Dieses 30-minütige Hörbuch ist so wunderbar komisch, dass man sich sofort eine Fortsetzung wünscht - und das Buch gleich nochmal von vorne hört! Marc-Uwe Kling, gleichzeitig Autor und Sprecher, vertont ...
Dieses 30-minütige Hörbuch ist so wunderbar komisch, dass man sich sofort eine Fortsetzung wünscht - und das Buch gleich nochmal von vorne hört! Marc-Uwe Kling, gleichzeitig Autor und Sprecher, vertont den herrlichen, pointiert-witzigen Text wirklich toll, und bereits die Intro erzeugt ein breites Grinsen, das man während der folgenden 30 Minuten gar nicht mehr los wird. Dieses Hörbuch macht einfach Spaß, und das nicht nur Kindern ab ca. 8 Jahren, sondern auch den Eltern, und ich habe mich an der ein oder anderen Stelle gleich wiedererkannt, denn wer ist nicht ab und an selbst ein kleines Klugscheißerchen? Ich werde mir den Autor Marc-Uwe Kling definitiv merken und hoffe ganz dringend auf ein "Wiederhören" mit dem Klugscheißerchen. Unbedingt hörenswert!!!
"Hundert Klassiker" von Steffen Henssler bietet eine schöne Auswahl an bodenständigen Rezepten, die Erinnerungen an die Kindheit und die Gerichte bei Mama oder Oma wecken. Naturgemäß enthält diese traditionelle ...
"Hundert Klassiker" von Steffen Henssler bietet eine schöne Auswahl an bodenständigen Rezepten, die Erinnerungen an die Kindheit und die Gerichte bei Mama oder Oma wecken. Naturgemäß enthält diese traditionelle Hausmannskost viele tierische Produkte. Vegetarische Gerichte sind durch ein Veggie-Symbol extra gekennzeichnet, Veganer werden in diesem Buch nicht fündig werden.
Angenehm fällt mir auf, dass die Person Henssler im Buch in den Hintergrund tritt, die Abbildungen zeigen lediglich die zubereiteten Gerichte (und das äußerst appetitlich, man möchte die meisten sofort kosten!).
Zu jedem Gericht gibt es Tipps und Tricks zur Zubereitung, die übersichtlich durch Icons gekennzeichnet sind. Auch die Zubereitungszeit und die Personenzahl werden durch Symbole angezeigt.
Die Rezeptauswahl finde ich sehr gelungen, es ist wirklich alles drin, was einem als Klassiker der deutschen Küche in den Sinn kommt. Die einzelnen Zubereitungsschritte sind sehr gut und ausführlich erklärt, so dass sich auch Kochanfänger leicht zurechtzufinden.
Ein wirklich empfehlenswertes Kochbuch für alle Liebhaber klassischer Rezepte und ein perfektes Standardwerk fürs Küchenregal!
Suzu ist Mitte zwanzig, Single und lebt zurückgezogen in einer japanischen Großstadt. Sie arbeitet vor sich hin, lässt sich irgendwie durchs Leben treiben und hat Schwierigkeiten, Sozialkontakte zu knüpfen. ...
Suzu ist Mitte zwanzig, Single und lebt zurückgezogen in einer japanischen Großstadt. Sie arbeitet vor sich hin, lässt sich irgendwie durchs Leben treiben und hat Schwierigkeiten, Sozialkontakte zu knüpfen. Als sie ihre Arbeit als Kellnerin verliert und eine neue Stelle als Leichenfundortreinigerin für Kodokusha antritt, einsam Verstorbene, deren Leichen längere Zeit unentdeckt blieben, verändert sich ihr Leben nachhaltig.
Das ungewöhnliche Setting des Romans hat mich neugierig gemacht, zumal ich erst kürzlich ein Sachbuch über Tatortreiniger gelesen hatte. Auch die Grundthemen des Buches, Einsamkeit, soziale Isolation und Anonymität in der Großstadt, fand ich sehr interessant, da der gesellschaftliche Wandel auch bei uns zu Vereinsamung insbesondere im Alter führt. Nicht nur anhand der Verstorbenen, sondern auch mittels der Figuren im Buch gelingt es der Autorin Milena Michiko Flašar, Einsamkeit in vielen Facetten aufzuzeigen. Da ist nicht nur Suzu, sondern auch ihr junger und stiller Kollege Takada mit dem Gespür für Worte, ihr Chef, der schrullige und doch liebenswerte Herr Sakai und einige weitere, die alle ihre eigene, besondere Geschichte mitbringen. Der klare, leise Schreibstil mit den glaubhaft und eindrücklich ausgearbeiteten Charakteren hat mich von Anfang an berührt, und ich konnte mich gut in die Protagonistin Suzu hineinversetzen. Meine Lieblingsfigur war auf gewisse Weise Herr Sakai, der immer wieder für Überraschungen gut ist und es auf seine ganz eigene Art versteht, Suzus Lebenseinstellung zu beeinflussen. Trotz der ernsten Thematik hat der Roman auch eine gewisse Leichtigkeit und an einzelnen Stellen blitzt auch leiser Humor und eine gewisse Situationskomik durch.
Zudem liefert die Geschichte einige interessante Einblicke in die japanische Lebensart, und ein ausführliches Glossar am Ende des Buches erläutert die wichtigsten Begriffe.
Fazit: Ein runder, nachdenklich stimmender und berührender Roman, der zeigt, dass bereits kleine Gesten im Miteinander einen großen Unterschied machen. Unbedingt lesenswert!
Wer kennt es nicht, das kleine Gespenst von Otfried Preußler, das auf Burg Eulenstein lebt und so gerne einmal die Welt bei Tag sehen möchte? Diese Geschichte ist mein Lieblingsbuch von Preußler, da sie ...
Wer kennt es nicht, das kleine Gespenst von Otfried Preußler, das auf Burg Eulenstein lebt und so gerne einmal die Welt bei Tag sehen möchte? Diese Geschichte ist mein Lieblingsbuch von Preußler, da sie einfach wunderbar warmherzig ist und beim Lesen gute Laune verbreitet. Besonders gut gefällt mir die optische Gestaltung der Jubiläumsausgabe zu Preußlers 100. Geburtstag. Sie ist ein rundum gelungenes Beispiel für einen modernen Look, ohne die altbekannten und seit Jahrzehnten geliebten Elemente über Bord zu werfen. So sind die wohlbekannten Zeichnungen im Buch nun bunt coloriert, und das Buchcover sticht mit der Ausstanzung in Form eines Schlüssellochs, durch welches das kleine Gespenst sichtbar ist, hervor. Auch hübsche Wandsticker sind als Zugabe im Buch enthalten. In ähnlicher Aufmachung sind die Jubiläumsbände zu Räuber Hotzenplotz, Der kleine Wassermann und Die kleine Hexe erschienen. Eine wirklich schmückende Neuausgabe des Kinderbuchklassikers und sicher auch ein tolles Geschenk!
Als großer Agatha-Christie-Fan habe ich mich sehr auf die Neuübersetzung von "Und dann gab's keines mehr" durch Eva Bonnè gefreut. Ich habe das Buch noch in einer älteren Ausgabe, die im Text leider noch ...
Als großer Agatha-Christie-Fan habe ich mich sehr auf die Neuübersetzung von "Und dann gab's keines mehr" durch Eva Bonnè gefreut. Ich habe das Buch noch in einer älteren Ausgabe, die im Text leider noch das N-Wort im früher gebräuchlichen Abzählreim "Zehn kleine Nlein" und in der Bezeichnung der Insel "Ner Island" verwendet. In der neuen Übersetzung wurden daraus nun "Zehn kleine Kriegerlein" und "Soldier Island", sodass der Text auch heutigen Maßstäben genügt.
Meist verbindet man Agatha Christie mit Miss Marple und Hercule Poirot, doch dieser Krimi kommt ohne die beiden aus und ist dennoch eines meiner Lieblingsbücher von ihr. Christies Kriminalfälle sind ja meist sehr verzwickt, aber hier hat sie sich wirklich selbst übertroffen und einen äußerst trickreichen Fall entworfen, dessen Mittelpunkt der erwähnte Abzählreim ist, mit dem alle Todesfälle in Verbindung stehen. In unnachahmlicher Weise gelingt Christie eine hochspannende, detailreich und kunstvoll konstruierte Geschichte, bei der ich bis zum Schluss im Dunkeln tappte (beim ersten Mal lesen, natürlich) und die ich alle paar Jahre immer wieder gerne lese.
Für mich eines von Agatha Christies besten Werken, an dem man als Fan eigentlich nicht vorbeikommt, und das mich schon allein durch die Fallkonstruktion wirklich begeistert und beeindruckt. Eine absolute Leseempfehlung!