Ende gut, alles gut
Das Mädchen aus OstpreußenKarin Lindberg nimmt uns mit in die Jahre 1945 und 1993 und schafft es gekonnt, die Geschichen von Nettie und Johanna zu verknüpfen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Das Cover ...
Karin Lindberg nimmt uns mit in die Jahre 1945 und 1993 und schafft es gekonnt, die Geschichen von Nettie und Johanna zu verknüpfen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Das Cover ist hübsch, passt aber meines Erachtens nicht so gut. Im Frühjahr 1945 ist niemand so auf die Flucht gegangen.
Die von der Autorin geschilderten Ereignisse nach Ende des zweiten Weltkrieges sind authentisch wiedergegeben und decken sich mit den Erzählungen meiner Mutter, die im Frühjahr 1945 aus Ostpreußen fliehen musste. Das Gefühl im Westen nicht willkommen zu sein, der Hunger und die Entbehrungen auf der Flucht und danach sind sehr berührend geschildert.Viele haben auch nach Jahrzehnten nicht gerne über das Erlebte gesprochen.
Die Geschichte von Johanna ist eher dürftig. Sie ist zwar durch einen Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen worden und immer noch auf der Suche nach dem Glück..Leider hat mich ihre Geschichte nicht wirklich berührt?
Als sie das Foto eines britischen Offiziers in den Unterlagen ihrer Großmutter findet, wittert sie ein Geheimnis und zwingt durch ihre Rückfragen ihre Großmutter dazu, sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen.