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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2023

Jahreshighlight

Paradise Garden
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Die 14-jährige Billie lebt mit ihrer Mutter Marika in bescheidenen Verhältnissen. Doch trotzdem ist Billie ein glückliches Kind und lässt sich von der Fantasie ihrer Mutter verzaubern. Die Sommerferien ...

Die 14-jährige Billie lebt mit ihrer Mutter Marika in bescheidenen Verhältnissen. Doch trotzdem ist Billie ein glückliches Kind und lässt sich von der Fantasie ihrer Mutter verzaubern. Die Sommerferien stehen bevor und gemeinsam wollen sie den Sommer ihres Lebens erleben. Doch daraus wird nichts als spontan die bisher unbekannte, ungarische Großmutter aus gesundheitlichen Gründen bei ihnen einziehen muss. Als Billies Mutter nachfolgend durch einen tragischen Unfall stirbt und ihre Großmutter sie mit nach Ungarn nehmen will, nimmt Billie kurzerhand Reißaus. Spontan begibt sie sich auf einen Roadtrip ans Meer und auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater.

Dieser Roman ist eines meiner absoluten Jahreshighlights! Mich hat die Geschichte rund um die 14-Jährige Billie von Beginn an vollkommen in den Bann gezogen und nicht wieder losgelassen. Die Figur der Teenagerin ist unglaublich gut gelungen, ich konnte mich sofort in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Auch die weiteren Figuren des Romans wirkten auf mich regelrecht plastisch. Die Geschichte besitzt inhaltlich unglaublich viel Tiefe und beinhaltete Themen wie Freundschaft, Armut, Immigration, Familie und Trauer. Dennoch ließ sich der Roman dank eines leichtfüßigen und beschreibenden Schreibstils wahnsinnig rasant weglesen. Traurig und zugleich doch auch hoffnungsvoll ließ mich dieses Familiendrama zurück. Ein wirklich gelungener und sehr berührender Coming-of-Age-Roman!

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Veröffentlicht am 18.10.2023

Vielschichtig, intensiv und doch federleicht

Maman
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In ihrem neuesten Roman versucht die Autorin Sylvie Schenk, sich ihrer bereits verstorbenen Mutter und deren Persönlichkeit anzunähern. Eine Mutter, die stets schwieg, wenn es um ihre Vergangenheit ging. ...

In ihrem neuesten Roman versucht die Autorin Sylvie Schenk, sich ihrer bereits verstorbenen Mutter und deren Persönlichkeit anzunähern. Eine Mutter, die stets schwieg, wenn es um ihre Vergangenheit ging. Eine Mutter, die stets teilnahmslos wirkte – außer, sie konnte ein Baby versorgen.

Sylvie Schenk hangelt sich dabei an den wenigen biographischen Informationen entlang, die sie von ihrer Mutter und anderen Familienmitgliedern erhielt. Dabei tun sich klaffende Lücken auf, die sie mit poetischen Gedanken zu füllen weiß. Die Autorin ist dabei stets bemüht, wohlwollend mit dem Andenken an ihre Mutter umzugehen. Auch, wenn diese es zu Lebzeiten nicht geschafft hat, eine intensive emotionale Bindung zu ihren 5 Kindern aufzubauen. Zuletzt entwickelt sich daraus vor allem eine spannende Schilderung über eine Frau, die 1916 in Frankreich geboren wurde und nicht nur die Entbehrungen des 1. Weltkrieges miterleben musste. Sylvie Schenks Roman ist damit nicht nur die Suche nach der Biographie der eigenen Mutter, sondern bietet auch einen wertvollen Einblick in die damaligen Verhältnisse und die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Auf familiärer und emotionaler Ebene zeigt Sylvie Schenk darüber hinaus, wie sich ein Trauma stets fortzusetzen vermag. Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach aber der außergewöhnlich eloquente, lyrische und zugleich pointierte Sprachstil der Autorin. Federleicht führt sie durch die zum Teil sehr schweren Lebensjahre ihrer Mutter. Ein für meinen Geschmack zurecht nominierter Roman für den Deutschen Buchpreis!

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Veröffentlicht am 01.09.2023

Abenteuer von Sams und Ralfer

Das Sams 10. Das Sams und der blaue Drache
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Was wäre wohl gewesen, wenn die Wunschmaschine nicht kaputt gegangen wäre? Das beantwortet der Autor Paul Maar im zehnten Abenteuer vom allseits beliebten Sams. Pünktlich zum 50. Geburtstag des Sams wurde ...

Was wäre wohl gewesen, wenn die Wunschmaschine nicht kaputt gegangen wäre? Das beantwortet der Autor Paul Maar im zehnten Abenteuer vom allseits beliebten Sams. Pünktlich zum 50. Geburtstag des Sams wurde diese Geschichte mit zauberhaften Illustrationen von Nina Dulleck neu aufgelegt. Die Szenen runden dabei das Gelesene ab und verzaubern nicht nur den kleinen Leser! Mit ulkigen Reimen bringt das Sams Herrn Taschenbiers Alltag mal wieder völlig durcheinander – mit von der Partie ist diesmal auch der blaue Drache Ralfer. Ein herzallerliebstes Abenteuer, das mich an meine eigene Kindheit hat denken lassen. Zum Lachen und zum Träumen, auch für große Sams-Fans ;)

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Veröffentlicht am 07.07.2023

Kommissar Dupin auf Abwegen

Bretonischer Ruhm
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Kommissar Dupin ermittelt in seinem zwölften Fall auf Abwegen – denn während seiner Flitterwochen mit seiner Frischvermählten Claire wird ein Winzer erschossen, der der Ex-Mann einer Freundin von Claire ...

Kommissar Dupin ermittelt in seinem zwölften Fall auf Abwegen – denn während seiner Flitterwochen mit seiner Frischvermählten Claire wird ein Winzer erschossen, der der Ex-Mann einer Freundin von Claire ist. Sie fordert Dupin auf, sofort mit den Ermittlungen zu beginnen – und natürlich will sie mitmachen!

Als großer Fan der Krimi-Reihe habe ich mich sehr auf den neuen Fall gefreut! Neben wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und den Mund wässrig machender Kulinarik verlaufen die Ermittlungen in diesem jedoch ganz anders als sonst. Dupins heimliche Ermittlungen mit Claire an seiner Seite waren zwar etwas unglaubwürdig, haben jedoch frischen Wind in die Serie gebracht. Zumal Claire als Figur sonst nur am Rande auftaucht! Es hat mir daher gut gefallen, nun auch die resolute Claire besser kennen zu lernen. Erleichtert war ich, dass auch der Rest des Kommissariats auftauchte – denn was wäre ein Dupin ohne Nolwenn, Kadeg und Riwal?

Der Fall selbst war spannend, auch wenn ich von Beginn an auf den richtigen Mörder getippt habe. Der Schreibstil des Autors ist einfach wunderbar – leicht, flüssig und humorvoll. Jede Seite versprühte Urlaubsflair, gleichzeitig hing ich gebannt an den Seiten ob der dramatischen Wendungen! Großartig!

Ich hoffe, dass mir Kommissar Dupin noch lange erhalten bleibt und freue mich auf jeden weiteren Folgeband!

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Veröffentlicht am 07.07.2023

Großartige Fortsetzung

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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Das lange Warten hat endlich ein Ende!

Fieberhaft habe ich auf die Fortsetzung der neuen Trilogie „Vergissmeinnicht“ von Kerstin Gier gewartet, in der die Protagonisten Matilda und Quinn den Saum, eine ...

Das lange Warten hat endlich ein Ende!

Fieberhaft habe ich auf die Fortsetzung der neuen Trilogie „Vergissmeinnicht“ von Kerstin Gier gewartet, in der die Protagonisten Matilda und Quinn den Saum, eine Parallelwelt, entdecken und erkunden. Auch in Teil 2 begegnen sie Rätseln, Feen und weiteren fantasievollen Figuren, die es nicht immer nur gut mit ihnen meinen. Der Folgeband ist dicht, abenteuerlich und birgt viele lustige und herzige Momente. Kerstin Gier pur!

Auch in diesem Roman wird die Handlung in wechselnden Kapiteln aus der Sicht von Matilda und Quinn wiedergegeben. Die Protagonistin Matilda ist und bleibt mein absoluter Liebling – sie ist mutig, intelligent und scharfsinnig. Ohne sie wäre Quinn wirklich verloren ;) Von Beginn an hat mich der Roman gefesselt, ich fand ihn sogar noch eine Spur besser als Teil 1. Die Geschichte wirkt sehr schlüssig, ein nettes Easteregg waren kleine Verweise auf die Edelsteintrilogie und die Silber-Trilogie.

Ich habe mich total in die Geschichte verliebt und bin begeistert von den vielen Details und der unfassbaren Fantasie, mit der die Autorin ihre Romane ausstattet. Dazu der humorvolle Sprachstil, der Kerstin Gier innewohnt: Ein voller Erfolg! Ich hoffe, dass ich bis Band 3 nicht allzu lange warten muss, denn der Cliffhanger am Ende ist wirklich böse!

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