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Veröffentlicht am 12.09.2017

Immobilienhaie in der Kleinstadt

Bärlauch
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Iris Moser ist geschieden und lebt alleine in ihrem Haus mit einem großen Garten in einem grünen Viertel. Nach und nach verliert sie ihre Nachbarn, deren Grundstücke an Immobilienfirmen verkauft werden. ...

Iris Moser ist geschieden und lebt alleine in ihrem Haus mit einem großen Garten in einem grünen Viertel. Nach und nach verliert sie ihre Nachbarn, deren Grundstücke an Immobilienfirmen verkauft werden. Die alten Häuser werden abgerissen, die schönen grünen Gärten verschwinden, stattdessen werden dort Reihenhäuser hoch gezogen. Iris fühlt sich zunehmend unwohl in ihrer alten Umgebung. Doch es kommt noch schlimmer - als in ihrer Umgebung Morde geschehen, gerät sie plötzlich in Verdacht ...

Von der Story her hat mir das Buch gut gefallen. Es war interessant zu lesen, wie es in der Immobilienbranche zugeht. Dazu die falschen Verdachtsmomente gegen Iris und schon geriet sie in die Mühlen der Justiz obwohl sie niemandem etwas getan hatte. Der Schreibstil war mir leider zu unpersönlich. Die ersten Kapitel waren für mich nicht gut zu lesen, dann wurde es spannender und somit interessanter. Dennoch würde ich das Buch nicht unbedingt als Krimi bezeichnen - eher als gesellschaftskritischen Roman.

Veröffentlicht am 05.09.2017

Düsterer Roman!

Ermordung des Glücks
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Der 11-jährige Lennard aus München ist an einem trüben, verregneten November-Abend nicht nach Hause gekommen. Wochenlang fehlt jede Spur von ihm - niemand hat etwas beobachtet, keiner weiß, wo er abgeblieben ...

Der 11-jährige Lennard aus München ist an einem trüben, verregneten November-Abend nicht nach Hause gekommen. Wochenlang fehlt jede Spur von ihm - niemand hat etwas beobachtet, keiner weiß, wo er abgeblieben ist.

Nach 34 Tagen klopft es an der Tür des Cafés der Eltern und der pensionierte Kriminalkommissar Jakob Franck überbringt ihnen die schlimme Nachricht, dass ihr Sohn ermordet in einem Waldstück gefunden wurde. Für die Eltern und den Bruder der Mutter bricht eine Welt zusammen - nichts ist mehr wie es war. Die Familie zerbricht an ihrem schweren Schicksal.

Dieses Zerbrechen wird in diesem Buch in düsteren Farben geschildert, überhaupt ist die ganze Atmosphäre geprägt von Verzweiflung und Depressionen. Das Buch ist sehr gut geschrieben, in einem poetischen Stil. Darin kommen Sätze vor wie z. B.: "Heut Morgen bin ich aus der Zeit gefallen und habe bis zur Nacht gebraucht, um den Schatten meiner Liebsten wiederzufinden."
Dennoch konnte ich mit den Personen dieses Buches nicht warm werden, die düstere Stimmung zieht einen total herunter. Leider nicht so ganz mein Fall.

Veröffentlicht am 23.01.2017

Beklemmender Thriller!

Kein Sterbensort
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DS Jane Bennett hat viel um die Ohren bei der Mordkommission, ihr Chef ist auch keine große Hilfe, da er sich momentan in einem seelischen Tief befindet. Zudem hat sie einen autistischen Sohn, für den ...

DS Jane Bennett hat viel um die Ohren bei der Mordkommission, ihr Chef ist auch keine große Hilfe, da er sich momentan in einem seelischen Tief befindet. Zudem hat sie einen autistischen Sohn, für den sie viel zu wenig Zeit hat, was sie zusätzlich belastet. Da erreicht sie ein Hilferuf ihrer Freundin Sue, einer früheren Kollegin. Ihr Ehemann Mark, ebenfalls ein früherer Polizist, ist verschwunden. Im Haus finden sich Blutspuren, die ihm zugeordnet werden können. Auch ein Turnschuh mit seinem Blut daran wird in einem Park gefunden. Bei den Ermittlungen dort stoßen die Polizisten auf einen Hohlraum mit der Leiche einer jungen Frau darin, die hier lebendig begraben wurde. Gibt es vielleicht eine Verbindung zwischen den beiden Fällen?

Leider ist mir der erste Teil dieser Serie um Jane Bennett und ihren Chef Lockyer nicht bekannt, das erschwerte das Verständnis des zweiten Teils erheblich. Hier hätte ich mir dringend ein paar Erklärungen gewünscht. Jane ist eine schwer arbeitende, sympathische Frau, Lockyer kommt da nicht so gut weg, er hat offenbar große psychische Probleme (warum, wird nicht erklärt, dazu muss man wohl den ersten Teil gelesen haben). Was ich sehr merkwürdig fand war, wie die beiden miteinander umgangen. Wie einmal beiläufig erwähnt wurde, haben sie wohl mal eine Nacht miteinander verbracht. Jane verhält sich ihm gegenüber geradezu unterwürfig und selbst wenn sie alleine sind, siezen sie sich dennoch - das fand ich nicht sehr realistisch.

Parallel zu den Ermittlungen der Polizei wurden immer wieder Einblendungen mit den Gedanken der lebendig begrabenen Frau eingefügt - sehr interessant und auch beklemmend! Nach einigen Längen am Anfang des Buches wurde es zum Ende hin doch noch recht spannend und es gab noch eine unerwartete Wende. Insgesamt ganz gut zu lesen, mit kleinen Einschränkungen, wie beschrieben.

Veröffentlicht am 17.12.2016

Erfahrungen vom Leben mit Kindern

Eltern haften an ihren Kindern
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Martin Zingsheim, der u.a. Musikwissenschaft und Philosophie studiert hat, was man bei manchen Kapiteln stark merkt, ist außerdem Kabarettist und zudem Vater von drei Jungen.

In dem Buch "Eltern haften ...

Martin Zingsheim, der u.a. Musikwissenschaft und Philosophie studiert hat, was man bei manchen Kapiteln stark merkt, ist außerdem Kabarettist und zudem Vater von drei Jungen.

In dem Buch "Eltern haften an ihren Kindern", das ausdrücklich kein Ratgeber sein soll und auch nicht ist beschreibt er ausführlich das Überleben mit Kindern. Da wird Pseudoenglisch als Geheimwaffe verwendet, um gefahrlos vor den Kindern zu kommunizieren. Es geht auch um ernste Themen wie Religion und Sterben. Aber die meisten der sechsundzwanzig Kapitel sind humorvollen Situationen gewidmet und es gibt auch des öfteren etwas zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln. Das Buch eignet sich gut, um immer wieder mal zwischendurch ein Kapitel oder zwei zu lesen. Allerdings erschweren an manchen Stellen lange Schachtelsätze die Verständlichkeit und den Lesefluss.

Veröffentlicht am 13.12.2016

Düsterer Krimi im verregneten Rom

Schattenkiller
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Kommissar Enrico Mancini, Profiler und Experte für Serienmörder, ist sehr niedergeschlagen, um nicht zu sagen depressiv. Seine geliebte Frau ist erst kürzlich qualvoll an Krebs gestorben, seine Arbeit ...

Kommissar Enrico Mancini, Profiler und Experte für Serienmörder, ist sehr niedergeschlagen, um nicht zu sagen depressiv. Seine geliebte Frau ist erst kürzlich qualvoll an Krebs gestorben, seine Arbeit interessiert ihn nicht besonders und das Wetter in Rom passt zu seiner Gemütslage: es regnet seit Wochen. Er ist auf der Suche nach einem Arzt, dem Onkologen seiner toten Frau, der spurlos verschwunden ist. Da geschehen drei grausame Morde in der Nähe des Tibers. Er glaubt zuerst nicht, dass diese zusammen hängen, doch dann tauchen geheimnisvolle Mails vom Täter auf, der sich der "Schatten" nennt.

Dieser düstere Krimi hat mich regelrecht runter gezogen - alles schien grau in grau. Mit diesem speziellen Kommissar konnte ich mich auch nicht anfreunden, er kam nicht sonderlich sympathisch rüber, Die Story an sich war ja gut ausgedacht und spannend, nur die Umsetzung hat mich nicht überzeugt, Dazu kamen oftmals langatmige Beschreibungen, die auch nicht unbedingt zum Lesefluss beitrugen. Daher von mir an dieser Stelle nur drei Sterne!

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