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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2023

Weihnachtszauber mit Hindernissen

Frohbold und Schneesine
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Lolika und Papa sind ein perfektes Team, wenn es um Weihnachten geht. Doch dann zieht plötzlich Papas neue Freundin samt Sohn ein und die beiden bringen alles durcheinander, weil sie Weihnachten komplett ...

Lolika und Papa sind ein perfektes Team, wenn es um Weihnachten geht. Doch dann zieht plötzlich Papas neue Freundin samt Sohn ein und die beiden bringen alles durcheinander, weil sie Weihnachten komplett anders feiern. In diesen Konflikt geraten auch Frohbold und Schneesine, die beiden Weihnachtswesen der Familien. Sie verteidigen ihre jeweilige Art Weihnachten zu feiern mit viele Streichen. Und wer ist Schuld? Die Kinder, denn die anderen sehen die vielen Weihnachtswesen gar nicht, die sich im Laufe der Geschichte zu Lolika und Freddi gesellen. Ist Weihnachten noch zu retten?

Stellt sich direkt die Frage: Gibt es eigentlich eine "richtige" Art Weihnachten zu feiern? Ich bin der Meinung - nein und das ist auch gut so. Nur ist das eben das Problem. Jeder meint seine Weise ist die beste und es gibt wirklich keine Kompromissbereitschaft. Bei Kindern und meinetwegen auch bei den Weihnachtswesen sehe ich das noch ein, aber selbst die Erwachsenen stehen auf ihren Seiten bzw. Lolikas Papa gibt oft seiner neuen Freundin recht und unterstützt seine Tochter nicht. Das hat uns beim Lesen traurig gemacht. Ja, es ist eine schwere Situation, aber das hätte man anders lösen können. Dass es alle nur gut meinen, steht außer Frage und wir waren froh, dass es ein happy End gibt (wäre für ein Weihnachtsbuch auch sonst komisch) hat uns gefreut. Am schönsten war der ganze Weihnachtszauber und die verschiedenen Wesen, die für alles und jeden rund um Weihnachten zuständig sind. Sie haben uns viel Freude bereitet. Es war toll, dass letztendlich die Kinder wieder alles ins Lot gebracht haben (sie können es, sollte aber nicht ihre Aufgabe sein).

Alles in allem eine runde und fantastische Geschichte, die uns gefallen hat und toll auf die Weihnachtszeit einstimmt.

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Veröffentlicht am 24.10.2023

Bunte Mischung

#buch4you: Dein 222 Ideen-Buch für dich und die Umwelt
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Kindern einen guten Umgang mit der Natur und der Umwelt beizubringen ist richtig und wichtig. Dieses Buch wählt einen sehr spielerischen Ansatz. Wie auch das Cover sind die Seiten bunt gestaltet. Die Texte ...

Kindern einen guten Umgang mit der Natur und der Umwelt beizubringen ist richtig und wichtig. Dieses Buch wählt einen sehr spielerischen Ansatz. Wie auch das Cover sind die Seiten bunt gestaltet. Die Texte und Erklärungen sind sehr kurz gehalten, was für die Kids klasse ist. Auf eigentlich jeder Seite gibt es Anregungen zum Basteln, kochen, helfen - alles schön mit Beispielen bebildert. Die verschiedenen Themen (u.a. Wasser, Holz, Plastik usw.) sind gut unterteilt. Auf vielen Seiten gibt es auch Aufgaben, welche die Kids direkt im Buch lösen können, kleine Rätsel und Quizze. Es macht wirklich Spaß und viele Sachen sind richtig einfach.
Was mich als Mama gestört hat (und das passiert häufiger in solchen Büchern): ich nehme mal Plastik als Beispiel: Plastik wird direkt als böse betitelt... das ist es aber nicht. Ja, es zersetzt sich in der Umwelt nicht - keine Frage, da muss man aufpassen, dass es nicht in der Umwelt landet. Aber richtig recycelt hat es einen deutlich besseren CO2 Abdruck als zum Beispiel Glas. Und darauf wird zum Beispiel gar nicht eingegangen. Man zeigt zwar, dass der Mensch einen CO2 Fußabdruck hinterlässt und was viel davon erzeugt. Aber das auch die Herstellung von Glas usw. viel davon benötigt (auch E-Autos usw.) darauf wird nicht eingegangen und das ist für mich wieder nur eine Seite der Medaille. Ansonsten gut gemacht, keine Frage, aber es wird an manchen Stellen zu sehr die Moralkeule geschwungen. Daher einen Stern Abzug.

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Veröffentlicht am 23.10.2023

Niemals verlassen

Das verlassene Haus
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Irgendwie ziehen mich Romane über "Geisterhäuser" magisch an. So auch "Das verlassene Haus" von D.M. Pulley - auf englisch heißt das Buch "No one at home". Beides klingt gut, passt aber irgendwie für mich ...

Irgendwie ziehen mich Romane über "Geisterhäuser" magisch an. So auch "Das verlassene Haus" von D.M. Pulley - auf englisch heißt das Buch "No one at home". Beides klingt gut, passt aber irgendwie für mich nicht ganz - dazu aber später.
Das Buch handelt von der Geschichte des Hauses Rawlingswood in Shaker Heights Cleeveland - genauer die Geschichte der 5 Familien, die das Haus bewohnten bzw derzeit bewohnen. Das ist die Familie Spielmann, die einen Neuanfang wagen möchte. Doch bereits bei den Renovierungen geht einiges schief und ständig brennt auf dem Dachboden das Licht. Immer im Wechsel wird von der Vergangenheit der vorherigen Besitzer und der Gegenwart erzählt. Dabei kommen viele Tragödien ans Tageslicht. Eine der Familien kommt mir ein bisschen zu kurz, aber das ist okay, die anderen haben genug aufzuweisen. Letztendlich lässt sich in diesem Buch aber eine ganz einfacher Lösung für die Vorkommnisse finden. Was mich wieder zum Titel bringt, denn bis auf die aller letzte Szene passt der Titel einfach nicht (sowohl im Deutschen als auch im Englischen) - denn: ACHTUNG SPOILER! es ist immer jemand im Haus. Und verlassen... tja, die Eigentümer verlassen alle das Haus, meist aber nicht aus freien Stücken. Ansonsten war das Buch wirklich gut und durch die Grundrisse wurde es sehr anschaulich. Die Es liest sich zügig und verbindet alle Geschichten logisch miteinander. Nach hinten raus ging dann ein wenig die Luft aus, da man bereits wusste, was für alles verantwortlich ist. Daher gebe ich gerne 4 von 5 ⭐. Die Autorin merke ich mir auf jeden Fall, auch ihre anderen Bücher klingen sehr spannend.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Zeitreise mal anders

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Bücher über Zeitreisen gibt es viele, aber keins ist wie dieses hier. Denn Adam reist mit Hilfe einer Schneekugel - er besucht die Jahre 1922, 1935, 1967 und noch einige mehr. Allerdings immer nur, wenn ...

Bücher über Zeitreisen gibt es viele, aber keins ist wie dieses hier. Denn Adam reist mit Hilfe einer Schneekugel - er besucht die Jahre 1922, 1935, 1967 und noch einige mehr. Allerdings immer nur, wenn die Schneekugel ein Bild zeigt. Die findet er auf dem Dachboden seines Onkels, bei dem er seit dem Unfalltod seiner Eltern lebt. Auf diesen Reisen, die teilweise sehr abrupt enden, lernt er viele neue Menschen kennen - manche trifft er sogar mehrfach. Und mit jeder Reise wächst sein Wunsch, Schicksale zu ändern. Ist das machbar und was können die anderen Dinge, die die Zeit und die Menschen beeinflussen dabei bewirken?

Im Buch stellen sich viele Fragen die in Vergangenheit und Zukunft, wirksam miteinander verflochten, beantwortet werden. Dabei geht es um Freundschaft, Familie und vieles mehr. Das Buch liest sich sehr schön, die Kapitel sind nicht zu lang und der Sprachstil passend. Die Themen für Kinder/Jugendliche angemessen und auch für Erwachsene interessant.

Uns hat die Geschichte gefesselt - wir sind gern mit Adam ins Abenteuer gegangen. Man muss es allerdings wirklich hintereinander weg lesen - wir hatten eine längere Pause und kamen dann erst mal mit den sporadisch auftauchenden Figuren nicht klar - da ist das Buch schon sehr komplex. Aber das ist wirklich nur ein kleines Manko. Ansonsten gibt es von uns 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.07.2023

Jeder kann etwas bewirken

Das Glück der Geschichtensammlerin
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Janice ist Putzfrau und sammelt Geschichten - letzteres macht sie glücklich, erstes hilft ihr dabei sie zu sammeln. Dabei behauptete der Klappentext, dass sie selbst keine Geschichte hätte, aber ...

Janice ist Putzfrau und sammelt Geschichten - letzteres macht sie glücklich, erstes hilft ihr dabei sie zu sammeln. Dabei behauptete der Klappentext, dass sie selbst keine Geschichte hätte, aber kann man das glauben?
Das Cover ist ganz unspektakulär und zeigt einen umgefallenen Eimer und einen Terrier, der in der Geschichte auch eine Rolle spielt. Also ganz entspannt, so wie die ganze Geschichte ist, denn das Buch ist durchweg recht ruhig, spannende Momente gibt es kaum, obwohl ich zwei Mal kurz die Luft anhalten musste.
Janice als Mensch ist für mich eine typische Frau, die unter der Fuchtel ihres Mannes steht und sehr auf Harmonie aus ist und sich dabei selbst oft vergisst. Doch dann lernt sie Mrs.B. kennen. Das ändert alles, denn Mrs. B. interessiert sich im Gegensatz zu allen anderen auch für Janice Geschichte und genau das bewegt in Janice etwas, das ihr hilft anderen noch mehr zu helfen, als bisher.
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Die Geschichte plätschert dahin, eine gute seichte Unterhaltung, die doch einige Tiefen birgt und interessant zu lesen ist. Das Prinzip der Geschichten zieht sich durch das Buch, wobei es im späteren Verlauf ein wenig in den Hintergrund rückt - wobei dabei ja doch eine Geschichte erzählt wird. Die Figuren sind interessant, weisen aber bis auf Mrs. B. und Janice wenig Tiefen auf. Was nicht schlimm ist, es funktioniert trotzdem und man lernt verschiedene Charaktere kennen, manche sympathisch, manche nicht, wie das Leben eben so spielt.
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Alles in allem eine ansprechende Geschichte, die einen zwar nicht mitreißt, aber doch zeigt, dass alle Menschen ihre Geschichte haben, egal wie unscheinbar sie sein mögen und das man auch als "Putzfrau" etwas bewirken kann.

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