Platzhalter für Profilbild

Louisa24

Lesejury Profi
offline

Louisa24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Louisa24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Solider Einstieg in die Boston Tigers-Reihe – unterhaltsam, aber nicht außergewöhnlich

Boston Tigers - Fast Break Kiss
1

Zu ihrem Glück hat Zoey eine wunderschöne, teure Wohnung im Herzen von Boston von ihrer verstorbenen Großtante geerbt. Doch ihr neuer Nachbar, der mit seinen ständigen Renovierungsarbeiten für Lärm sorgt, ...

Zu ihrem Glück hat Zoey eine wunderschöne, teure Wohnung im Herzen von Boston von ihrer verstorbenen Großtante geerbt. Doch ihr neuer Nachbar, der mit seinen ständigen Renovierungsarbeiten für Lärm sorgt, geht ihr gehörig auf die Nerven. Als Barkeeperin im VIP-Bereich einer der angesagtesten Bars Bostons benötigt sie Ruhe, um fit und ausgeschlafen zu bleiben. Alles ändert sich, als das Basketball-Team der Boston Tigers in ihrer Bar auftaucht und sie sich sofort zu Zack, dem attraktiven Team-Captain, hingezogen fühlt. Doch nach einem hitzigen Streit, bei dem Zoey fast ihren Job verliert, stellt sich heraus, dass Zack auch ihr neuer Nachbar ist. Fortan beginnt ein turbulenter Nachbarschaftskrieg zwischen den beiden Streithähnen. Als dann auch noch ein Wasserschaden in Zoeys Wohnung auftritt und sie keine andere Wahl hat, als bei Zack einzuziehen, erreicht das Chaos seinen Höhepunkt.

„Boston Tigers: Fast Break Kiss“ ist der erste Band einer Sport-Romance-Reihe von Sasha Reed. Wer gerne spicy Enemies-to-Lovers-Geschichten liest, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Sasha Reed hat einen flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil, der das Buch schnell und angenehm lesbar macht. Einziger Kritikpunkt: Zu Beginn siezen sich Zoey und Zack, während alle anderen Charaktere sich sofort duzen – was einerseits die Distanz und Feindschaft zwischen den beiden Protagonisten betont, andererseits aber etwas deplatziert wirkt. Nichtsdestotrotz sind gerade die Wortgefechte zwischen den beiden zu Beginn der Geschichte unterhaltsam und witzig, auch wenn sie stellenweise etwas kindisch wirken und man als Leser manchmal nur den Kopf darüber schütteln kann.
Das Cover passt perfekt zur Story: Es spiegelt die Themen Sport, Leidenschaft und Erotik wieder. Der Leser bekommt einen kleinen Einblick in das Leben eines erfolgreichen Sportlers und den Alltag einer Barkeeperin. Zoey ist eine starke, selbstbewusste junge Frau mit großartigen Freunden und einer etwas verrückten Familie – als Leser kann man sie nur ins Herz schließen, auch wenn ihre Gedanken und Entscheidungen nicht immer ganz nachvollziehbar sind. Zack wird zu Beginn als der typische arrogante Sportler dargestellt, der immer bekommt, was er will. Doch je mehr man von ihm erfährt, desto mehr zeigt sich sein wahres, liebenswürdiges Wesen. Leider sind seine Kapitel oft zu kurz, sodass ich mir gewünscht hätte, mehr aus seiner Perspektive zu lesen.
Die Geschichte selbst ist leider recht vorhersehbar, was die Spannung ein wenig dämpft. Zoey und Zack streiten sich, tun so, als würden sie sich hassen, obwohl sie sich eigentlich gegenseitig anziehend finden, beginnen eine Affäre, verlieben sich, es gibt ein kleines Drama – und am Ende sind sie ein glückliches Paar. Das Thema Basketball spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle; theoretisch könnte die Geschichte auch mit einer anderen Sportart erzählt werden, da die sportlichen Aspekte eher im Hintergrund bleiben. In meinem Kopf hat Zack die ganze Zeit über eigentlich Football gespielt, nicht Basketball.
Trotz dieser Schwächen hat mir das Buch gut gefallen. Es ist unterhaltsam, unkompliziert und kommt ohne unnötige Handlungsstränge aus. Es bleibt zwar nicht unbedingt im Gedächtnis haften und wirkt wie eine Geschichte, die man schon öfter gelesen hat, aber dennoch empfehle ich „Boston Tigers: Fast Break Kiss“ allen, die auf der Suche nach einer leichten, spicy Lektüre sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.04.2025

Eine Adventskalendergeschichte in 44 Kapiteln

Der Adventskalender zum Glück
1

Der Adventskalender zum Glück ist eine schöne und unterhaltsame Weihnachtslektüre, die sich gut lesen lässt. Allerdings ist das Buch nicht, wie ich es eigentlich erwartet hätte, in 24 Kapitel aufgeteilt, ...

Der Adventskalender zum Glück ist eine schöne und unterhaltsame Weihnachtslektüre, die sich gut lesen lässt. Allerdings ist das Buch nicht, wie ich es eigentlich erwartet hätte, in 24 Kapitel aufgeteilt, wodurch es sich nicht unbedingt als Adventskalenderbuch eignet. Tatsächlich passiert in den einzelnen Kapiteln relativ viel, sodass es nie langweilig wird. Es geht um die Zahnarztassistentin Fie, die nach der Trennung ihres Mannes unter Depressionen leidet und mit Hilfe der Adventskalenderaufgaben, die ihr ihre Schwester stellt, versucht sich ein neues, besseres Leben aufzubauen. Auch, wenn das Buch schön geschrieben ist, hatte ich öfter das Gefühl, ich hätte diese Geschichte schon einmal gelesen. Leider hat es auch nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen, weshalb ich es nicht noch einmal lesen würde. Für die Adventszeit aber dennoch ein schönes Buch, mit dem man sich gut auf Weihnachten einstimmen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein sehr chaotisches Abenteuer - Band 2 der Black Forest High Reihe

Black Forest High 2
0

Nachdem Seven von einem Poltergeist besetzt wurde und dabei einen Schüler getötet hat, steht sie unter Beobachtung. Blöd nur, dass sie sich selbst überhaupt nicht daran erinnern kann. Nur Parker glaubt ...

Nachdem Seven von einem Poltergeist besetzt wurde und dabei einen Schüler getötet hat, steht sie unter Beobachtung. Blöd nur, dass sie sich selbst überhaupt nicht daran erinnern kann. Nur Parker glaubt nicht daran, dass Seven besessen ist. Dessen Gefühle für sie werden immer stärker, während Seven nur Augen für Crowe hat. Doch Seven hat ganz andere Probleme: Die Lehrer nutzen sie weiterhin als Ersatz für ihre tote Auserwählte, und der berüchtigte Poltergeist Dear Hannah hat es auf sie abgesehen und will sie töten. Als sich eine ihrer Geisterfreundinnen dann auch noch seltsam verhält und immer durchscheinender wird, merkt Seven, dass sie schnell handeln muss, um dem Spuck ein Ende zu setzen. Und als Auserwählte eröffnen sich ihr ganz neue Möglichkeiten, der Geisterwelt zu helfen.

Wie schon im ersten Band wird man direkt ins Geschehen geworfen. Der Schreibstil wirkt insgesamt recht verworren - oft hat man das Gefühl, Absätze brechen mitten im Geschehen ab, nur um dann plötzlich in einer ganz anderen Szene oder Perspektive weiterzumachen. Noch dazu wechselt die Perspektive innerhalb der Kapitel ohne jegliche Vorwarnung. Manchmal ist nicht sofort zu erkennen, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. All diese Punkte stören den Leseeindruck enorm. Die Geschichte fühlt sich oft wie ein Puzzle an - man versucht, die verstreuten Informationen zusammenzusetzen, aber irgendwie will das Bild einfach nicht so recht zusammenpassen. Am Ende fragt man sich: Sind all diese Details wirklich wichtig oder dienen sie nur als Lückenfüller? Es passiert einfach zu viel, und man fragt sich, ob das wirklich zur Handlung beiträgt oder einfach nur das Tempo der Geschichte ausbremst. In wenigen Sätzen wiedergeben, was alles in Band 2 passiert, ist fast nicht möglich.
Ein kleiner Lichtblick ist, dass wir nun mehr aus Parkers Perspektive erfahren, was mir im ersten Band ein bisschen gefehlt hat. Parker ist super sympathisch und definitiv mein persönliches Highlight in Band 2. Seven hingegen entwickelt sich zu einem richtigen Jammerlappen. Anstatt die Geschichte als Heldin voranzutreiben, rutscht sie immer weiter in die Opferrolle ab und muss ständig von den Irving-Zwillingen gerettet werden. Gleichzeitig merkt Seven langsam, wie nett Parker wirklich ist. Doch das ständige Hin- und Hergerissen-Sein zwischen Crowe und Parker sorgt leider eher für Augenrollen als für Herzklopfen. Warum sie weiterhin an Crowe festhält, bleibt für mich unverständlich.

Das Ende ist erneut offen, um die Spannung auf den dritten Band zu steigern. Viele Fragen bleiben ungeklärt, und der Leser bleibt mit einem großen Fragezeichen zurück. Trotzdem werde ich den dritten Band lesen, weil ich wissen will, wie es weitergeht. Insgesamt hat mich das Buch jedoch nicht wirklich überzeugt. Die Grundidee von Black Forest High ist wirklich cool, und auch die Atmosphäre sehr ansprechend, aber leider wird beides durch den chaotischen Erzählstil etwas zerstört.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2025

Mehr Rückblicke als Herzklopfen

Lessons in Forgiving
0

Paula ist erleichtert, als sie endlich den lang ersehnten Auftrag für ihre College-Abschlussarbeit erhält. Doch die Freude schlägt schnell in Überraschung um, als sie erfährt, dass sie ihren Artikel ausgerechnet ...

Paula ist erleichtert, als sie endlich den lang ersehnten Auftrag für ihre College-Abschlussarbeit erhält. Doch die Freude schlägt schnell in Überraschung um, als sie erfährt, dass sie ihren Artikel ausgerechnet über ihren Ex-Freund Henry schreiben muss – der gerade einen Millionen-Vertrag bei einem MLS-Verein unterschrieben hat. Plötzlich muss Paula jede freie Minute mit ihrem Ex verbringen. Sie schwört sich, auf keinen Fall wieder Gefühle für Henry zu entwickeln. Aber je mehr Zeit sie zusammen verbringen, desto näher kommen sie sich wieder – und damit auch ihrer gemeinsamen Vergangenheit.

„Lessons In Forgiving“ ist der zweite Band aus der "Beck Hall University"-Reihe von Selina Mae und gehört zum Genre der typischen College-Liebesromane mit einer „Second-Chance“-Thematik. Besonders gefallen haben mir die Rückblicke in Paulas und Henrys Vergangenheit. Die Szenen aus ihrer ersten Beziehung wirken süß und emotional, und man spürt, wie viel zwischen den beiden gewesen ist. Henry ist der klassische „Good Guy“ – charmant, aufmerksam und einfach ein netter Typ. Zu Beginn fragt man sich, warum Paula ihm gegenüber so negativ eingestellt ist. Das lässt vermuten, dass zwischen den beiden etwas Schlimmes vorgefallen sein muss. Doch als der wahre Trennungsgrund endlich enthüllt wird, war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht – er wirkte willkürlich und nicht wirklich nachvollziehbar.
Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht wirklich fesseln. Die Handlung wirkte langatmig und bot wenig Höhepunkte. Es war schwierig, eine tiefere Verbindung zu den beiden Hauptfiguren aufzubauen, da die Charakterisierung ziemlich oberflächlich blieb. Besonders Henrys Perspektive hat mir gefehlt – ich denke, dass das Buch dadurch emotionaler und die Handlung nachvollziehbarer gewesen wäre. Da ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe, hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Immer wieder wird auf die Vergangenheit und den Trennungsgrund von Paula und Henry angespielt, doch der kommt erst ziemlich spät zur Sprache. Das hat es für mich etwas schwieriger gemacht, mich mit der Handlung und den Entscheidungen der Protagonistin auseinanderzusetzen. Ich frage mich, ob ich vielleicht mehr Freude an der Geschichte gehabt hätte, wenn ich den ersten Teil der Reihe gekannt hätte - zur Erinnerung: Alle Bände sollten eigentlich unabhängig voneinander lesbar sein.

Obwohl der Titel und das Cover auf den ersten Blick vielversprechend wirken, konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Rückblickend vermisst man Tiefe und eine liebevollere Ausarbeitung. Wenn auch die anderen Bände der Reihe in diesem Stil geschrieben sind, kann ich den Hype um diese Reihe nicht wirklich nachvollziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2025

Eine schöne Liebesgeschichte – aber viel zu viel unnötiges Drama

Crashing Back to You (»Back to You«-Reihe 2)
0

Für die sonst eher zurückhaltende Aley beginnt alles mit einer Nacht, die sie nie vergessen wird – der Nacht mit dem aufstrebenden NHL-Spieler Chase. Doch ihr Moment voller Magie endet abrupt, als Chase ...

Für die sonst eher zurückhaltende Aley beginnt alles mit einer Nacht, die sie nie vergessen wird – der Nacht mit dem aufstrebenden NHL-Spieler Chase. Doch ihr Moment voller Magie endet abrupt, als Chase am nächsten Morgen festgenommen wird. Ein Jahr später begegnet Aley ihm wieder – doch er wirkt wie ein völlig anderer Mensch. Dunkle Tattoos zieren seinen Körper, und er hält Abstand, wo es nur geht. Trotzdem blitzt immer wieder der vertraute, charmante Chase in seinen eisblauen Augen auf, und Aley spürt, dass hinter der neuen Fassade noch immer der Mann steckt, den sie einst kannte.

Die Geschichte von Aley und Chase erzählt von einer zarten Liebesbeziehung, in der er sie dazu inspiriert, mutiger zu sein. Besonders die romantischen Szenen am Ende sind richtig herzerwärmend.
Allerdings war das Buch stellenweise extrem dramatisch, und viele Handlungen der Figuren sind kaum nachvollziehbar – wahrscheinlich, weil man selbst nicht in ähnlichen Situationen war. Das ständige Hin und Her zwischen Aley und Chase mit Freundschaft, Kontaktabbruch und Dating hat irgendwann genervt, da sie immer wieder ihre Meinung ändern und sich gegenseitig verletzen. Die Gründe dafür wirkten für mich nicht stark genug, um solche Konflikte zu rechtfertigen – Kommunikation spielt hier leider kaum eine Rolle, obwohl sie Konflikte lösen könnte. Obwohl Chase als Hockey-Spieler eingeführt wird, hat der Sport kaum Einfluss auf die Geschichte. Es handelt sich also eher um eine klassische Liebesgeschichte als um eine Sport-Romance.

Das Ende fand ich sehr schön, aber es ging mir dann doch ein bisschen zu schnell und zu einfach. Insgesamt ist es ein Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Ich kenne bisher nur ein weiteres Buch der Reihe, das mir etwas besser gefallen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere