Fesselndes Finale der Mallorca-Saga
Zeiten der VersöhnungNach dem ich bereits mit Begeisterung die ersten drei Bände der Familiensaga gelesen habe, war ich natürlich gespannt auf den letzten Band.
Antonia Delgado plant eine Rückkehr nach Mallorca, doch bevor ...
Nach dem ich bereits mit Begeisterung die ersten drei Bände der Familiensaga gelesen habe, war ich natürlich gespannt auf den letzten Band.
Antonia Delgado plant eine Rückkehr nach Mallorca, doch bevor es soweit ist, muss sie einen Schicksalsschlag hinnehmen. An der Grabstelle ihrer Tochter Valentina trifft sie auf ihren Sohn Rodrigo, der sich auf Kuba den Widerstand anschließen will. Auch auf Mallorca schlägt das Schicksal zu und langgehütete Geheimnisse finden ihren Weg ans Licht. Erschließt sich den Mitgliedern der Familie Delgado ein Weg, die verhärteten Ansichten aufzuweichen und sich gegenseitig zu verzeihen?
Der Einstieg in die Geschichte hat diesmal etwas gedauert, aber als ich am Ende des Buches den Stammbaum entdeckte, fiel es mir leichter. Schnell waren die Charaktere wieder präsent, unterstützt wurde dieses auch durch die kurzen Zusammenfassungen an der Innenklappe. Dank des flüssigen Schreibstils flogen die Seiten nur so dahin. Wie auch im wahren Leben liegen bei der Familie Delgado Freud und Leid dicht bei einander, so dass ich mit ihnen geweint, gelacht und einen guten Tropfen Wein genossen habe. Ich fühlte mich als unsichtbarer Gast und nahm an ihrem Leben in dem Zeitraum von 1953 bis 1958 teil. Ich bereiste dabei nicht nur die Inseln Mallorca und Kuba, sondern unternahm auch Abstecher nach Amerika.
Gern habe ich die Familie Delgado begleitet und bin traurig, dass ich sie nun verlassen muss. Es gibt wenige Bücher, von denen ich mir wünschte, sie mögen immer weitergehen. Die Mallorca-Saga gehört definitiv dazu. Nun verabschiede ich mich von der Familie Delgado. Sie haben mir unvergessliche Lesestunden bereitet.