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Veröffentlicht am 28.03.2022

Kraniche falten

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
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Prinzessin Shiori wird von ihrer Stiefmutter mit einem Fluch belegt und verbannt. Allein in der Fremde muss sie ihre verzauberten Brüder wiederfinden, den Fluch brechen und ihren Vater und das Königreich ...

Prinzessin Shiori wird von ihrer Stiefmutter mit einem Fluch belegt und verbannt. Allein in der Fremde muss sie ihre verzauberten Brüder wiederfinden, den Fluch brechen und ihren Vater und das Königreich retten. Drachenprinz Zeriyu und Kiki, der vorlaute Papiervogel, den sie gefaltet und mit Magie zum Leben erweckt hat, helfen ihr dabei. Doch wichtiger ist ihr eigener Mut.

Die Geschichte ist flüssig und plausibel erzählt. Shiori, anfangs eine verwöhnte Göre in Seide, lernt schnell, zu putzen, zu kochen und den Mund zu halten. Der Wechsel von der Prinzessin zur Magd, die ums Überleben kämpft, geht etwas zu selbstverständlich vonstatten. Doch die Geschichte nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Die magischen Zutaten kommen teilweise aus anderen Märchen und erscheinen manchmal etwas willkürlich. Wenn man sich darauf einlässt, genießt man ein spannendes und schön geschriebenes Abenteuer.

Fazit: Eine actionreiche, märchenhafte Geschichte mit überraschenden Wendungen und einen Happy End. Aber so ganz zu Ende ist sie am Schluss des Buches doch noch nicht...

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 18.05.2025

Unterhaltsam und witzig

Stars
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Carla Mittmann ist als Akademikerin gescheitert und verdient ihr Geld mit einem Bürojob. Nebenbei betreibt sie ein kleines Internetportal für Horoskope. Da bekommt sie plötzlich 10000 Dollar geschenkt. ...

Carla Mittmann ist als Akademikerin gescheitert und verdient ihr Geld mit einem Bürojob. Nebenbei betreibt sie ein kleines Internetportal für Horoskope. Da bekommt sie plötzlich 10000 Dollar geschenkt. Sie nutzt das Geld, um sich mit Horoskopen selbständig zu machen.
Es liest sich ein bisschen wie ein Abenteuer, das Sterne-Startup von Carla. Wie in akademischen Kreisen üblich, hält sie die Astrologie eigentlich für esoterischen Unsinn. So wirken die Beschreibungen der Horoskope wie witziger Blödsinn. Doch die Menschen glauben ihr, und mehr noch: sie glauben, dass das alles wirklich etwas mit ihrem Leben zu tun hat. Der Rat, der aus den Konstellationen am Himmel folgt, wird angenommen. Und bezahlt.
Die Protagonistin ist eine etwas schräge Person, von der man nicht immer versteht, warum sie tut, was sie tut. Doch die Entwicklung, die sie durchmacht, ist begreiflich. Die Kundinnen und Kunden, die sie gewinnt und berät, werden eher oberflächlich beschrieben. Schließlich untersucht Carla ihr eigenes Horoskop.
Die Geschichte bietet einen Einblick in das, was Menschen heute glauben und gerne glauben würden. Können die Sterne mir sagen, was ich tun soll? Wissen sie, was richtig für mich ist? Was soll ich tun? Carla gibt Antworten. Bis zum Schluss.
Das ist interessant und unterhaltsam. Und manchmal ziemlich witzig.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Wer war er?

Als mein Vater in den Straßen von Turin verschwand
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Die Autorin ist Ende Zwanzig, als ihr Vater stirbt. In dem Versuch zu verstehen, wer er war, erinnert sie sich. Sie spricht mit Weggefährten, besucht Museen und Archive und muss sich schließlich auch fragen, ...

Die Autorin ist Ende Zwanzig, als ihr Vater stirbt. In dem Versuch zu verstehen, wer er war, erinnert sie sich. Sie spricht mit Weggefährten, besucht Museen und Archive und muss sich schließlich auch fragen, wie Erinnerung sich verändern kann im Laufe der Zeit. Denn nicht alles, was man ihr erzählt, deckt sich mit ihrer eigenen Erinnerung an den Vater. Vieles passt gar nicht dazu.
Die Geschichte führt zurück in das Italien der siebziger und achtziger Jahre, zu italienischen Kommunisten, ihren Parteien und ihren Aktionen. In Deutschland gab es zur gleichen Zeit die RAF, die ähnliche Fragestellungen und Ansichten hatte. Der Vater der Erzählerin war Arzt und scherte sich nicht darum, welche politischen Ansichten ein Mensch hatte, der seine Hilfe brauchte. Er war kein Terrorist. Oder etwa doch?
Sehr persönlich und sinnlich erfahrbar rollt die Tochter die Geschichte ihres Vaters auf. Es ist eine recht komplexe Familiengeschichte, die sich teilweise eher kompliziert als unterhaltsam liest. Das Ganze ist wie ein Mosaik. Mir fehlten dabei die Spannung und der rote Faden. Zum Schluss ist es erstaunlich und traurig, wie fremd einem jemand sein kann, den man für nahestehend gehalten und geliebt hat.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Bäuerliches Leben im Wandel

Mühlensommer
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Maria ist ein Bauernkind, das als geliebte Tochter aufwuchs, aber tüchtig mit anpacken musste auf dem Hof. Heute ist sie Agenturchefin in einer Großstadt. Ein Unfall des Vaters führt sie zurück in ihr ...

Maria ist ein Bauernkind, das als geliebte Tochter aufwuchs, aber tüchtig mit anpacken musste auf dem Hof. Heute ist sie Agenturchefin in einer Großstadt. Ein Unfall des Vaters führt sie zurück in ihr altes Zuhause. Die Zukunft des Hofes ist fraglich, denn die Landwirtschaft bringt nicht mehr genügend Geld ein.
Die Protagonistin schildert abwechselnd den aktuellen Besuch auf dem Hof und Erinnerungen an ihre Kindheit. Sie erzählt sehr anschaulich und detailliert, unter anderem von der Hausschlachtung eines Schweines, der Hopfenernte und auch von der Armut, in der sie aufwuchs. Sie ist eine sympathische Figur, in deren Geschichte man sich gut hineinversetzen kann.
Wirklich dramatisch wird es nicht. Die Darstellung ist warmherzig, der Stil angenehm und flüssig. Die pragmatische Bauerntochter, die in die Stadt gegangen ist, sich aber immer wieder mal zurücksehnt, wirkt authentisch. Manche Einfälle sind wirklich witzig.
Ein freundlicher Heimatroman. Ohne Kitsch und falsche Romantik. Gut wegzulesen.

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Veröffentlicht am 22.10.2023

Freude und Wissen

Die Superkräfte der Vögel
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Die Autorin will die Welt für die Vögel besser machen. Deshalb teilt sie ihre Faszination im Internet und jetzt auch in diesem Buch. Sie ist Autodidaktin und gibt ihr Wissen als selbst Erlerntes weiter. ...

Die Autorin will die Welt für die Vögel besser machen. Deshalb teilt sie ihre Faszination im Internet und jetzt auch in diesem Buch. Sie ist Autodidaktin und gibt ihr Wissen als selbst Erlerntes weiter.
Schon die allererste der aufgezählten Superkräfte zeigt eine andere Herangehensweise an das Thema, als man es von anderen Sachbüchern gewohnt ist: Verzaubern. Vögel verzaubern. Dies ist keine Listung von Arten oder Familien, hier steht das Staunen im Mittelpunkt. Es geht um die besonderen Kräfte und Fähigkeiten, die die Vögel, Nachfahren der Dinosaurier, im Laufe einer langen Evolution entwickelt haben. Teilweise werden sie mit denen von uns Menschen verglichen, was der Anschaulichkeit dient. Andere Eigenschaften sind nicht vergleichbar, wie zum Beispiel die Wahrnehmung des Erdmagnetfeldes, die den Zugvögeln bei der Orientierung hilft. Eine echte Superkraft ist, dass sie heilen können, denn Vogelgezwitscher ist nachweislich gesundheitsfördernd für uns.
Aufgelockert wird der Text durch Fotos und Zeichnungen sowie ein Layout mit Rufzeichen und Hervorhebungen, die das Erstaunliche noch einmal betonen. Auf Schemazeichnungen, Diagramme und Tabellen kann verzichtet werden.
Ein Sachbuch voller Faszination. Aber nicht alles ist neu. Manches ist eher dem besonderen Blick der Autorin aufgefallen. Und für die, die bereits einiges wissen über die „Superhelden“, gibt es auch viel Bekanntes.

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