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Veröffentlicht am 03.09.2023

Neustart auf Ruinen

Der Klang eines neuen Lebens
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Klappentext übernommen:

Deutschland im Mai 1945: endlich Frieden. Mit ihrem Akkordeon auf dem Rücken macht die junge Emma van Kall sich auf den Weg in ihre zerbombte Heimatstadt Köln. Ihr Mann wird an ...

Klappentext übernommen:

Deutschland im Mai 1945: endlich Frieden. Mit ihrem Akkordeon auf dem Rücken macht die junge Emma van Kall sich auf den Weg in ihre zerbombte Heimatstadt Köln. Ihr Mann wird an der Ostfront vermisst, ihr Elternhaus wurde beschädigt und geplündert und die Familie ist gezeichnet von den schrecklichen Kriegsjahren. Aber das Leben geht weiter. Mit Tatkraft und Fantasie kämpft Emma um Essen, Heizmaterial und Medikamente für die kranke Mutter. Unterstützt von Kurt, der ein Zimmer in der elterlichen Wohnung gemietet hat. Kurt, der Geschäfte auf dem Schwarzmarkt macht, aber nie etwas über sich erzählt. Er taucht auf, wenn Emma es am wenigsten erwartet, und sie denkt mehr an ihn, als sie sollte. Schließlich ist Emma immer noch verheiratet …

Meine Meinung:

Die Autorin hat auf eine schnörkellose und dennoch sehr emotionale Weise ein Bild von Deutschland gezeichnet,was nach dem Ende des grausamen Krieges,buchstäblich vor dem Nichts steht.

Emma ist eine starke Frau,die trotz aller Rückschläge ,immer wieder aufsteht und für ihre Träume kämpft.Auch wenn sie in ihrer Familie keine Unterstützung für ihren Lebenstraum, die Musik, findet, versucht sie alles, um diesen zu verwirklichen.

Die innerliche Zerrissenheit zwischen ihrer Verpflichtung als Ehefrau und der immer mehr wachsenden Zuneigung zu Kurt, war auf jeder Seite spürbar.

Auch der tägliche Kampf ums Überleben,die Suche nach Lebensmitteln und das Leben unter teilweise menschenunwürdigen Verhältnissen,hatte ich beim Lesen deutlich vor Augen.

Das relativ offene Ende macht mich sehr neugierig auf die Fortsetzung.Von mir fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Spannende Ermittlungen

Schwarzwaldfrost
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Klappentext übernommen:

An einem frostigen Novembermorgen wird Adrian Hollstein, Mitinhaber einer Firma für Sicherheitstechnik, tot auf dem Parkplatz einer Reha-Klinik aufgefunden. Erschossen. Alles deutet ...

Klappentext übernommen:

An einem frostigen Novembermorgen wird Adrian Hollstein, Mitinhaber einer Firma für Sicherheitstechnik, tot auf dem Parkplatz einer Reha-Klinik aufgefunden. Erschossen. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch warum ausgerechnet hier? Und warum steht der Kofferraum offen? Als herauskommt, dass zudem Adrians Ehefrau im Vorfeld entführt wurde, wird KHK Ines Sandner und ihrem Team schnell klar, dass der Fall Adrian Hollstein nicht so leicht zu den Akten gelegt werden kann.

Meine Meinung:

Obwohl zuerst alles auf einen einfachen Fall hindeutet,wird das Team um Ines Sandner,welches gerade um zwei Mitarbeiter*innen aufgestockt wurde, mit vielen Rätseln an dem neuen Tatort konfrontiert.Nach und nach werden immer wieder neue Hintergründe aufgedeckt ,die Spannung bleibt durchgehend erhalten.Auch wenn sich bei mir relativ früh ein Verdacht einnistete,der sich auch bewahrheitete,gelang es der Autorin sehr gut ,meine Zweifel wachzuhalten.Beim Showdown wurde ich durch das gesamte Ausmaß sehr überrascht.

Mir haben die Protagonisten und ihr Zusammenspiel sehr gut gefallen,besonders die etwas skurril wirkende Emma ,hat sich in mein Herz geschlichen.Ich hoffe ,sie bekommt in Zukunft einen größeren Auftritt.

Ich freue mich auf neue Fälle und vergebe fünf Sterne für spannende Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 31.08.2023

Ein schweres Schicksal

Gebranntes Kind sucht das Feuer
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Klappentext teilweise übernommen:

Das Mädchen hatte schon immer gewusst, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Cordelia, unehelich geboren, ist eine „Dreivierteljüdin“, ihre Mutter eine berühmte Schriftstellerin, ...

Klappentext teilweise übernommen:

Das Mädchen hatte schon immer gewusst, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Cordelia, unehelich geboren, ist eine „Dreivierteljüdin“, ihre Mutter eine berühmte Schriftstellerin, verheiratet mit einem „arischen Deutschen“und glühende Katholikin. Im entscheidenden Augenblick schützt die Mutter nicht ihre Tochter, sondern rettet sich selbst. Während die Mutter in Berlin weiter lebt, wird Cordelia mit 14 Jahren nach Ausschwitz deportiert.

Ich habe schon länger kein Buch gelesen, was mich emotional so gefordert hat. Obwohl es nur verhältnismäßig wenige Seiten waren, konnte ich es nicht durchgehend lesen, sondern musste immer wieder Pausen einlegen, um die Ereignisse zu verarbeiten. Zuerst hatte ich Probleme mit dem Schreibstil, weil die Autorin ausschließlich in der dritten Person schreibt. Das ist aber wahrscheinlich erforderlich, um die nötige Distanz zu den Ereignissen herzustellen. Die fürchterlichen Erlebnisse , obwohl nüchtern und ziemlich schnörkellos beschrieben, gehen regelrecht ans Herz. Das Verhalten der Mutter, war für mich zu keinem Zeitpunkt nachvollziehbar. Obwohl der erste Teil ( zugleich der längste) am grausamsten war, hat die Protagonistin auch in ihrem Erwachsenenleben einiges erdulden müssen.

Besonders hervorheben möchte ich das Nachwort von Daniel Kehlmann, was die gesamten Ereignisse auf besondere Weise noch einmal zusammenfasste und damit zu einem noch besseren Verständnis des Buches beitrug.

Während das Buch über einen längeren Zeitraum verschwunden war, wurde es zu dem Zeitpunkt neu aufgelegt, in welchem wieder ein grausamer Krieg in Europa herrscht, bei dem es erneut viele Verlierer geben wird. Warum lernen die menschen nie aus den Fehlern der Vergangenheit?

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Veröffentlicht am 28.08.2023

Unverhofftes Glück in Schottland

Skye
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Amelie arbeitet in der Kardiologie eines Krankenhauses,ein Job ,der sie tagtäglich bis aufs Äußerste fordert. Als sie nach einem anstrengenden Arbeitstag einen Zettel mit einem vielversprechenden beruflichen ...

Amelie arbeitet in der Kardiologie eines Krankenhauses,ein Job ,der sie tagtäglich bis aufs Äußerste fordert. Als sie nach einem anstrengenden Arbeitstag einen Zettel mit einem vielversprechenden beruflichen Angebot in ihrem Briefkasten findet, versteht sie es als Wink des Schicksals und greift zu.

Die 70 jährige Ella sucht eine Begleiterin mit medizinischen Kenntnissen für eine Reise nach Schottland zur Isle of Skye.

Auf dem herrschaftlichen Anwesen,wo Ella ihre Kindheit verbrachte,begegnet sie dem charismatischen Schotten Finlay,der ihre Gefühlswelt gründlich durcheinanderwirbelt.

Ich kenne schon mehrere Bücher der Autorin,die es immer wieder versteht ,mich mit Haut und Haaren in die Geschichte zu ziehen und mich darin zu verlieren.

Die überwiegend liebenswerten Protagonisten, die wunderschöne schottische Landschaft und eine romantische Liebesgeschichte sind die Zutaten,die mir einige Stunden großen Lesegenuß bescherten.Die bildhafte Beschreibung trug dazu bei,dass ich mich manchmal mitten im Geschehen wähnte,leider nur ein Traum😥.

Auch wenn einige Ereignisse vorhersehbar waren, führten verschiedene unerwartete Geheimnisse,die nach und nach ans Tageslicht kamen,dazu,dass die Geschichte durchgehend spannend blieb.

Ein Wohlfühlbuch,das ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 24.08.2023

Toller Abschluss der Mallorca Saga

Zeiten der Versöhnung
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Klappentext:

Mallorca 1953:

Noch immer schwelt der alte Hass unter den Delgados, der Familienfrieden scheint kaum greifbar. Durch Höhen und Tiefen sind sie über Generationen hinweg gegangen, zahlreiche ...

Klappentext:

Mallorca 1953:

Noch immer schwelt der alte Hass unter den Delgados, der Familienfrieden scheint kaum greifbar. Durch Höhen und Tiefen sind sie über Generationen hinweg gegangen, zahlreiche Verluste haben die Gemüter erhärtet. Aber sie haben auch Neues erwachsen lassen. Aus dem Weinhandel und dem Hotel Geschäft auf der Baleareninsel ist die Familie nicht wegzudenken.Doch jahrelang gehütete Geheimnisse brodeln unter der Oberfläche, fast alle tragen eine heimliche Schuld mit sich herum. Können Sie sich endlich gegenseitig vergeben? Oder wird der Clan endgültig auseinander gerissen?

Meine Meinung:

Da ich die vorherigen Bände dieser großartigen Saga gelesen hatte, dauerte es nur kurz, bis ich die einzelnen Personen wieder zuordnen konnte.

Erneut wechseln sich traurige und schöne Begebenheiten ab,so wie im richtigen Leben.Auch wenn das Schicksal sie stellenweise sehr hart beutelt,gelingt es der Familie immer wieder,einen Zusammenhalt zu finden und füreinander einzustehen.

Neben der Geschichte dieser weitverzweigten Familie,wird auch der besondere Charme der Baleareninsel ins rechte Licht gerückt.Es gefiel mir gut ,die Zeit,als Mallorca noch nicht von unendlichen Touristenströmen überflutet wurde,noch einmal Revue passieren zu lassen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, nehme ich Abschied von dieser besonderen Familiengeschichte und freue mich schon auf neue Werke der Autorinnen.Selbstverständlich vergebe ich fünf Sterne.

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