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Veröffentlicht am 20.11.2023

Macht bringt Schuld....

Helle Tage, dunkle Schuld
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Essen 1948, die Entnazifizierung durch die Alliierten neigt sich dem Ende entgegen, aber noch sind die Ermittlungsbehörden offiziell frei von NS-Angehörigen. Wegen seines jüdischen Großvaters wurde Kriminalinspektor ...

Essen 1948, die Entnazifizierung durch die Alliierten neigt sich dem Ende entgegen, aber noch sind die Ermittlungsbehörden offiziell frei von NS-Angehörigen. Wegen seines jüdischen Großvaters wurde Kriminalinspektor Carl Bruns fast 10 Jahre vom Polizeidienst suspendiert und musste unter Tage arbeiten, da er wegen seiner Herkunft auch nicht fronttauglich war. Nach dem Krieg haben die britischen Besatzungsoffiziere ihn wieder eingestellt. Als Carl zum Tatort einer Hinrichtung an einer älteren Frau, der es trotz der offiziellen Beschränkungen recht gut zu gehen schien, stellt er entsetzt fest, dass es die Mutter seines ehemaligen Vorgesetzten war, der inzwischen als gesuchter NS-Verbrecher auf der Flucht ist. Andreas Hoffmann wird vorgeworfen gegen Ende des Krieges politisch Gefangene mit Freude exekutiert zu haben. Bei dem Versuch die Hintergründe zu ermitteln, begegnet Carl seiner ersten großen Liebe Anna wieder, der Schwägerin des gesuchten NS-Verbrechers, die mit ihren Schwestern aus Angst vor der Grausamkeit ihres Schwagers nach Köln verschwunden ist. Alle Ermittlungen führen Carl immer wieder zu Annas Schwester Frieda, sowie dem Massaker von 1945. In der Villa von Frau Hoffmann sind mittlerweile viele Ausgebombte und Flüchtlinge einquartiert und alle eint die Abneigung gegen ihre einstige Hausherrin. Wie hängt das alles zusammen?

Das 3. Reich, das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte ist vorbei, aber nicht alle Täter sind gefasst und verurteilt und einige, die gefasst und verurteilt wurden, kamen 1948 schon wieder frei und drängten wieder in öffentliche Ämter, es hat ja noch viel Schlimmere als sie gegeben. Zeiten des Umbruchs und des Aufbruchs, in denen die Allierten und die Deutschen damit beschäftigt waren, das Land neu zu ordnen, bzw. es bald möglichst wieder zu verlassen. In diesen Zeiten ist alles möglich, auch ein Mord, der nicht geklärt wird? Carl Bruns hat sich dank seines jüdischen Großvaters nun wirklich nichts vorzuwerfen, aber vergessen kann er nicht, auch nicht, dass einige seiner Vorgesetzten sich schuldig gemacht haben und wie grausam und erbarmungslos sie dabei vorgegangen sind. Dieser Fall, der zu Beginn gar nicht als Mord gesehen wird, reißt jedoch alte Wunden auf, immerhin ist die Tote die Mutter von einem der Schlimmsten gewesen, aber auch die Schwiegermutter der kleinen Schwester seiner ersten Liebe. Anna wieder zu sehen, lässt ihn Hoffnung schöpfen, Hoffnung darauf, dass nach seiner gescheiterten Ehe und den Jahren der Zwangsarbeit unter Tage es nun auch endlich für ihn alles gut wird. So werden wir nicht nur in die Zeiten der Entbehrungen für die Meisten und des Überflusses für einige Wenige auch in die Vergangenheit und das Privatleben des Inspektors und der Krankenschwester seines Herzens Anna, gezogen. Hier wird ein historischer Kriminalfall mit einer schicksalhaften Begegnung, dem Wendepunkt im Wiederauferstehens einer Nation und den Missständen dieser Zeit verknüpft, auf eine sehr spannende und bewegende Weise. Immer wieder blitzen Erinnerungen an den Prolog auf und die Überlegung beginnt, was diese Begebenheit denn nun mit dem Mordfall an der einsamen Witwe zu tun haben könnte...

Steffen Groth schlüpft in die Rolle des desillusionierten Kriminalinspektors, der es noch nicht so ganz fassen kann, dass das Leben nun auch für ihn schön werden kann. Mit seiner markant männlichen Stimme passt er sehr gut in diese Zeit, in der man von Begriffen wie metrosexuell noch nie etwas gehört hat. Er führt uns lebendig in das zerbombte Ruhrgebiet in ein Mehrparteienhaus, dessen zusammengewürfelten Bewohner ihrer Hausherrin alle keine Träne nachweinen, aber haben sie deswegen gleich ein Mordmotiv? Langsam baut er die Spannung auf, bis zu letztendlich schlüssigen, aber nicht offensichtlichen Auflösung. Allerdings lässt er uns auch erahnen, dass alles seines Preis hat und nun auch Carl keine weiße Weste mehr. Eine Ende, das auf die nächsten Bände neugierig macht.

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Veröffentlicht am 08.11.2023

Spannendes Fantasy-Hörpspiel

Andor Junior (1)
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Der Bauernjunge Thorn träumt davon ein Ritter des Königs zu werden und reist daher zur Rietburg. Auf dem Weg dorthin lernt er den mutigen Zwergenjungen Kram kennen, der ihm gerade erklären will was hier ...

Der Bauernjunge Thorn träumt davon ein Ritter des Königs zu werden und reist daher zur Rietburg. Auf dem Weg dorthin lernt er den mutigen Zwergenjungen Kram kennen, der ihm gerade erklären will was hier vor sich geht, als sie mit der jungen Magierin Eara und der gleichaltrigen Bewahrerin Chada zusammenstoßen. Obwohl es sie erst mal umwirft, haben die Mädchen genug von Thorns Plänen in die Burg zu gelangen, gehört, um sich ihnen anzuschließen. Doch tatsächlich ist es aktuell gerade besonders schwierig, denn selbst Prinz Thorald, der bald 18 wird, darf nicht in die Burg eintreten. Um sich zu beraten, ziehen sich die neuen Freunde in den Wald zurück. Dort wachen sie von unheimlichen Geräuschen auf und beobachten einen Magier, der ein schwarzes Ritual beginnt, um den gefürchteten roten Drachen zu rufen und gegen die Burg in den Kampf zu schicken. Die Freunde können das Ritual gerade noch unterbrechen, als jemand anderes unerwartet auftaucht und ihnen kein Wort glaubt.

Vier ganz unterschiedliche Kinder, ganz unterschiedlicher Herkunft und doch vereint in ihrer Neugier, ihrem Forscherdrang und vor allem ihrer Abenteuerlust! Der Baunerjunge Thorn ist im Schatten der Rietburg aufgewachsen, doch statt sich für Boden und Vieh zu interessieren, übt er fleißig mit seinem Holzschwert, dass er stets bei sich trägt, um für kommende Gefahren, wie den Drachen Tarok gewappnet zu sein. Kram stammt als Zwerg aus den Minen im Grauen Gebirge. Auch wenn er behauptet, für einen Zwerg seines Alters groß zu sein, ist es vor allem seine Klappe die groß ist, doch sein Herz ist noch größer, wenn seine Freunde in Not sind. Chada ist als Waisenkind im Wald von den Bewahrern aufgezogen worden. Sie sammeln das Wissen der Vorfahren, ihre Legenden und Lieder. Kein Wunder, dass Chada so was wie ein wandelndes Lexikon ist, auch wenn sie und ihr Bogen es nach Abenteuern dürstet. Eara stammt von der Insel Hadria, der Heimat großer Zauberer/innen. Sie übt bereits eifrig und hat große Ziele, hofft aber bis dahin auch einige Abenteuer gemeinsam mit ihren Freunden zu meistern. Hiermit beginnen ihre Abenteuer und sie müssen sich und ihre jeweiligen Fähigkeiten erst noch richtig kennen lernen. Doch zum Verschnaufen haben sie keine Zeit, sie sind von Anfang angefordert und so sind diese 65 Minuten Hörspiel nicht nur voller Magie und magischer Wesen, sie sind auch rasant und lassen am Ende schon erkennen, dass das erst der Anfang war! Wir können also auf weitere spannende Folgen gespannt sein.

Neben dem Abenteuer lernt man nebenbei auch noch etwas über Burgen, z.B. dass das Hauptgebäude einer Burg Pallas heißt.

Mit gewaltigen Soundeffekten erweckt das Hörspiel nicht nur den gefährlichen Drachen zum Leben! Spannungsgeladene Musik, geheimnisvoll gemurmelte Zaubersprüche und tosende Wogen lassen dieses Hörspiel die Welt Andor juniors im Wohnzimmer erwecken! Die Stimmen sind sehr passend gewählt, besonders bei dem hochnäsigen Königssohn, der immer noch jung, aber nicht so jung wie die vier Freunde klingt! Dabei klingt Julian Horeyseck ebenso arrogant, wie quengelig.

Man muss Andor Junior nicht gespielt haben, um der spannenden Handlung in dieser Saga folgen zu können, aber hier werden die vier Spielfiguren des beliebten Brettspiels zum Leben erweckt! Für junge Fantasyfans ab 8 Jahren!

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Veröffentlicht am 01.11.2023

Kochen mit Pfiff, aber ohne Schnick-Schnack

Vierundzwanzigsieben kochen
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Das Leben ist vielfältig, aber zu kurz für schlechtes Essen! Daher hat der bekannte TV-Koch Tim Mälzer ein Rezeptbuch für alle Lebenslagen. Hier wird keine besondere Philosophie verfolgt, außer dass es ...

Das Leben ist vielfältig, aber zu kurz für schlechtes Essen! Daher hat der bekannte TV-Koch Tim Mälzer ein Rezeptbuch für alle Lebenslagen. Hier wird keine besondere Philosophie verfolgt, außer dass es sich um leckere Rezepte mit dem besonderen Kniff handelt. Es sind Anregungen, die zum Kochen inspirieren sollen und daher streut der Koch und Autor auch Seiten- und Anekdotenweise seine Essenserkenntnisse. Da es sich um Rezepte für den ganzen Tag handelt gibt es auch Frühstücksgerichte, Belegte Brote, Grüne Kiste, Pasta, Suppen & Eintöpfe, Kartoffeln, Fisch, Fleisch und Süßes und Dessert. Es ist also ein Buch für Alles-Esser, wobei es aber nicht besonders Fleisch- und Fischlastig ist, es gibt wirklich viele vegetarische Rezepte. Es geht aber vor allem um entspanntes Kochen, dass die Aromen auch wirklich herauszuschmecken sind und nicht von allzu vielen Trendsaucen verdeckt werden. Ganz entspannt und normal kochen, weil es entspannt und ohne sich unter Druck zu setzen und zu viel Chaos in der Küche zu hinterlassen. Die Nahrungszubereitung soll ganz entspannt und flexibel in den Alltag passen. Wer immer noch zu gestresst ist, kann die Texte im Mittelteil von Thees Uhlmann lesen, um abzuschalten und den Alltag entspannter anzugehen.

Sehr gut gefällt mir, dass zu jedem Rezept die benötigte Zeit angegeben wird. Gerade für ein Alltagskochbuch finde ich das wichtig. Tim Mälzer betont aber auch, dass dieses Buch eben für ganz verschiedene Situationen im Alltag gedacht ist. So gab es bei uns die selbstgemachten Gnocchi mit Salbeibutter am Wochenende, da ich 1 h 15 min in der Woche eher nicht aufbringe. Dabei war die Zeitangabe völlig korrekt, die Anleitung gut verständlich und das Ergebnis absolut lecker und wird auch sicherlich wiederholt werden. Wenn ich aber lese, dass 1 Grilled Cheese Sandwich 30 Minuten dauern soll (und das Fett in der Pfanne sofort an die Hüften wandern will), dann lasse ich es doch lieber bleiben... Immerhin dauern die Spaghetti mit selbstgemachtem Pesto nur 25 Minuten und ich empfinde es irgendwie auch als befriedigender... das selbstgemachte Pesto kam auch sehr gut an! Wird demnächst wiederholt, da ich ja jetzt noch geröstete Pinienkerne übrig habe.

Sehr lecker waren auch die Knusper-Parmesan-Kartoffeln, die mich schon in einem anderen Buch anlachten, dort aber ohne den Parmesan-Kick, der dem Essen noch besondere Würze verpasst. Das Rezept dauert zwar eine Weile, ist aber gut vorzubereiten und man kann auch gut Kartoffeln vom Vortag weiter verwenden. Während die Kartoffeln aber im Ofen brutzeln, hat man Zeit die Wäsche zu machen oder ähnliches, deswegen ist es definitiv ein Rezept, bei dem ich dem Wunsch meiner Familie, es häufiger zu machen, nachkommen werde.

Das japanische Frühstück ist ganz nach dem Geschmack meiner Töchter, das dürfen sie aber gerne selbst ausprobieren, die Pilz-Kartoffel-Frittata undQuarkbrötchen machen ich dafür aber gerne. Es ist also für jeden etwas dabei und nichts bleibt der Fantasie überlassen, denn zu jedem Rezept gibt es mindestens 1 Foto. Das finde ich zwar selbstverständlich, ich musste aber in der letzten Zeit feststellen, dass dem leider nicht so ist. Ja, auch der Mett-Igel zum Frühstück, der mich grinsen ließ (zum Frühstück?) bekam ein Foto, auch wenn eigentlich jeder weiß, wie so was aussieht. Manchmal brauchen wir aber doch eine kleine Gedächtnisstütze, oder?

Der rote Faden des Buches ist einfach, dass es schmeckt und unkompliziert ist. ES ist nicht reine Hausmannskost, sondern auch, aber nicht nur international. Man muss nicht zu viele Handgriffe gleichzeitig machen, man schafft es ohne die Arbeitsteilung in einer Profiküche. Anschließend steht man dafür auch nicht in einem Schlachtfeld, das finde ich sehr angenehm und alltagstauglich, auch wenn es nicht nur Blitzrezepte sind. Aber vieles lässt sich eben auch vorbereiten. Wir haben unseren Speiseplan auf jeden Fall bereichert und sind mit dem Nachkochen auch noch nicht fertig!

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Veröffentlicht am 06.10.2023

Weihnachtliche Köstlichekeiten und köstliche Geschenke

Christmas at the Palace
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Nachdem ich den ersten Rezeptband „Royal Teatime“ von Carolyn Robb, der langjährigen Köchin der britischen Royals so unwiderstehlich lecker und wirklich auch nachbackbar fand, wollte ich natürlich auch ...

Nachdem ich den ersten Rezeptband „Royal Teatime“ von Carolyn Robb, der langjährigen Köchin der britischen Royals so unwiderstehlich lecker und wirklich auch nachbackbar fand, wollte ich natürlich auch unbedingt ihre Weihnachtsgeheimnisse kennenlernen.

Neben den wirklich einfallsreichen Rezepten gibt es auch immer informatives zu den jeweiligen Locations nach denen die Rezepte thematisch sortiert sind, mit jeweils einem stimmungsvollen Foto, meistens in winterlicher Atmosphäre. Für Fans der Royals ein echtes Schmankerl, aber auch für alle übrigen schön anzusehen und vielleicht dennoch interessant.

Wie auch im Vorgänger werden die Rezepte nach den königlichen Residenzen geordnet, inklusive stimmungsvoller Winterbilder von diesen:
Einleitung
Sandringham House (Frühstück und Brunch)
Schloss Windsor (Leckeres für Kinder)
Edinburgh Castle (festliche Drinks)
Hampton Court Palace (Essbare Geschenke)
Osborne House (Nachmittagstee)
St. James's Palace (Häppchen und herzhafte Snacks)
Blenheim Palace (reichlich Früchte und Nüsse)
Caernarfon Castle (eingemachtes kandiertes und Co.)
Register
Danksagung

Da wir gerade in Deutschland über 30 Grad haben, habe ich die warmen weihnachtlichen Getränke und ähnliches beiseite gelassen und mich auf das konzentriert, was gerade zu meiner heimischen Ernte passt. Das waren der Brombeer-Wodka, das Tomaten-Paprika-Relish und weihnachtliches Birnen-Gewürz-Chutney.

Alles drei sind Rezepte, die eigentlich eine Weile stehen und ziehen müssen, bei dem Tomaten-Paprika-Relish haben wir aus Neugierde aber 1 Glas schon nach 14 Tagen geöffnet, der Rest darf weiter ziehen... aber es hilft ja nicht Euch nur zu verraten, ob die Rezepte gut gelingen, wenigstens bei einem wollte ich Euch auch verraten, ob es gut ankommt... Wie ihr am Foto erkennen könnt, kommt es definitiv gut an und ich musste aufpassen, das angebrochene Glas noch schnell genug zu fotografieren, ehe es leer ist!

Schade finde ich, dass es nicht zu jedem Rezept ein Foto gibt. Die vorhandenen Fotos sind sehr schön und absolut ansprechend, aber auch vom Tomaten-Paprika-Relish und dem weihnachtlichen Birnen-Gewürz-Chutney hätte ich gerne ein Bild gesehen. Da diese fehlen, habe ich welche gemacht. Meine Kinder mögen kein Chutney und haben sich über den „Gestank der das Haus verpestet“ beschwert, aber es sollen ja auch Weihnachtsgeschenke werden. Das Reduzieren der Flüssigkeit, bis das Chutney sämig wird hat etwas gedauert, dieses Rezept ist also etwas aufwendiger, aber nicht kompliziert. Nun muss es noch bis Weihnachten durch ziehen, für den optimalen Geschmack.

Die Zutaten sind erlesen, aber nicht so ungewöhnlich, dass ich erst mal darüber nachgrübeln müsste, wo es das denn gibt und ob ich nicht doch meine Metro-Karte erneuern sollte.... Das ist ein Problem, dass ich letztens bei einem Rezeptbuch tatsächlich hatte. Dieses Buch ermöglicht es allen königlich zu schlemmen. Die Rezepte sind gut verständlich und ohne Probleme auch nach zu kochen oder backen. Manchmal ist die Dekoration aufwendiger, oder eben das „Gesamtkunstwerk“ wie bei dem niedlichen Lebkuchen-Weihnachtsdorf, für dass Schablonen abgedruckt sind. Auch wenn mir die Geduld dafür fehlt, trifft das ja nicht auf alle zu.... Es sind also 50 Rezepte mit unterschiedlichem Aufwand und somit nicht nur für jeden Geschmack, sondern auch für jedes Geschick.

Mir persönlich haben die Tea-Time Rezepte etwas besser gefallen, was z.T. auch daran liegt, dass ich eher eine Puristin bin und mir die aufwendig verzierten Leckereien dann bisweilen zu aufwendig sind. Einige Rezepte sind allerdings auch mit wenig Zeitaufwand nachzumachen.

Das nächste Weihnachtsfest kann kommen und kann dank dieser Rezepte royalen Glanz auf die Teller und Gabentische zaubern!

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Veröffentlicht am 27.08.2023

Schule geht uns alle an!

Nicht, dass noch einer sitzenbleibt! Die Online-Omi packt den Ranzen
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Enkelkinder hat und ihre Tochter Kirsten ihr wohl auch keine mehr schenken wird, ist es doch umso schöner, wenn Stefan, der Neffe eines ihrer verstorbenen Gatten, sie als festen Familienbestandteil sieht! ...

Enkelkinder hat und ihre Tochter Kirsten ihr wohl auch keine mehr schenken wird, ist es doch umso schöner, wenn Stefan, der Neffe eines ihrer verstorbenen Gatten, sie als festen Familienbestandteil sieht! Nun ist es soweit und seine und Arianes älteste Tochter Lisbeth wird eingeschult! Da gibt es so einiges zu bestaunen, denn schon die Lokale sind Jahre im Voraus ausgebucht! Sie hätte ja gerne ein paar leckere Kuchen gebacken, man hilft ja gerne! So wie auch die Schlode, die mit ihren Chören und Gruppen überall dabei sein muss! Nun hilft sie sogar in Lisbeths Grundschule aus und als sie Notenblätter liegen lässt, bringt Renate sie ihr kurzerhand in der Schule vorbei. Da geht es ja schon ganz anders zu als damals bei ihr und Lehrer gibt es auch kaum noch. Daher werden händeringend Seiteneinsteiger gesucht, die in der Schule unterrichten, bei der Hausaufgabenbetreuung helfen, oder sich sonstwie nützlich einbringen können. Kaum hat Renate einem Kind einen Rechtschreibtrick verraten, wird sie auch schon Teil von Frau Schlodes Klasse, die sie als ihre Mutter ausgibt. Ausgerechnet! So soll es aber nicht bleiben und sie bekommt einen anständigen Vertrag und wird Frau Westermann, einem echten Knödelmädchen mit zu kurzen Blusen, aber mit ausgebufften Tricks aus dem Studium, zugeteilt. Was man da nicht alles im Schulalltag erleben kann!

Die vierfache Witwe und ehemalige Eisenbahnerin hat zwar nicht studiert und schon gar nicht auf Lehramt, ist mit 82 auch wirklich alt genug, um das Leben zu genießen, aber was will man tun, wenn man noch fit ist und gebraucht wird? Manchmal hilft der gesunde Menschenverstand ja auch weiter! Manchmal lässt dieser Renate im Schulalltag aber auch verzweifeln! Auch in der Schule ist es wie sonst im Leben, es gibt solche und solche! So erzählt sie frei Schnauze von Missständen im deutschen Bildungssystem und Berlin ganz besonders, liebevolle Anekdoten von ihren Schülern und ihrer eigenen Schulzeit und von dem Miteinander unter den Lehrkräften, Seiteneinsteigern oder nicht, mit den Eltern und von den gewieften Tricks, die sich die Online Omi von der studierten Frau Westermann abschaut. Auch wenn sie ein echtes Knödelmädchen mit zu kurzem Oberteil ist, weiß sie doch was sie tut und auch Renate kann noch so einiges von ihr lernen und umgekehrt. Respektvoller Umgang ist das Zauberwort!

Wir als Familie haben uns prima amüsiert, immerhin bin ich ja die Einzige, die mit Schule wenig am Hut hat, während alle anderen die Schule von verschiedenen Seiten betrachten. Unser hauseigener Fachleiter (Ausbilder für Lehramtsanwärter) kam bisweilen über das Kopfschütteln über diese verzweifelten Auffangmaßnahmen ohne Ausbildung gar nicht mehr heraus! Dabei ist er ja derjenige, der uns nie glaubt, wie es bei uns in RlP läuft…. Ja, das Bildungssystem ist am Limit, aber hier wird humorvoll und respektvoll erzählt und es geht weder um Lehrerbashing noch darum die Seiteneinsteiger zu kritisieren. Renate Bergmann ist ganz klar, dass das eine Aufgabe der Politik ist. Dennoch ist es humorvolle Unterhaltung mit Anekdoten allerart aus dem Bergmannschen Kosmos und dieses Mal besonders der ollen Schlode. Wobei ihr diese sogar tatsächlich das eine oder andere Mal Respekt abnötigt! Sehr gut gefällt uns, dass der Autor zum Schluss ausdrücklich allen Lehrenden dankt und ihnen den nötigen Respekt erweist, es geht nicht darum sie lächerlich zu machen und der Eindruck ist bei uns auch nie entstanden!

Wir waren sehr froh, dass Carmen-Maja Antoni auch dieses Mal ihrer Rolle als Renate Bergmann treu blieb! Mit ihrer unvergleichlich herzlich-schnodderigen Berliner Schnauze verkörpert sie die patente 82-jährige Witwe, als wäre ihr die Rolle auf den Leib geschneidert! Mit Schalk und Esprit hat sie uns wieder mal in eine neue Berliner „Subkultur“ geführt. Egal ob Schrebergarten, Campingplatz, Krippenspiel oder Schule, sie fühlt sich überall zu Hause und spannt auch schon mal gerne Freunde und Bekannte wie Offline Opa Günter Habicht ein!

Ein neues erfrischendes Anekdoten-Abenteuer mit Renate Bergmann, die uns wieder in einen uns allen vertrauten Mikrokosmos mitnimmt

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