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Veröffentlicht am 24.10.2024

Gute Fortsetzung mit wichtigen Themen wie Freundschaft und Klimaschutz

Ice Guardians 2. Der magische Eissplitter
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Nachdem meinem 10-jährigen Sohn und mir der Start in die Reihe "Ice Guardians" sehr gut gefallen hat, waren wir gespannt, wie die Geschichte nun weitergeht und was es mit dem magischen Eissplitter auf ...

Nachdem meinem 10-jährigen Sohn und mir der Start in die Reihe "Ice Guardians" sehr gut gefallen hat, waren wir gespannt, wie die Geschichte nun weitergeht und was es mit dem magischen Eissplitter auf sich hat.
Cléo ist mittlerweile an der Gletscherakademie angekommen und beginnt ihre Ausbildung zur Ice Guardian. Das Ziel aller Kinder und Erwachsener dort ist der Schutz der Gletscher und der Bergwelt mit all ihren Tieren und Pflanzen, um damit auch die ganze Welt zu bewahren. Doch Cléo fühlt sich an der Akademie nicht sicher. Wer steckt hinter den merkwürdigen Vorkommnissen um sprechende Eisfiguren? Wer ist hinter Cléo her?
"Ice Guardians 2. Der magische Eissplitter" ist wieder eine spannende Geschichte von Anna Maria Praßler und eine gute Fortsetzung. Ich selbst habe ein bisschen Zeit gebraucht, um wieder ganz in die Geschichte einzusteigen, liest man Band 1 aber direkt vorweg, ist das mit Sicherheit kein Problem.
Cléo bleibt eine sehr sympathische Hauptfigur, die etwas mit ihrer besonderen Gabe hadert, aber ein gutes Gespür dafür hat, welchen Weg sie gehen muss. Mit dabei sind einige bekannte Freundinnen und Freunde, aber auch neue Kinder, die Cléo gerade erst kennenlernt. Auch Rosalinde, die kleine Maus, die Cléo schon auf dem ersten Abenteuer tapfer begleitet hat, ist wieder mit von der Partie.
Ein zentrales Element der Geschichte sind die verschiedenen Freundschaften und die sozialen Beziehungen innerhalb der Akademie. Es zeigt sich, wie schwer es ist, wenn einige Kinder ausgegrenzt werden und wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen. Dabei lernt Cléo sich selbst, aber auch die anderen Kinder immer besser kennen. Man merkt, wie alle an den Aufgaben wachsen und wie wichtig Freundschaft ist.
Die magischen Elemente der Ice Guardians sind schön ausgearbeitet. So lernt Cléo, Wasser bloß mit ihrem Blick zu Eis zu gefrieren. Auch die anderen Kinder haben faszinierende Talente, wie die Gabe Eisstürme heraufzubeschwören. Allerdings wäre noch ein bisschen mehr Zeit für die magischen Momente und ein paar mehr Erklärungen schön gewesen.
Außerdem gibt es in einigen Situationen doch sehr viele Zufälle, die die Geschichte etwas unglaubwürdig und konstruiert erscheinen lassen. Das ist schade, da man mit ein paar mehr Seiten mit Sicherheit bessere Erklärungen hätte schaffen können. Auch für das Ende wären ein bisschen mehr Zeit und ein paar zusätzliche magische und spannende Momente schön gewesen. Die Geschichte ist vollgepackt mit wichtigen Themen wie Klimaschutz, Freundschaft, Ausgrenzung und der ersten Liebe. Vielleicht wäre hier ein bisschen weniger mehr gewesen, sodass mehr Zeit für die Story an sich geblieben wäre.
Trotzdem ist es eine gelungene Fortsetzung, die die Geschichte aus Band 1 gute weiterführt und abschließt. Wir empfehlen sie gerne allen, denen der Auftakt wie uns sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Schräger Manga mit besonderem Humor

Zozo Zombie 1
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Manche Bücher sind nur etwas für Leute mit einer bestimmten Art von Humor. Eines meiner Kinder hat sich köstlich über Zozo Zombie amüsiert, das andere Kind fand es nur ganz ok.
Zozo Zombie trifft in diesem ...

Manche Bücher sind nur etwas für Leute mit einer bestimmten Art von Humor. Eines meiner Kinder hat sich köstlich über Zozo Zombie amüsiert, das andere Kind fand es nur ganz ok.
Zozo Zombie trifft in diesem Manga immer wieder auf den Fünftklässler Isamu. In vielen kurzen Geschichten erleben die beiden verrückte Sachen und Isamu verliert immer mehr die Angst vor dem Zombie.
Zozo hat ganz unterschiedliche Fähigkeiten, die für witzige Momente sorgen. Als Untoter verliert er mal alle Körperteile bei der Morgengymnastik oder benutzt seinen aufgeblasenen Darm als Schlauchboot. Zozo pupst sein Wissen heraus und zwischendurch sind beide Figuren auch mal ohne Kleidung zu sehen. Es kommen andere Monsterwesen vor, aber so richtig unheimlich wird es nicht. Natürlich kann Zozo bei den ganzen Erlebnissen nie sterben und egal was passiert am Ende der Untote in irgendeiner Form wieder da.
Der Zeichenstil ist Manga-typisch mit sehr starken Gesichtsausdrücken und vielen verrückten Elementen. Teilweise sind die japanischen Schriftzeichen neben der deutschen Übersetzung zu sehen, was an einigen Stellen dafür sorgt, dass die Seiten sehr voll sind. Trotzdem lässt sich der Manga schnell und leicht (natürlich von hinten nach vorne und von rechts oben nach links unten) lesen.
Der Humor des Mangas trifft nicht jeden Geschmack, aber Zozo Zombie wird mit Sicherheit einige Kinder zum Lachen bringen und ihnen ein kurzes, lustiges Leseerlebnis bescheren. Daher empfehlen wir allen, die schrägen Humor im Mangaformat mögen, einfach mal reinzulesen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Zu langatmig, wird erst im letzten Viertel spannend

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Ich war wirklich sehr gespannt auf "What the River Knows" von Isabell Ibañez, denn die Grundidee der Geschichte klang mit den Bezügen zum Alten Ägypten, einer uralten Magie und einer potenziellen Liebesgeschichte ...

Ich war wirklich sehr gespannt auf "What the River Knows" von Isabell Ibañez, denn die Grundidee der Geschichte klang mit den Bezügen zum Alten Ägypten, einer uralten Magie und einer potenziellen Liebesgeschichte vielversprechend.
Inez Olivera reist nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern nach Ägypten, das Land, in dem diese gearbeitet haben, um mehr über die mysteriösen Todesumstände herauszufinden. Dabei trifft sie auf einige Hindernisse und auf Whit, der zwar gut aussieht, aber beim ersten Zusammentreffen nicht besonders sympathisch ist.
Der Einstieg in die Geschichte ist durchaus gelungen. Man lernt Inez noch in ihrer Heimat Argentinien kennen und merkt gleich, dass sie ihrer Zeit etwas voraus ist und als Frau viel unabhängiger sein möchte, als es in dieser Epoche üblich war. Sie setzt sich über die Pläne ihrer verbliebenen Familie für sie hinweg und ist clever genug, alleine nach Ägypten zu kommen.
Von da an hat sich die Geschichte für mich allerdings sehr gezogen. Dabei passieren zwar durchaus interessante Dinge, allerdings werden diese so ausführlich und langatmig beschrieben, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Die Liebesgeschichte, die sich später entwickelt, war für mich eher anstrengend als schön.
Lediglich die historischen Bezüge zur britischen Herrschaft über Ägypten und den kulturellen Diebstahl fand ich sehr interessant. Sie scheinen zumindest an wahre Begebenheiten wie die Beschießung Alexandrias durch die Briten 1882 angelehnt zu sein und haben den historischen Kontext der Geschichte gut verdeutlicht.
Dafür hat mich der Fantasy-Anteil mit der uralten ägyptischen Magie, die bestimmten alten Gegenständen innewohnt, nicht wirklich überzeugt. Viel zu oft spielt die Magie in der Geschichte gar keine Rolle und wenn, dann blieb sie für mich viel ungreifbar und irgendwie unmagisch.
Zum Glück war das Hörbuch von Leonie Landa wirklich gut gesprochen, sonst hätte ich bei dieser Geschichte wohl nicht bis zum Ende durchgehalten. Erst im letzten Viertel nimmt die Geschichte endlich an Fahrt auf und es wird tatsächlich etwas rasanter und spannender. Wer also einen langen Atem hat, wird hier dann doch noch belohnt.
Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich den abschließenden Teil der Dilogie noch verfolgen werde.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Faszinierender Weltenbau für Kinder ab ca. 12 Jahren

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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Ich lese auch als Erwachsene noch gerne fantastische Bücher für Kinder, manchmal direkt mit meinen Jungs, manchmal lieber erst einmal ohne sie. Bei "Wächter der Magie - Aufbruch nach Artimé" bin ich froh, ...

Ich lese auch als Erwachsene noch gerne fantastische Bücher für Kinder, manchmal direkt mit meinen Jungs, manchmal lieber erst einmal ohne sie. Bei "Wächter der Magie - Aufbruch nach Artimé" bin ich froh, dass ich es zunächst allein gelesen habe, da ich die Altersempfehlung ab 10 Jahren nicht passend finde.
Die Welt, die Lisa McMann mit Quill und dem geheimen Artimé erschaffen hat, ist faszinierend und abschreckend zugleich. In Quill werden nämlich alle Dreizehnjährigen aufgeteilt in "Gewollte", "Notwendige" und "Ungewollte". Auch die Zwillinge Alex und Aaron müssen an der Zeremonie teilnehmen. Während Aaron als "Gewollter" in Quill bleiben darf, ist Alex ein "Ungewollter", da er in seiner Kindheit künstlerische und kreative Neigungen gezeigt hat. Er glaubt, sein Leben sei beendet, doch stattdessen landet er im geheimen Artimé.
Lisa McManns Weltenbau ist sehr spannend. Quill ist eine Diktatur, die alle Kreativität unterdrückt und komplett abgeschottet ist. Artimé ist hingegen ein Ort der Künste und der Magie. Dort erscheint fast alles möglich und es gibt viele faszinierende Ideen wie kleine fliegende, feuerspeiende Origamidrachen. Die magischen Elemente der Geschichte haben mir sehr gut gefallen.
Leider bin ich mit der Hauptfigur Alex und auch den meisten anderen Figuren so gar nicht warm geworden. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Kinder in Quill zur Gefühlskälte erzogen wurden. Ich fand es teilweise merkwürdig, wie die Figuren miteinander umgegangen sind und konnte die Freundschaft, die sich zwischen einigen Kindern entwickelt hat, nicht nachvollziehen.
Am schwierigsten fand ich jedoch den Umgang der Kinder und der Erwachsenen mit dem Töten oder Liquidieren, der sich durch das ganz Buch gezogen hat. Das hat schon zu Beginn des Buches angefangen, aber sich auch weiter im Verlauf fortgesetzt. Dazu kamen am Ende Kampfszenen, die meiner Meinung nach nicht in ein Buch für 10-Jährige passen. Ich würde das Buch frühestens ab ca. 12 Jahren empfehlen.
Was mir dafür ausgesprochen gut gefallen hat, ist die Bedeutung, die Kreativität und Fantasie mit der Geschichte zugesprochen wird. Darüber hinaus regt das Buch zum Nachdenken an: Was für einen Stellenwert hat Macht und was sind Menschen bereit zu tun, um mächtig zu sein? Was bedeutet Gerechtigkeit? Kann sich ein Mensch ändern?
Für Kinder ab ca. 12 Jahren, die gerne über solche Themen nachdenken und dazu magische Geschichten mögen, ist das Buch mit Sicherheit interessant.

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Veröffentlicht am 28.10.2023

Starker Wissensteil - Rezepte haben uns leider nicht überzeugt

Kocht mit Checker Tobi - Meine Lieblingsgerichte, Mitmach-Checks und Checker-Fragen rund ums Essen
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Meine Kinder kennen und mögen Checker Tobi und die Bücher zu der Serie schon lange. Auf das Kochbuch waren wir deshalb sehr gespannt.
Abwechselnd checkt Tobi Fragen zum Thema Ernährung und stellt seine ...

Meine Kinder kennen und mögen Checker Tobi und die Bücher zu der Serie schon lange. Auf das Kochbuch waren wir deshalb sehr gespannt.
Abwechselnd checkt Tobi Fragen zum Thema Ernährung und stellt seine liebsten Rezepte vor. Bei den Checker-Fragen geht es zum Beispiel darum, woher unser Essen kommt oder wer die Nudel erfunden hat. Es gibt aber auch viele weitere spannende Themen wie die Bestandteile unseres Essens (Kohlenhydrate, Vitamine etc.) oder wie Hefe funktioniert. In dem Buch steckt auf jeden Fall ein riesiger Haufen an umfangreichem Wissen, der selbst für Erwachsene noch spannende Fakten bereithält.
Die Rezepte sind interessant und so erklärt, dass man sie auch mit Kindern zusammen zubereiten kann. Gut finden wir, dass es sowohl vegane und vegetarische als auch Gerichte mit Fisch und Fleisch gibt.
Einige Rezepte sind tatsächlich sehr aufwendig und benötigen Zutaten, die man nicht mal eben zu Hause hat. Bei anderen kann man hingegen fast direkt loslegen.
Das erste Rezept, das mein Großer (11) ausgesucht hat und wir dann gemeinsam ausprobiert haben - eine Tofu-Currywurst - ist bei uns leider nicht so gut angekommen, obwohl die Zubereitung an sich sehr gut erklärt war und auch gut geklappt hat. Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen und uns weiter durch das Buch gekocht. Die Mac'n'Cheese und Empanadas waren gut, aber auch die haben uns nicht so richtig überzeugt. Die Fischburger hingegen waren sehr lecker und einfach zuzubereiten
Zum Selberkochen ist das Buch für jüngere Kinder (7 Jahre) leider noch nicht geeignet. Allein die Schriftgröße ist für diese Altersklasse viel zu klein. Ältere Kinder ab ca. 10 Jahren und Erwachsene, die gerne auch mal ausgefallenere Rezepte aus der ganzen Welt probieren wollen, werden hier eher fündig.
Der Wissensteil ist für Kinder und Erwachsene interessant, so dass man vielleicht gemeinsam neue Sachen entdecken und im Anschluss zusammen kochen kann. Leider haben uns aber die von uns ausprobierten Rezepte nicht ganz überzeugt, so dass wir es als Kinder-Kochbuch nur bedingt empfehlen würden.

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