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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2023

Kurzweilige Klischees aus einem Berliner Amt..

Da bin ick nicht zuständig, Mausi
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Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt die Protagonistin ein bisschen karikaturiert, vor ihr ein Stapel Akten und offensichtlich ist sie irgendwo in einem Büro. Damit ist der Inhalt des Buches gut dargestellt. ...

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt die Protagonistin ein bisschen karikaturiert, vor ihr ein Stapel Akten und offensichtlich ist sie irgendwo in einem Büro. Damit ist der Inhalt des Buches gut dargestellt. Es ist eine kurze Episode aus einem Beamtenleben. Conny arbeitet in einem Berliner Amt. Die Mit-40erin erzählt aus der Ich-Perspektive von ihren Kolleginnen und von ihrem Berufsalltag. Dabei werden auch eine Vielzahl behördentypischer Klischees bedient, z.B. Kaffeepausen, früher Feierabend, Fax- und Kopiergeräte, analoge Amtsstuben und technische Herausforderungen, Fortschritt und Wandel - bitte nicht.... Die Geschichte ist recht kurzweilig, wird aber nach einer Weile schon ein bisschen langweilig.... Widerstand, Bequemlichkeit und Faulheit siegen. Das Buch ist verständlich, aber mir als nicht Berlinerin ist Connys berlinerisch schon ein bisschen nervig.

Fazit: wirklich Neues und Spannendes gibt es nicht, es zeigt, wenn auch überspitzt, den Alltag in deutschen Ämtern. Schade aber, dass das Buch, gerade als es spannend wird, so plötzlich endet.

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Veröffentlicht am 29.09.2023

Sachliche Einblicke....

Nie gut genug
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Das Cover ist eher schlicht gehalten. Es ist einfarbig, der Hintergrund ist türkis, der Titel geht mit klarer schwarzer Schrift deutlich hervor. Der Punkt vom i kippt ein bisschen nach rechts.... Damit ...

Das Cover ist eher schlicht gehalten. Es ist einfarbig, der Hintergrund ist türkis, der Titel geht mit klarer schwarzer Schrift deutlich hervor. Der Punkt vom i kippt ein bisschen nach rechts.... Damit sind wir schon beim Thema des Buches: Perfektionismus.
Mir ist das Cover und das Buch ein bisschen zu schlicht, ein paar Grafiken wären nicht schlecht gewesen. Das Cover unterstreicht den sachlichen Charakter des Buches.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert: was ist Perfektionismus, was macht Perfektionismus mit uns, wo kommt der Perfektionismus her und wie man lernt mit "gut genug" zufrieden zu sein. Der Text ist sehr sachlich geschrieben, wenige Beispiele unterstreichen die wissenschaftlich belegten Aussagen. Das macht das Buch aus meiner Sicht ein bisschen trocken. Was ist das Ziel? Informieren, unterstützen, Hilfeleistung geben? Irgendwie von allem ein bisschen... Ich habe schon einige Bücher zu dem Thema gelesen. Daher blieb hier für mich der Aha-Effekt aus. Der Text ist verständlich, aber zum Teil auch etwas langweilig.

Fazit: ganz nett

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Veröffentlicht am 11.09.2023

Allein mit einem Problem, was man vorher vielleicht nicht hatte...

Ent-Eltert euch!
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as Cover ist schlicht und lachsfarben gehalten. Der Titel fällt auf. Die Skizze zeigt einen Menschen (eine Frau) - an den Füßen sind die Schatten der Eltern verbunden.

Das Buch ist sehr sachlich geschrieben. ...

as Cover ist schlicht und lachsfarben gehalten. Der Titel fällt auf. Die Skizze zeigt einen Menschen (eine Frau) - an den Füßen sind die Schatten der Eltern verbunden.

Das Buch ist sehr sachlich geschrieben. Die Thesen werden durch zahlreiche Beispiele unterstützt. Der Leser wird direkt angesprochen und geduzt. Das Autoren-Duo unterstellt, dass man dieses Buch in den Händen halte, weil man in der eigenen Kind-Eltern-Beziehung etwas verändern will... Es bedarf meines Erachtens eine gewisse Reife, sich diesem Thema zu widmen. Durch viele Beispiele und Aussagen, wird gegebenenfalls die eigene Eltern-Kind-Beziehung kritisch hinterfragt. Ist das immer so gut, wenn man bisher zufrieden war?

Mir gefällt es nicht, dass die Beispiele nicht gleich aufgeklärt werden, sondern es Querverweise zum Ende des Buches gibt. Die Lösungsskizzen sind mir an manchen Stellen zu einseitig. Nicht immer erfolgt die gewünschte elterliche Reaktion.

Manchmal sind die Sätze verschachtelt und es werden Begrifflichkeiten verwandt, die nicht dem üblichen Sprachgebrauch entsprechen. Das strengt an. Der Lesefluss wird dadurch auch unterbrochen.

Fazit: auch wenn am Ende zu den vielen Beispielen Lösungen aufgezeigt werden, wird mit den Themen/Beispielen etwas aufgebrochen, womit der Leser womöglich allein gelassen wird. Mir fehlt eine Rundung am Ende.

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Veröffentlicht am 01.07.2023

Anders als erwartet....

Susann Rehleins versaute Hausapotheke
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Bei einer Hausapotheke geht es darum, im "Notfall" schnell einsatzbereit zu sein. Dass es sich hierbei nicht um eine klassische Hausapotheke handelt, sondern der Fokus eher auf sexuelle Erlebnisse ausgerichtet ...

Bei einer Hausapotheke geht es darum, im "Notfall" schnell einsatzbereit zu sein. Dass es sich hierbei nicht um eine klassische Hausapotheke handelt, sondern der Fokus eher auf sexuelle Erlebnisse ausgerichtet ist, verriet schon der Klappentext und der Zusatz "versaut". Die Comiczeichnung einer Krankenschwester, die dem Betrachter zuzwinkert, erweckte ebenfalls eine gewisse Erwartung... Soweit so gut. Der Text ist zuweilen etwas derb und sehr umgangssprachlich formuliert. Es handelt sich mehr um eine Aneinanderreihung kleiner Kolumnen ihrer Erlebnisse in der Liebeswelt und darüber hinaus, die gelegentlich auf etwas bereits Erzähltes verweisen. Mir fehlt Struktur und Klarheit, manchmal auch ein paar Zusammenhänge. Entgegen meiner Erwartungshaltung geht's hier eher um kurzweilige Unterhaltung durch kleine Erzählungen. Nice to know, aber mehr auch nicht....

Fazit: Anders als erwartet.

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Interessante Aspekte, die zum Nachdenken anregen

Wofür wir arbeiten
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Das Cover ist in einem neongrün gehalten. In der Mitte prangt ein dicker roter Kreis. In gleicher Farbe ist der Name der Autorin und der Titel geschrieben. Die Gestaltung finde ich ziemlich nichts sagend. ...

Das Cover ist in einem neongrün gehalten. In der Mitte prangt ein dicker roter Kreis. In gleicher Farbe ist der Name der Autorin und der Titel geschrieben. Die Gestaltung finde ich ziemlich nichts sagend. Das schlanke Buch ist in drei Abschnitte gegliedert: die große Resignation, Neues erfinden und was wir dafür brauchen.

Die Autorin Barbara Prainsack beleuchtet soziales Ungleichgewicht, geht dabei u.a. auf den Fachkräftemangel und der unbezahlten Care-Arbeit ein. Sie kritisiert, dass bisherige Modelle längst überholt sind, aber stoisch daran festgehalten wird. Sie fordert einen Wandel und präsentiert Ergebnisse zahlreicher Studien.

Die Randgestaltung hat mir nicht so gefallen. Auch die grünen Seiten, die bereits Geschriebenes noch mal ablichten, finde ich überflüssig. Sie hat ebenso das bedingungslose Grundeinkommen thematisiert und mit einigen Vorurteilen aufgeräumt. Insgesamt finde ich die Aspekte interessant und spannend vermittelt. Langweilig wurde dabei der Text nicht. Der Inhalt ist auf knapp 130 Seiten recht kompakt. Aspekte konnten daher oftmals nur oberflächlich behandelt werden.

Fazit: ein guter Einstieg in dieses Thema

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