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Veröffentlicht am 17.09.2017

Gute Kurzgeschichte

Das Mädchen mit den roten Schuhen
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Da ich schon immer sehr gerne die Bücher von Jodi Picoult gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf die Kurzgeschichte "Das Mädchen mit den roten Schuhen". Diese Kurzgeschichte ist ausschließlich als ...

Da ich schon immer sehr gerne die Bücher von Jodi Picoult gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf die Kurzgeschichte "Das Mädchen mit den roten Schuhen". Diese Kurzgeschichte ist ausschließlich als eBook erschienen und ist die Vorgeschichte zum Roman "Kleine große Schritte", der am 2. Oktober 2017 erscheinen wird.

Auffällig ist hier wieder einmal, wie angenehm der Schreibstil von Jodi Picoult ist. Dieser liest sich nicht nur sehr leicht und flüssig, sondern besitzt auch eine gewisse Melancholie, die mir sehr gefällt. Die Dialoge sind gut ausgearbeitet und die Figuren sind gut ausgearbeitet, sodass man sie nicht nur ausreichend kennen lernt, sondern vor allem auch die kleine Ruth direkt ins Herz schließt.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der achtjährigen Ruth, die in den späten Siebzigern auf eine neue Schule wechselt. Dabei fällt sie direkt auf, denn sie ist die einzige schwarze Schülerin an der Schule, was zur damaligen Zeit leider noch oftmals ein Problem darstellte. Dies bekommt Ruth auch zu spüren, denn obwohl sie sich sehr um Anschluss bemüht, wird sie oftmals nur von ihren Mitschülern abgewiesen.

Dabei beschreibt die Autorin auf erschütternde Art und Weise aus Kindersicht, was Rassismus und Vorurteile bereits im Kindesalter anrichten können. Gleichzeitig macht die Autorin auch Lust auf mehr, denn "Das Mädchen mit den roten Schuhen" ist nur die Vorgeschichte zum Roman "Kleine große Schritte". Da Ruth in "Kleine große Schritte bereits erwachsen ist und auch da mit Rassismus zu kämpfen hat, bin ich sehr gespannt darauf, wie es Ruth im Laufe der Jahre ergangen ist.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und besticht mit tollen Farben und ansprechenden Blüten. Die Kurzbeschreibung liest sich interessant und gleichzeitig erschütternd, sodass diese direkt mein Interesse wecken konnte und ich gerne mehr über Ruth erfahren wollte.

Kurz gesagt: "Das Mädchen mit den roten Schuhen" ist die Vorgeschichte zu "Kleine große Schritte" und wird dabei aus Kindersicht erzählt und zeigt auf erschreckende Weise auf, wie stark Rassismus und Abweisung bereits im Kindesalter verletzen und beeinflussen können. Absolut Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 14.09.2017

Spannender Horror-Thriller

Das Auge
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Ich habe in den letzten Monaten bereits einige Bücher von Richard Laymon gelesen und war von denen meist auch begeistert, von daher war ich schon sehr auf „Das Auge“ gespannt und hatte doch recht hohe ...

Ich habe in den letzten Monaten bereits einige Bücher von Richard Laymon gelesen und war von denen meist auch begeistert, von daher war ich schon sehr auf „Das Auge“ gespannt und hatte doch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Diese wurden zwar nicht gänzlich erfüllt, allerdings hat mir das Buch dennoch gut gefallen und konnte mich in vielen Momenten schocken.

Richard Laymon besitzt hier wieder einmal seine oftmals saloppe, sehr direkte und einfach gehaltene Sprache, die mir schon immer sehr zugesagt hat. Das Buch liest sich recht flüssig und leicht, besitzt den ein oder anderen Schocker und auch die Figuren sind im Großen und Ganzen gut ausgearbeitet. Zwar gab es hier und da auch ein paar sehr vorhersehbare Momente, allerdings hat mich dies nur wenig gestört.

Die Geschichte ist hierbei schnell erzählt: Melanie hat den Tod ihres Vaters zu verarbeiten und bekommt als Hilfe Anti-Depressiva verschrieben, die ihr Leben erleichtern sollen. Dies ist allerdings nicht der Fall, denn nach der Einnahme sind sie und ihr Freund immer wieder in Ereignisse verwickelt, die sie in Gefahr bringen. Gleichzeitig hat sie das Problem, dass sie immer wieder Dinge sieht, die andere nicht sehen, gleichzeitig zweifelt sie aber auch an sich, als sie sterbende Menschen sieht. Doch was ist es, was mit Melanie geschieht? Paranoia oder tatsächlich ein Blick in die Zukunft?

Laymon hat hier nicht nur einen äußerst spannenden Thriller mit ordentlichen Horror-Elementen geschrieben, sondern es auch geschafft, dass man als Leser selbst erst einmal zweifelt und nicht weiß, ob man Melanie Glauben schenken soll oder nicht. Zwar ist manches auch sehr vorhersehbar, allerdings gab es auch so viele Wendungen, sodass ich dann doch ab und zu überrascht wurde.

Was ich bei "Das Auge" ebenfalls interessant finde, ist die Tatsache, dass das Buch bereits über zwanzig Jahre alt ist, man aber dennoch den Eindruck, dass diese frisch und modern wirkt. Hier wird zwar auf die neuen Medien verzichtet und nicht nachträglich vom Übersetzer eingebaut, sodass noch einiges "altmodisch" abläuft, allerdings war dies mal eine tolle Abwechslung gegenüber anderen Büchern.

Das Cover trifft meinen Geschmack zwar nicht ganz, allerdings muss ich schon sagen, dass dies gut zur Geschichte passt und somit gelungen ist. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen richtig spannend und fasst nur das Nötigste zusammen, sodass man auf den Verlauf der Geschichte gespannt sein darf.

Kurz gesagt: Richard Laymon hat es wieder einmal geschafft, mich mit einem oftmals saloppen, aber dennoch spannend gehaltenen Schreibstil und interessanten Figuren in den Bann zu ziehen. Wer mal wieder Lust auf einen Thriller mit Horror-Elementen hat, sollte zu "Das Auge" greifen.

Veröffentlicht am 11.09.2017

prickelnde Liebesgeschichte

Irresistible - Ein Baby kommt selten allein
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"Irresistible - Ein Baby kommt selten allein" ist mir schon lange vor dem Erscheinungstag aufgefallen, da mich das Cover so angesprochen hat, von daher habe ich dem Erscheinungstag entgegengefiebert und ...

"Irresistible - Ein Baby kommt selten allein" ist mir schon lange vor dem Erscheinungstag aufgefallen, da mich das Cover so angesprochen hat, von daher habe ich dem Erscheinungstag entgegengefiebert und das Buch direkt begonnen. Hier hatte ich hohe Erwartungen und habe mir eine prickelnde Liebesgeschichte gewünscht, die ich auch letztendlich bekommen habe.

Lex Martin verwendet in "Irresistible - Ein Baby kommt selten allein" einen angenehmen Schreibstil, der sich sehr flott und leicht lesen lässt. Gleichzeitig gibt es hier zahlreiche Liebesszenen, die gut und authentisch beschrieben werden, allerdings hat die Autorin hierbei auch nicht auf Kitsch verzichten können/wollen, was sich jedoch im Rahmen hält. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und besonders der männliche Part hat mir in dem Buch gefallen, da dieser alles andere als oberflächlich ist.

Erzählt wird hierbei die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Brady und Katherine. Während Brady eigentlich gerne sein Leben genießt und und seine Familie unterstützt, wo er nur kann, muss dieser plötzlich einen Schicksalsschlag hinnehmen, denn sein Bruder und dessen Frau sind ums Leben gekommen. Für Brady steht fest, dass er sich nicht nur um seine Nichte Isabella kümmern muss, sondern auch um die Lavendelfarm, die seinem Bruder gehört hat. Hierbei lernt er auch Katherine kennen, die die beste Freundin von Bradys Schwärgerin ist und sich mit um die Farm kümmert. Wie der Zufall so will, kommen sie sich im Laufe der Zeit immer näher und kümmern sich nicht nur um die Farm, sondern auch um Isabella...

Zugegeben: Die Geschichte ist sehr vorhersehbar und bietet nur wenige Überraschungen, allerdings hat mich diese dennoch sehr gepackt, da ich die Chemie zwischen Brady und Katherine sehr gelungen finde. Ich finde es zwar ein wenig schade, dass diese sich schon fast zu schnell so nahe gekommen sind und sie bereits früh miteinander scherzen und zu wenig trauern, allerdings kann man es ihnen nur schwer vorwerfen, da jeder mit der Trauer anders umgeht. Dennoch hätte ich mir hierbei vielleicht ein paar Emotionen mehr gewünscht.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker, da es solche Motive - erst recht bei diesem Genre - viel zu selten gibt, von daher ist dies eine gelungene Abwechslung. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich es unbedingt lesen musste.

Kurz gesagt: Obwohl "Irresistible - Ein Baby kommt selten allein" oftmals sehr vorhersehbar ist und nur wenige Überraschungen bietet, konnte mich die Geschichte mit einem flotten Schreibstil, prickelnden Momenten und interessanten Figuren überzeugen, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen legen konnte. Ganz klare Empfehlung!

Veröffentlicht am 11.09.2017

Spannender Thriller

Die Kinder
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Da ich bislang immer ganz gerne die Bücher von Wulf Dorn gelesen habe, habe ich mich schon sehr auf sein neues Werk "Die Kinder" gefreut und habe eine spannende und ereignisreiche Geschichte im typischen ...

Da ich bislang immer ganz gerne die Bücher von Wulf Dorn gelesen habe, habe ich mich schon sehr auf sein neues Werk "Die Kinder" gefreut und habe eine spannende und ereignisreiche Geschichte im typischen Dorn-Stil erwartet. Diese war zwar dann doch nicht so, wie ich es erwartet habe, allerdings konnte mich der Autor dennoch wieder einmal überzeugen.

Obwohl ich den Schreibstil von Wulf Dorn eigentlich ganz gerne mag, hatte ich am Anfang ein paar kleinere Schwierigkeiten mit der Geschichte, da ich nicht so wirklich hineingefunden habe. Mit der Zeit wurde dies jedoch immer besser, sodass ich nicht nur den Schreibstil als immer spannender und eindringlicher empfunden habe, sondern mich auch immer mehr mit den Figuren auseinandersetzen konnte. Die Geschichte wird immer flüssiger, packender und unterhaltsamer, sodass ich es am Ende kaum aus den Händen legen konnte.

Die Geschichte rund um Laura, die mit ihrem Auto verunglückt und gerade so gerettet werden konnte, ist nicht nur äußerst spannend, sondern zum Teil auch verstörend, denn diese hat nicht nur eine Leiche in ihrem Kofferraum, sondern erzählt dem Psychologen Robert auch eine Geschichte, in der sie Stimmen hört und immer wieder Warnungen ausspricht. Obwohl dies alles unglaublich klingt und ihr jeder mit einer gewissen Skepsis begegnet, fängt Robert immer mehr an, ihr Glauben zu schenken und deckt Dinge auf, die nicht nur schockieren, sondern auch zu einer Gänsehaut führen.

Obwohl die Geschichte zum Teil vorhersehbar ist, konnte mich Wulf Dorn dennoch ab und zu überraschen und schockieren. Gleichzeitig fand ich jedoch die Ermittlungen und die Puzzleteile, die sich immer mehr zusammensetzen lassen, so interessant, dass mich die Geschichte trotz anfänglicher Schwierigkeiten packen konnte. Zwar waren mir nicht alle Figuren wirklich sympathisch, allerdings finde ich dies nicht so schlimm, da sie dennoch interessant und vor allem gut ausgearbeitet sind.

Das Cover ist zwar schlicht, allerdings auch düster und geheimnisvoll und passt perfekt zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung passt bestens zur Geschichte und konnte mich direkt überzeugen.

Kurz gesagt: "Die Kinder" ist ein spannender Mystery-Thriller, der mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit interessanten Figuren und einem starken Schreibstil immer mehr unterhalten und in den Bann ziehen konnte. Ich bin somit begeistert und kann das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 07.09.2017

Süße Teenie-Geschichte

PS: Ich mag dich
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Nachdem ich bereits einige gute Erfahrungen mit den Büchern von Kasie West gemacht habe, wollte ich auch unbedingt ihrem neuesten Werk "PS: Ich mag dich" eine Chance geben und habe mich auf ein süßes Jugendbuch ...

Nachdem ich bereits einige gute Erfahrungen mit den Büchern von Kasie West gemacht habe, wollte ich auch unbedingt ihrem neuesten Werk "PS: Ich mag dich" eine Chance geben und habe mich auf ein süßes Jugendbuch rund um die erste Liebe gefreut. Am Ende war ich auch nicht enttäuscht, denn die Autorin hat hier wieder einmal eine richtig schöne Geschichte geschrieben.

Kasie West verwendet für ihre Geschichte einen angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt, gleichzeitig überzeugt sie auch mit jeder Menge Wortwitz und emotionalen Momenten, sodass man hier eine richtig schöne und unterhaltsame Geschichte erhält. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und ich konnte hierbei besonders Lily ins Herz schließen. Diese war zwar am Anfang ein wenig anstrengend, da ich sie da noch nicht gut einschätzen konnte, allerdings ist sie mir im Laufe der Zeit richtig ans Herz gewachsen.

Erzählt wird dabei eine typische High School-Geschichte: Lily ist kein besonders großer Fan vom Chemie-Unterricht und lenkt sich immer wieder mit kleineren Texten und Skizzen ab. So schreibt sie u.a. auch einen kleinen Songtext auf ihr Pult, welcher am nächsten Tag vervollständigt auf ihrem Pult steht. Immer wieder befinden sich neue Texte auf ihrem Pult, die von dem Unbekannten geschrieben und beantwortet werden, sodass hierbei eine kleine Brieffreundschaft entsteht. Was zunächst harmlos beginnt, endet mit einer Schwärmerei seitens Lily und sie möchte unbedingt herausfinden, um wen es sich hierbei handelt. Als sie dies jedoch erfährt, wird ihre kleine Welt auf den Kopf gestellt, denn sie muss erkennen, dass manche Menschen doch ganz anders sind, als sie sich nach außen hin geben...

Zugegeben: Die Geschichte ist stellenweise sehr vorhersehbar und bedient sich auch zum Teil an den typischen Klischees, die man an einer High School vorfindet, dennoch besitzt die Geschichte sehr viel Charme und Humor, was mir sehr gut gefallen hat und ich somit auch gut unterhalten wurde. Auch die Liebesgeschichte, die hier enthalten ist, ist toll gemacht, absolut glaubwürdig und manchmal auch ein wenig kitschig, jedoch stets gelungen.

Das Cover ist zwar jetzt nicht der allergrößte Hingucker, passt aber dennoch hervorragend zur Geschichte, da die Figuren bestens abgebildet werden. Auch die Kurzbeschreibung hat mir von Anfang an zugesagt, sodass ich der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "PS: Ich mag dich" ist insgesamt eine süße Geschichte voller Emotionen, Wortwitz und interessanten Figuren, die mich zudem auch mit einem unterhaltsamen Schreibstil überzeugen konnte. Ich freue mich bereits auf die kommenden Bücher dieser talentierten Autorin.