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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2025

Leider ein Flop

Heart of Night and Fire
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Meine Meinung

Ich war sehr neugierig auf den Auftakt des "Nachtfeuer-Quartetts", da ich bereits einiges Gutes über die anderen Bücher der Autorin gehört habe. Auf den ersten Seiten begann es noch ganz ...

Meine Meinung

Ich war sehr neugierig auf den Auftakt des "Nachtfeuer-Quartetts", da ich bereits einiges Gutes über die anderen Bücher der Autorin gehört habe. Auf den ersten Seiten begann es noch ganz gut, aber schon nach den ersten Kapiteln hatte ich im Gefühl, dass mich dieses Buch nicht mitreißen würde...

Die Protagonistin Zarya wächst abgeschirmt von der Gesellschaft auf. Row, der einzige Mensch, der einer Familie gleichkommt, hält sie in einem engen Radius gefangen. Ihr einziger weiterer menschlicher Kontakt ist Aarav, Rows Lehrling, mit dem sie noch nie gut auskam. So bleiben ihr nur noch die Bücher, die Row ihr von seinen Reisen mitbringt und die sie hoffen lassen, eines Tages selbst Abenteuer zu erleben. Nach nichts sehnt sie sich mehr, als nach Freiheit...

Als Row eines Tages spurlos verschwindet und nicht wiederkommt, gelingt es Zarya zu entkommen. Dabei läuft sie schnell dem Kommandanten Vikram und Yasen in die Arme und wird von ihnen nach Dharati gebracht, die Stadt, die die Königin von Daragaab ihre Heimat nennt. Doch die Stadt ist in Gefahr, denn jede Nacht versuchen Dämonen die Mauern zu durchbrechen.

Vikram ist für mich ehrlich gesagt sehr blass geblieben. Zwischen Vikram und Zarya erwächst erwartungsgemäß eine Liebesgeschichte, die mich jedoch völlig kalt gelassen hat. Der Großteil der Geschichte ist von einem hin und her zwischen den beiden getragen, ohne dass sich tatsächlich etwas entwickelt oder es die Geschichte vorantreibt.
Mit Yasem hingegen knüpft Zarya langsam eine richtige Freundschaft, was wohl der einzige Lichtblick in Mitten der oberflächlichen Charakterkonstellationen war.

Ich nehme an, die Autorin versucht noch einen zweiten Love Interest einzubringen, denn schon nach den ersten Kapitel führt sie einen mysteriösen Fremden ein. Zarya bekommt ihn kaum zu sehen, was nichts über ihn und dennoch ist sie völlig fasziniert und verliebt. Auf mich wirkte es völlig unauthentisch.

Zarya selbst stehe ich sehr zwiegespalten gegenüber. Ich kann nicht sagen, was sie als Person definiert. Anfangs war sie recht naiv, was schlüssig angesichts ihrer mangelnden Sozialisierung war. Doch im Laufe der Geschichte blieb sie dies die ganze Zeit über, während sie gleichzeitig alle so behandelten, als könnte sie ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Autorin hat versucht eine unschuldige, naive Protagonistin zu schaffen, die zeitgleich als Heldin und Kämpferin agiert. Dieser Gegensatz funktioniert nur leider nicht in ihrer Umsetzung. In meinen Augen war sie ein oberflächlicher und uninteressanter Charaktere, so dass ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie sie die Nebencharaktere so in ihren Bann gezogen hat.

Was die Geschichte angeht ... auch nach den ganzen knapp 400 Seiten hab ich keinen blassen Schimmer, worum es geht. Mir fehlte es an einem guten Worldbuilding. Und ja, es gibt gute Reihe, die sich erst im Laufe der einzelnen Bände erschließen – diese ist keine davon. Zarya stürzt aus einem actionreichen und chaotischen Ereignis ins nächste und gleichzeitig bringt nichts davon die Geschichte voran. Alles fügt sich außerdem noch so perfekt für Zarya, dass es einfach unauthentisch wirkt. Die Autorin hat es wirklich geschafft, so viel Action in ein Buch zu schreiben und den ganzen Mittelteil des Buches dennoch insofern ereignislos zu gestalten, dass die Geschichte kein Ziel verfolgte.

Was mich besonders irritiert, ist das Genre des Buches. Es soll Adult Fantasy sein, liest sich jedoch wie ein Jugendbuch mit Teenager-Protagonistin. Brutale Szenen waren so weichgezeichnet, dass sie auch jedem beliebigen YA Fantasy Buch entnommen sein könnten. Auch die Charakterinteraktionen wirkten jugendlich.

Es gab zwar auch einige positive Punkte, doch auch die haben das Buch in meinen Augen nicht mehr retten können.
Der Schreibstil der Autorin hatte wirklich Potenzial. Es gibt einige nahezu poetische Stellen, doch es passte nicht zu der Banalität der Szenen und der Oberflächlichkeit der Geschichte. Ich wünschte, die Autorin hätte die gleiche Energie in das Beschreiben des Weltenaufbaus und der Charaktere gesteckt wie in das Beschreiben des Settings der einzelnen Szenen, der Kleidung und der Speisen. Letztere hatte ich bildlich vor Augen.
Auch das Verweben der Geschichte mit der indischen Kultur der Autorin mochte ich sehr gerne. Umso enttäuschender ist es, dass mich das Buch nicht von sich überzeugen konnte.

Fazit

Ich kann das Buch niemandem empfehlen, der sich eine gute Fantasygeschichte erhofft. Womöglich werden einige Romantasy-Leser oder Leser, die noch keine Erfahrungen mit (guten) Fantasybüchern gemacht haben, fündig. Ich werde die Reihe nicht fortführen und mich besseren Büchern widmen.
Eine andere Reihe der Autorin ("Die Artefakte von Ouranos") wartet noch ungelesen in meinem Bücherregal, doch ich bin noch zwiegespalten, ob ich den Büchern nach diesem Reinfall eine Chance geben möchte.

Bewertung

1,5 von 5 Sternen


Ich bedanke mich herzlich für das Rezensionsexemplar, dass mir vom Knaur Verlag und Vorablesen zu Verfügung gestellt wurde!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2025

Abgebrochen bei 70 Prozent...

The Stars are Dying
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Inhalt (Klappentext)

In Astraeas Welt durchstreifen Vampire die Nacht auf der Jagd nach Blut und Seelen, und ein grausamer Herrscher hält die fünf Reiche der Menschen in seinem eisernen Griff. Astraeas ...

Inhalt (Klappentext)

In Astraeas Welt durchstreifen Vampire die Nacht auf der Jagd nach Blut und Seelen, und ein grausamer Herrscher hält die fünf Reiche der Menschen in seinem eisernen Griff. Astraeas eigene Vergangenheit aber ist in Dunkelheit gehüllt, nur bruchstückhafte Erinnerungen an fünf Jahre sind ihr geblieben. Bis sie eines Tages Nyte begegnet, dem geheimnisvollen, mächtigen Vampir, der sie in ihren Träumen verfolgt und dessen Schatten ihr tagsüber nie von der Seite weichen. Astraea weiß, dass sie ihm nicht trauen kann – und wird doch immer stärker von seinem düsteren Charme angezogen. Bis Nyte ihr ein unwiderstehliches Angebot macht ...

Meine Meinung

Eines vorab: Ich habe das Buch auf Seite 466 von 668 abgebrochen.

Nachdem ich es in der Verlagsvorschau entdeckt und die Leseprobe gelesen habe, bin ich wirklich neugierig geworden. Umso größer war meine Enttäuschung als ich schon nach den ersten Kapiteln nicht wirklich mit der Geschichte warm werden konnte.

Wir begleiten die Protagonistin Astraea, die sich nicht daran erinnert, wo sie herkommt und wer sie ist. Ihre Erinnerung beginnt, als Hektor sie gefunden hat, der sie geradezu in Gefangenschaft hält. Doch es gelingt ihr, sich immer wieder raus zu schleichen und ihre Freundin Cassia zu besuchen, die Astraea bittet, sie zum Libertatem zu begleiten. Eine Bitte, die alles verändert ...
Und dann gibt es da noch Nyte, den Astraea eines Nachts auf Hektors Anwesen antrifft und der ab dem Moment überall zu sein scheint. Und ihr immer dann erscheint, wenn sie am dringensten Hilfe benötigt...

Der Schreibstil hat mir anfangs noch gut gefallen. Er ist sehr bildlich und stellenweise sogar ein wenig poetisch. Und doch hat die Autorin es leider in meinen Augen nicht wirklich geschafft, Emotionen zu vermitteln.

Das Buch beginnt spannend, doch schon nach wenigen Seiten sind mir immer wieder Unstimmigkeiten aufgefallen, wenn es um zeitliche und örtliche Zusammenhänge während der Handlung ging. Astraea scheint sich aus einer kritischen Situation in die nächste zu befördern während keinerlei Zeit vergeht und riesige Strecken in Minuten zurückzulegen? Oder sind es doch Stunden? Es waren Stellen, die für mich nicht greifbar waren, aber über die ich auch mal hinweg sehen kann...

Wären da nicht die Lücken in der Geschichte, die durch Nytes mysteriöse Anwesenheit gefüllt wurden.

Er taucht plötzlich auf und verschwindet dann genauso schnell wieder. Zwischenzeitlich habe ich überlegt, ob Astraea einfach nur halluziniert oder da Magie im Spiel ist. Zumindest müssten da Fragen aufkommen, nicht wahr? Naja, nicht bei Astraea. Leider scheint sie mehr Glück als Verstand zu haben, denn sie ist die gesamte Geschichte über naiv und vertraut jedem dahergelaufenen Fremden gleich ihr Leben an – und zwar wortwörtlich. Ich mochte zu Beginn noch, dass wie hier keine "klassische" selbstsichere, starke und unbezwingbare Protagonistin haben. Doch leider fehlt mir bei Astraea jegliche Charakterentwicklung.

Mit Nyte wurde ich leider ebenso wenig warm, sodass auch sein Auftauchen die Geschichte für mich kaum bereichert hat. Etwa bei der Hälfte des Buches erfährt man etwas Neues bzgl. seines Charakters, was bei mir die Hoffnung geweckt hat, dass nun doch etwas Schwung in die Geschichte kommt. Doch auch dies konnte mich letztlich leider nicht überzeugen. Ich werde an dieser Stelle inhaltlich nicht weiter ausführen, da dies Spoiler darstellen würde.

Die Liebesgeschichte zwischen Nyte und Astraea ist für mich kaum eine Erwähnung wert. Ja, sie nimmt einen großen Teil der Handlung ein, aber ich fand nichts daran authentisch oder überzeugt. Dass viele der Interaktionen mir eher unangenehm waren, ist wohl das Höchste der Gefühle hierbei.

Und dann ist da noch das Libertatem, der Fokus der Geschichte. Oder etwa doch nicht...? Obwohl das Libertatem bereits ab dem ersten Kapitel stetig Erwähnung fand, erschien es mir letztlich zu nebensächlich. Auch nach nahezu 500 Seiten kann ich kaum beschreiben, was sich konkret darunter verstehen lässt. Scheinbar ein Kampf um Leben und Tod, indem das Schicksal der Reiche der Menschen für das nächste Jahrhundert entschieden wird. Praktisch wirkt das Ganze dann aber wie ein Wettbewerb zwischen zankenden Teenagern, dem sich Astraea mal eben nebenbei widmet, wenn sie die Zeit dafür findet.

Mir fehlte hierbei wie auch in der gesamten Geschichte der rote Faden. Dem Buch fehlt es an gutem Worldbuilding als Fundament, wodurch sich der Handlung schwer bis kaum folgen lässt.

Fazit

Alles in allem eine große Enttäuschung für mich. Von mir gibt es definitiv keine Leseempfehlung und es ist mir ehrlicherweise ein Rätsel, wie diese Geschichte es so durch das Lektorat geschafft hat. Es fällt mir schwer, alle Punkte, die mich gestört haben, kurz und knapp zusammenzufassen. Doch meine größten Kritikpunkte sind, dass die Charaktere oberflächlich bleiben, die Storyline und das Worldbuilding lückenhaft sind und ich mit der Liebesgeschichte nichts anfangen kann. Am Ende konnte mich nicht einmal das Hörbuch dazu bringen, dieses Buch zu beenden.


1 von 5 Sternen


Auch wenn mich das Buch nicht überzeugen konnte, danke ich dem Bramble Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die Möglichkeit, an der Leserunde teilzunehmen!

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Veröffentlicht am 25.08.2023

Aber wenn ihr auf der Suche nach der griechischen Mythologie sucht… sucht woanders.

Neon Gods - Hades & Persephone
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Meine Meinung

Und wieder ist es passiert… BookTok hat mich überzeugt ein Buch auf meine Wunschliste zu setzen, nur um dann enttäuscht zu werden. „Neon Gods - Hades & Persephone“ vereint leider so ziemlich ...

Meine Meinung

Und wieder ist es passiert… BookTok hat mich überzeugt ein Buch auf meine Wunschliste zu setzen, nur um dann enttäuscht zu werden. „Neon Gods - Hades & Persephone“ vereint leider so ziemlich alles, was ich an den BookTok Empfehlungen hasse.

Wer auf BookTok unterwegs ist, weiß, dass es in letzter Zeit einen ziemlichen Hype um Hades & Persephone Retellings gab. Und da ich selbst sehr gerne Bücher lese, in denen mythologische Elemente verarbeitet werden, wurde ich natürlich sofort neugierig als die Übersetzung der gehypten „Neon Gods“-Reihe angekündigt wurde.

Leider wurde ich mir ebenso schnell beim Lesen klar, dass die Geschichte ganz und gar nicht das ist, was ich mir erhofft hatte. Mit der griechischen Mythologie hat das Buch kaum etwas zu tun. Es wirkte auf mich alles ein wenig so, als hätte die Autorin ihr ganzes Wissen rund um die griechische Mythologie von TikTok.
Es wurden bloß ein paar Namen von Göttern rein gestreut: eine ominöse Stadt Namens „Olympus“ erschaffen und Ämter die sich nach Göttern benannt wurden, was soweit so gut ist. Aber dann laufen komischerweise alle anderen auch noch mit mythologischen Namen herum, es herrscht eine merkwürdige Vetternwirtschaft … und irgendwie liegt die Stadt in den USA?
Ihr müsst wissen, dass ich das Buch nach 150 Seiten abgebrochen oder zumindest auf unbestimmte Zeit pausiert habe, aber obwohl ich ein gutes Stück des Buches gelesen habe, verstehe ich das Worldbuilding einfach nicht.
An sich gab es durchaus Elemente, die mir daran gefallen haben, die Welt bzw. das Setting wurden aber einfach nicht ausreichend erklärt. Es war sehr verwirrend, wenn plötzlich aus dem Nichts reale Orte eingeworfen wurden.

Kommen wir aber nun mal zu den Charakteren… vorab: Sie sind gewöhnliche Menschen. Wenn sie nicht noch auf den restlichen 250 Seiten irgendwelche Kräfte entwickeln, dann haben sie rein gar nichts mit Göttern zu tun. Natürlich gibt es auch Retellings, in denen es um „normale“ Menschen geht, aber da das Buch vom LYX Verlag als Romantische Fantasy eingestuft wurde, habe ich nicht damit gerechnet.
Aber um zu etwas positivem zu kommen: Ich fand sowohl Persephone und Hades, als auch die verschiedenen Nebencharaktere interessant. Persephone hat einen starken Charakter und beweist schon auf den ersten Seiten sehr viel Mut. Auch Hades hat mich von der ersten Szene an fasziniert, auch wenn ich ihn noch nicht richtig einschätzen kann.

Doch leider reichen die Charaktere nicht aus, um mich zum Weiterlesen zu bewegen. Was ich nämlich vergessen hatte, als ich auf die ganzen Buchempfehlungen gehört hatte: BookToks übertriebene Fixierung auf „Spice“. Ich hatte absolut nicht in diesem Ausmaß damit gerechnet und da ich generell kein Fan von vielen erotischen Szenen in Bücher bin, ist es eigentlich keiner Wunder, dass mich das zum Abbrechen bewegt hat. In meinen Augen schmälert zu viel deutlich die Qualität von Büchern und das Gefühl hatte ich hier auch schon nach nur 150 Seiten.

Fazit

Die ganze Rezension klang jetzt wohl ziemlich negativ - ich glaube schon, dass Leute durchaus auf ihre Kosten kommen. Aber wenn ihr auf der Suche nach einem guten Buch mit einer Neuerzählung inspiriert von der griechischen Mythologie sucht… sucht woanders. Wäre ich mit anderen Erwartungen herangegangen, hätte es mir womöglich besser gefallen, aber so war es bloß eine Enttäuschung. Ich finde unabhängig vom BookTok Hype den Klappentext und die Genreeinordnung (Romantische Fantasy) absolut irreführend.
Ich kann noch nicht sagen, ob ich dem Buch irgendwann noch eine Chance geben werde.

Bewertung

Ich lasse eine richtige Sternebewertung weg, weil ich es abgebrochen habe, aber wir bewegen uns hier im ein bis maximal zwei Sterne Bereich bisher.

Auch wenn das Buch mich nicht begeistern konnte, danke ich dem LYX Verlag und der Bloggerjury für das Rezensionsexemplar. ♥

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