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Veröffentlicht am 30.11.2023

Eine tolle Fortsetzung! Spannend, geheimnisvoll und wunderbar magisch.

Die Duftakademie (2). Gefährliches Geflüster
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Ella Fredericks freut sich riesig darauf, in die Duftakademie zurückzukehren und an dem Herbstcamp teilzunehmen. Endlich wird sie mehr über ihr Sentifleurtalent erfahren und ihre neuen Freunde Ben und ...

Ella Fredericks freut sich riesig darauf, in die Duftakademie zurückzukehren und an dem Herbstcamp teilzunehmen. Endlich wird sie mehr über ihr Sentifleurtalent erfahren und ihre neuen Freunde Ben und Polly wiedersehen. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft zeigt sich, dass den dreien auch dieses Mal eine alles andere als ruhige Zeit an der Duftakademie vergönnt ist. Raffael ist spurlos verschwunden und ihre Mitschülerin Theresa hat immer wieder seltsame Visionen über den Patron. Wo steckt Raffael nur? Und kann man Theresas Visionen Glauben schenken, verraten sie wirklich mehr über die furchtbaren Pläne des Patrons? Ella, Polly und Ben versuchen hinter die ganzen Rätsel zu kommen und begeben sich dabei in große Gefahr.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Band von „Die Duftakademie“, der Nachfolger-Serie zu „Die Duftapotheke“. Den ersten Teil sollte man gelesen haben und es wäre auch empfehlenswert, die Duftapotheke zu kennen. Letzteres ist allerdings nicht erforderlich, die beiden Reihen sind problemlos unabhängig voneinander lesbar.

Nachdem ich die Duftapotheke so geliebt habe und mir auch der Auftakt des Spin-offs sehr gut gefallen hat, war ich auf diesen Band äußerst gespannt. Und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht. Für die volle Sternenzahl hat es mir letztendlich zwar dann doch nicht gereicht, irgendwie hat mir diesmal das gewisse Etwas gefehlt, aber ich habe trotz allem wunderbare Lesestunden mit dem Buch verbracht und es innerhalb kurzer Zeit verschlungen. Es hat einfach nur wieder großen Spaß gemacht, in mein geliebtes Duftapotheke-Universum einzutauchen und ein neues aufregendes Abenteuer darin zu erleben.

Als Leserin kehrt man gleich zu Beginn mit der 13-jährigen Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Ella an die Duftakademie zurück, wo man auf viele weitere bekannte Gesichter trifft wie Luzie Alvenstein, Leon und Ellas neue Freunde Polly und Ben. Die Gastauftritte der Duftapotheke-Figuren fand ich dabei ganz besonders schön, aber auch über mein Wiedersehen mit den Duftakademie-Charakteren habe ich mich sehr gefreut. Ella, Polly und Ben sind mir schon jetzt fest ans Herz gewachsen. Es ist wieder richtig toll zu sehen, was für ein großartiges Team die drei Kinder ergeben und wie sie sich gemeinsam den vielen Herausforderungen und Gefahren stellen.
Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen werden auch dieses Mal groß geschrieben, es wird erneut spannend, geheimnisvoll, emotional und magisch und zum Ende hin sogar noch eine klitzekleines bisschen romantisch. Zusammen mit unserem Trio verschlägt es uns zudem noch an einen ganz besonderen Ort, den vielen Leser
innen sehr vertraut sein wird. Mehr dazu und zur weiteren Handlung werde ich hier jedoch nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden.

Neben der Anna Ruhe hat auch die Claudia Carls wie gewohnt eine fabelhafte Arbeit geleistet. Das Cover, das sie uns gezaubert hat, ist ein absoluter Hingucker, ich liebe es. Und ihre stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die die Geschichte begleiten, sind ebenfalls einfach traumhaft und machen das Lesen zu einem einzigartigen Erlebnis.

Fazit: Mit „Die Duftakademie. Gefährliches Geflüster“ entführt uns Anna Ruhe erneut in ihre wundervolle magische Welt der Düfte und beschert uns ein packendes Abenteuer voller Spannung, Geheimnisse und Magie. Ich persönlich finde diesen Band ein kleines bisschen schwächer als den Vorgänger, bin aber dennoch begeistert und kann den dritten Teil kaum erwarten. Eine wirklich gelungene Fortsetzung und das perfekte Lesefutter für alle Fantasy-Fans ab 10 Jahren. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.11.2023

Eine warmherzige, magische und wunderschön illustrierte Weihnachtsgeschichte

Der Zauber der Worte
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Der sechsjährige William lebt mit seinen Eltern und Familienhund Racker in der winzigen Wohnung über ihrer Buchhandlung, dem Wortewunderland. William liebt den kleinen Laden mit seinen deckenhohen Regalen ...

Der sechsjährige William lebt mit seinen Eltern und Familienhund Racker in der winzigen Wohnung über ihrer Buchhandlung, dem Wortewunderland. William liebt den kleinen Laden mit seinen deckenhohen Regalen voller Büchern und dem gemütlichen Lesesofa über alles, für ihn ist es der schönste Buchladen der Welt. Als William kurz vor Weihnachten mitbekommt, dass seine Eltern sein geliebtes Wortewunderland sehr wahrscheinlich bald schließen müssen, weil immer weniger Kund*innen zu ihnen kommen, ist er entsetzt. Das kann er auf gar keinen Fall zulassen! Um mehr Leute anzulocken und das Geschäft zu retten, bastelt er ein großes Rentier mit einem bunt bemalten Weihnachtsschlitten und macht damit das Schaufenster zu einem funkel-glitzer-strahlenden Winterwunderfenster. In der darauffolgenden Nacht passiert etwas ganz Unglaubliches: Das Rentier erwacht zum Leben und nimmt William in seinem Schlitten auf einen Flug durch die Nacht mit. Zusammen sausen sie unter den Sternen und über die Stadt dahin und rufen dabei die allerleuchtendsten Worte, damit die Menschen in Festtagsstimmung kommen, und bewirken damit ein magisches Weihnachtswunder.

Bei diesem Schätzchen war es bei mir nicht nur Coverliebe auf den ersten Blick, auch von dem, was zwischen den Buchdeckeln schlummert, war ich sofort ganz verzückt.
„Der Zauber der Worte“ ist ein wundervolles und herzerwärmendes Abenteuer voller Weihnachtszauber, Bücherliebe und Magie. Eine traumhaft illustrierte Geschichte für Kinder ab 4 Jahren, die einen trotz ernster Themen wie Existenzängste und Geldsorgen in eine winterlich-weihnachtliche Stimmung versetzt und sich perfekt zum kuscheligen Vorlesen in der Adventszeit eignet. Man fühlt sich einfach direkt wohl beim Lesen und würde es sich am liebsten selbst mal auf dem Lesesofa im urigen Wortewunderland gemütlich machen, ausgiebig in Büchern schmökern und dabei leckeren Lebkuchen knabbern.
Auch die Charaktere werden liebevoll beschrieben, allen voran der kleine buchverrückte William. Er ist ein total süßer, aufgeweckter und sympathischer Junge, den man sofort ins Herz schließt und nur zu gerne begleitet.

Die farbenfrohen Illustrationen von Rachael Dean untermalen Helen Mortimers Text gekonnt. Ihre stimmungsvollen und detailverliebten Bilder verströmen eine wohlig-warme, heimelige Weihnachtsatmosphäre und laden zum Verweilen und Bestaunen ein.

Fazit: „Der Zauber der Worte“ ist eine warmherzige, fantasievolle und magische Weihnachtsgeschichte, die an die wahren Werte von Weihnachten erinnert und zeigt, was für herrliche Orte kleine Buchläden sind. Ein zauberhafter Bilderbuchschatz mit wunderschönen Illustrationen. Für alle, die Bücher und Buchhandlungen lieben und an Weihnachtswunder glauben. Mich hat dieses Buch völlig verzaubert, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.11.2023

Ein wundervolles Weihnachtsbilderbuch. Warmherzig, magisch und zauberhaft illustriert.

Das Weihnachtswuschel
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Die Waldtiere sind ganz aufgeregt. Morgen ist schon Heiligabend und es gibt noch so viel vorzubereiten! Schon seit Tagen tönt lautes Gezänk durch den Wald. Der Dachs beschwert sich, weil keines der Tiere ...

Die Waldtiere sind ganz aufgeregt. Morgen ist schon Heiligabend und es gibt noch so viel vorzubereiten! Schon seit Tagen tönt lautes Gezänk durch den Wald. Der Dachs beschwert sich, weil keines der Tiere Nüsse für den gemeinsamen Weihnachtsschmaus beizusteuern möchte, der Hase schmückt seit Stunden den Baum, aber die anderen haben ständig was zu meckern, die Meisen streiten darüber, wer bei der Bescherung singen darf und die Eule sucht den Honig für den Weihnachtspunsch. Die Tiere zanken einfach ununterbrochen, der kleine Fuchs Fiete hält es kaum noch aus und würde sich am liebsten davonschleichen. Doch da hört er plötzlich ein seltsames Geräusch, ein leises Weinen. Schnell macht er die anderen darauf aufmerksam und tatsächlich wird es endlich still im Wald. Gemeinsam folgen sie dem Fiepen und finden einen kleinen zotteligen Hund im verschneiten Unterholz, der vor Kälte am ganzen Körper zittert. Niemand weiß, wo der Welpe herkommt, aber alle sind sich einig, dass sie ihm helfen müssen. Sofort ist jeder bereit, etwas von seinen Vorräten abzugeben und es wird Brennholz für ein Feuer gesammelt. Am nächsten Morgen geht es dem Kleinen schon wieder besser, doch er hat Heimweh. Ob er wohl rechtzeitig zum Fest wieder zu Hause sein wird? Und kann es vielleicht sein, dass er gar nicht zufällig bei den Waldtieren aufgetaucht ist?

Wie die Geschichte ausgeht, werde ich hier nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Es wird am Ende jedenfalls wunderbar weihnachtlich und magisch und auch ein bisschen geheimnisvoll. Mit „Das Weihnachtswuschel“ haben Katja Reider und Jennifer Coulmann einfach das perfekte Bilderbuch für die Adventszeit erschaffen. Trotz der zankenden und gestressten Tiere zu Beginn bringt einen die Erzählung richtig in Weihnachtsstimmung und erwärmt das Herz.
Es ist so schön und rührend zu sehen, wie die Waldtiere damit beginnen zusammenzuarbeiten und sich alle gemeinsam, ganz ohne Zankerei, um den kleinen Hund kümmern. Wuschel ist wirklich gerade zur rechten Zeit erschienen (als wäre Magie im Spiel, wer weiß). Durch ihn denkt plötzlich niemand mehr ans Streiten, die Aufgabe, dem Welpen zu helfen ist jetzt viel wichtiger. Die Erzählung erinnert uns also liebevoll daran, was an Weihnachten zählt: Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Frieden, Ruhe, Freundlichkeit und Mitgefühl. Und sie zeigt: Weihnachtswunder gibt es wirklich.

Die farbenfrohen und ausdrucksstarken Illustrationen von Jennifer Coulmann, die die Geschichte begleiten, erwecken den verschneiten Winterwald und seine Bewohner zum Leben und fangen die winterlich-weihnachtliche Atmosphäre hervorragend ein. Sie sind wie gewohnt total niedlich gezeichnet, vor allem Wuschel sieht superknuffig aus, und ergeben gemeinsam mit dem Text ein rundum gelungenes Zusammenspiel.

Fazit: „Das Weihnachtswuschel“ ist eine bezaubernd-wuschelige, weihnachtliche Tiergeschichte mit viel Herz, Magie und Weihnachtszauber und wunderschönen Illustrationen. Ein ganz tolles Weihnachtsbilderbuch zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren. Aufregend, stimmungsvoll, zum Knuddeln süß und warmherzig. Ich kann es nur empfehlen, mein Herz hat das Weihnachtswuschel im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte. Warmherzig, nachdenklich, magisch.

Die Nacht, in der ich Weihnachten rettete
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Jackson ist ein absoluter Weihnachtsfan und glaubt fest daran, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Doch als ein Freund von ihm eines Tages behauptet, dass sein größtes Idol gar nicht existiere, kommen ...

Jackson ist ein absoluter Weihnachtsfan und glaubt fest daran, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Doch als ein Freund von ihm eines Tages behauptet, dass sein größtes Idol gar nicht existiere, kommen Jackson langsam Zweifel auf. Hat sein Freund vielleicht recht? Jackson beschließt der Sache auf den Grund zu gehen und dem Weihnachtsmann in der Nacht zum 25. Dezember aufzulauern. Als seine Eltern und Schwestern endlich schlafen, schleicht er sich heimlich ins Wohnzimmer und wer kommt kurz darauf durch den Kamin gesaust? Der Weihnachtsmann! Dieser hat sich nur dummerweise den Knöchel verstaucht und braucht dringend Hilfe beim Geschenke verteilen. Jackson ist natürlich sofort bereit zu helfen. Er begleitet den Weihnachtsmann in dessen Schlitten durch die ganze Welt und bekommt dabei eine unglaubliche Geschichte von ihm erzählt. Sie handelt von einem verbitterten und geizigen Elf namens Torvil, der vor langer Zeit in der heiligen Nacht eine wundersame Wandlung durchgemacht hat.

Ich mochte schon die beiden vorherigen Kinderromane von Ben Miller sehr gerne, aber dieses Buch aus seiner Feder hat mir noch mal eine Ecke besser gefallen.
„In der Nacht, in der ich Weihnachten rettete“ ist ein magisches Weihnachtsabenteuer mit viel Herz und Humor, das zum Teil stark an Charles Dickens’ berühmten Weihnachtsklassiker „A Christmas Carol“ angelehnt ist. Manche werden vielleicht kritisieren, dass sich Ben Miller so sehr bei Dickens bedient hat, mich jedoch hat es in keinster Weise gestört. In meinen Augen ist dem britischen Autor eine originelle Adaption des Klassikers gelungen, die er geschickt mit einer Geschichte über die Entstehung des Weihnachtsmannes verknüpft hat. Während man in der heutigen Zeit den Jungen Jackson, den Weihnachtsmann und den kessen Rudolph auf ihrer Geschenketour begleitet, entführen einen die Erzählungen über den hartherzigen Spielzeugmacher Torvil in die Vergangenheit, in die Welt der Elfen. Langweilig wird es dabei an keiner Stelle. Ob abenteuerlich, lustig, berührend, ein bisschen traurig und wunderbar weihnachtlich – es ist alles dabei. Es macht einfach großen Spaß abwechselnd in die beiden Handlungsstränge einzutauchen, die gemeinsam mit Daniela Jaglenka Terrazzinis stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen ein zauberhaftes, stimmiges Ganzes ergeben.

Fazit: „In der Nacht, in der ich Weihnachten rettete“ ist eine wunderschöne, herzerwärmende und fantasievolle Weihnachtsgeschichte zum Vor- und Selberlesen ab 8 Jahren, die Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und an die wahre Bedeutung von Weihnachten erinnert. Das perfekte Buch für die Adventszeit. Spannend, witzig, nachdenklich und voller Weihnachtszauber und Überraschungen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.11.2023

Ein wundervoller Roman, der bewegt, mitreißt und nachdenklich stimmt

Irgendwo wartet das Leben
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Da ich die bisherigen Bücher von Erin Entrada Kelly so geliebt habe, habe ich mich auf ihren neuen Roman „Irgendwo wartet das Leben“ sehr gefreut. Und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht.

Fawn Creek. ...



Da ich die bisherigen Bücher von Erin Entrada Kelly so geliebt habe, habe ich mich auf ihren neuen Roman „Irgendwo wartet das Leben“ sehr gefreut. Und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht.

Fawn Creek. Eine Kleinstadt in Südlouisiana, in der jeder jeden kennt und nie etwas Aufregendes passiert. Hier leben der Außenseiter Greyson und seine beste Freundin Dorothy, die gemeinsam die 7. Klasse der Fawn Creek Middle School besuchen. Diese besteht aus 12 Schülerinnen und alle kennen sich schon ihr Leben lang. Als eines Tages die 12-jährige Orchid Mason in die kleine Gemeinde zieht und die Klasse betritt, wird sie das Leben ihrer Mitschülerinnen ordentlich durcheinanderbringen. Orchid ist anders, sie überstrahlt alle und lässt sich in keine Schublade stecken. Wer ist diese geheimnisvolle Neue nur, die eine Blume im Haar trägt, schon in New York City und Paris war und lauter spannende Geschichten zu erzählen hat? An ihr scheint alles so leicht zu sein. Aber ist es das auch wirklich?

Die US-amerikanische Autorin Erin Entrada Kelly hat erneut einen besonderen Kinderroman zu Papier gebracht, der sich mit vielen komplexen Themen befasst und sehr zum Nachdenken und Reflektieren einlädt. Eine leise, tiefgründige und berührende Geschichte über Freundschaft, Mobbing, Selbstakzeptanz und Toleranz, über Zugehörigkeit, die Suche nach Identität und Veränderungen.

„Irgendwo wartet das Leben“ entführt uns Leserinnen in eine Kleinstadt in Südlouisiana und spielt größtenteils an der dortigen Middle School. Wir lernen die siebte Klasse dieser Schule kennen, in der sich alle von klein auf kennen und die Rollen klar verteilt sind. Wir treffen auf Tonangeber, Mobber und Außenseiter, auf die Sportlichen, Schönen und Unauffälligen. Eine typische Schulklasse eben, in der sich viele junge Leserinnen wiederfinden werden. Erin Entrada Kelly wirft einen sehr feinsinnigen Blick auf das Leben von Heranwachsenden und stellt deren verschiedenen Probleme authentisch und sensibel dar. Sie führt vor Augen, dass das Erwachsenwerden alles andere als leicht ist, vor allem in einer Kleinstadt wie Fawn Creek nicht. Zugleich vermittelt sie aber auch Hoffnung und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Dadurch, dass der Roman aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird, erhalten wir ein sehr genaues Bild von den Schülerinnen, wobei manche dabei deutlich mehr in den Fokus genommen werden wie Greyson und Dorothy. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch immer auf Orchid, die faszinierende Neue, die mit ihrem Auftauchen alles durcheinanderwirbeln wird. Sie umgibt jedoch bis zum Schluss etwas Geheimnisvolles und Unnahbares, fast schon Magisches, was für eine gewisse Spannung sorgt. Mit einer actionreichen Handlung, in der viel passiert, darf man hier allerdings nicht rechnen. „Irgendwo wartet das Leben“ wird auf eine recht unaufgeregte Weise erzählt. Dennoch vermag die Geschichte durchgehend zu fesseln und lässt sich dank der kurzen Kapitel und dem angenehmen, wunderschönen Schreibstil nahezu in einem Rutsch lesen. Es ist spannend und bewegend zu sehen, wie sich die Dynamik der Klasse durch Orchid langsam verändert und die Schüler damit beginnen, aus ihren Schubladen auszubrechen und lernen zu sich selbst zu stehen.

Fazit: Wieder einmal hat Erin Entrada Kelly ein ganz besonderes Buch für Leser
innen ab 11 Jahren geschrieben, das auch für Erwachsene absolut lesenswert ist. „Irgendwo wartet das Leben“ ist eine kraftvolle, lebensnahe und mutmachende Geschichte, die berührt, fasziniert und zum Nachdenken anregt. Ein ruhig und einfühlsam erzählter Kleinstadtroman voller Tiefe und Wärme. Mich hat auch dieses Werk aus der Feder von Erin Entrada Kelly auf ganzer Linie überzeugen können, ich kann es nur empfehlen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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