nicht immer überzeugen können, da ich der Meinung bin, dass das vorhandene Potential für solch ein Buch nicht genutzt wurde.

Auch mit der Protagonistin Katharina hatte ich ein paar kleinere Probleme. Ich konnte mich zwar in ihre Lage hineinversetzen und viele ihrer Gedanken waren auch durchaus authentisch, allerdings war sie mir nie so sympathisch, wie ich es zuvor erhofft habe, sodass ich nicht in dem Umfang mit mir mitleiden und mitfiebern konnte, wie ich es mir gewünscht habe.

Dennoch ist die Geschichte alles andere als schlecht und spricht viele wichtige Themen an, die besonders Frauen in Katharinas Alter ansprechen dürfte. Themen wie Kinderwünsche, Brustkrebs, ADHS und die Frage, ob das Leben tatsächlich so verlaufen ist, wie man es sich immer gewünscht hat, stehen hier im Vordergrund und sind auch gut umgesetzt, nur manchmal hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr Tiefe erhofft.

Das Cover ist für mich jetzt nicht der allergrößte Hingucker, allerdings muss man schon sagen, dass es immerhin auffällt und somit seinen Zweck erfüllt. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, sodass ich schon sehr neugierig auf die Geschichte war.

Kurz gesagt: Obwohl "Sieh mich an" an sich eine interessante und vielseitige Geschichte ist, hatte ich dennoch ein paar kleinere Probleme mit dem Buch, da ich leider weder mit den Figuren, noch mit dem Schreibstil wirklich warm geworden bin. Dennoch ist es ein nachdenklich stimmendes Buch, das besonders Frauen ab 30 absprechen dürfte.