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Veröffentlicht am 17.12.2023

Magisches Abenteuer durch Raum und Zeit

Magische Bilder
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Könnte es sein, dass ein Foto mehr ist als nur die leblose Wiedergabe eines vergangenen Moments? Diese Frage muss sich der Pariser Student Artur stellen, als er im Fotoatelier seines Chefs eine Fotografie ...

Könnte es sein, dass ein Foto mehr ist als nur die leblose Wiedergabe eines vergangenen Moments? Diese Frage muss sich der Pariser Student Artur stellen, als er im Fotoatelier seines Chefs eine Fotografie entdeckt, welche nicht nur zu leben scheint - sie zeigt sogar eine Situation, welche vor der Erfindung der Fotografie stattfand. Wie kann das sein? Eine moderne technische Spielerei? Zeit, darüber nachzudenken, bleibt Artur vorerst nicht, denn eine Gruppe Inquisitoren überfällt das Atelier und treibt Artur in eine gefährliche wie auch befremdliche Flucht. Denn kurz darauf lernt er eine magische Welt kennen, getarnt vor den Inquisitoren. Eine Welt, in welcher Artur sich erstaunlich schnell wohl fühlt. Und die ihn schon bald in weitere, gefährliche Abenteuer rund um den Globus führen wird.
Der erste Band der Dilogie hat mich gleich auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Das Fotoatelier, der Angriff, die Flucht - und dann die magische Welt, in welche Artur unerwartet hineintappt und sowohl ihn als auch mich immer wieder in Erstaunen versetzt. Es sind die vielen kleinen Details und Ideen, durch welche der Autor das Buch zu etwas Besonderem macht. Vom Inhalt möchte ich gar nicht allzu viel verraten, doch hatte ich das Gefühl, endlich wieder ein Buch lesen zu können, welches mit neuen, eigenen Ideen glänzt. Insbesondere die magischen Fotos, um welche sich Arturs Abenteuer fortan drehen werden, überzeugten mich sofort als besondere Form der Magie. Die Welten mit ihren Wesen, die Charaktere, das Magiesystem, alles hat seinen eigenen Charme, seine eigenen Besonderheiten. Vor allem ein ganz gewisser Sidekick hat mich zudem wiederholt zum Schmunzeln gebracht. Und einen gefährlichen Gegner gibt es natürlich ebenfalls wie es magische Geheimnisse zu lösen gilt.
Mit Magische Bilder startet man in ein ungewöhnliches magisches Abenteuer durch Raum und Zeit, welches durch eine Vielzahl fantastischer Ideen und einem hohem Maß an Spannung überzeugt. Volle magische Punktzahl!

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 10.12.2023

Wunderschöne Neuinterpretation der Weihnachtsgeschichte

Die Nacht, in der ich Weihnachten rettete
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Ein bezauberndes, kindgerechtes Abenteuer von Ben Miller, in welchem er einen Jungen das Geheimnis hinter dem Weihnachtsmann herausfinden lässt. So lässt er den kleinen Jackson unterhaltsam davon berichten, ...

Ein bezauberndes, kindgerechtes Abenteuer von Ben Miller, in welchem er einen Jungen das Geheimnis hinter dem Weihnachtsmann herausfinden lässt. So lässt er den kleinen Jackson unterhaltsam davon berichten, wie er dem Weihnachtsmann auflauert (der Weihnachtsmann bringt hier über Nacht die Geschenke), der so gar nicht seinen bisherigen Vorstellungen entspricht. Wie die beiden dank eines Missgeschicks ins Gespräch kommen und der Weihnachtsmann ausgiebig von seiner Vergangenheit berichtet, in der er zunächst ein regelrechter Weihnachtsgrinch war. Und wie Jackson letztendlich gemeinsam mit dem Weihnachtsmann das diesjährige Weihnachten für alle Kinder der Welt rettet.
Die Geschichte liest sich angenehm spannend, die Kapitel haben eine gute Länge zum Vorlesen und es gibt einige wirklich schöne Illustrationen im Buch, welche ebensoviel Stimmung verbreiten wie das wunderschön gestaltete Cover. Für Abwechslung sorgt der Wechsel zwischen der Szene in Jacksons Wohnzimmer, in welchem der Weihnachtsmann ihm die wahre Weihnachtsgeschichte erzählt, und den Abenteuern des griegrämigen Elfs Torvil. Ein wunderschönes Buch zum Vorlesen oder Selberlesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2023

Auf Forschungsreise mit K. O. Boldt

Fast verschwundene Fabelwesen. Die sagenhafte Expedition des Konstantin O. Boldt
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Als begeisterte Leserin fantastischer Literatur halte ich immer mal wieder Ausschau nach fiktiven Sachbüchern über mythische Wesen und verborgene Völker. Bereits von außen macht dieses Buch im schwarz-goldenen ...

Als begeisterte Leserin fantastischer Literatur halte ich immer mal wieder Ausschau nach fiktiven Sachbüchern über mythische Wesen und verborgene Völker. Bereits von außen macht dieses Buch im schwarz-goldenen Design viel her. Im Inneren entdeckt man einen faszinierenden Expeditionsbericht des damaligen Naturforschers K. O. Boldt, welcher im (fiktiven) Original vor rund 100 Jahren erschien und die Ergebnisse seiner vierjährigen Forschungsreise innerhalb Europas auf der Suche nach magischen Geschöpfen beschreibt.
Gestaltet ist das Buch wie ein Reisetagebuch der damaligen Expedition in einem unterhaltsamen Schreibstil, vielfach unterbrochen durch Bilder und Skizzen, Zeitungsausschnitte, Notizen, wissenschaftliche Einschübe sowie der Darstellung des Reiseverlaufs auf Landkarten. Wobei allem ein fantastischer Touch anhaftet, mal mehr, mal weniger. Okay, die Expedition verlief nicht immer problemlos und zwischendurch galt es so einige Hindernisse oder Gegner zu überwinden, doch im Großen und Ganzen erhält man ein faszinierendes Abenteuer zu lesen.
Zugegeben, mein Hauptaugenmerk galt den vielen Wesen und Kreaturen, welche im Buch behandelt werden. Ein erster Blick aufs Inhaltsverzeichnis lässt da bereits einiges erahnen. Und tatsächlich laden die vielen Zeichnungen und Beschreibungen der Wesen auch nach dem Lesen immer wieder zum Nachschlagen ein, ob so bekannte Wesen wie Einhorn und Greif oder weniger bekannte wie Trécouche und Gloson. Für mein Empfinden unnötig schwierig zu lesen sind einige Notizen in Schreibschrift, ebenfalls sind die Zeitungsauschnitte in altdeutscher Druckschrift evtl für mancheinen eine Herausforderung. Wichtig ist mir jedoch, dass das Buch dank seiner vielfältigen Gestaltung auch nach dem Lesen des Berichts immer wieder zum drin Stöbern einlädt, dazu sind die vielen Beschreibungen und Skizzen einfach zu faszinierend.
Diese wunderschön gestaltete Schmuckausgabe ist ein wahrer Augenschmaus für Fans magischer Wesen und Kreaturen, perfekt zum Selberlesen oder zum Verschenken.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2023

Klassisches Monster im neuen Gewand

Biblioteca Obscura: Frankenstein
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Mir gefällt, dass einige Klassiker in optisch aufwendiger Ausstattung neu herausgebracht werden. Einer der empfehlenswerten Klassiker ist definitiv Mary Shelleys Frankenstein. Diese Ausgabe lässt bereits ...

Mir gefällt, dass einige Klassiker in optisch aufwendiger Ausstattung neu herausgebracht werden. Einer der empfehlenswerten Klassiker ist definitiv Mary Shelleys Frankenstein. Diese Ausgabe lässt bereits von aussen erahnen, in welchem Stil das Buch im Inneren optisch ausgestattet ist. Im düsteren, stimmungsvollen Gothic-Stil hat der Künstler kleine sowie ganzseitige Illustrationen in den Farben schwarz, grau, weiß und blutrot gestaltet, welche dem Roman die passende Atmosphäre verleihen.
Denjenigen, die die Story bereits kennen, kann ich dieses Buch aus optischen Gründen ans Herz legen. Wer meint, die Handlung bereits aus Verfilmungen zu kennen, sollte sich erst recht an diese stimmungsvolle Ausgabe heranwagen, da die Verfilmungen lediglich eine Interpretation mit verschobenem Schwerpunkt darstellen. Vielmehr stellt sich im Original die Frage, wer wirklich das Monster ist: Der junge, auftrebende Wissenschaftler Victor Frankenstein, der Gott spielt und eine Kreatur (nach seinem inneren Ebenbild) zum Leben erweckt, für welche er keine Verantwortung übernehmen will? Oder die namenlose Kreatur, welche rein aufgrund ihres abscheulichen Äußeren von allen missachtet und verstoßen wird, statt Liebe nur Hass und Gewalt erfährt und an seiner Einsamkeit verzweifelt?
Ein Leseerlebnis ist dieses Buch allemal, ob für Neu- oder Wiederholungsleser.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Der Monster-Anwalt ermittelt wieder

Monsteranwalt
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Mittlerweile hat Daniel Becker sich selbstständig gemacht und betreibt seine kleine Kanzlei für besonders monströse Fälle. Unterstützung erhält er von Praktikant Phil sowie Hund Dennis. Neben vereinzelten ...

Mittlerweile hat Daniel Becker sich selbstständig gemacht und betreibt seine kleine Kanzlei für besonders monströse Fälle. Unterstützung erhält er von Praktikant Phil sowie Hund Dennis. Neben vereinzelten kleineren Aufträgen der besonderen Art bittet ihn die Bürgermeisterin von Seattle um Hilfe: Bereits mehrere Schiffe sind auf unerklärliche Weise vor Seattle gesunken und Becker soll dieses Problem bitte klären, damit die Bürgermeisterin sich voll auf ihre Werbekampagne konzentrieren kann, die Eishockey-Mannschaft der Seattle Kraken in die Stadt zu bekommen.
Im zweiten Band darf man sich auf ein Wiedersehen diverser Charaktere des ersten Bandes freuen, sofern sie diesen überlebt haben. Neben Phil und Dennis sind z. B. auch Privatschnüfflerin Martina sowie Monster Brett wieder mit dabei. Zudem haben einige weitere interessante Wesen ihren Auftritt. Die kleine Kanzlei läuft mehr schlecht als recht: Klienten gibt es zwar genug, nur können Monster meistens nicht sonderlich viel zahlen, so dass Daniel Becker zunächst weiterhin auf seinem Hausboot wohnen muss. Dafür nimmt er sich immerhin wieder mehr Zeit für seine Tochter Lucy.
Diesmal geht es im Gegensatz zum ersten Band schnell spannend los, denn auf Daniel wird ein Anschlag verübt. Zudem empfand ich es als deutlich angenehmer, dass der Ich-Erzähler kein arroganter Großkotz mehr ist, auch wenn er weiterhin seine Macken hat. Die Interaktionen mit den anderen Charakteren sind diesmal deutlich vielseitiger, was in Bezug auf den Unterhaltungswert viel ausmacht. Die Handlung an sich gestaltet sich um einiges komplexer im Vergleich zum ersten Band. Und Daniel und sein Team kommen diesmal viel herum, wobei der Besuch einer ComicCon fast zu einem Cameo des Autors geführt hätte.
Mehr Spannung, mehr Spaß, der zweite Band des Monsteranwalts bietet neben aussergewöhnlichen Fällen und Wesen lustige Urban-Fantasy-Unterhaltung gleich von der ersten Seite an.

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