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Veröffentlicht am 08.09.2023

Agatha Raisin und die tote Gärtnerin

Agatha Raisin und die tote Gärtnerin
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Die Agatha-Raisin-Reihe von M. C. Beaton ist eine sogenannte Cosy-Crime-Serie – auf gut deutsch Wohlfühlkrimiserie. Agatha Raisin, die zentrale Figur, ist eine ehemalige PR-Managerin die ihren Lebensabend ...

Die Agatha-Raisin-Reihe von M. C. Beaton ist eine sogenannte Cosy-Crime-Serie – auf gut deutsch Wohlfühlkrimiserie. Agatha Raisin, die zentrale Figur, ist eine ehemalige PR-Managerin die ihren Lebensabend in den Cotswolds verbringen möchte – weit ab vom stressigen und lauten Alltag in London. Doch es wird für Agatha weder leise noch weniger stressig, stolpert sie doch immer wieder über Mord und Totschlag. Und weil sie sich nicht zurückhalten kann beginnt sie stets auf eigene Gefahr zu ermitteln, ganz zum Verdruss der Polizei in Gestalt Bill Wongs. Natürlich kreuzen auch immer wieder die Dorfbewohner Agathas Weg. Wobei ihr nicht alle Wohl gesonnen sind, ist sie doch nur eine Zugezogene und reichlich spleenig. Wie auch in anderen Krimis dieser Art kommt es zwar immer wieder zu Gewaltverbrechen, doch diese werden nie bluttriefend beschrieben, so dass das Wohlgefühl beim Lesen nicht abhanden kommt. Die einzelnen Geschichten entspinnen sich sehr gemächlich genauso wie die Tätersuche. Wer einen wirklich sehr leichten Krimi sucht und sich an dem beschaulichen Ambiente eines englischen Dorfes und seiner Umgebung erfreuen kann, ist hier richtig. Mal etwas für zwischendurch – warum nicht. Mir hat es gefallen und ich kann es durchaus weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 08.09.2023

Einfühlsam, lebendig, mitreißend

Kinder ihrer Zeit
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Mit dem Buch „Kinder ihrer Zeit“ hat Claire Winter wiedereinmal bewiesen, dass sie eine Autorin ist, die Geschichten mit historischem Bezug wunderbar in Worte fassen kann. Claire Winter erzählt hier die ...

Mit dem Buch „Kinder ihrer Zeit“ hat Claire Winter wiedereinmal bewiesen, dass sie eine Autorin ist, die Geschichten mit historischem Bezug wunderbar in Worte fassen kann. Claire Winter erzählt hier die Geschichte der Schwestern Emma und Alice, die als Kleinkinder getrennt werden, sich wiederfinden und dann einen Weg finden müssen sich nicht wieder zu verlieren. Als Hintergrund dient hier das Berlin der Nachkriegszeit – Ost und West – mit samt den Geheimdienstaktivitäten von CIA, BND und KGB. Der Autorin gelingt es bravourös die historischen Fakten und Figuren mit der fiktiven Geschichte der Schwestern zu verknüpfen. Sie bedient sich dabei einem Schreib- und Erzählstil, dem ich mich nicht entziehen konnte. Sehr einfühlsam schildert sie die Lebensumstände und das Gefühlschaos von Emma und Alice. Es wirkte auf mich alles sehr authentisch und hat mich bei mancher Passage schon mal tief durchatmen lassen.
Mein Fazit: Dieser Roman ist ein rundum gelungener Roman der durch den angenehm zu lesenden Schreib- und Erzählstil die Nachkriegszeit in Berlin wieder lebendig werden lässt. Mich hat der Roman gut unterhalten und ich empfehle ihn gern weiter.

Veröffentlicht am 03.09.2023

Spannender Poirot-Krimi mit einer aparten Ariadne Oliver

Elefanten vergessen nicht
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Mit „Elefanten vergessen nicht“ sind in diesem Krimi die alten Klatschbasen gemeint, die sich auch nach vielen Jahren an bestimmte Ereignisse noch sehr genau erinnern können. Diese Damen ausfindig zu machen ...

Mit „Elefanten vergessen nicht“ sind in diesem Krimi die alten Klatschbasen gemeint, die sich auch nach vielen Jahren an bestimmte Ereignisse noch sehr genau erinnern können. Diese Damen ausfindig zu machen und Informationen zu sammeln obliegt hier Ariadne Oliver, die mittels Poirot einen 12 Jahre zurückliegenden Fall unbedingt klären will. Ariadne agiert hier erfrischend munter und humorvoll und selbst Hercule Poirot gibt ihr bereitwillig Unterstützung und Ermutigung. Dieses Zusammenspiel der beiden hat mir sehr gut gefallen und führt natürlich zum zu erwartenden Erfolg. Denn dank aller zusammengetragenen Informationen ist letztlich Poirot in der Lage den Fall zu klären.
Fazit: Die beiden, Ariadne und Hercule, bilden hier ein wirklich detektivisches „Dreamteam“. Der Erzählstil mit den zahlreichen Unterhaltungen sorgen für genügend Hinweise um wieder mitraten zu können und für die nötige Spannung wird so auch gesorgt. Also mich hat dieser Poirot-Oliver-Krimi wirklich gut unterhalten und deshalb bewerte ich ihn mit 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 03.09.2023

Poirot zeigt Anwalt Entwhistle wie es geht

Der Wachsblumenstrauß
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Hercule ist offiziell im Ruhestand, doch wie die Katze das Mausen nicht lassen kann, so kann Hercule nicht anders als sich wieder in einen undurchsichtigen Fall zu verbeißen. Bei dem stirbt plötzlich ein ...

Hercule ist offiziell im Ruhestand, doch wie die Katze das Mausen nicht lassen kann, so kann Hercule nicht anders als sich wieder in einen undurchsichtigen Fall zu verbeißen. Bei dem stirbt plötzlich ein reicher Unternehmer, seine exaltierte Schwester vermutet einen Mord und wird kurz darauf selbst getötet. Wie immer gibt es innerhalb der Familie mehr als einen potentiellen Verdächtigen. Poirot hat also wieder alle Hände voll zu tun, sprich er muss seine „kleinen grauen Zellen“ zum rotieren bringen, um den Fall zu lösen und somit den Täter/die Täterin zu überführen. Wie schon in einigen vorherigen Bänden betritt Poirot erst ziemlich spät die Bühne. Doch als er endlich ins Geschehen eingreift, wird damit auch die Handlung, die Spannung und das Tempo belebt. Denn die Ermittlungen des Anwaltes Entwhistle muten im Vergleich zu Poirots Präsenz doch ziemlich bemitleidenswert an. So ist es kein Wunder, dass Poirots zielgerichtete Beharrlichkeit in einem beeindruckenden Finale gipfeln. Und dafür gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 03.09.2023

sehr unterhaltsam

Vier Frauen und ein Mord
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Gemeinsam mit seiner langjährigen Freundin Ariadne Oliver ist Hercule Poirot diesmal im Einsatz um für Recht und Gerechtigkeit einzustehen.
Ein Mann wurde für einen Mord vor Gericht gestellt und zum Tode ...

Gemeinsam mit seiner langjährigen Freundin Ariadne Oliver ist Hercule Poirot diesmal im Einsatz um für Recht und Gerechtigkeit einzustehen.
Ein Mann wurde für einen Mord vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt, den er nicht begangen haben will. Poirots „kleine grauen Zellen“ haben die Zeit gegen sich, soll der Verurteilte doch demnächst gehängt werden.
Durch diesen Fakt kommt schon mal Spannung und Tempo in die Geschichte, was ein wirklich geschickter Schachzug der Queen of Crime, Agatha Christie, ist.
Es ist ein faszinierender Krimi, der durch die einzelnen Protagonisten aufgewertet wird, nicht zuletzt durch Ariadne Oliver - die fiktive Krimiautorin in dieser Serie. Ihre immer wieder eingeworfenen lockeren Sprüche über schlechte Verfilmungen ihrer Werke und die Schwierigkeiten, Geschichten mit einem ausländischen Detektiv zu schreiben, soll wohl als witzige Anspielung Christies über ihr eigenes Schaffen gesehen werden, und beweist, dass sie sich und ihr Tun, selbst nie zu ernst genommen hat.
Fazit: Ein weiteres sehr unterhaltsames Poirot-Abenteuer, welches mal wieder mit einer überraschenden Lösung brilliert. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sterne.