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Veröffentlicht am 12.09.2017

Ein wirklich toll gestaltetes Kochbuch, dessen Rezepte meinen Geschmack leider nicht getroffen haben.

Green Bonanza
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In ihrem vegetarischen Kochbuch „Green Bonanza“ stellt Mia Frogner Rezepte vor, die mehr Grün auf den Tisch bringen sollen. Ihr Motto lautet: „Alle grünen Dinge sind gut!“. Für viele Menschen ist Essen ...

In ihrem vegetarischen Kochbuch „Green Bonanza“ stellt Mia Frogner Rezepte vor, die mehr Grün auf den Tisch bringen sollen. Ihr Motto lautet: „Alle grünen Dinge sind gut!“. Für viele Menschen ist Essen einzig etwas, das sie zum Leben brauchen. Für Mia ist Ernährung die Freude bei der Zubereitung, die Freude beim Essen und die Freude daran, andere dazu einzuladen.

Die inhaltliche und die gestalterische Aufmachung des Kochbuches sind sehr gelungen. Die Rezepte sind in folgende neun Kategorien unterteilt: „Kartoffeln und Süßkartoffeln“, “ Kohl, Blumenkohl und Rosenkohl“, „Linsen“, „Grünes“, „Tomaten“, „Tofu“, „Möhren und Rote Bete“, „Auberginen, Zucchini und Kürbis“ und „Nüsse“. Zu Beginn jedes neuen Kapitels gibt es interessante Informationen über das jeweilige Gemüse und / oder Anekdoten aus Mias Kindheit. Die Rezepte werden sehr ansprechend präsentiert. Jedes Gericht nimmt eine Doppelseite ein. Auf der einen Seite ist das Rezept abgedruckt, auf der anderen gibt es ein Bild der fertigen Speise. Die Zubereitung der einzelnen Gerichte ist ausführlich und verständlich beschrieben, so dass das Nachkochen sehr einfach und unkompliziert ist. Die Schrift ist ausreichend groß und gut lesbar.

Mia Frogners Philosophie gefällt mir sehr. Für sie ist Essen nicht einfach nur Nahrungsaufnahme. Für sie ist es viel mehr, unter anderem Freude und Genuss. Sie versucht nach Möglichkeit Bio- und regionale Produkte zu verwenden und möglichst wenig weg zu werfen. Genauso versuche ich es auch zu handhaben. Auch in Mias Anekdoten aus ihrer Kindheit fand ich mich häufig wieder. Ich war ebenfalls viel bei meiner Großmutter, der ich immer beim Kochen zugeschaut und der ich mehr oder weniger geholfen habe. So toll ich Mias Sicht auf das Essen und die Aufmachung des Kochbuches auch finde, die Auswahl der Rezepte konnte mich persönlich leider nicht überzeugen. Die meisten haben mich einfach nicht angesprochen. Ich habe beim Durchblättern selten die Lust verspürt etwas nachkochen zu wollen.

Fazit: Ein wirklich toll gestaltetes Kochbuch, dessen Rezepte meinen Geschmack leider nicht getroffen haben.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Nicht Aherns bestes Werk

So klingt dein Herz
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Laura lebt völlig einsam und verborgen in einem kleinen Cottage in Irland. Sie hat eine ganz besondere Gabe. Sie kann jedes nur denkbare Geräusch und Stimme in Perfektion nachahmen. Im Wald trifft der ...

Laura lebt völlig einsam und verborgen in einem kleinen Cottage in Irland. Sie hat eine ganz besondere Gabe. Sie kann jedes nur denkbare Geräusch und Stimme in Perfektion nachahmen. Im Wald trifft der Toningenieur Solomon zufällig auf Laura. Er ist völlig fasziniert von der jungen Frau und fühlt sich magisch zu ihr hingezogen. Auch Bo, Regisseurin und Solomons Lebensgefährten, ist begeistert. Sie möchte eine Dokumentation über Laura drehen. Plötzlich findet sich die junge Frau in einer lauten, modernen, ihr fremden Welt wieder.

Ich bin sehr gut in die Handlung hinein gekommen. Der Anfang hat mir sehr gefallen. Laura war mir schnell sympathisch. Ihr Schicksal faszinierte und berührte und ihre Gabe verzauberte mich. Leider schlug die Autorin irgendwann eine Richtung ein, die mir nicht sehr zusagte. Der Zauber bzw. die Magie der Handlung verschwanden leider völlig. Ich verlor auch ein wenig die Verbindung zur Protagonistin, da die Beschreibungen ihrer Gedanken- und Gefühlswelt zeitweise zu sehr in den Hintergrund rückten. Die Geschichte gefiel mir nicht mehr so gut. Gegen Ende wurde es zum Glück wieder etwas besser. Laura und ihre Gefühle rückten wieder mehr in den Vordergrund und auch die Magie, die die Handlung zu Beginn verbreitete, kehrte ein wenig zurück.

Den Schreib- und Erzählstil der Autorin kannte ich bereits. Beides hat mir, wie gewohnt, gut gefallen. Die Sprache ist zwar recht einfach, aber das trübt das Leseerlebnis keinesfalls. Die Geschichte ließ sich zügig lesen.

Ich habe bereits andere Bücher von Cecelia Ahern gelesen und bin von „So klingt dein Herz“ ein wenig enttäuscht. Die Geschichte an sich war zwar nicht schlecht, aber ich hatte etwas völlig anderes erwartet. Ich hatte mir eine Geschichte mit mehr Tiefgang erhofft, eine die mich verzaubert, berührt und zu fesseln vermag. Dies gelang ihr leider über weite Strecken nicht. Auch die Liebe kam mir ein wenig zu kurz. Trotz einiger Schwächen hat mich das Buch aber gut unterhalten. Es handelt sich aber definitiv nicht um Cecelia Aherns bestes Werk.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Spannend

Die Sprache der Knochen
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Eine junge Frau scheint verschwunden zu sein. Allerdings behauptet ihre Familie, dass es Cora gut gehe. Doch eine Aufnahme, auf der die verstörte Stimme der Frau zu hören ist, lässt die forensische Anthropologin ...

Eine junge Frau scheint verschwunden zu sein. Allerdings behauptet ihre Familie, dass es Cora gut gehe. Doch eine Aufnahme, auf der die verstörte Stimme der Frau zu hören ist, lässt die forensische Anthropologin Tempe Brennan zu einem anderen Schluss kommen. Tempe stellen sich einige Fragen. Ist Cora freiwillig abgetaucht oder wurde sie Opfer eines Verbrechens? Woher stammt die Tonaufzeichnung? Die Knochen einer bisher nicht identifizierten Leiche schienen mit Coras Verschwinden in Verbindung zu stehen. Sie scheinen eine grausame Geschichte zu erzählen.

„Die Sprache der Knochen“ ist bereits der 18. Band der Reihe um Temperance Brennan. Ich kenne selbst nicht alle Bücher / Hörbücher der Reihe. Um die Geschehnisse im Privatleben der Forensikerin besser einordnen zu können, wären die Vorgänger zwar schon hilfreich, aber ich hatte trotzdem keinerlei Probleme der Handlung zu folgen.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mit gut. Es wird schnell Spannung aufgebaut, die über den gesamten Handlungsverlauf erhalten bleibt. Ihren Höhepunkt erreichte sie kurz vor der Auflösung. Die Handlung war logisch aufgebaut und nicht vorhersehbar. Das Ende war schlüssig. Wie oben schon geschrieben, kenne ich Tempe Brennan bereits aus anderen Büchern / Hörbüchern der Reihe und mag sie sehr. Ich habe sie gerne bei ihren Ermittlungen begleitet.

Britta Steffenhagen hat ihre Sache als Sprecherin sehr gut gemacht. Ich habe ihrer angenehmen Stimme gern zugehört. Ihre ansprechende Vortragsweise haucht den einzelnen Charakteren Leben ein und reißt den Hörer mit, sodass man gut in die Handlung abtauchen kann.

Das Hörbuch „Die Sprache der Knochen“ hat mir gut gefallen. Die Handlung war spannend und hat mich gefesselt. Ich werde bestimmt noch weitere Bücher oder Hörbücher der Reihe um die forensische Anthropologin Temperance Brennan lesen bzw. hören. Britta Steffenhagen hat diese spannende Geschichte zu einem tollen Hörerlebnis werden lassen.

Veröffentlicht am 11.09.2025

Mittelmäßiger Roman

Versprich mir, dass du tanzt
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In "Versprich mir, dass du tanzt" von Dani Atkins geht es um Lily, die ihren Ehemann verliert. Das letzte Versprechen, dass sie ihm gibt, ist, dass sie sich mit ihrem Jugendfreund Josh ausspricht.

Die ...

In "Versprich mir, dass du tanzt" von Dani Atkins geht es um Lily, die ihren Ehemann verliert. Das letzte Versprechen, dass sie ihm gibt, ist, dass sie sich mit ihrem Jugendfreund Josh ausspricht.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lily erzählt. So erhält man als Leser gute Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt.

Es gibt immer wieder Rückblenden, in denen die Geschichte von Lily und Adam und die von Lily und Josh erzählt wird. So erfährt man nach und nach etwas über die Vergangenheit der Charaktere.

Das Buch startet sehr vielversprechend. Der Prolog, in dem Adam stirbt, ist sehr emotional und hat mich sehr berührt. Außerdem wurde ich sehr neugierig darauf, was zwischen Lily und Josh vorgefallen ist. Leider konnte der Rest der Geschichte mich nicht mehr so richtig abholen. Ich bin weder mit der Protagonistin Lily noch mit Adam und Josh richtig warm geworden. Es fehlte an Sympathie und Glaubwürdigkeit und die Handlungen und Gedanken der einzelnen Charaktere waren oft für mich nicht nachvollziehbar.

Immer wieder wies die Geschichten Längen auf. Am Ende ging es mir dann aber alles irgendwie etwas zu schnell. Das letzte Kapitel hat mir überhaupt nicht gefallen. Es passte für mich nicht zur Geschichte.

Auch den Titel 3mpfinde ich als nicht sehr passend.

Alles in allem konnte mich der neue Roman von Dani Atkins nicht so recht überzeugen. Das kann die Autorin definitiv besser.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Netter JUgendsommerroman

Das Leben fing im Sommer an
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Das Buch „Das Leben fing im Sommer an“ von Christoph Kramer spielt im Sommer 2006. Der Leser begleitet den fünfzehnjährigen Chris, der in diesem Sommer alle Höhen und Tiefen des Teenagerseins erlebt.
Christoph ...

Das Buch „Das Leben fing im Sommer an“ von Christoph Kramer spielt im Sommer 2006. Der Leser begleitet den fünfzehnjährigen Chris, der in diesem Sommer alle Höhen und Tiefen des Teenagerseins erlebt.
Christoph Kramer beschreibt die Gefühls- und Gedankenwelt, die alltäglichen Sorgen und Selbstzweifel von Chris sehr authentisch. So schaffte es der Autor, mir seinen Protagonisten nahezubringen und mich direkt in meine eigene Jugendzeit zurück versetzt zu fühlen. Dadurch fühlte ich mich Chris noch ein wenig mehr verbunden.
Der Schreib- und Erzählstil von Christoph Kramer haben mich positiv überrascht. Die Geschichte ist zwar einfach, aber flüssig und ansprechend geschrieben und lässt sich flott lesen.
Alles in allem handelt es sich bei „Das Leben fing im Sommer an“ um einen netten Jugendsommerroman. Die Unsicherheiten und Träume des fünfzehnjährigen Protagonisten Chris sind gut eingefangen. Die Geschichte hat mich recht gut unterhalten, war mir aber oft ein wenig zu seicht, daher würde ich für dieses Buch 3,5 Sterne vergeben.

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