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Veröffentlicht am 19.11.2023

Diese Anthologie lässt Winterzauber in unser Herz!

Weiß wie Schnee
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Im Wunderraum Verlag erscheint Christine Paxmanns winterliche Anthologie "Weiß wie Schnee".

Mit Kälte und Schnee verbinden wir kindliche Erinnerungen an frostige, aber glückliche Rodelnachmittage, an ...

Im Wunderraum Verlag erscheint Christine Paxmanns winterliche Anthologie "Weiß wie Schnee".

Mit Kälte und Schnee verbinden wir kindliche Erinnerungen an frostige, aber glückliche Rodelnachmittage, an das anschließende Aufwärmen mit Kakao und Bratäpfeln und ganz allgemein an den Winter und das Weihnachtsfest. Der Schneefall sorgt für ein verändertes Landschaftsbild und die kalte Jahreszeit eignet sich bestens für gemütliche Nachmittage, an denen man sich in die winterliche Welt der Geschichten und Gedichte begeben kann.

Das geht wunderbar mit diesem Buch, denn die Geschichten ranken sich alle um das Thema Schnee und diese Anthologie verspricht Wintergeschichten, die ganz wunderbar zur vorweihnachtlichen Stimmung beitragen.

"Schnee ist Mythos und Wirklichkeit zugleich, Wissenschaft, Poesie und Sehnsucht in einem. Er ist eine Gefahr, die man hoch technisiert durch Raupen, Seilbahnen, Tunnels und Sprengungen beherrschen will. Er ist Kulisse für reizende Romanzen auf Berghütten...,Weihnachtsmärkte...,Krippenspiele unter freiem Himmel. Schnee gaukelt uns etwas vor und macht Augenblicke kostbar." Zitat Seite 12

In elf Kapiteln geht es um den Schnee und seine besondere Wirkung auf uns Menschen. Christine Paxmann erschafft mit ihrer bunten Mischung an Geschichten und Gedichten eine winterliche Stimmung, die sich wunderbar für kalte Winternachmittage eignet. Jedes Kapitel wird mit einer winterlich anmutenden Illustration von Jane Newland und einem passenden Gedicht diverser Autoren eingeleitet, die die Atmosphäre an kalten Wintertagen beschreibt.

Die Mischung der Gedichte und Geschichten ist absolut vielfältig und eine Reise durch die Zeit diverser Dichter und Schriftstellerinnen. Es wird lustig, emotional, besinnlich und man wird auch mal nachdenklich. Das macht das Buch so abwechslungsreich und lässt uns auch mal wieder in die Vergangenheit eintauchen, als Schnee im Winter allgegenwärtig war und der Kaufrausch in der Adventszeit noch nicht so ausgeprägt wie heute.

Die Bandbreite der Autor:innen ist enorm, es reicht von Johann Peter Hebel, Mark Twain, Bodo Kirchhoff, Erica Ferencik, Alexander Puschkin, Brüder Grimm bis hin zu Christine Nöstlinger und Doris Dörrie.

"Der Schnee der Heiterkeit" von Joachim Ringelnatz, "Schlittschuhfahren" von Goethe, "Weihnachtsmenü - oder Kochen mit Hindernissen" von Annye Davidas, "Der allererste Weihnachtsbaum" von Hermann Löns oder "Advent" von Peter Rosegger sind einige Beispiele, die ich hier nennen möchte. Sie lassen mich eintauchen in die winterliche Kulisse und auch in eine Zeit, die früher und heute von Hoffnung, von Freude und stiller Zufriedenheit strahlt.

Das Cover des Buches ist wunderschön anzusehen, es ist handlich und als Hardcover ein echter Handschmeichler. Dieses Buch ist ein Familienschatz, bei dem man sich freut, wenn es jedes Jahr aufs Neue hervorgeholt wird und in der Winterzeit für stimmungsvolle (Vor-)Lesezeit sorgt.

Ein stimmungsvoller und bunter Mix an Winter- und Weihnachtsgeschichten für die gemütlichste Zeit des Jahres!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 17.11.2023

Ein wunderschönes Mini-Coffeetable-Book über Kult-Handtaschen

Die Handtasche - Eine illustrierte Hommage an einen Modeklassiker
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Im Prestel Verlag bekommt die Reihe von Megan Hess Zuwachs, im neuen Titel "Die Handtasche" zeigt die Mode-Illustratorin viele Designer-Taschen und erklärt deren Besonderheiten.

Handtaschen sind das ...

Im Prestel Verlag bekommt die Reihe von Megan Hess Zuwachs, im neuen Titel "Die Handtasche" zeigt die Mode-Illustratorin viele Designer-Taschen und erklärt deren Besonderheiten.

Handtaschen sind das modische Accessoire zum Outfit, sie bieten praktische Verstaumöglichkeit für Handy, Schüssel und Portemonnaie und sind außerdem ab einer gewissen Preisgrenze auch Status- und Kultobjekt und der Traum vieler Sammlerinnen. Dazu gehören die begehrte Birkin Bag von Hermès, die klassische Chanel Flap, die elegante Kate von Saint Laurent, die ikonische Lady Dior und weitere Taschen aus dem Luxussegment bekannter Designer.



Megan Hess stellt in diesem edlen Geschenkband in ihrem wunderschönen Illustrationsstil die 27 berühmtesten und gefragtesten Kulttaschen von Gucci, Prada, Chanel und anderen Modemarken vor und erzählt dazu deren Geschichte. Eingebaute Zitate von Modezaren und Ikone wie Grace Kelly machen beispielsweise die Wertigkeit der Taschen bewusst.

Dieses kleine, aber sehr feines Büchlein erscheint in edler Optik mit Goldfolienprägung und schwarzem Farbschnitt. Es enthält Megan Hess großartige Illustrationen von Designer-Taschen, die sie auch mit Tragebeispielen abbildet. In einer kleinen Einleitung geht sie auf die kreativen Ideen der Designer ein, erklärt die zeitlichen Zusammenhänge und bündelt die Illustrationen nach den entsprechenden Desigermarken. Dabei zeigt sie die Taschen allein oder getragen auf wunderschönen Bildern, die aus einem Modejournal stammen könnten und einfach verzaubern. Sie erschafft zauberhafte Eindrücke, die man sich einfach gerne ansieht und in eine andere Welt eintauchen lassen. Ich hätte mir noch einige Informationen über die gefertigte Stückzahl yder Taschen gewünscht.

Die Illustrationen der Taschen sind mit liebevollen Details ausgestattet und lassen die Kreativität und klassische Wirkung sichtbar werden und ermöglichen uns einen Blick in die Welt der Reichen und Schönen.

Ein liebevoll gestaltetes Mini-Coffeetable Book mit einer schönen Auswahl an Kult-Taschen und jeder Menge Handwerkskunst.

Veröffentlicht am 10.11.2023

Eine melancholische und hoffnungsvolle Weihnachtsgeschichte

Frau Glück und die Winterlichter
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Im Blanvalet Verlag erscheint Anna Liebigs Roman "Frau Glück und die Winterlichter".

Kurz vor Weihnachten verwandelt sich Gerda Glücks Waschsalon inmitten der Hektik Frankfurts zu einem beschaulichen ...

Im Blanvalet Verlag erscheint Anna Liebigs Roman "Frau Glück und die Winterlichter".

Kurz vor Weihnachten verwandelt sich Gerda Glücks Waschsalon inmitten der Hektik Frankfurts zu einem beschaulichen Ort voller weihnachtlicher Deko und funkelnder Lichterketten, die festliche Weihnachtsstimmung verbreiten. Denn Gerda Glück trauert wie jedes Jahr um diese Zeit der wunderschönen Zeit mit ihrer großen Liebe hinterher, die sie im eiskalten Winter 1963 verloren hat.

Diese Geschichte ist romantisch, melancholisch und auch voller Herzschmerz, denn sie erzählt von einer Liebe, die nicht gelebt werden durfte. Sie sprüht aber auch vom Zauber des Weihnachtsfestes und zeigt auf liebenswerte Weise die Bedeutung vom Fest der Liebe, wo sich Freunde versammeln, damit niemand allein ist, um gemeinsam zu essen, zu feiern und fröhlich zu sein und Weihnachten zu feiern.

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit erinnert sich Gerda an ihre verlorene Liebe Jason, ein Amerikaner, den sie 1963 kennen und lieben gelernt hat. Statt mit ihm nach Amerika zu gehen und ihn zu heiraten, blieb Gerda zurück in Frankfurt und eröffnete mit ihrer Mutter den Waschsalon, der für sie und ihre Kunden nun seit vierzig Jahren zu einem geselligen Ort der Zusammengehörigkeit wurde. Die Waschmaschinen tragen Namen von Stars aus den 60er Jahren, wie Rock Hudson, Connie Francis, Elvis oder Peter Kraus. Inzwischen sind die Waschmaschinen zum Teil nicht mehr funktionsfähig, aber zur Adventszeit erwacht der Salon zu einem weihnachtlichen Paradies voller funkelnder Tannenbäumchen, Plüschtieren und Tausenden von Lichtern. Viele der jahrelangen Stammkunden kommen gar nicht mehr zum Wäschewaschen vorbei, sondern um gemütlich mit Gerda eine Tasse Kaffee zu trinken, zu plaudern und um Gerda von ihren Sorgen zu erzählen und sich bei ihr Rat und seelische Unterstützung zu holen. Denn Gerda ist die gute Seele der Viertels, das weiß hier jeder. Gerda selbst hätte so einen Rat auch nötig, denn sie träumt immer noch von der Rückkehr Jasons und von ihrem eigenen persönlichen Glück.


Die Charaktere habe ich mit ihren menschlichen Problemen und ihrer liebenswerten Art sofort ins Herz geschlossen. Fast täglich kommt Karl, der pensionierte, alleinstehende Mann, der heimlich in Gerda verliebt ist. Im Waschsalon trifft sich der Strickkreis für Handarbeiten und Klönschnack und auch Nachbar Mustafa bringt mit seinen tollen Schnäppchen aus seinem Laden immer wieder Leben in die Bude. Durch diese Figuren entsteht eine heimelige Stimmung, die den Waschsalon zu einem Wohlfühlort macht und diese Atmosphäre schwappt wohltuend auf mich als Leserin über.

In diesem Roman erlebt man in zwei Zeitebenen Gerdas Geschichte. Es geht zurück ins Jahr 1963, als die junge Gerda Jason kennnenlernt und springt immer wieder in die Gegenwart in 2008. Durch diese Wechsel erfährt man, warum die Liebe zwischen Gerda und Jason nicht glücklich ausgegangen ist. Passenderweise begleitet man Gerda kapitelweise durch den Advent. In den zeitlichen Rückblenden wird Gerdas romantische Liebe aufgezeigt, die durch die stimmungsvolle Weihnachtsatmosphäre noch verstärkt wird. Aber es werden auch die Schattenseiten dieser Zeit aufgezeigt, die in der Besatzungszeit gängigen Ansichten sorgten für Ablehnung und Vorurteile, die Gerda zum Verhängnis wurden. In 2008 erfährt man, welchen Weg Gerdas Leben bisher genommen hat und wie sie sich für andere Menschen einsetzt und von ihnen geschätzt wird. Aber auch von ihren Träumen, verletzten Gefühlen und verpasstem Lebensglück.

Beide Zeitebenen lesen sich stimmungvoll und lebendig, die Liebe zu Jason kann man gut nachempfinden und Gerdas Sehnsucht bis zu einem gewissen Punkt auch. Etwas absonderlich und zu verklärt finde ich aber, dass Gerda auch nach vierzig Jahren noch auf seine Rückkehr wartet, obwohl sie bisher kein einziges Lebenszeichen von ihm erhalten hat.

Anna Liebig hat eine schöne Erzählweise und lässt mich wunderbar eintauchen in die vorweihnachtliche Stimmung auf Frankfurts Weihnachtsmarkt mit all den leckeren Köstlichkeiten, bunten Lichtern und der passenden Weihnachtsmusik. Und auch in Gerdas Waschsalon wirkt die Atmosphäre sehr heimelig und wohltuend.

Dieser Roman lädt zum Träumen ein, die Geschichte sorgt mit Melancholie, reichlich Herzschmerz und ganz viel Hoffnung für eine Weihnachtsgeschichte, die vielen Leser:innen eine stimmungsvolle Lesezeit bereiten wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2023

Gefährliche Verbindung zur RAF

Keine Reue
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Im Penguin Verlag erscheint Ellen Sandbergs Roman "Keine Reue", in dem sie das Thema RAF thematisiert.

Nach Aussen sind Barbara und Gernot Maienfeld ein wohlsituiertes und glückliches Paar, sie bewohnen ...

Im Penguin Verlag erscheint Ellen Sandbergs Roman "Keine Reue", in dem sie das Thema RAF thematisiert.

Nach Aussen sind Barbara und Gernot Maienfeld ein wohlsituiertes und glückliches Paar, sie bewohnen in Stuttgart eine Altbauwohnung, lieben sich seit ihrer Studentenzeit und haben drei erwachsene Kinder. Was niemand weiß, in ihrer Vergangenheit liegt ein dunkles Kapitel, dass sie jahrelang gut geheim gehalten haben. Als Gernots Ein-Mann-Verlag bankrott geht, müssen sie ihre Geldsorgen lösen und dazu sollen ausgerechnet Kontakte aus der Vergangenheit helfen. Was niemand weiß, Ende der 80er Jahre wohnten die Maienfelds mit ihren Kindern zurückgezogen in der Eifel, um sich dort vor dem Verfassungsschutz zu verstecken.

Als Ben Maienfeld Zeuge eines brutalen Überfalls wird, überlegt er nicht lange und greift couragiert ein. Doch die Täter gehören einem kriminellen Clan an und so muss Ben unter Personenschutz gestellt werden. Zuständig im Mordfall ist die Kriminalkommissarin Charlotte Bodmer, die persönliche Gründe hat, dem Tatverdächtigen auf die Schliche zu kommen. Allerdings sorgt ihr Verhalten dafür, dass sie vom Dienst suspendiert wird. Sie übernimmt Bens Personenschutz, der in der Eifel, seiner alten Heimat, Zuflucht findet. Dort übermannen ihn die Erinnerungen an seine Kindheit, die nicht dem üblichen Familienleben mit treu sorgenden Eltern entsprach. Ihre politischen Ansichten und die Hilfe für politische Gefangen standen stets über dem Interesse der Kinder, die antiautoritär erzogen wurden.

Ellen Sandberg verbindet in ihrem Roman zwei Zeitstränge miteinander, die Ende der 80er Jahre und in der Gegenwart im November/Dezember 2019 spielen und pendelt zwischen diesen Zeiten hin und her. Es geht zurück in die reaktionäre Zeit der dritten Generation der RAF und wir erleben Familie Maienfeld, wie sie finanzielle Nöte in der Gegenwart zwingen, wieder Verbindung zu ihrer Vergangenheit aufzunehmen. Es ist ein Paar, dass sich im Untergrund verborgen hält.

Die Geschichte erfordert ein wenig Konzentration, weil eine Vielzahl von Figuren aus ihrer Perspektive bestimmte Erlebnisse aus beiden Zeitsträngen erzählt. Der inhaltliche Aufbau ist aber so gelungen, dass sich mit der Zeit eine verständlich Verknüpfung aller Figuren und des Geschehens ergibt und ich gebannt in die unterschiedlichen Szenen und Zeiten eintauchen konnte.

Der spannendste Handlungsstrang war für mich Bens Geschichte mit seiner Flucht vor dem Clan, aber auch der Aspekt, wie langsam die Erinnerung zurückkommt und er sich als Zeuge an ein zurückliegenden Gewaltverbrechens nach und nach an bestimmte Dinge erinnert und die Puzzleteile lange Zeit später mit Erkenntnis und logischer Kombination zu einem Ganzen zusammenfügt.

Erschüttert haben mich die familiären Zustände bei den Maienfelds, die Vernachlässigung der Kinder, weil sich Barbara und Gernot mehr ihrer politischen Verblendung widmeten als dem Familienwohl. Doch dann holt sie in der Gegenwart ihr aktiver Verrat in der linksextremistischen Szene wieder ein.

Die Charaktere baut Ellen Sandberg immer weiter auf und je mehr Informationen man über ihre Vergangenheit erhält, umso mehr bekommen sie ein aussagekräftiges Bild.

Ellen Sandberg gelingt es mit ihrem Roman, ihre Leser:innen auf unterhaltsame Weise mit der Denk- und Handlungsweise der RAF zu konfrontieren und Schicksale dieser Zeit lebendig werden zu lassen. Sie macht in ihrer Story deutlich, dass die dunkle Vergangenheit sich auch im weiteren Leben sichtbar macht und die Betroffenen verfolgt. Das regt zum Denken an und ich hatte eigentlich ein anderes Ende erwartet, das gezeigt hätte, dass man für Fehler immer gerade stehen muss. Doch die literarische Freiheit sei der Autorin zugestanden und so war das Ende für mich in gewisser Weise sehr unerwartet.

Interessante Story und gut aufgebauter Plot, hier werden Verbrechen aus der RAF-Geschichte lebendig erzählt und man taucht in die Zeit und die politischen Ideologien ein.

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Veröffentlicht am 04.11.2023

Ein witziges Bilderbuch über Weihnachten im Zoo

Das große Weihnachtsfest im Zoo
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Im Baumhaus Verlag erscheint das Bilderbuch "Das große Weihnachtsfest im Zoo" von Sophie Schoenwald, mit Illustrationen von Günther Jakobs.

Im Tierpark von Zoodirektor Alfred Ungestüm möchten die Zootiere ...

Im Baumhaus Verlag erscheint das Bilderbuch "Das große Weihnachtsfest im Zoo" von Sophie Schoenwald, mit Illustrationen von Günther Jakobs.

Im Tierpark von Zoodirektor Alfred Ungestüm möchten die Zootiere anläßlich des Weihnachtsfestes wichteln. Alle möchten für ihren Wichtel das perfekte Geschenk aussuchen. Jedes Tier überlegt und verschenkt ein eigenes Lieblingsding. Ignaz schenkt der Giraffe seine geliebte Fliege. Die Giraffe würde gerne sehen, wie sie damit aussieht, aber leider hat sie ihren Spiegel gerade dem Nilpferd geschenkt. So geht die Schenkerei weiter und irgendwie bleibt die Freude dabei auf der Strecke. Doch Ignaz findet eine Lösung! Alle Tiere kommen zum Fest zusammen und teilen ihre Geschenke miteinander. Denn zu Weihnachten ist geteilte Freude die schönste Freude!

In diesem Buch lernt man verschiedene Zootiere kennen, denen ihre neuen Geschenke nicht gerade Freude bereiten, weil sie das dazugehörige Gegenstück gerade selbst verschenkt haben.

Die Texte sind kindgerecht und oftmals humorvoll und die lustigen Tiernamen wie Eberhart Erdnännchen, Gisela Giraffe, Karl Kalamar oder Chamäleon Andromeda sorgen für Spaß beim Vorlesen.

"Warum heute so miesepetrig popoelgrün?", fragte Ignaz Igel das Chamäleon Andromeda. Zitat

Die wunderschönen farbenfrohen Illustrationen vermitteln weihnachtliche Stimmung. Sehr gelungen finde ich auch, dass sie die Mimik der Zootiere zeigen und so Einblick in die Gefühle der Tiere vermitteln. Damit bereichern sie das Buch auf perfekte Weise und für Kinder gibt es viel zu entdecken. Am Ende wartet sogar eine hübsche, tierische Weihnachtsdeko zum Basteln auf die Kinder.


Dieses Buch passt prima in die Adventszeit, das Weihnachtsfest wird zwar nicht so sehr mit dem christlichen Grundgedanken gezeigt, sonder eher mit dem Aspekt des Schenkens in Verbindung gebracht, aber die Botschaft dahinter ist auch wichtig: Geben ist schön, aber teilen ist schöner. Richtig herzerwärmend ist das gemeinschaftliche Zusammensein der Tiere zu Weihnachten. es zeigt, wie wunderschön die gemeinsam verbrachte Zeit und ein erinnungswürdiges Fest sind und dieses tolle Gefühl schwappt auch auf kleine und große Leser über.

Ein witziges Bilderbuch über Weihnachten im Zoo mit der Botschaft des Teilens!

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