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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2024

Uneingeschränkt empfehlenswert

Vom Verschwinden der Arten
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"Vom Verschwinden der Arten" ist ein Buch zu einem brandaktuellen Thema, von denen es gar nicht genug geben kann. Friederike Bauer und Katrin Böhning-Gaese schreiben gut recherchiert und wissenschaftlich ...

"Vom Verschwinden der Arten" ist ein Buch zu einem brandaktuellen Thema, von denen es gar nicht genug geben kann. Friederike Bauer und Katrin Böhning-Gaese schreiben gut recherchiert und wissenschaftlich fundiert von der Artenvielfalt in unserem Ökosystem Erde und deren Einfluss auf das Wohlbefinden und die schiere Existenz der Menschheit. Sie machen Mut, dass es trotz des katastrophalen Zustands und jeglichen Worst-Case-Szenarios noch Hoffnung gibt, das Artensterben aufzuhalten, wenn es ernsthaft von allen gemeinsam angegangen wird.

Das Thema Klimawandel, Biodivesität und alles, was damit zusammenhängt, macht mich immer wieder wütend, betroffen und hoffnungslos. Es ist mir unerklärlich, wie man die Augen davor verschließen kann, welchen Einfluss wir Menschen darauf haben und welche Folgen uns drohen. Jedes Buch, das es zu diesem Thema gibt, erhöht die Chance, dass immer mehr Menschen sich mit dem Thema beschäftigen und irgendwann - hoffentlich nicht zu spät - einsehen, dass etwas getan werden muss, und dass es immer teurer und schwieriger wird, umso länger wir warten.

"Vom Verschwinden der Arten" nimmt kein Blatt vor den Mund und beschönigt nichts, dramatisiert aber auch nicht unnötig und kommt - meiner Meinung nach - auch völlig ohne Panikmache aus. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen und hoffe, dass es bei möglichst vielen Menschen zum Umdenken und Handeln anregt.

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Veröffentlicht am 07.11.2023

Ein dünnes Buch, aber ein großes Lesevergnügen

Eigentum
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Eigentlich ist es ja eher befremdlich, wenn jemand über den Tod der eigenen Mutter schreibt. Aber genau das macht Wolf Haas - er beschreibt ihre letzten Tage und nimmt ihr bevorstehendes Ende zum Anlass, ...

Eigentlich ist es ja eher befremdlich, wenn jemand über den Tod der eigenen Mutter schreibt. Aber genau das macht Wolf Haas - er beschreibt ihre letzten Tage und nimmt ihr bevorstehendes Ende zum Anlass, von ihrem Leben zu erzählen und auch sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Dabei lässt er auch seine Probleme mit ihr nicht aus.

Wolf Haas' Schreibstil ist sehr eigenwillig und unnachahmlich - ich mag ihn sehr. Besonders wenn er seine Mutter sprechen lässt, höre ich den Dialekt und sehe sie förmlich vor mir. Wie sie ein Leben lang hart gearbeitet und gespart hat, um Eigentum zu erwerben. "Arbeiten, arbeiten, arbeiten" und "sparen, sparen, sparen" und trotzdem hat es nie geklappt.

Haas schreibt sich seine Beziehung zur Mutter und wie sie ihn geprägt hat von der Seele. Es ist aber keine Abrechnung, sondern ein sehr persönliches Buch über seinen Umgang mit seiner Kindheit und Jugend und auch dem Erwachsenensein.

Es wäre nicht Wolf Haas, wenn er nicht auch dieser teilweise schweren Kost mit Humor, aber trotzdem großer Ernsthaftigkeit begegnen würde. "Eigentum" ist mit 157 Seiten ein dünnes Buch, aber großes Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Lesevergnügen mit großem Nachhall

Vom Ende der Nacht
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„Vom Ende der Nacht“ ist eine wunderbare Geschichte über die Liebe und Chancen im Leben, die man ergreifen oder vorübergehen lassen kann. Es ist die ergreifende Geschichte von Rosie und Will, die sich ...

„Vom Ende der Nacht“ ist eine wunderbare Geschichte über die Liebe und Chancen im Leben, die man ergreifen oder vorübergehen lassen kann. Es ist die ergreifende Geschichte von Rosie und Will, die sich als Jugendliche zum ersten Mal begegnen und deren Wege sich immer wieder kreuzen.

Claire Daverley hat mich von der ersten Seite an so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Ihr ist eine großartige Liebesgeschichte mit Tiefgang und authentischen, überzeugenden Figuren gelungen, die mich immer wieder dazu anregte, über mein eigenes Leben und meine Chancen und Entscheidungen nachzudenken. Ein Lesevergnügen mit großem Nachhall, das ich jedem oder jeder ans Herz legen kann, der oder die Freude an romantischen Geschichten hat und dennoch nichts Triviales lesen möchte. Leicht und trotzdem ein Schwergewicht.

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Wunderschön!

Der Liebende
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Monsieur Haslinger ist emeritierter Priester und arbeitet ehrenamtlich als Seelsorger. Eines Abends sieht er seine neue Nachbarin Madame Janssen, eine ehemalige EU-Diplomatin und lebensfrohe Frau. Sie ...

Monsieur Haslinger ist emeritierter Priester und arbeitet ehrenamtlich als Seelsorger. Eines Abends sieht er seine neue Nachbarin Madame Janssen, eine ehemalige EU-Diplomatin und lebensfrohe Frau. Sie lernen sich kennen und kommen sich langsam näher.

"Der Liebende" ist eine wunderschöne, zarte Liebesgeschichte, die Martin Ehrenhauser in poetischen Worten mitfühlend erzählt. Die beiden Protagonisten sind sehr authentisch und sympathisch beschrieben. Es ist eine wahre Freude, den beiden zuzuschauen, wie sie sich näher kommen, vorsichtig und leise, aber auch kraftvoll und dynamisch.

"Der Liebende" ist eine ganz besondere Geschichte, die zeigt, dass sich Hindernisse überwinden lassen, wenn man sich nur traut. Es lohnt sich, mutig zu sein. Am Ende zählt das, was man erlebt und wie man geliebt hat.

Wunderschön!

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Veröffentlicht am 02.05.2023

Großartig

Blautöne
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Ich habe anfangs lange überlegt, ob ich das Buch wirklich lesen möchte - ein Buch über Trauer und Schmerz verspricht nicht gerade ein Wohlfühlthema, auch wenn es um die Entwicklung eines Medikaments geht, ...

Ich habe anfangs lange überlegt, ob ich das Buch wirklich lesen möchte - ein Buch über Trauer und Schmerz verspricht nicht gerade ein Wohlfühlthema, auch wenn es um die Entwicklung eines Medikaments geht, das die Trauer lindern soll. Gut, dass ich mich trotzdem dazu entschieden habe, ich war vom ersten bis zum letzten Wort gefesselt.

Elizabeths Sohn stirbt als er noch ein kleiner Junge ist, ein einschneidendes Ereignis, von dem sie sich nie wirklich erholt. Einige Jahre später arbeitet sie bei einem Pharmakonzern an einem Medikament, das Trauer erträglich machen soll. Thorsten forscht an der Uni an Wirkungen und Nebenwirkungen des Medikaments und stellt dabei fest, dass nicht nur die Trauer, sondern auch das allgemeine Empfinden von Gefühlen, besonders von Empathie, bei manchen Probanden stark abnimmt. Ein alarmierendes Ergebnis, das den Stopp der Markteinführung des Medikaments unabdingbar macht.

Anne Cathrine Bomann ist selbst Psychologin und weiß, wovon sie schreibt. Der Plot ist sehr realistisch gezeichnet, auch wenn sie im Nachwort betont, dass er fiktiv ist. Ihr ist die mitreißende Umsetzung einer großartigen Idee gelungen. Absolute Leseempfehlung!

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