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Veröffentlicht am 06.11.2023

eine faszinierende Reise durch mehrere Welten

Die Perelandra-Trilogie
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Zu Anfang lässt sich schon einmal sagen, hierbei handelt es sich definitiv um ein Buch für alle Leser. Ob man Lewis bereits kennt oder nicht, egal welches Genre man normalerweise liest, fast jeder wird ...

Zu Anfang lässt sich schon einmal sagen, hierbei handelt es sich definitiv um ein Buch für alle Leser. Ob man Lewis bereits kennt oder nicht, egal welches Genre man normalerweise liest, fast jeder wird hier einen Teil finden der ihm gefällt.

Das Cover dieser Trilogie fand ich von Anfang an sehr schön gestaltet und bietet direkt einen Einblick auf das Thema, das ist zwar nicht das Hauptmerkmal eines guten Buches, aber wer hat nicht gerne ein Buch mit einem tollen Cover?

In Teil 1 lernt man zu Anfang Ransom kennen, die Person den wir durch alle drei Bücher begleiten dürfen. In diesem Teil begibt er sich gezwungenermaßen auf die Reise nach Malakandra, wo er einige Zeit verbringt und die Sprache und das Leben der unterschiedlichen Wesen kennenlernt.

Mir persönlich hat dieser Teil am besten gefallen, da mir die Wesen dort am sympathischsten waren. Lewis hat hier wirklich eine wunderschöne Welt geschaffen bei der man beim Lesen ein wenig Fernweh verspürt. Man kann sich so richtig in dieses Abenteuer hineinfühlen und will gar nicht mehr dort weg. Die Bewohner von Malakandra sind genau so vielseitig wie wir auf der Erde, mit ihre eigenen Lebensweise, ihren physikalischen Gesetzen und ihrer Sprache. Doch von ihrem Zusammenleben könnten wir uns wohl noch eine Scheibe abschneiden.

Teil 2 führt Ransom und den Leser nach Perelandra, dieses mal schon freiwilliger als beim ersten mal. Hierbei lernt er wieder die Bewohner dieser Welt kennen und das ist auch der Teil in dem der biblische Aspekt am stärksten hervorsticht.

Dieses Buch gibt um einiges mehr zu denken als das erste. Man muss sich wirklich darauf einlassen und sollte nicht erwarten, dass es eine schnelle Lektüre wird, denn dabei würde man die wichtigsten Details verpassen. In diesem Teil erkennt man nicht nur die biblischen Stellen sehr deutlich, sondern es gibt auch einen Anreiz sich selbst zu hinterfragen. Bei diesem Buch verbringt man wohl die meiste Zeit mit nachdenken.

In Teil 3 wird die Reiserei beendet, denn Lewis beschäftigt sich nun wieder mit den Menschen und ihren Problemen auf der Erde oder Thulkandra wie sie auch genannt wird.

Auch hier bekommt man wieder ein ganz anderes Lesegefühl, allerdings fiel mir der Übergang zwischen Band 2 und 3 sehr schwer. Man ist fast ein wenig überfordert damit wieder auf die Erde zu gelangen und so viele neue Charaktere kennenzulernen. Vor allem, weil sich Lewis in den ersten beiden Teilen stark auf einzelne Figuren konzentriert hat. Dennoch merkt man, dass die Charaktere in diesem Teil sehr gut ausgearbeitet sind. Man kann nicht anders als mit ihnen mitzufühlen, vor allem wenn sie gegen Ende immer Facettenreicher werden.

Als Fazit lässt sich sagen, eine sehr gelungene Trilogie, aus der jeder etwas mitnimmt, wenn er sich nur genug darauf einlässt. Dann wird sie einem noch eine Weile in Gedanken bleiben.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

interessante Gedanken

Der Schlaf der Anderen
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Zwei Frauen treffen auf eine fast schon absurde Art zusammen und entdecken sich und den Stellenwert von Schlaf in der Gesellschaft dabei neu.
Ein wirklich interessantes Cover, bei dem mir der Kunststil ...

Zwei Frauen treffen auf eine fast schon absurde Art zusammen und entdecken sich und den Stellenwert von Schlaf in der Gesellschaft dabei neu.
Ein wirklich interessantes Cover, bei dem mir der Kunststil sehr gut gefallen hat. Es wirkt und stimmt beim Betrachten sehr nachdenklich.
So passt es auch perfekt zur Geschichte, die auch danach noch sehr nachdenklich stimmt. Die beiden Frauen entdecken den Schlaf neu für sich und da eignet es sich natürlich perfekt, zu hinterfragen, wie die Gesellschaft unseren Schlaf bewertet. Schlaf ist notwendig für die Gesundheit, wer zu wenig schläft hat ein Problem, wer zu viel schläft ebenso, und zur richtigen Zeit muss man auch noch schlafen, aber der perfekte Schlaf muss einen erstmal finden.
Genauso wirft das Buch auch einen Blick darauf, dass wir eine Wirkung auf andere haben. Auch wenn wir anderen Menschen noch so kurz begegnen, manchmal hinterlassen wir Spuren und verändern die Welt um uns herum auf eine unerwartete Weise. Ein wirklich spannender Gedanke.
Ein sehr interessantes Buch, das manchmal fast schon ins absurde abdriftet und den Leser dabei in eine ganz besondere Stimmung versetzt. Eine Mischung aus angestrengt, aufgewühlt und ruhelos, vermutlich genau so, wie sich die Protagonistinnen selbst fühlen.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

auf Dauer nervig

Das Dreizehnte Kind
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Eine Geschichte, die so in die Dark Academia, Fantasy, Dark Medicine Richtung geht. Die Idee für die Story ist eigentlich auch ganz gut, nur leider hat man beim Lesen immer ein bisschen das Gefühl, man ...

Eine Geschichte, die so in die Dark Academia, Fantasy, Dark Medicine Richtung geht. Die Idee für die Story ist eigentlich auch ganz gut, nur leider hat man beim Lesen immer ein bisschen das Gefühl, man hat nie so wirklich eine Ahnung wo die Geschichte hinführen soll, was durch manche echt große Zeitsprünge noch verstärkt wird.

Die Charaktere waren mir eigentlich alle unglaublich unsympathisch, da war niemand, mit dem ich wirklich mitgefühlt hätte, aber es ist ein absoluter Hotspot für wirklich toxische Verhaltensweisen und Beziehungsmuster gewesen. Zu Beginn wirkt sowas teilweise noch facettenreich, irgendwann wird es dann ehrlich gesagt nur noch nervig.

Die Idee, dass man mal eine Protagonistin hat, die falsche Entscheidungen trifft, oder zumindest Entscheidungen trifft, die sie bereut, hat mir am Anfang auch noch wirklich gut gefallen. Aber wenn sich das permanent durch das ganze Buch zieht und eigentlich das einzige Motiv ist, finde ich das auch etwas schwach gelöst.

Naja, von meiner Seite aus leider keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

viel zu seicht

Soulmates and Other Ways to Die
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Mich hat das Cover und das Thema des Buches total begeistert, ich finde es ist grafisch wirklich unglaublich gut gelungen. Und dann auch noch so ein spannendes Thema. Die Welt steht vor einer Apokalypse, ...

Mich hat das Cover und das Thema des Buches total begeistert, ich finde es ist grafisch wirklich unglaublich gut gelungen. Und dann auch noch so ein spannendes Thema. Die Welt steht vor einer Apokalypse, mit der so keiner gerechnet hat. Die Menschen sind durch genetische Mutationen an ihren Seelenverwandten gebunden, sie spüren den gleichen Schmerz und sie sterben gleichzeitig.
Leider war die Geschichte dann ein ziemlicher Reinfall. Die Charaktere sind total flach und haben überhaupt keinen Tiefgang. Es wird aus zwei Erzählperspektiven geschrieben, aber leider unterscheiden sich die zwei Protagonisten rein oberflächlich nicht mal genug, um die POVs auseinander zu halten. Ich musste regelmäßig zurückblättern, um zu kontrollieren aus welcher Sicht gerade beschrieben wird.
Auch die Plotline war viel zu offensichtlich und nicht mal ein bisschen verwinkelt. Jedes Problem das aufkam wurde in den nächsten drei Seiten gelöst, so kommt einfach kein Spannungsbogen zustande. Wirklich schade um dieses Thema.
Für mich ist dieses Buch leider keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

zu viele Charaktere

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Ein Buch, das fast ein bisschen an ein Krimidinner Setting erinnert. Hier wird eher gemütlich der Mystery Aspekt beschrieben, man muss also keine Angst vor unerwartet blutigen Szenen haben.
Das Cover hat ...

Ein Buch, das fast ein bisschen an ein Krimidinner Setting erinnert. Hier wird eher gemütlich der Mystery Aspekt beschrieben, man muss also keine Angst vor unerwartet blutigen Szenen haben.
Das Cover hat mir total gut gefallen, nicht nur von der Gestaltung, sondern auch weil es ein paar haptische Elemente beinhaltet, das ist für mich immer ein nettes Extra und wertet das Ganze nochmal mehr auf. Auch die Gestaltung mit der Charakterübersicht hat mir echt gefallen.
Diese Übersicht habe ich beim Lesen aber auch dringend gebraucht, ich war doch immer wieder etwas verwirrt. Für meinen Geschmack gibt es einfach ein paar Charaktere zu viel, wodurch die gesamte Ermittlung eher unübersichtlich wird. Für so ein Flut an Informationen waren einige Personen einfach nicht interessant und prägnant genug. Das hat das Leseerlebnis für mich leider etwas anstrengend gemacht.
Wer das winterliche Herrenhaus Setting mag und ein Fan von Mystery Storys ist, in die man sich richtig rein denken kann, der sollte aber Spaß an diesem Buch haben.

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