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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2025

Ein Roadtrip verändert alles

Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich
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Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen bzw. gehört. Mir macht es immer wieder Spaß in diese Welt einzutauchen. Denn auch wenn alle Dilogien unab­hängig voneinander lesbar sind, so tauchen doch ...

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen bzw. gehört. Mir macht es immer wieder Spaß in diese Welt einzutauchen. Denn auch wenn alle Dilogien unab­hängig voneinander lesbar sind, so tauchen doch immer wieder alte Bekannte auf. Ich mag das sehr!
Der Schreibstil von Sandra Grauer ist gewohnt fesselnd und durch die zwei Sichten bekommt man Einblicke in die Gefühlswelt sowohl von Paige als auch Lavaughn. Beim Lesen kommt definitiv das Roadtrip-Movie Gefühl auf. Ich mochte sowohl die verschiedenen Orte, die ich erleben durfte, als auch die Stunden der Zweisamkeit im Auto. Auch die beiden Protagonisten konnten mich für sich begeistern. Paige ist taff, weiß sich selbst zu verteidigen und hat doch eine verborgene feinfühlige Seite.
Lavaughn ist witzig, offen und sehr einfühlsam. Ganz anders als die meisten Vampire, die mir bisher in Büchern oder Filmen begegnet sind.
Die – sehr gemischten – Gefühle der beiden kommen gut rüber und sind nachvollziehbar. Doch in Anbetracht der wenigen Zeit, die im Buch vergeht, erscheint mir die Tiefe doch sehr unrealistisch. Und das stänige Hin und Her zwischen Misstrauen, Vertrauen, Ab- und Zuneigung von Paige hat mich beim Lesen durchaus etwas genervt.
Zum Ende hin gab es dann eine Wendung, die ich so nicht habe kennen sehen. Das liebe ich ja. Aber mein Highlight des Buches war der große Showdown, an dem alle Über­natürlichen beteiligt sind.
Jetzt warte ich gespannt auf Band 2!

Fazit:
Spannend und fesselnd bis zum Schluss. Etwas viel emotionales Hin und Her. Aber der Showdown mit allen Über­natürlichen war großartig.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle Sandra Grauer Fans!

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Veröffentlicht am 20.11.2023

Trekking Tour zu sich selbst

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Bei Vorablesen hatte mich die Leseprobe so überzeugt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Also habe ich die Gelegenheit der Buchmesse genutzt und mir das Buch mit dem wunderschönen Farbschnitt der ...

Bei Vorablesen hatte mich die Leseprobe so überzeugt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Also habe ich die Gelegenheit der Buchmesse genutzt und mir das Buch mit dem wunderschönen Farbschnitt der Bücherbüchse besorgt.
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich keine eingefleischte NA-Leserin bin, sondern Querbeet-Leserin mit Schwerpunkt Phantastik. Und noch ein Fakt über mich: Vorhersehbare Geschichten enttäuschen mich schnell. Vielen Dank dafür Andreas Suchanek.
Wie gesagt, der Beginn des Buches hat mich sofort gepackt, das Buch versprach tiefgründig und besonders zu werden. Aber relativ schnell wurde mir klar, dass dieses Buch die gängigen Klischees bedient und auch das Ende war für mich recht früh abzusehen.
Mir haben tatsächlich die erste Annäherung der beiden, und noch mehr die Beschreibungen von Norwegens Natur, am besten gefallen.
Norahs Bindungsängste, die zum Ende hin stärker thematisiert wurden, konnte ich irgendwie nicht richtig fühlen. Mal wieder gilt: „Show, don’t tell!“ Vom rationalen Standpunkt waren diese Ängste gut erklärt, aber ich konnte sie einfach nicht fühlen.
Für mich war das Buch eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht das überraschende Highlight, das ich erwartet hatte.

Fazit:
Die Geschichte beginnt sehr viel­versprechend, verläuft letztlich aber sehr vorhersehbar. Ich hatte mir deutlich mehr Tiefgang erhofft.
Die Schilderung von Norwegens Natur habe ich sehr genossen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für eingefleischte NA-Lesende.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Dunkle Schatten aus der Zukunft

Oracle
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Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch dieses etwas spezielle und wunderschöne Cover. Der Klappentext klang vielversprechend und bei Ursula Poznanski kann es eigentlich nur ein grandioses Buch ...

Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch dieses etwas spezielle und wunderschöne Cover. Der Klappentext klang vielversprechend und bei Ursula Poznanski kann es eigentlich nur ein grandioses Buch sein. Die Erwartungen waren also sehr hoch. Leider wurden diese nur zum Teil erfüllt.
Aber erstmal zum Bud selbst, das ist sehr hochwertig produziert. Ein Cover mit Goldfolienprägug und Spotlack, dickes Papier und ein Lesebändchen. All das lässt mein Leserinnenherz natürlich höher schlagen.
Julian ist ein Charakter, dem ich ein wenig zwiegespalten gegenüberstehe. Einerseits sind seine Verzweiflung und seine Überzeugung gut nachzuvollziehen, andererseits waren einige seiner Aktionen wirklich heftig und total unüberlegt. Besonders gefallen haben mir die weiteren Charaktere. Die Studierendengemeinschaft ist wirklich ein kunterbunter Haufen, von denen man die meisten einfach lieben muss!
Der Schreibstil ist, wie von Ursula Poznanski gewohnt, sehr fesselnd, flüssig zu lesen und zwischenzeitlich auch richtig spannend.
Allerdings ist das Buch für mich absolut kein Thriller, dafür fehlte der entsprechende Nervenkitzel und auch sonst so gut wie alles, was einen guten Thriller ausmacht. Man hätte es einfach als Jugendbuch oder Mystery anpreisen können, dann wäre (zumindest mir) einige Enttäuschung erspart geblieben.
Außerdem fehlte dem Buch für meinen Geschmack eine Art Ziel bzw. eine Richtung, in die es sich bewegt. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass es endlich so richtig startet. Aber eigentlich gab es nur einen großen Showdown zum Schluss.
Die Auflösung am Ende war mir dann deutlich zu simpel, auch wenn sie die Geschichte stimmig abschließt. Ich hätte mich über etwas mehr Tragik, ganz wie man es von altertümlichen Orakeln kennt, gefreut. Insgesamt hat die Geschichte viel Potenzial, das aus meiner Sicht leider nicht genutzt wurde.

Fazit:
Spannend und fesselnd wie gewohnt. Das Potenzial der Geschichte wurde für mich aber nicht ausgeschöpft und dem Buch fehlte lange ein echtes "Ziel".
Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.08.2023

Ein Hitzesommer, der (fast) alles verändert

Rattensommer
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Ich hatte von Klappentext und Cover eher auf eine lockere, leichte Jugendgeschichte geschlossen. Doch das Buch geht von Anfang an direkt unter die Haut und vermittelt eine gewisse Düsternis und Schwere. ...

Ich hatte von Klappentext und Cover eher auf eine lockere, leichte Jugendgeschichte geschlossen. Doch das Buch geht von Anfang an direkt unter die Haut und vermittelt eine gewisse Düsternis und Schwere. So viele Menschen mit einer traurigen Geschichte, die ganz unterschiedlich damit umgehen. Ich mochte diesen Tiefgang zu Beginn des Buches wirklich sehr, aber im Verlauf wurde es immer düsterer, ja geradezu depressiv. Das ist nicht was ich beim Lesen suche, ich möchte eine Auszeit vom Alltag. Gerne ein Buch zum Nachdenken oder Wachrütteln, aber keines, das mich emotional so runterzieht.
Und obwohl ich ein Fan eher kurzer Kapitel (~ 20 Seiten) bin, waren mir die Kapitel hier oft viel zu kurz (stellenweise nur 2- 3 Seiten), um in einen schönen Lesefluss zu kommen.
In der Geschichte spielen der immer stärker werdende Gestank, der grüne See, eine tote Ratte, ein Milan und vermutlich noch andere Bilder, Symbole, Metaphern, … eine Rolle, deren Bedeutung zu hinterfragen ich allerdings keine große Lust hatte. Wie gesagt, ich möchte beim Lesen gerne entspannen. Für den Deutschunterricht ist das Buch aber sicher super geeignet.
Was mir aber richtig gut gefallen hat, war Lous „Emanzipation“ und Selbstfindung mitzuerleben.
Es ist sehr authentisch und nach­vollziehbar beschrieben, wie für Lou aus „Sonny und Lou“ nach und nach einfach nur „Lou“ wird. Dazu gehört auch ihre sexuelle Selbstfindung.
Das Ende lässt viel offen, aber das passt für mich gut, da das Hauptziel erreicht wurde.

Fazit:
Ich bin sehr zwiegespalten. Interessantes Thema, aber eine sehr depressive Stimmung.
Durch extrem kurze Kapitel kam bei mir kein richtiger Lesefluss auf.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Fans schwermütiger, gewichtiger Jugendbücher.

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Veröffentlicht am 03.10.2021

Auf dem Weg zum Tor des Lichts

Stolen 3: Verwoben in Vergessen
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»Wir werden nicht aufgeben, verstanden?«, erklärte sie entschlossen. Goldene Schlieren fluteten ihre Augen und ihre Lippen schimmerten in sattem Gold. S.246

Meinung:
Dieses Buch lässt mich sehr zwiegespalten ...

»Wir werden nicht aufgeben, verstanden?«, erklärte sie entschlossen. Goldene Schlieren fluteten ihre Augen und ihre Lippen schimmerten in sattem Gold. S.246

Meinung:
Dieses Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück.
Einerseits konnte mich Emily Bold mal wieder voll mit ihrem Schreibstil über­zeugen. Das Buch war spannend und fesselnd bis zum Schluss. Und auch die Gefühle der Protas wurden super vermittelt.
Allerdings war mir Abby über weite Strecken zu devot. Sie hat alle Schuld immer auf sich genommen und ist nicht für sich selbst eingestanden. Das fand ich sehr schade, denn ich hatte sie bisher als selbstbewusst und taff wahrgenommen.
Auch das Ende lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite bewundere ich den Mut der Autorin einen Hauptcharakter gehen zu lassen und auch die Lösung für das “Amulett des Todes” hat mich wirklich überzeugt. Auf der anderen Seite hat mich Abbys "Los" am Ende ein wenig enttäuscht.
Alles in allem blieb dieser Abschlussband leider hinter meinen Erwartungen zurück.

Fazit:
Zu Beginn war mir Abby zu devot, aber ihr Gefühlschaos ist toll beschrieben. Zum Ende hin wird es sehr spannend, allerdings bin ich etwas zwiegespalten vom Ende.
Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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