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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2023

Leider viel zu kurz

Tödliches Allerlei
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Kriminalhauptkommissarin Susanne Mayer ist in ihre alte Heimat Leipzig zurückgekehrt. Ihr erster Fall hat es direkt in sich. An drei Tagen werden drei ermordete Personen aufgefunden. Alle trugen geschichtsträchtige ...

Kriminalhauptkommissarin Susanne Mayer ist in ihre alte Heimat Leipzig zurückgekehrt. Ihr erster Fall hat es direkt in sich. An drei Tagen werden drei ermordete Personen aufgefunden. Alle trugen geschichtsträchtige Uniformen und wurden vergiftet. Gemeinsam mit einem Chef mit einem dunklen Geheimnis und einem neuen Kollegen macht sie sich an die Ermittlungen.

"Tödliches Allerlei" ist der Auftakt einer Krimireihe aus Leipzig von Monique Scharmacher. Ihre Charaktere sind zum Teil sehr undurchschaubar. Nach und nach kommt man den Charakteren auf die Spur. Susanne Mayer war mir von Beginn an sympathisch, während ich alle anderen schlecht einordnen konnte. Mit Recht, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt. Hier hat jeder ein kleines Geheimnis, was sich auch noch in den nächsten Band zieht. Ungewohnt war für mich der sächsische Dialekt, der zwischenzeitlich gesprochen wird. Aber man kann ihn problemlos verstehen, so daß man nicht aus dem Lesefluss gerissen wird. Die Autorin hat einen herrlich leichten Schreibstil, der das Lesen leicht macht. Die Ermittlungen kommen hier zunächst nur schleppend voran, man hat das Gefühl, die Kommissare treten auf der Stelle. So stelle ich mir die Realität aber auch vor! Leider geht es dann zum Schluß fast schon zu schnell, da hätten dem Buch ein paar Seiten mehr gut getan!

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Veröffentlicht am 15.10.2023

Zum schießen komisch

Übung macht den Mörder
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Isa Klein ist Lehrerin ohne Ehrgeiz. Von ihrem Partner wurde sie verlassen und lebt deshalb allein in einem Haus am Waldrand des Ortes Grimmingen. Als dort die Ehefrau des Zahnarztes umgebracht wird, quartiert ...

Isa Klein ist Lehrerin ohne Ehrgeiz. Von ihrem Partner wurde sie verlassen und lebt deshalb allein in einem Haus am Waldrand des Ortes Grimmingen. Als dort die Ehefrau des Zahnarztes umgebracht wird, quartiert der Ortsvorsteher den ermittelnden Kommissar in Isas Ferienwohnung ein, da es im Dorf kein Hotel gibt. Kommissar Bähr entpuppt sich als humorloser Griesgram. Das hindert Isa allerdings nicht daran, sich in seine Ermittlungen einzumischen. Sie tappt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Während Isas Mutter zusammen mit Isas Freundin Renate hartnäckig den Plan verfolgt, ihre Tochter mit dem Kommissar zu verkuppeln, kommt Isa dem Mörder gefährlich nahe. Dieses Fettnäpfchen könnte ihr letztes sein...

Sarah Kempfle hat mit ihrem ersten Roman "Übung macht den Mörder" einen Krimi geschrieben, der aus dem Rahmen fällt. Die Hobbyermittlerin stolpert darin von einer kuriosen Situation direkt in die nächste und ist dabei kein bisschen lernfähig. Die Tatsache, daß diese Frau ausgerechnet Lehrerin ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Da kann man nur Mitleid mit den Schülern haben. Doch nicht nur Isa ist sehr tolpatschig, auch die anderen Personen wurden etwas überspitzt dargestellt. Dadurch wirkte die Handlung nicht wie ein Krimi, eher wie eine sehr lustige Komödie. Man wartete beim Lesen schon auf die nächste humorvolle Szene. Nur der Schluß erinnerte daran, daß man es mit einem Krimi zu tun hatte. Sollte dieses Buch der Auftakt einer Serie sein, würde ich mir wünschen, daß die Personen demnächst etwas weniger naiv dargestellt werden.

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Veröffentlicht am 12.10.2023

Weihnachtliches Föhr

Weihnachtszauber auf Föhr
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Das Café "Föhrliebt" läuft gut, gerade in der Weihnachtszeit hält sich dort jeder gern auf. Als Leni noch dazu die Organisation des Adventssingens übernimmt, kommt ihre Beziehung zu Ole zu kurz, doch darum ...

Das Café "Föhrliebt" läuft gut, gerade in der Weihnachtszeit hält sich dort jeder gern auf. Als Leni noch dazu die Organisation des Adventssingens übernimmt, kommt ihre Beziehung zu Ole zu kurz, doch darum macht Leni sich keine Gedanken. Doch dann sieht sie Ole mit einer unbekannten Frau und das friedliche Adventssingen verläuft nicht wie geplant....

"Weihnachtszauber auf Föhr" von Nele Blohm ist der dritte und letzte Teil rund um die Freundinnen Meike, Fritzy und Leni. Ihre Freundschaft hält alles aus, was sie auch hier wieder beweisen. Sie trotzen allen Widerständen, sind füreinander da und akzeptieren sich so, wie sie sind. Nele Blohm hat hier zwar einen Liebesroman geschaffen, jedoch kommt hier der Humor nicht zu kurz und es wird nicht übertrieben gefühlslastig. Das Adventssingen hat so einige lustige Szenen parat, die einfach herrlich komisch sind. Schiefe Töne, Alkohol - das zusammen ergibt wirklich lustige Szenen. Das weihnachtliche Föhr bietet hier die entsprechende Wohlfühlatmospäre. Man bekommt richtig Lust, diese Insel einmal zu der Jahreszeit zu besuchen. Nele Blohm schreibt auch hier wieder fröhlich - locker, so daß man dieses Buch ziemlich schnell zwischendurch gelesen hat!

Klare Empfehlung für die Weihnachtszeit!

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Veröffentlicht am 11.10.2023

Eine ziemlich rührselige Geschichte

Der Duft von Marzipan
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Luisa und Henry begegnen sich im Jahr 1957 in Lübeck. Für die jungen Leute ist es Liebe auf den ersten Blick. Da beide aus gutem Hause kommen, dürfte ihrer Liebe nichts im Wege stehen. Doch völlig überraschend ...

Luisa und Henry begegnen sich im Jahr 1957 in Lübeck. Für die jungen Leute ist es Liebe auf den ersten Blick. Da beide aus gutem Hause kommen, dürfte ihrer Liebe nichts im Wege stehen. Doch völlig überraschend für sie verbieten ihre Familien diese Verbindung. Für Luisa und Henry bricht eine Welt zusammen und sie beschließen, um ihr Glück zu kämpfen. Schnell wird ihnen klar, daß der Grund für die Feindschaft ihrer Familien in der Vergangenheit zu finden sein muß und sie stellen Nachforschungen an. Eine Spur führt sie bis zum ersten Weltkrieg. Ihre Großväter haben dort Seite an Seite an der Front gekämpft und waren sogar Freunde. Was dann passiert ist, hat ihre Familien für immer entzweit. Können Luisa und Henry durch ihre Liebe auch ihre Familien wieder vereinen?

Dieses Buch hat sich für mich irgendwie falsch angefühlt. Die Handlung von "Der Duft von Marzipan" wurde von Anna Husen in das Jahr 1959 gelegt. Doch die Geschichte paßte nicht so sehr in diese Zeit. Dieses despotische Verhalten der Väter und die totale Unterwerfung der Kinder hätte ich eher in den Jahren um 1920 erwartet. Deshalb hätte ich jetzt etwas weniger Tränen bei allen Beteiligten und mehr Revolte bei den jungen Leuten besser gefunden. Doch die Sprache in dieser Geschichte ist so theatralisch und rührselig, da hätte eine aufmüpfige Jugend wohl nicht hineingepasst. Die Geschichte ist trotzdem interessant und teilweise schockierend. Man kann den Haß der alten Männer sogar verstehen. Aber nach so langer Zeit ist es och gut, wenn man verzeihen kann.

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Veröffentlicht am 08.10.2023

Ein ruhiges Buch

Ich träumte von einer Bestie
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Fleur, die sehr zurückgezogen lebt, erbt die Wohnung ihrer Großmutter. Sie wird mit ihrer Familiengeschichte konfrontiert, die sie in die Auvergne zu einer alten Legende führt. Doch dort stößt sie nicht ...

Fleur, die sehr zurückgezogen lebt, erbt die Wohnung ihrer Großmutter. Sie wird mit ihrer Familiengeschichte konfrontiert, die sie in die Auvergne zu einer alten Legende führt. Doch dort stößt sie nicht nur auf Freundlichkeit...

Nina Blazon hat mit "Ich träumte von einer Bestie" einen Roman um die Bestie von Gevaudan geschrieben. Insgesamt hätte es für mich ruhig etwas gruseliger sein können. Zwar kommt ab und zu etwas düstere Atmosphäre durch, doch leider begleitet sie nicht das ganze Buch. Dies ist wirklich schade, denn es hätte zu der Legende gepasst. Immerhin erfährt man hier viel über diese Legende und den heutigen Hybriden aus Wolf und Hund. Die Legende ist übrigens wirklich faszinierend! Mit Fleur hat man hier einen Charakter, der es mir schwer machte, sich in ihn hineinzuversetzen. So distanziert sie zu den restlichen Charakteren war, so distanziert kommt sie auch dem Leser entgegen. Wirkliche Nähe kam nicht auf. Sprachlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es hebt sich etwas von der üblichen Sprache ab, paßt irgendwie zu der alten Legende und macht aus dem Text etwas besonderes.
Das Buch kommt eher ruhig und ohne Aufregung daher. Es ist ein Buch der leiseren Töne - mir hat es gefallen!

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