1984 reloaded
JuliaEines vorab: Georg Orwells „1984" habe ich nicht gelesen. Es hat sich einfach nie ergeben.
Als ich dann dieses Buch sah, wurde ich sofort neugierig: „1984“ reloaded - dieses Mal nicht aus der Perspektive ...
Eines vorab: Georg Orwells „1984" habe ich nicht gelesen. Es hat sich einfach nie ergeben.
Als ich dann dieses Buch sah, wurde ich sofort neugierig: „1984“ reloaded - dieses Mal nicht aus der Perspektive Winstons, sondern aus der Sicht Julias erzählt.
JULIA
Sandra Newman
Julia ist Mechanikerin und kann sich in London einigermaßen frei bewegen. Sie ist linientreu und angepasst, zumindest fast. Sie liebt Sex und das ist verboten. Wenn man sie beim Sexcrim erwischte, würde sie hängen - doch sie ist vorsichtig, auch wenn sie mit den Proleten, den Menschen, die nicht der Partei angehören, Tauschgeschäfte abschließt.
Geschäfte abzuwickeln oder Geheimnisse mit anderen austauschen, ist in dem Überwachungssystem Londons fast unmöglich, dieses erfordert großes Geschick - Spitzel, Spione und Fernsehüberwachungen sind allgegenwärtig.
Dann begegnet ihr Winston Smith und sie verliebt sich in ihn. Was als Liebe beginnt, endet im Desaster. Sie fliegen auf und die Partei zwingt sie, als Spionin zu arbeiten.
Ob Julia am Ende überlebt, müsst ihr selber herausfinden.
Was für eine großartige Idee, das Buch noch einmal aus der Sicht einer anderen Person dazustellen!
Ich wurde in eine Dystopie katapultiert - irgendwo zwischen Stasi-Deutschland und Nationalsozialismus.
Auch wenn ich das Buch nicht durchgehend spannend fand (teilweise zog es sich) und es im letzten Drittel wahnsinnig brutal wurde, gefiel mir das Buch im Ganzen gut. Der Schluss des Buches ist großartig und deshalb habe ich mir das Original 1984 von George Orwell bereits bestellt und werde es zeitnah lesen.
Anmerkung: Alle Dialoge zwischen Julia und Winston sind übrigens aus dem Buch 1984 entnommen.
Fazit:
Mir wird das Buch lange in Erinnerung bleiben.
4/ 5