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Veröffentlicht am 19.11.2023

Abseits der Geschichtsbücher

Geschichten aus der Geschichte
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Geschichten aus der Geschichte versammelt einige Geschichten die im Laufe der Zeit bereits auf dem gleichnamigen Podcast der beiden Autoren zu hören waren. Den ich bist jetzt nicht gehört habe, das aber ...

Geschichten aus der Geschichte versammelt einige Geschichten die im Laufe der Zeit bereits auf dem gleichnamigen Podcast der beiden Autoren zu hören waren. Den ich bist jetzt nicht gehört habe, das aber nachholen werde.

Die Autoren haben 20 Geschichten herausgesucht, die alle etwas mit dem Reisen um die Welt zu tun haben. Dabei begleiten wir einen Chinesischen Forscher bis nach Indien, es geht in die Beringsee und wir begleiten die erste Frau, die die Welt mit einem Auto umrundet hat.

Die meisten Protagonisten wird man kaum kennen, aber die Geschichten und Abenteuer, die sie erlebt haben sind wirklich sehr interessant. So bekommt man einen Einblick was außerhalb der Geschichtsbücher noch passiert ist und dabei durchaus erwähnenswert ist.

Ich mochte das Buch richtig gerne, es lies sich schön in kleinen Häppchen lesen und war dabei immer unterhaltsam und nie langweilig. Ich würde auch gerne ein weiteres Buch zu einem anderen Schwerpunkt von den Autoren lesen.

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Veröffentlicht am 17.11.2023

Nachkriegszeit

Helle Tage, dunkle Schuld
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Carl Bruns ist bei der Polizei, endlich wieder, nachdem er unter den Nationalsozialisten nicht mehr als Ermittler arbeiten durfte. Eines Tages wird er mit Kollegen zu einem vermeintlichen Unfall gerufen, ...

Carl Bruns ist bei der Polizei, endlich wieder, nachdem er unter den Nationalsozialisten nicht mehr als Ermittler arbeiten durfte. Eines Tages wird er mit Kollegen zu einem vermeintlichen Unfall gerufen, der sich bald als Mord herausstellt. Dass die Tote die Mutter eines gesuchten Naziverbrechers ist und gleichzeitig die Schwiegermutter der Schwester seiner Jugendliebe macht das ganze umso mysteriöser. Bruns merkt, dass es nicht immer schwarz oder weiß gibt und man sich manchmal auch für grau entscheiden muss.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Die Zeit kurz vor und nach der Währungsreform im Ruhrpott wird toll dargestellt und man bekommt ein gutes Bild davon wie da das Leben damals wohl war. Carl und Anne haben mir als Charaktere gut gefallen. Besonders Carl, der feststellen muss, dass er als Polizist zwar das Gesetz vertreten muss, das aber manchmal gar nicht so einfach ist, besonders wenn Bekannte betroffen sind.

Die Autorin webt in diese sehr persönliche Geschichte auch einen wahren Vorfall mit ein. Kurz vor Kriegsende wurden in Essen polnische Zwangsarbeiter exekutiert. Hier waren auch „normale“ Polizeikräfte beteiligt, die nach dem Krieg teilweise auch weiterhin im Dienst waren. Oder als Mitläufer relativ bald wieder eingestellt wurden.

Ich kann das Buch nur empfehlen, ich habe es richtig gerne gelesen. Und ich freue mich, dass es wohl Nachschub geben wird und wir Carl, Anne und ihre Familie weiter begleiten dürfen.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

tolles Buch!

Fräulein Gold: Die Lichter der Stadt
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Hulda arbeitet mittlerweile in eine Mütterberatungsstelle und Meta ist bereits 3 Jahre alt. Beruflich fühlt sich Hulda nicht so richtig wohl doch als freie Hebamme arbeiten, wenn man ein kleines Kind hat, ...

Hulda arbeitet mittlerweile in eine Mütterberatungsstelle und Meta ist bereits 3 Jahre alt. Beruflich fühlt sich Hulda nicht so richtig wohl doch als freie Hebamme arbeiten, wenn man ein kleines Kind hat, ist einfach nicht möglich. Doch privat scheint sich die Möglichkeit für eine glückliche Veränderung zu ergeben, auch wenn diese nicht einfach sein wird. Und dann sind da noch die Einbrüche, die sich in der letzten Zeit immer mehr häufen und auch Huldas Freunde betreffen.

In diesem bereits sechsten Band rund um Hulda und ihren Kiez erleben wir nun immer mehr, wie die Judenfeindlichkeit zunimmt und wie unterschiedlich das die Gemeinde auch einschätzt. Hulda fühlt sich dort nicht zugehörig aber über ihren Vater erlebt sie, dass dies wohl keinen Unterschied macht. Dazu kommen die seltsamen Einbrüche in der letzten Zeit und das seltsame Verhalten einer jungen Mutter aus dem nahen Theater am Nollendorfplatz. An dieser Stelle lernen wir auch Irma Siegel kennen, eine der wenigen Kriminalkommissarin aus der roten Burg. Sie ermittelt in diesem Fall.

Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen, auch wenn es von der Atmosphäre her immer düsterer wird. Das Leben plätschert noch so vor sich hin, aber die nächste Wirtschaftskrise deutet sich an und auch politisch spitzt sich die Lage immer mehr zu. Der Autorin gelingt es sehr gut, das im Hintergrund einfließen zu lassen. So entsteht ein Bild der damaligen Zeit, in der die Gegensätze immer größer werden. Ich bin gespannt wie die Autorin Huldas Schicksal weiter beschreiben wird. Leicht wird das sicherlich nicht. Bemerkenswert fand ich die Szene, in der Erich Kästner einen leinen, aber unverwechselbaren Auftritt hat.

Ich hatte wieder viel Lesevergnügen dabei Hulda und ihre Freunde Bert und Jette zu begleiten, sowie neue, hoffentlich noch häufiger auftauchende Charaktere kennenzulernen.
Von mir daher eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.11.2023

zurück in Swinton

Das kleine Bücherdorf: Herbstleuchten
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Betty ist Kinderbuchautorin und ein Hollywoodstar. Eines Tages findet sie im Schrank ihrer Großmutter Zeichnungen eines Künstlers, dessen Stil perfekt zu ihrem neuen Buch passen würden. Doch ihre Großmutter ...

Betty ist Kinderbuchautorin und ein Hollywoodstar. Eines Tages findet sie im Schrank ihrer Großmutter Zeichnungen eines Künstlers, dessen Stil perfekt zu ihrem neuen Buch passen würden. Doch ihre Großmutter will nicht mit ihr darüber sprechen. Betty findet heraus, dass der Künstler wohl an der Südküste Schottlands lebt. Da passt die Einladung zum Book Festival in Swinton on Sea perfekt und Betty reist nach Schottland. Dort versucht sie zunächst inkognito mehr über E. Smith herauszufinden. Unterstützung bekommt sie dabei von Eliyah und seiner Großmutter Nanette, nicht ahnend, dass Nanettes Leben eng mit dem ihrer Großmutter verbunden ist.

Ich mochte das Buch wieder richtig gerne. Ich habe das Gefühl, dass sich die Reihe von Buch zu Buch steigert. Mittlerweile kennt man von den Einheimischen ja doch schon einige und auch die Charaktere aus den Vorgängerbüchern tauchen wieder auf. Diesmal lernen wir Eliyah besser kennen und die Geschichte rund um Nanette, die ja in den Vorgängern immer wieder erwähnt wurde. Betty ist eine junge Frau, die durch frühen Ruhm gelernt hat, dass sie meist nicht als Mensch sondern nur als Projektionsfigur gesehen wird. In Swinton ist sie dann inkognito unterwegs und kann dort endlich einmal so sein, wie sie wirklich ist, ohne Erwartungen zu enttäuschen. Dazu wird nun das Geheimnis um den Künstler E. Smith gelüftet, dass ja auch schon seit dem ersten Band im Raume steht.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen und ich freue mich jetzt auf den vierten Band der Reihe, der dann im nächsten Sommer erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 02.11.2023

der Geist von Weihnachten

Winterträume in der kleinen Buchhandlung
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Carmen lebt immer noch bei ihrer Schwester und arbeitet bei Mr. McCredie in der Buchhandlung. Ihre Beziehung zu Oke steckt irgendwie fest und durch einige Missverständnisse trennen sich die beiden. Oke ...

Carmen lebt immer noch bei ihrer Schwester und arbeitet bei Mr. McCredie in der Buchhandlung. Ihre Beziehung zu Oke steckt irgendwie fest und durch einige Missverständnisse trennen sich die beiden. Oke geht auf eine Expedition im brasilianischen Urwald und Carmen versucht die Buchhandlung am Leben zu erhalten und gleichzeitig ihrem Chef die Erfüllung seines Lebenstraums zu ermöglichen.

Wieder nimmt uns Jenny Colgan mit nach Edinburgh, diesmal durch ein Jahr in dem Carmen sich mehr oder weniger dauernd Sorgen um ihre Existenz machen muss. Das Verhältnis zu ihrer Schwester Sophia ist immer noch schwierig, zu unterschiedlich sind ihre Sichten aufs Leben. Als Oke dann Schottland verlässt kommt auch noch der Liebeskummer dazu.

Mir hat das Buch wieder gut gefallen, es ist einfach ein klassisches Jenny Colgan Buch. Ihre Charaktere sind teilweise ein wenig verquer und ich hätte sowohl Oke als auch Carmen mehrfach treten mögen, da sie in ihrer Misskommunikation total feststecken und sich somit das Leben schwer machen.

Aber am Ende schafft es die Autorin trotzdem wieder alle Enden miteinander zu verknüpfen und die Missverständnisse aufzuklären. Zusätzlich wird Edinburgh in den Beschreibungen lebendig, man hat das Gefühl mit Carmen durch die Stadt zu wandern.

Ich kann das Buch daher wieder empfehlen, man hat allerdings mehr Spaß damit, wenn man vorher auch den ersten Band gelesen hat.

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