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Veröffentlicht am 01.01.2024

Atmosphärischer (Psycho)Thriller

The Institution
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In einem Hochsicherheitsgefängnis wird am Morgen die Leiche einer Krankenschwester gefunden, der auf bestialische Weise ihr Fötus geraubt wurde, das Baby ist spurlos verschwunden. Für den Säugling zählt ...

In einem Hochsicherheitsgefängnis wird am Morgen die Leiche einer Krankenschwester gefunden, der auf bestialische Weise ihr Fötus geraubt wurde, das Baby ist spurlos verschwunden. Für den Säugling zählt jede Sekunde, deswegen beginnt sich die Profilerin Dr. Connie Woolwine undercover unter die gefährlichen Insassen und versucht das Mädchen aufzuspüren.

The Institution von Helen Fields ist aus der Perspektive der Profilerin Dr. Connie Woolwine geschrieben und das erste Buch auf dem deutschen Markt. Im englischen wurde 2021 mit The Shadow Man bereits ein Vorgänger veröffentlicht. Da ich die Reihe um Luc Callanach und Ava Turner von Helen Fields bereits gelesen hatte, war ich an einer Stelle etwas erstaunt und gleichzeitig erklärt das mein anfängliches Gefühl eines ‚unrunden‘ Beginns.

‚Unrund‘, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass Dr. Connie Woolwine näher erklärt wird und ihre Handlungen doch etwas seltsam wirken. Handlungen die sie im Laufe der Geschichte jedoch äußerst interessant und einzigartig machen und mich hoffen lassen, dass auch der The Shadow Man den Weg durch die Übersetzung findet. Gleichzeitig muss ich jedoch sagen, dass Dr. Connie nicht immer schlüssig gehandelt hat.

Die Atmosphäre des Thrillers ist durchgehend bedrückend und angespannt. Durch die Sicht einer Profilerin, bekommen wir die unterschiedlichsten Psychopathen hautnah mit und werden durch ihre Gedankengänge geführt. Auf der psychischen Ebene ist dieser Thriller sehr spannend.

Die Storyline selbst konnte für mich jedoch nicht so viel Spannung hergeben, das Ende war dementsprechend nicht sehr überraschend. Das und einige Geschehnisse, die dem Zufall zum Opfer fallen, haben mir die Spannung und den Lesespaß etwas genommen, wenngleich ich jeden verstehen kann, der diese von der ersten bis zur letzten Seite empfand.

Deswegen ist The Institution in jedem Fall ein Buch, das jeder selbst lesen sollte, um sich seine eigene Meinung zu bilden und vor allem diejenigen, die bei Thriller die Täterperspektive und die Psyche interessant finden.

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Veröffentlicht am 20.12.2023

Abwechslungsreich

Weight Watchers - der neue 4 Wochen Powerplan
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Weight Watchers - der neue vier Wochen Powerplan bietet neue Rezepte, um gesättigt in vier Wochen der Traumfigur näher zu kommen oder um einfach lecker und gesund durch den Tag zu kommen. Zu Beginn werden ...

Weight Watchers - der neue vier Wochen Powerplan bietet neue Rezepte, um gesättigt in vier Wochen der Traumfigur näher zu kommen oder um einfach lecker und gesund durch den Tag zu kommen. Zu Beginn werden wir in das System Weight Watchers eingeführt, u.a. durch Erfahrungsberichte von anderen. Außerdem werden kleine Alltagstipps gegeben, die in keiner Abhängigkeit zum Buch stehen.

Die Rezepte sind durchgehend verständlich und genau beschrieben, durch Symbole erkennt man auf den ersten Blick, ob das Rezept vegan, vegetarisch, laktose-, gluten- oder nussfrei ist. Außerdem werden auch die Nährstoffe genauer benannt, sodass man alle wichtigen Informationen auf einen Blick bekommt.

Die Rezepte bieten ein ausgewogenes Bild, überwiegend befinden wir uns in der ‚deutschen’ Küche, doch sowohl orientalisch als auch asiatisch Gerichte sind ebenso vertreten und auch Fleischersatzprodukte finden einen (geringen) Einsatz. Dennoch ist das Buch nicht für Veganer/Vegetarier geeignet. Natürlich ließe sich das Fleisch einfach durch entsprechende Produkte ersetzen, da es sich aber um ein Kochbuch zum Abnehmen handelt und als solches bewertet wird, sind natürlich die Nährwerte besonders interessant. Durch das Ersetzen von Produkten würde sich daher auch dieser Punkt verändern, weswegen ich mir mehr Informationen zu Ersatzmöglichkeiten gewünscht hätte. Diese sind zwar vereinzelt vorhanden, aber leider nicht durchgehend.

Die bisher gekochten Rezepte konnten mich geschmacklich überzeugen und auch die Mengenangaben haben gepasst. Diese sind meist auf eine Portion ausgerichtet, was sowohl das Kochen als Einzelperson vereinfacht, aber sich auch wunderbar zum vervielfachen eignet.

Für mich ist das Kochbuch zu Fleischlastig, um damit über einen Zeitraum von vier Wochen zu kochen. Doch wer einen flexiblen Geschmack hat, der findet sich mit den Rezepten mit Sicherheit gut vier Wochen (und mehr) zurecht. Und auch für mich waren viele Rezepte dabei, die ich so in meinen Alltag aufnehmen und mit Sicherheit öfter kochen werde.

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Veröffentlicht am 16.12.2023

Interessanter Auftakt

Twelve Secrets -
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Nick Harper wird im Alter von vierzehn Jahren auf bestialische Weise getötet, die Tat schockiert ganz Haddley und für seine Mutter und seinem Bruder Ben bricht eine Welt zusammen.
Zwanzig Jahre später ...

Nick Harper wird im Alter von vierzehn Jahren auf bestialische Weise getötet, die Tat schockiert ganz Haddley und für seine Mutter und seinem Bruder Ben bricht eine Welt zusammen.
Zwanzig Jahre später lebt Ben Harper weiterhin in Haddley und ist ein gefragter Journalist, als plötzlich neue Hinweise zum Tod seines Bruders ans Licht kommen. Skeptisch gegenüber der Polizei beschließt Ben Harper, sich alleine auf die Suche nach Hinweisen zu machen und bekommt dabei unerwartete Hilfe von DC Danielle Cash.

Twelve Secrets ist der erste Band der Ben-Harper-Reihe von Robert Gold und lässt mich zwiegespalten, aber interessiert zurück.

Wir erleben die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die einen schnell durch das Geschehen tragen. Die Perspektive von Ben Harper erfahren wir dabei als einziges durch die Ich-Perspektive, weswegen auch die Nähe zu seiner Person am stärksten ist.

Obwohl ich Perspektivwechsel sehr gerne lese, hatte ich in diesem Fall etwas meine Probleme mit dem ständigen Wechsel. Dies mag daran liegen, dass gerade zu Beginn nicht nur die Perspektive, sondern auch der Handlungsort oder Inhalt nicht zusammenpassen wollten. Hat man die Perspektiven jedoch durchdrungen, ergibt sich auch schnell ein gutes Bild über den Inhalt, der folglich weniger überraschend ist.

Die Geschichte des Mordes an Nick Harper und seinem Freund Simon, die von zwei Klassenkameradinnen kaltblütig ermordet wurden, findet ein schlüssiges und teilweise schockierendes Ende, wenngleich einige Dinge vorhersehbar waren, gab es doch immer wieder kleine Schockmomente.

Der Schreibstil von Robert Gold und der Protagonist Ben Harper konnten mich überzeugen, dennoch konnte mich Twelve Secrets nicht komplett mitreißen, weil die Geschichte stark vorhersehbar war. Lediglich auf den letzten Seiten gab es dann doch ein paar kleinere Überraschungsmomente.

Twelve Secrets ist ein guter Start einer neuen Thriller-Reihe, der gespannt auf die Folgebände warten lässt. Das Potenzial für eine starke Reihe hat der Auftakt, trotz Schwächen, auf jeden Fall gegeben.

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Der Mordclub ermittelt wieder

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
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Judith Pott wird überraschenderweise auf die Party von Sir Bailey, dem reichsten Mann Marlows, eingeladen. Dieser möchte einen Tag später seine große Liebe Jenny Page heiraten.

Während der Feier ertönt ...

Judith Pott wird überraschenderweise auf die Party von Sir Bailey, dem reichsten Mann Marlows, eingeladen. Dieser möchte einen Tag später seine große Liebe Jenny Page heiraten.

Während der Feier ertönt plötzlich ein lauter Knall aus dem Haus, der die Gäste aufschrecken lässt. Im Arbeitszimmer finden Judith und Co. Sir Bailey tot vor, erschlagen von einem schweren Schrank. Die Polizei glaubt an einen schrecklichen Unfall, denn die Tür zum Arbeitszimmer war verschlossen und Sir Bailey trug den Schlüssel bei sich. Judith Potts glaubt nicht daran und beginnt mit ihren Freundinnen zu ermitteln.

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam ist der zweite Teil der Mrs Potts’ Mordclub-Reihe von Robert Thorogood. Für mich war es das erste Buch dieser Reihe und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir das Wissen aus dem ersten Band fehlt. Thorogood führt auch in diesem Band die drei Freundinnen gut ein, sodass man schnell einen Überblick über die Konstellation und die charakterlichen Eigenschaft der drei Frauen bekommt.

Die Konstellation des Mordclubs finde ich spannend, die drei Frauen sind so unterschiedlich, dass die Interaktion einen gewissen Witz mitbringt. Dennoch war es an einigen Stellen dann doch zu viel des Guten.
Der Fall selbst konnte mich leider weniger überzeugen, was daran lag, dass mir die Lösung am Ende zu offensichtlich wurde und dadurch Potts’ und ihre Freundinnen weniger raffiniert rüberkamen, da sie einiges erst sehr spät wahrgenommen haben.

Mehr begeistern konnten mich die Kreuzworträtsel und dessen Lösung. Hier gab es den gewünschten Rätselspaß und eine ordentliche Portion Charme, beides ging mir in der Hauptstory etwas verloren.

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Im Einklang mit der Natur

Solartopia – Am Anfang der Welt
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Die sechzehnjährige Nova lebt allein mit ihrem besten Freund Finn zusammen auf dem Hochhaus Turris. Unter ihnen herrscht die Gefahr, ein giftiger Smog, der für den Tod sorgt und immer näher kommt. Es kommt ...

Die sechzehnjährige Nova lebt allein mit ihrem besten Freund Finn zusammen auf dem Hochhaus Turris. Unter ihnen herrscht die Gefahr, ein giftiger Smog, der für den Tod sorgt und immer näher kommt. Es kommt der Tag, an dem der Smog Novas Garten erreicht und die beiden Freunde machen sich auf dem Weg, um ihren Garten zu retten. Auf der Suche nach der Heilpflanze muss Nova erkennen, dass die Welt nicht so ist, wie sie es immer gedacht hatte und findet mit Jett einen weiteren Freund. Schafft sie mit ihm die Rettung von Turris oder wird die Gefahr noch größer?

Solartopia - Am Anfang der Welt ist der erste Band einer Future-Ficture-Dilogie. Wir erleben die Geschichte aus Sicht der sechzehnjährigen Nova, die seit Jahren ohne ihre Eltern und nur mit ihrem besten Freund Finn ums Überleben kämpft.

Der Beginn der Geschichte war für mich etwas holprig. Die Ich-Perspektive und die häufige Verwendung von Personalpronomen sorgte für einen recht simplen Schreibstil und durch die noch ruhige Story, wirkte dies sehr einfach. Doch das Weiterlesen hat mich eines besseren belehrt und durch eine überraschende Wendung, konnte ich den Schreibstil letztendlich anders wahrnehmen.

Die Idee hinter Solartopia finde ich interessant und mit Nova hat man eine Protagonistin erschaffen, die für Nachhaltigkeit steht und dies auch lebt. Ein Aspekt, der in der heutigen Zeit sehr wichtig ist. Das Bewusstsein für die Natur überträgt Nova ohne belehrend zu sein. Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, dennoch bin ich gespannt, wie es mit der Dilogie um Solartopia weitergeht und endet.

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