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Veröffentlicht am 09.02.2024

Spannend und doch in einigen Passagen sehr langatmig

Die Burg
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"Die Burg" von Ursula Poznanski ist ein Thriller, in dem "Escape Room" in Verbindung mit KI thematisiiert wird. Es handelt sich in diesem Fall um eine Burg samt Gelände, die von einem Milliardär namens ...

"Die Burg" von Ursula Poznanski ist ein Thriller, in dem "Escape Room" in Verbindung mit KI thematisiiert wird. Es handelt sich in diesem Fall um eine Burg samt Gelände, die von einem Milliardär namens Nevio gekauft worden sind und er das gesamte Bauwerk bzw. die Keller, Gänge etc. als "Escape-Welt" mit sehr viel Technik und Nutzung von KI gestaltet hat. Hier soll jeder Besucher bzw. jede Gruppe ihr eigenes, individuell auf eigene Wünsche zusgeschnittenes Spiel bekommen. Um das Spiel zu testen hat Nevio unterschiedliche Menschen als Testgruppe eingeladen. Aus Spiel wird Ernst, denn die KI übernimmt das Kommando.
Ich mag die Bücher von Ursula Poznanski sehr gerne und habe schon einige von Ihr gelesen, so dass ich dieses aufgrund der Kurzbeschreibung unbedingt lesen wollte. Die Autorin lässt durch ihren fulminanten Schreibstil diese besondere Welt auch in meinem Kopf entstehen und ich bin mitten drin im Geschehen. Doch dann gibt es sehr viele Details und sie haben mich teilweise ein wenig überfordert /gestresst. Genau wie die Protagonisten wusste ich oft nicht, was ist real und was ist surreal, denn die Story wurde immer vielschichtiger und verzwickter. Einerseits spricht das für den tollen Schreibstil, doch andererseits hatte ich nach der Hälfte des Thrillers den gleichen Gedanken wie die Protagonisten, dass ich "raus" will. Die Protagonisten selber fand ich teilweise relativ" blass", so dass ich weniger mit ihnen gezittert habe, als ich erwartet habe. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich irgendwann überlegt habe, wem ich trauen kann und wem nicht, denn die KI gestaltet das Spiel ziemlich schnell so, dass die Protagonisten einiges von sich offenbaren müssen, was ihnen unangenehm ist. Im letzten Viertel heizte die Autorin die Spannung noch mal an, so dass das Ende mich doch völlig überrascht hat, was gut war.
Zwei Fragen haben sich am Ende des Buches für mich ergeben und zwar möchte ich einen Escaperoom besuchen und wieviel Wahrheit steckt in diesem Thriller bezüglich der KI. Erste Frage kann ich glatt mit "Nein" beantworten und bei der zweiten Frage hoffe ich sehr, dass die Autorin maßlos übertrieben hat, doch ich befürchte, dass einiges wahr ist oder werden könnte.
Drei Sterne wegen teilweise sehr langatmiger Passagen

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Veröffentlicht am 05.02.2024

Nicht immer schlüssige Story

Glückstöchter - Einfach lieben
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Es ist der zweite Teil der Dilogie "Glückstöchter" von Stephanie Schuster und da ich die andere Reihe "Die Wunderfrauen" von der Autorin so toll fand, hatte ich eine hohe Erwartung an dieses Buch. Den ...

Es ist der zweite Teil der Dilogie "Glückstöchter" von Stephanie Schuster und da ich die andere Reihe "Die Wunderfrauen" von der Autorin so toll fand, hatte ich eine hohe Erwartung an dieses Buch. Den ersten Teil der Dilogie kenne ich nicht und an einigen Stellen hatte ich schon das Gefühl das mir Vorwissen fehlte bzw. evtl. der Zugang zu den Figuren leichter gewesen wäre. Die Autorin erzählt die Geschichte von Anna, die 1911 alleine auf die Tonkaalm - benannt nach den Tonkabaum - zieht, denn das ist das einzige Erbe ihres Vaters für sie. Anna entwickelt sich von einer reichen jungen Frau, die sich zwar immer schon für die Natur interessierte, zu einer Frau, die nun in ihrem Leben auf keine Bedienstete mehr zurückgreifen kann, und hart arbeiten muss, um auf der Alm zu leben. Sechs Jahrzehnte später wird parallel zu Annas Geschichte das Leben der jungen Eva in München geschildert, die ein sehr freies Leben in einer WG/Kommune in München führt und sich ebenfalls für ein Leben im Einklang mit der Natur einsetzt.

Der Roman beschäftigt sich mit sehr vielen Themen, die oft nur ganz kurz erwähnt werden und dann scheinbar ohne Belang für die Story bleiben, was ich sehr schade fand. Anna mochte ich als Figur sehr, doch auch ihr Handeln und ihre Emotionen bleiben mir manches Mal zu oberflächlich erzählt, dagegen konnte ich mich mit Eva eher noch weniger anfreunden, denn während ich ihre Liebe zur Natur und Heilpflanzen gut finde, ist ihr Verhalten oft für mich so gar nicht nach vollziehbar und auch oft sehr naiv. Warum Anna und Eva nun Glückstöchter sein sollen, das blieb mir auch ein Rätsel. Sehr gut gefallen hat mir das Nachwort der Autorin, in dem sie Hintergrundinformationen zu einzelnen Personen aber auch über die gesellschaftliche Entwicklung gibt.

Drei Sterne!

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Hat micht enttäuscht

Perchtoldsdorfer Todesrausch
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Nachdem mir der "Perchtoldsdorfer Punsch" sehr gefallen hat, habe ich mich auf den "Todesrausch" sehr gefreut, aber leider hat mich dieser Krimi eher enttäuscht. Zu Beginn fand ich ihn noch unterhaltsam ...

Nachdem mir der "Perchtoldsdorfer Punsch" sehr gefallen hat, habe ich mich auf den "Todesrausch" sehr gefreut, aber leider hat mich dieser Krimi eher enttäuscht. Zu Beginn fand ich ihn noch unterhaltsam und spannend, aber danach fand ich einiges sehr abstrus und überzogen dargestellt.Die ProtagonistInnen wurden mir eher unsympathisch und verloren die Sympathiepunkte, die sie bei mir zuvor gesammelt hatten. Wichtig zu wissen ist noch, dass es sich um die Vorgeschichte zur Reihe handelt, aber es als Einstiegsgeschichte sich nicht so besonders eignet. Insgesamt drei Sterne

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Veröffentlicht am 24.10.2023

Keine leichte Kost

Nebenan ist doch weit weg
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Die 12-jährige Edith zieht mit ihrem Eltern und ihrem fünfjährigen Bruder Jakob von Berlin nach Krakau. Sie muss ihr gewohntes Umfeld zurücklassen und nicht nur eine neue Sprache lernen, mit anderem Geld ...

Die 12-jährige Edith zieht mit ihrem Eltern und ihrem fünfjährigen Bruder Jakob von Berlin nach Krakau. Sie muss ihr gewohntes Umfeld zurücklassen und nicht nur eine neue Sprache lernen, mit anderem Geld umgehen, sich in einem Schulsystem einfinden und vor allem neue Freunde finden. Auch ist sie jetzt die Fremde, die Deutsche.
Mir gefiel zunächst das Cover sehr und der Schreibstil - es wird aus der Ich- Perspektive von Edith erzählt – und Tagebucheinträge von ihr werden eingefügt und geben einen weiteren Einblick in ihre Gedanken. Zudem lockern kleine Illustrationen den Text auf. Dies fand ich sehr gut. Das Buch wird ab 11 Jahren empfohlen und ich selber als Erwachsene hatte größere Schwierigkeiten mich in der Geschichte einzufinden Zu Beginn gelang mir die noch ganz gut, aber dann fehlte es mir an Vorstellungskraft wie der Alltag von Edith und ihrer Familie abläuft. Mir fehlte es an Kommunikation innerhalb der Familie bzw könnte ich die Atmosphäre nicht spüren. Edith schließt schnell Freundschaften, aber auch hier konnte ich mir die Kinder nicht so richtig vorstellen. Edith entdeckt im Laufe des Buches ein Geheimnis auf, aber auch hier fehlt es mir an authentischen Emotionen und Gesprächen.Sehr gut gefiel mir das Erlernen der polnischen Sprache von Edith, so dass ich auch einige Begriffe lernte. Ich habe einiges an geschichtlichem Vorwissen, was Edith und auch evtl. Leser der angesprochenen Altersgruppe nicht haben. Ich hätte mir hier mehr Erklärungen, Gespräche oder zumindestens einen Anhang gewünscht, indem dies thematisiert wird. Es ist ein Buch über Neuanfänge und Vergangenheit sowie Freundschaft. Ich bin leider ein wenig enttäuscht, da es mir häufiger zu oberflächlich war. Echt schade, denn die Ideen waren gut. Drei Sterne

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Veröffentlicht am 07.09.2023

Ein Roman, der viel Potential verschenkte

Wie ein Stern in mondloser Nacht
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In dem Roman "Wie ein Stern in mondloser Nacht" von Marie Sand stehen im Fokus zwei Frauen - Henni Bartholdy, die in den 50ziger Jahren die erste Babyklappe in Form einer Apfelsinenkiste ins Leben rief, ...

In dem Roman "Wie ein Stern in mondloser Nacht" von Marie Sand stehen im Fokus zwei Frauen - Henni Bartholdy, die in den 50ziger Jahren die erste Babyklappe in Form einer Apfelsinenkiste ins Leben rief, sowie Liv, eine Journalistin, die Jahrzehnte sich beruflich und privat sich mit der Thematik auseinandersetzt. Ich verfolge das Leben von Henni, die im Krieg ihren Vater und ihr Zuhause verlor. Ich tauche ein die Nachkriegszeit in Berlin, sehe das Elend, die Zerstörung, Gewalt, spüre die Kälte, den Hunger und gleichzeitig gibt es die, die vom Unglück der anderen profitieren. Henni gehört zu denen, die mit Mutter und Bruder in Armut lebt. Wegweisend für ihr weiteres Leben wird die Übernahme einer Putzstelle, die sie in einem reichen Arzthaushalt übernimmt. Mit ungeheurer Willenskraft wird Henni Hebamme, die sich auf unkonventionelle Weise für Frauen und Kinder einsetzt.
Der Roman erzählt vieles auf sehr eindrückliche und berührende Art, was mich sehr bewegt hat. Leider fühlte es sich für mich so an, als ob einiges im Roman fehlte oder nur ganz kurz erwähnt wird, aber nicht schlüssig weiter erzählt wird. Mir war der Roman häufiger zu sprunghaft und das Ende hatte was "Märchenhaftes". Leider nur drei Sterne

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