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Veröffentlicht am 20.11.2023

Nichts für mich

Gameshow – Der Preis der Gier
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New York in der Zukunft: Als Cass wegen den Wettschulden ihres Vaters in die niedrigste Klasse der Gesellschaft verstoßen wird, bleibt ihr nur eine Wahl, wenn sie da wieder raus möchte. Sie muss es in ...

New York in der Zukunft: Als Cass wegen den Wettschulden ihres Vaters in die niedrigste Klasse der Gesellschaft verstoßen wird, bleibt ihr nur eine Wahl, wenn sie da wieder raus möchte. Sie muss es in die nächste Gameshow schaffen und dort um ein Ticket nach ganz oben gewinnen. Sollte sie es aber nicht schaffen, bezahlt sie mit ihrem Leben. Hilfe bekommt sie von Jax, dem besten Gamer in der Arena. Aber es ist nicht alles so, wie es scheint.

Vorwort:
"Gameshow - Der Preis der Gier" von Franziska Kopka ist der erste Band der "Gameshow" Dialogie.

Meine Meinung:
Eigentlich hätte mir schon der Klappentext eine Warnung sein müssen. Denn wenn man ehrlich ist, liest es sich wie die Zusammenfassung eines sehr bekannten Romans und schon nach kurzer Zeit fragte ich mich, was ich da eigentlich in den Händen halte. Eine Welt mit verschiedenen Klassen, wo in einem tödlichen Spiel mit vielen Gefahren und Fallen Spieler um den Aufstieg kämpfen und töten müssen, um zu überleben. Die Protagonistin landet dort unfreiwillig und wächst über sich hinaus. Das kommt doch bekannt vor, oder nicht ? Viele Begriffe dieser Welt sind recht ähnlich und auch die Hauptfigur Cass hört sich doch beinahe wie Katniss an. Der Ablauf erinnerte doch stark an den Bestseller; es gab eine Arena, wo sich die Spieler vorbereiteten und die Zuschauer mit Sympathiepunkten Wetteinsätze machen konnten. Die Bevölkerung wurde in gesellschaftliche Stellungen eingeteilt, nur das es hier irgendwie etwas mit Farben statt mit Distrikten zu tun hatte. Das kann man natürlich etwas eng sehen, aber mir waren die Ähnlichkeiten einfach zu stark.

Ich habe echt kein Problem damit, wenn man sich Inspirationen bei anderen Autoren holt und im Grunde lesen sich viele Bücher auch ähnlich, aber es ist einfach nicht meins, wenn ich das Gefühl habe, dass dies zu stark geschieht und es nicht mehr wie etwas Selbstständiges wirkt. Eigene Ideen suchte ich hier eher vergebens, weil sich neben dem Roman von Collins auch bei allerlei anderen Dystopien bedient wurde. Das Mädchen, das unfreiwillige teilnimmt, und ihr Mentor kommen sich näher ? Auch bekannt. Und die Sache mit dem Löschen des Gedächtnisses ? Kenne ich alles zu genüge. Leider habe ich auch das Worldbuilding nicht wirklich verstanden und wie diese Welt eigentlich funktionierte.

Ein weiteres Problem war es für mich, dass hier kaum etwas erklärt wurde. Klar, es las sich für mich beinahe eine Kopie, aber dennoch verwirrte es mich auch sehr oft. Viele der Begriffe wurden gar nicht erklärt und einfach in den Raum geworfen und ich war eigentlich eher irritiert und blickte nicht mehr durch.

Die Geschichte las sich langweilig und recht zäh. Ich bekam leider kein Gefühl für die Figuren und die Liebesgeschichte wirkte nicht authentisch. Spannung war eigentlich nicht vorhanden und ich fand die meisten Charaktere auch recht anstrengend. Sie machten keine Wandlung durch und ich fand sie eher unsympathisch. Cass fand ich sehr langweilig und auch nervig. Sie wollte mutig sein, wirkte auf mich aber eher naiv und Jax war eben da. Er schien keine eigene Persönlichkeit zu besitzen und diente nur als Love Interest von Cass. Tiefe, Vielschichtigkeit, Wandlung, Schwächen oder Stärken waren nicht vorhanden und ehrlich gesagt kann ich mich auch nach nur ein paar Tagen nicht mehr groß an sie erinnern.

Der Schreibstil konnte mich auch nicht überzeugen. Er war weder spannend, noch interessant und zog sich wie Kaugummi. Vor allem im Mittelteil passierte eigentlich nichts und die Geschichte trat nur auf der Stelle rum. Action, Spannung oder Tiefe suchte ich hier leider vergebens.

Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht und ich würde es auch nicht weiter empfehlen. Es gab eigentlich keine eigene Ideen und die Ähnlichkeit zu "Die Tribute von Panem" war mir hier einfach zu stark. Die Charaktere besaßen weder Persönlichkeit, noch Tiefe oder wirkten interessant und die Liebesgeschichte war sehr platt. Ich habe kein Problen, wenn Bücher ähnlich sind, aber dann muss es wenigstens noch etwas eigenes vorweisen können, was die Geschichte nicht geschafft hat. Für mich war es doch eine ziemliche Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Die pure Enttäuschung

Pure Corruption – Mit dir ins Licht
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!!!Band 2, Spoiler garantiert vorhanden!!!

Ich hatte keine Zeit für Vergnügen oder Präzision.
Der Krieg stand nicht mehr bevor.
Er hatte bereits begonnen.
//S.216//

Klappentext:
Arthur Killian ist der ...

!!!Band 2, Spoiler garantiert vorhanden!!!

Ich hatte keine Zeit für Vergnügen oder Präzision.
Der Krieg stand nicht mehr bevor.
Er hatte bereits begonnen.
//S.216//


Klappentext:
Arthur Killian ist der Anführer der Bikergang Pure Corruption und lebt nach seinen eigenen Regeln. Er ist eiskalt und sinnt auf Rache an denjenigen, die ihm Unrecht getan haben. Kann die Frau ohne Namen, die er zu der Seinen gemacht hat, ihm Erlösung bringen?

Meine Meinung:
Krieg ? Welcher Krieg ? Die kleine Szene am Ende und das ganz übertriebene Melodram davor ? Das soll das große Finale dieser Reihe sein ? Spannung ? Interessante Konflikte ? Mitreißendes Drama ? Woanders, aber garantiert nicht hier. Ich versuche es, kurz zu machen, weil ich sonst selbst einen Roman darüber schreiben würde.

Dieses Buch war absolut nichts für mich. Zwar stach der erste Band auch nicht durch einen tiefgründigen oder innovativen Plot heraus, bot aber eine gewisse Spannung und interessante Charaktere. Die Fortsetzung allerdings machte alles wieder zunichte. Vor allem nach dem heftigen Cliffhanger war ich so gespannt darauf, wie es weitergeht. Was würde Cleo erleiden müssen, kann Art sie rechtzeitig finden und wie würde der Krieg zwischen Pure Corruption und Dagger Rose ausgehen, zwischen Vater und Sohn ? Die Ernüchterung kam relativ schnell, nachdem schon der Anfang mich sehr irritierte und vor allem die Handlungen von Arts Vater Rubix mich mehr als anwiderten. Ich fragte mich, ob das wirklich sein musste. Ich weiß zwar, was für eine Art von Roman dieses Buch ist, aber dennoch musste das nicht sein.

Und auch danach fand ich es nur schräg und das nicht im positiven Sinn. Abgehackte Storylines, unnötige Szenen als Seitenfüller und ganz, ganz viele Erotikszenen, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Ich meine, sie hat gerade wieder ein Trauma erlitten, ihr Vertrauen zu einer Bezugsperson wurde so heftig erschüttert und sie kann nur an Sex denken. Und wer mir jetzt damit kommt, dass sie schlechte durch schöne Erinnerungen austauschen wollte, ich verstehe sie dennoch nicht. Es passte für mich nicht rein und vor allem kam beinahe alle paar Seiten sexuelle Handlungen vor, weshalb ich mir dann auch nur dachte, dass ich in einem leichten Filmchen wäre, ihr wisst schon, was ich meine. Es war definitiv zu viel und passte absolut nicht rein.

Generell passiert abgesehen davon eigentlich noch weniger als im Vorgänger, bis ich dann aus meinem "Schlaf" geschreckt wurde, weil Art auf ein paar Seiten dann seinen Vater und Bruder platt machte und neue Wege beschritt, hinein in das softe Happy End. Und das gönne ich ihnen trotz fehlender Chemie absolut, aber irgendwie wäre es schon schöner gewesen, wenn es so ein wenig mehr Rahmenhandlung gegeben hätte anstatt der lieblos aneinander gereihten Szenen, die so in die Länge gezogen wurden, nur um möglichst viele Seiten voll zu bekommen.

Schade fand ich es auch, dass es oft unnötig brutal wirkte. Klar, es dreht sich um eine Rockerband mit vielen Klischees, da gehört es zum Programm, aber es gab einige Szenen, bei den sich mir die Nackenhaare aufstellten, weil hier definitiv Gewalt auch verherrlicht wurde und es zu viel des Guten war. Mir ist durchaus bewusst, was die Autorin mir sagen wollte, aber ich finde, dass sie es übertrieben hat.

Aber eine positive Sache möchte ich schon anmerken. Zu jedem neuen Kapitel gab es einen kleinen Tagebucheintrag von Cleo oder Art aus ihrer Vergangenheit, der so schön ihre unsicheren Gefühle und ihre Liebe zueinander thematisierte und einen kleinen Einblick in ihr Leben gab. Die gefielen mir wirklich sehr, schade, dass ich das nicht auch über das ganze Buch sagen kann.

Leider fand ich die Charaktere genauso fruchtbar. Vor allem Cleos plötzlich unterwürfige Verhalten Art gegenüber und dessen beinahe toxische Verhaltensmuster begeisterten mich nicht. Ihre Beziehung war mehr als toxisch und finde ich alarmierend. Generell darf man von den Figuren hier absolut nichts erwarten und ehrlich gesagt habe ich die meisten schon aus meinem Gedächtnis gestrichen. Einzig Grasshopper mochte ich wieder sehr. Seine ruhige und doch bestimmte Art und wie er sich um Cleo kümmerte, fand ich super.

Zu Art und Cleo brauche ich nichts mehr sagen, aber vielleicht noch zu Dax und Rubix, Bruder und Vater von Art, die mich richtig anwiderten. Sei es in ihrer Art, wie sie sich Frauen gegenüber verhielten oder ihren Club führten; einfach nur widerlich.

Der Schreibstil ließ sich durchaus flüssig lesen, gefiel mir ansonsten einfach überhaupt nicht. Überdramatisiert, klischeehaft, kitschig und unnötig brutal oder "erotisch".

Fazit:

Eine Enttäuschung auf ganzer Linie und ich möchte auch nichts mehr von Pepper Winter lesen. Interessante Handlungsstränge verliefen im Sand und wurden stattdessen durch belanglos aneinander gereihte Szenen ersetzt, die als Seitenfüller dienten. Unnötig brutal und permanent fragwürdige Erotikszenen ließen mich die Stirn runzeln. Toxisch und absolut nicht empfehlenswert. Von mir gibt es:

1 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.06.2023

Schade um die interessante Idee

Zodius - Ein Sturm zieht auf
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"Verrate mir eins, Jocelyn", sagte er und legte kühn eine Hand auf ihren Oberschenkel. "Törnt es dich genauso an wie mich, die Welt zu retten ?"
//S. 257//

Klappentext:
„Hochspannend und innovativ - atemberaubende ...

"Verrate mir eins, Jocelyn", sagte er und legte kühn eine Hand auf ihren Oberschenkel. "Törnt es dich genauso an wie mich, die Welt zu retten ?"
//S. 257//


Klappentext:
„Hochspannend und innovativ - atemberaubende Action gepaart mit einer heißen Liebesgeschichte. Lisa Renee Jones ist einfach fantastisch!“ Lara Adrian. Michael gehört zu einer Gruppe von Soldaten, die mit außerirdischer DNS zu Superkämpfern gemacht wurden. Doch die Behandlung bringt auch die Gefahr mit, dem Wahnsinn zu verfallen. Als einer der Soldaten rebelliert und einen Krieg gegen die Menschheit beginnt, schließt Michael sich ihm an, um dessen Organisation zu infiltrieren. Dafür muss er jedoch die Frau zurücklassen, in der er seine Seelengefährtin gefunden hat.

Meine Meinung:
An sich gebe ich generell nicht viel auf die abgedruckten Meinungen anderer Autoren, aber da ich die Bücher von Lara Adrian sehr mag, war ich schon sehr gespannt auf diese Geschichte, die sie so lobte....aber....

Hochspannend ? Wo ?!
Innovativ ? Vllt zu dem Zeitpunkt, obwohl es dennoch Besseres gibt.
Atemberaubende Action ? Ne sorry...nichts von gemerkt, es war einfach sehr langweilig
Heiße Liebesgeschichte ? Das definitiv nicht.

Inhalt:
Vorweg...ich gehe immer unvoreingenommen an ein Buch, so kann man auch immer tolle Geschichten entdecken und ich versuche auch irgendwie etwas an einem Buch zu mögen, aber das hier war einfach überhaupt nicht meins.

Mich konnte schon der Einstieg null begeistern. Das lag mitunter daran, dass es wie eine Liste runtergerattert wirkte und nicht wie eine zusammenhängende Geschichte. Immer wieder wurde ich komplett rausgerissen, weil auf einmal ein Zeitsprung von 2 Wochen nach gerade mal ungefähr fünfzig Seiten stattfand. Dann gab es eine schnelle Erotikszene und es wurde wieder in die Zukunft gesprungen...aber dieses Mal waren es zwei Jahre. Mitunter deswegen schaffte ich es einfach nicht mehr, mich mit der Geschichte anzufreunden und nach der Hälfte des Buches war ich komplett raus.

Zwar habe ich noch versucht, irgendwie was zusammenhängendes da raus zu lesen...aber ich habe wohl schon wieder fast alles vergessen, was so auch nicht verkehrt ist, weil es so viele Dinge gab, die mich irgendwie aufregten bzw. die mir schlicht zu stereo waren.

Da brauchte einer der beiden Hauptcharaktere nur in der Nähe des anderen sein und beide konnten nur an das Eine denken. Mag vielleicht ja passen, aber für mich nicht.

Ich fand es auch nicht toll, wie Frauen hier dargestellt wurden. Man ist in diesem Genre doch durchaus manches gewohnt. Sobald ein Mann sie angesehen hat, waren sie hormongesteuerte Zicken, die sich gegenseitig an die Kehle gingen. Ich weiß gerade nicht, wie ich es anders beschreiben soll, aber entweder lagen sich die Frauen permanent in den Haaren oder sie wurden von den Männern "magisch" angezogen.

Charaktere:
Ich denke, ich habe mich im letzten Abschnitt durchaus genügend dazu geäußert, aber kurzgefasst kann man sagen, dass sie mir gar nicht gefielen. Eindimensional, stereo und immer auf Streit aus. Und das Pärchen ging mir irgendwann mit seiner Dauerlibido sehr auf die Nerven. Und bei dem Zitat läuft es mir immer noch den Rücken runter, das beschreibt Michael sehr gut.

Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich schon zu Beginn komisch. So gehetzt und abgehackt. Und das wurde auch später nicht besser, eher schlimmer. Denn je mehr ich las, desto öder fand ich ihn, sehr anstrengend und die Erotik war nicht sinnlich.

Fazit:
Es war einen Versuch wert und wenn ich generell keine Bücher abbreche, weil manche mich dann doch noch überzeugen können, finde ich es irgendwo schon schade, dass es wirklich nichts für mich war. Der Inhalt klang interessant und ich habe auch nichts dagegen, wenn es flacher gehalten wird, aber leider hat diese Geschichte keinen Charme und an einigen Stellen zu dick aufgetragen. Von mir gibt es:

1 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Absolute Zeitverschwendung

I Do Hate You
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Delaney würde alles tun, damit ihre beste Freundin Emma die Traumhochzeit bekommt, die sie sich ausgemalt hat. Auch wenn es dazu zählt, dass sie sich um deren Bruder Theo kümmern muss, damit er keinen ...

Delaney würde alles tun, damit ihre beste Freundin Emma die Traumhochzeit bekommt, die sie sich ausgemalt hat. Auch wenn es dazu zählt, dass sie sich um deren Bruder Theo kümmern muss, damit er keinen Blödsinn macht und alles stört. Das wäre an sich auch kein Problem, aber leider sind Theo und sie Feinde, die nicht unterschiedlicher sein könnten und sich permanent in die Haare bekommen. Zu allem Überfluss müssen die beiden sich auch noch ein Zimmer teilen, aber dies bietet auch neue Möglichkeiten und so sieht sie immer mehr hinter seine Fassade und kommt ihm näher als gedacht.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch war es im Grunde Liebe auf den ersten Blick, auch wenn das Cover sogar etwas zu eintönig ist. Aber mir gefallen die floralen Muster und der Klappentext klang so toll, dass ich mich richtig auf das Buch freute, auch wenn es zunächst eine Weile auf dem SuB lag, bis mein Bauch mir dazu riet. Der Anfang gefiel mir trotz gewisser, sehr absurder, Momente richtig gut und ich konnte viel lachen. Allerdings flachte es nach relativ kurzer Zeit immer mehr ab, bis ich kurz davor war, es abzubrechen, weil es sich nur noch um Geschlechtsverkehr, sowie die permantete Erwähnung von gewissen Körperteilen drehte und in eine richtig schlechte Telenovela abrutschte.

Und dabei fing es so gut an. Klar, es war von der ersten Seite an richtig turbulent und schräg, brachte aber gerade deswegen viel Spaß. Man lernte die Figuren kennen und durfte schon einmal einen ersten Blick auf die immerwährende Feindschaft von Delaney und Theo werfen, die mir zu dem Zeitpunkt noch super gefiel. Aber danach passierte eigentlich gar nichts und es drehte sich nur noch im Kreis. Anstatt spannender Emotionen, Konflikte, die sich interessant entwickeln und einer packenden Liebesgeschichte reihte sich eine belanglose Szene an die nächste und wirkte oft so dermaßen kindisch und absurd, dass es mich richtig frustrierte. Zwar gab es interessante Stellen, aber mit denen wurde kaum etwas gemacht und dieses große Geheimnis von Theo wurde ja selbst von der Autorin vor dem Start der Geschichte in ihrer Einleitung enthüllt, sodass da keine Überraschung mehr war, zumal die schon die ersten Hinweise mehr als deutlich waren. Richtig genervt hat mich aber die Erotik, die hier so dermaßen Überhand nahm, dass es schon beinahe pornografisch war. Da glühten Hoden und Geschlechtsorgane jubelten, während Delaney sein Fleischgewehr umschmeichelte. Und ja, genau diese Begriffe wurde so gedruckt. Manchmal konnte ich nicht mehr vor lachen, weil es so absurd und bescheuert wirkte und ich mich fragte, ob das alles wirklich ernst gemeint war oder doch eine Art Parodie auf das ganze Genre darstellen sollte.

Hier passte nun mal absolut gar nichts zusammen; weder die nicht existierende Handlung, noch die anstrengenden Figuren, die sehr hohl und flach wirkten, sowie der schlechte Schreibstil, der oft aus so kurzen Sätzen bestand, die nur ein Wort enthielten. Das mag ab und zu ja mal passen, aber hier kam es in einer Art vor, die schlichtweg traurig war. Zumal ich zu gerne auch eine Strichliste für das Wort "Fuck" gemacht hätte, das in einer Anzahl verwendet wurde, bei der ich irgendwann nur die Augen verdrehte. Das war weder sinnlich, noch spannend oder lustig und wirkte eher unangenehm. Spannung, Emotionen oder Humor kam nicht vor und die Versuche wirkten sehr verkrampft und zu gestellt. So leider auch bei den Figuren, die ich nicht leiden konnte.

Laney und Theo hatten keinerlei Chemie und ich verstand nicht, was sie an ihm fand, zumal die Veränderung ihrer Gefühle für ihn nicht erklärt wurde und sie ihn in dem einen Moment noch hasste für das, was er ihr früher antat und dann war es die große Liebe ? Passte einfach nicht. Und dabei boten beide eigentlich genug Stoff für interessante Figuren. Laney wollte immer nur ihren Eltern gefallen und steckte ihre Wünsche und Träume weit zurück, während Theo beweisen wollte, dass er mehr als ein Chaot ist und eine liebenswerte und fürsorgliche Art besitzt. Bei beiden blitzte dies auch immer mal wieder auf und ich hatte die Hoffnung, dass sie mir doch noch sympathisch werden könnten, aber dann flachte es wieder sehr ab und sie wirkten unauthentisch. Theo verhielt sich sehr kindisch, überdreht und viele seiner Aktionen riefen in mir eher Fremdscham als Belustigung hervor. Ihre Liebesgeschichte las sich langweilig, was zu vorhersehbar und ich fieberte kein Stück mit, zumal diese telenovelartigen Wendungen trotz ihres gewissen Unterhaltungswert absolut schlecht waren. Und auch die anderen Figuren mochte ich nicht, weil sie zu drüber wirkten. Sie blieben mir auch nicht im Gedächtnis, was ich nicht schade finde.

Fazit:
Das könnte mein Flop des Jahres werden und ich habe schon lange nicht mehr eine Geschichte gelesen, die mich so sehr frustrierte wie diese. Hier passte einfach gar nichts zusammen und aus dem Potenzial wurde absolut nichts gemacht. Ich hatte von Anfang an keine riesen Erwartungen und wollte einfach nur gut unterhalten werden, aber die zu erotiklastige und im Grunde nicht vorhandene Handlung, sowie die flachen und oftmals anstrengenden Charaktere und der Schreibstil, der manchmal richtig unangenehm wirkte, brachten keinen Spaß. Zwar hatte ich zwischendurch immer mal wieder die Hoffnung, dass es sich fangen würde, weil es Szenen gab, die richtig gut funktionierten, aber diese wurden meiste durch die permanente Erwähnung von Geschlechtsteilen oder einer unerotischen Erotikszene wieder zunichts gemacht. Das war absolut nichts und ich werde ich Zukunft auch lieber die Finger von dieser Autorin lassen, dieses Buch hat mir gereicht. Von mir gibt es knappe:

0,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Sehr fragwürdig

DARK gleam CASTLE
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Brauche ich hier einen Klappentext oder eine Inhaltsangabe in meinen Worten ? Wohl eher nicht, aber damit ihr wisst, worum es geht, bitteschön:

Eine junge Frau und ihr Bruder schleichen sich auf einen ...

Brauche ich hier einen Klappentext oder eine Inhaltsangabe in meinen Worten ? Wohl eher nicht, aber damit ihr wisst, worum es geht, bitteschön:

Eine junge Frau und ihr Bruder schleichen sich auf einen Maskenball oder so ein, damit sie die Schulden des besagten Bruders begleichen kann. Aber anstatt sie gehen zu lassen, wollen die Männer Zinsen von ihr und ratet mal, wie sie die zurückzahlen soll? Genau, in dem sie mit ihnen schläft, sich erniedrigen lässt und ihnen Vergnügen bereitet. Prima ! Und was ist mit dem Bruder ? Lest selbst, da kann man auch nur den Kopf schütteln.

Meine Meinung:
Schon lange hat mich kein Buch mehr so wütend gemacht wie dieses. Anhand des Klappentextes, der wie jeder andere aus dem Genre klingt und weil es eben Dark Romance ist, bin ich völlig ohne jegliche Ansprüche daran gegangen. Ich weiß, dass das teils echt drüber sein kann, die weiblichen Protagonistinnen erniedrigt werden und war auf echt alles gefasst, aber nicht mit einem quasi Porno, der noch weniger Rahmenhandlung hatte als ein Telefonbuch. Nachdem Madison, unsere Portagonistin auf die "Lords" traf, drehte es sich nur noch um Geschlechtsteile, vor allem männliche, Erdniedrigung und sexuelle Handlungen. Und das war nicht einmal in irgendeiner Weise sinnlich oder dergleichen, sondern so plumb und fremdschamerregend, dass ich teils vor Lachen nicht mehr wollte. Da konnten auch die eingestreuten Thrillerelemente nicht viel retten, die meist auch deplatziert und merkwürdig wirkten. Da passte absolut nichts zusammen und die moralische Note war mehr als fragwürdig, vor allem, was die Ansichten der Charaktere anging, die absolut keinerlei Persönlichkeit besaßen und bei denen ich ständig durcheinander kam.

Kennst du einen Dark Romance Roman, kennst du alle ? Jein, ich habe auch schon gute gelesen, wenn man das so schreiben darf. Welche, wo sich der Autor noch wenigstens etwas Mühe gemacht hat, ein wenig Rahmenhandlung beizufügen und die Charaktere sich durchaus veränderten. Und das kann man von diesem Buch nicht behaupten. Da wirkte alles null stimmig, eher wie zusammengewürfelt und ich konnte in meiner Strichliste im Kopf die üblichen Punkte allesamt abhaken. Eine verschüchterte junge Frau, deren Sexualität mit einem Schlag erwacht, die alle ihre moralischen Prinzipien über den Haufen wirft und noch noch an besagte Geschlechtsteile denken kann ? Check. Mehrere junge Männer, die reich und düster sind, aber ohne jegliche Persönlichkeit, die der Frau dämliche Kosenamen geben, die einfach nur lächerlich wirken ? Check. Irgendeine Erpressung ? Check. Ein obligatorischer Cliffhanger, der keinen Sinn ergibt ? Check !

Ich glaube am meisten haben mich echt diese Kosenamen für Madison und die Bezeichnungen für das weibliche Geschlecht aufgeregt. Das war einfach nur unterste Schublade und wirkte weder düster, noch sinnlich oder passend, sondern einfach nur daneben. Ich hatte das Gefühl, dass man hier auf Krampf heraus das so erniedrigend wie möglich darstellen wollte, damit Gesprächsstoff herrscht und man auffällt. Glückwunsch, wurde hier erreicht. Denn selten habe ich so einen ordinären und flachen Erotikroman gelesen, der richtig schlecht geschrieben wurde und mich so sehr langweilte. Die Sätze waren teils zu kurz und wurden abgehackt aneinander gereiht, sodass ich manches mehrmals lesen musste, weil es zuerst keinerlei Sinnn ergab. Aber von Sinn braucht man hier eh nicht sprechen, das es einige Logikfehler gab und ich auch bezüglich dieser Mordgeschichte manchmal absolut nichts verstand. Ich meine, gibt es diesen Namen zweimal, oder warum plaudern die Lords mit ihm, wenn er ihnen droht und jemanden ermordet ? Es hat einfach keinen Sinn gemacht.

Vor allem Madison nicht, die ich in den ersten Seiten sogar noch etwas mochte. Ihr Bruder war ihr so wichtig und man merkte die enge Bindung zwischen ihnen. Sie wirkte nicht auf den Kopf gefallen und war sogar mutig. Aber das änderte sich nach ein paar Seiten und jegliche Intelligenz war verschwunden. Stattdessen hatte sie nur noch männliche Geschlechtsteile im Kopf und fand auf einmal Dinge richtig toll, die sie ein paar Szenen zuvor noch richtig kritisierte. Ansonsten besaß auch sie keine Persönlichkeit und wirkte recht eindimensional. Dann war auch auf einmal der Bruder egal, denn schließlich hatte sie ja jetzt anderes im Sinn.

Fazit:
Der Schreibstil war unterirdisch, langweilig und die Erotik zum Fremdschämen, aber es lies sich sehr flüssig lesen. Ich meine, irgendwas Positives kann man durchaus finden. Alles andere drum herum war richtig schlecht, machte teils absolut keinen Sinn und sowas wie eine Handlung war nicht erkennbar. Stattdessen gab es sehr fragwürdige Kosenamen, Aktionen und Gespräche, die mir eine Gänsehaut bescherten, aber nicht im positiven Sinn. Dark Romance kann durchaus etwas für mich sein, aber garantiert nicht diese Autorin. Von mir gibt es:

0,5 von 5 Sterne

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