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Veröffentlicht am 07.10.2023

Raues Schottland

Sturmjahre
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Der erste Weltkrieg ist beendet und Archie kehrt verwundet in seinen Heimatort in Schottland zurück. Dort in seinem Pub wohnt Vika, die Frau, die er liebt mit ihrem Sohn. Doch Archie fällt es schwer nach ...

Der erste Weltkrieg ist beendet und Archie kehrt verwundet in seinen Heimatort in Schottland zurück. Dort in seinem Pub wohnt Vika, die Frau, die er liebt mit ihrem Sohn. Doch Archie fällt es schwer nach den traumatischen Erlebnissen im Krieg wieder zurück ins normale Leben zu finden. Als Vikas Sohn einführt wird reagiert Archie über und stürzt sich ohne Vikas Einwände anzuhören in eine Befreiungsaktion. Für Vika ein echter Vertrauensbruch, der sie weg von ihrer Liebe, nach Glasgow ins Armenviertel treibt.
Neben einer zauberhaften Liebesgeschichte bietet dieser Roman auch viel historische Hintergründe. Wie weitreichend dieser Krieg die Menschen doch beeinflusst hat, und dass auch in Gegenden, die einem sicher nicht zuerst einfallen, wenn man an den Ersten Weltkrieg denkt. Wie viele Männer damals doch ihr Leben lassen mussten und wie die Frauen versuchten sich und ihre Kinder durchzubringen ist hier sehr bewegend dargestellt. So ist Schottland nicht nur ein Ort voll Zauber und Magie, schöner Landschaften und blühender Wiesen, sondern auch sehr rau und hart. Und doch sind die Menschen in Lia Scotts Roman voller Hoffnung und Liebe füreinander. Das hat mir wirklich gut gefallen und das hier und jetzt vergessen lassen.

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Veröffentlicht am 22.09.2023

Die wunderbaren Jahre

Sylter Welle
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Strandkorbfeeling, Fischbrötchen vs Möwenkampf und auch ein bisschen Schickimicki. Das zeichnet für mich seit meiner Kindheit der Urlaub auf Sylt aus. Für den Protagonisten Max, sind es noch ganz andere ...

Strandkorbfeeling, Fischbrötchen vs Möwenkampf und auch ein bisschen Schickimicki. Das zeichnet für mich seit meiner Kindheit der Urlaub auf Sylt aus. Für den Protagonisten Max, sind es noch ganz andere Dinge. Vor allem verbindet er mit diesen Urlauben seine Großeltern, die Omma Lore und den Oppa Ludwig. Zwei nicht ganz unstrittige Charaktere der älteren Generation. Aber das macht sie so lebensecht. Lore zeigt ihre Liebe nicht durch übertriebene Körperlichkeit wie Wangenkneifen oder durch teure Geschenke und das Kreisen ums Enkelkind, sondern durch kleine Gesten und Interesse. Während Ludwig in seiner eigenen ganz strukturierten Welt zu Hause ist. Als Erwachsener besucht Max seine Großeltern, die gerade Urlaub in der „Sylter Welle“ machen. In den drei Tagen seines Besuchs tauchen wir als Leser ab in die unzähligen Kindheitserinnerungen und lernen so die Familie kennen. Jeder hat seinen Platz, seinen Charakter und seine Gewohnheiten. Mit viel Liebe, Witz aber auch schonungsloser Ehrlichkeit bringt uns der Autor die Mitglieder seiner Familie näher. Durch die Auswahl seiner Anekdoten und den überaus bildhaften Schreibstil werden die Figuren menschlich und vertraut. Ihr Charakter zeugt von Tiefe und Vielschichtigkeit, wie ihn nur echte Menschen haben können. Es ist wirklich ein schönes Buch, dass wunderbar erzählt, ohne belehren zu wollen. Für viele Leser wird es Kindheitserinnerungen wecken. Und manchmal ist es gut, aus der Vogelperspektive auf die Mitglieder seiner Familie zu schauen, ohne sie zu werten, sondern sie zu nehmen wie sie sind und sich darüber zu freuen das sie da sind. Das hat mich dieses Buch gelehrt.

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Veröffentlicht am 12.09.2023

Das Urgestein

Dallmayr. Der Traum vom schönen Leben
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Anton und Therese Randlkofer betreiben das Feinkost- und Delikatessengeschäft in der Dienerstraße in München mit dem klangvollen Namen Dallmayr. Hier kauft die elitäre Kundschaft und lässt sich von lukullischen ...

Anton und Therese Randlkofer betreiben das Feinkost- und Delikatessengeschäft in der Dienerstraße in München mit dem klangvollen Namen Dallmayr. Hier kauft die elitäre Kundschaft und lässt sich von lukullischen Genüssen begeistern. Das Leben geht noch sehr beschaulich zu im Jahr 1897. Das Ehepaar kann ihren Kindern ein gutbetuchtes jedoch arbeitsreiches Leben bieten. Doch um Anton steht es bald sehr schlecht und sein Bruder Max möchte gerne geschäftlich einen Fuß in die Tür des Dallmayrs bekommen. Unstete und emotionale Zeiten stehen der Familie bevor. Und Therese hat alle Hände voll zu tun den Intrigen ihres Schwagers entgegenzutreten.
Die Geschichte um die Familie und auch die einzelnen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Auch die Schwärmerei für die Köstlichkeiten fand ich zu Beginn noch attraktiv. Jedoch war mir die Geschichte dann an mancher Stelle etwas zu überladen mit den Beschreibungen einzelner Delikatessen. Besonders mochte ich die junge Balbina. Durch ihre Eigensinnigkeit und ihre Lebenslust hat sie viel Frische in die Geschichte gebracht. Nach meiner Meinung ein gelungener Auftakt der Dallmayr-Saga mit kleinen Schwächen durch die künstlichen Längen.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Im Schatten der Schwester

Die Schattenschwester
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Im dritten Band der „Sieben Schwestern-Reihe“ geht es diese Mal um die introvertierte Star. Sie kennt man eigentlich nur im Doppelpack mit ihrer Schwester CeCe, die gerne für das Duo spricht und auch Entscheidungen ...

Im dritten Band der „Sieben Schwestern-Reihe“ geht es diese Mal um die introvertierte Star. Sie kennt man eigentlich nur im Doppelpack mit ihrer Schwester CeCe, die gerne für das Duo spricht und auch Entscheidungen trifft. Bisher hat sich Star in dieser Rolle ganz wohl gefühlt, doch nach dem Tod von Pa Salt und der Möglichkeit sich auf die Suche nach ihrer Herkunft zu machen, tritt Star aus dem Schatten ihrer Schwester heraus. Und ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich erzähle, dass uns die Vergangenheit von Star diese Mal nach England führt. Was mich an diesem Teil der Reihe etwas gestört hat, waren die verworrenen Familienverhältnisse. Die Hintergrundgeschichte ist in erster Linie spannend und zum Wohlfühlen. Jedoch bin ich irgendwann kaum noch hinterhergekommen, wer mit wem verwandt ist und wer mit wem eine Liaison hat, hatte und wollte. Die Gegenwartsgeschichte hat mich an mancher Stelle etwas aufgeregt, da Star hier einfach nicht so sympathisch rüberkommt wie die beiden Schwestern vor ihr, ich es ihr aber sehr gegönnt hätte. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und werde die Reihe auch weiterverfolgen. Aber mein Lieblingsband der Reihe ist es jedoch bisher nicht.

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Veröffentlicht am 09.08.2023

Düsteres Vermächtnis

Fuchsmädchen
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Ein junges Mädchen, welches seinem Leben ein Ende setzt, so beginnt dieser Thriller von Maria Grund. Die Story spielt auf einer schwedischen Insel. Die Ermittlerinnen Sanna und Eir haben ihre eigenen tragischen ...

Ein junges Mädchen, welches seinem Leben ein Ende setzt, so beginnt dieser Thriller von Maria Grund. Die Story spielt auf einer schwedischen Insel. Die Ermittlerinnen Sanna und Eir haben ihre eigenen tragischen Geschichten zu verarbeiten und beruflich neben dem Selbstmord von Mia auch noch einen Mord aufzuklären und den verschwundenen Ehemann des Mordopfers zu suchen. Nach und nach decken sie ein grausames Geheimnis auf. Das Buch las sich sehr schnell weg, da es wirklich spannend geschrieben ist. Mich hat die Story rasch gefesselt und in ihren Bann gezogen. Doch je tiefer man hineinfiel in den Sumpf aus Gewalt und Verbrechen, desto grausamer wurde es. Ich bin ein Fan von schwedischen Krimis und Thriller, da ich die düstere und rohe Stimmung mag. Hier war es mir dann jedoch tatsächlich etwas zu viel. Besonders die Gewalt gegen Kinder, die hier alltäglich und normal zu sein scheint fand ich drüber. Und dass die Ermittelnden selbst psychische Problem haben und oft ziemlich kaputt sind, ist man mittlerweile ja auch gewöhnt, in dieser Geschichte habe ich mich jedoch gefragt wie und vor allem warum Sanne so weiterleben möchte. Als Fazit kann ich sagen: Dies ist ein sehr spannender Thriller, bei dem man aber nicht zimperlich sein darf. Nichts für schwache Gemüter.

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