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Tanja-W

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2019

Ganz toller Roman über Kur-Vorurteile und Schubladendenken mit einer Portion Humor und Liebe

Herzkur
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Klappentext:
Diese Kur hat massive Nebenwirkungen!
Verena kann es nicht fassen, als ihr Mann Rainer sich völlig überraschend eine "Auszeit" von Familie und Ehe nimmt. Plötzlich ist sie alleinerziehend ...


Klappentext:
Diese Kur hat massive Nebenwirkungen!
Verena kann es nicht fassen, als ihr Mann Rainer sich völlig überraschend eine "Auszeit" von Familie und Ehe nimmt. Plötzlich ist sie alleinerziehend und kreuzunglücklich - auch wenn sie ihre Töchter Ella und Annie heiß und innig liebt. Schnell ist sie mit den Kräften am Ende. Ihre Mutter hat die Lösung: eine Mutter-Kind-Kur. Nur widerwillig geht Verena auf den Vorschlag ein und fährt mit einem Rucksack voller Vorurteile in eine Klinik auf Fehmarn. Schon bei der Anreise findet sie alle Erwartungen bestätigt: unerträgliche Mütter und Kinder soweit das Auge reicht. Doch es gibt Lichtblicke in dieser grauen Ostseewelt. Nicht zuletzt Jan, der mit seiner Tochter an ihrem Tisch sitzt...

Meine Meinung:

Verena fällt aus allen Wolken als ihr Mann Rainer die Familie hinter sich lässt und beruflich ins Ausland geht. Schnell stößt sie an ihre Grenzen, sieht der anstehenden Kur aber sehr skeptisch entgegen. Schon im Zug sieht sie ihre Vorteile bestätigt und ordnet die reisenden Mütter in ihre Schubladen. Ist denn keine normale Mutter hier? Schon bei der ersten Mahlzeit will sie am liebsten die Flucht antreten, sitzt sie doch mit Ruhrpott-Monti und der stark geschminkten Jenny an einem Tisch. Der einzig normale scheint Jan zu sein, ein junger Vater mit seiner Tochter. Verena wäre am liebsten nur für sich und würde die Zeit gerne für Strandspaziergänge auf Fehmarn nutzen. Sie hat so gar keine Lust zur Wassergymnastik und zum Pilates zu gehen. Einzig beim Fango und der Massage bei Irina und dem Kur-Gigolo Raoul taut Verena auf, mit dem sie auf Tuchfühlung geht. Nach einem feuchtfröhlichen Dorfabend kommt sie auch Jan näher. Wie soll sie sich nur entscheiden und was macht sie mit Rainer, der plötzlich aus Jordanien zurück ist?

Julia Greve nimmt uns auf witzige Art und Weise mit auf eine spannende Mutter-Kind-Kur. Man hat das Gefühl mit dabei zu sein. Die Dialoge sind teilweise sehr komisch, es wird mit einigen Vorurteilen aufgeräumt und dass man manchmal doch sein Schubladendenken überdenken muss, denn so einfach ist es nicht. Aus der Zwangstischgemeinschaft wird schließlich doch eine eingeschworene Gemeinschaft. Und Verena findet ihren Glauben an die Liebe wieder, wenn auch auf Umwegen.

Absolut empfehlenswerte Lektüre, die mir heitere Stunden bereitet hat.

Veröffentlicht am 18.06.2025

Selbstfindung auf Capri

Sommersehnsucht und Meeresglitzern
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Meine Meinung:
Anja Saskia Beyer entführt uns zum zweiten Mal nach Capri (und ich muss sagen, ich habe direkt einen Ohrwurm ). Ihr Schreibstil ist so bildhaft, so dass mein Kopfkino direkt angesprungen ...

Meine Meinung:
Anja Saskia Beyer entführt uns zum zweiten Mal nach Capri (und ich muss sagen, ich habe direkt einen Ohrwurm ). Ihr Schreibstil ist so bildhaft, so dass mein Kopfkino direkt angesprungen ist und ich mit Lina nach Capri gereist bin.

Nachdem Lina von der Untreue ihres Mannes erfahren hat, nimmt sie Reißaus und flieht zu ihrer Familie auf diese wunderschöne Insel. Nachdem sich die Familie im ersten Band wieder angenähert hat, ist der Zusammenhalt im zweiten Band wirklich toll. Alle fangen Lina auf und stehen ihr zur Seite. Linas Entwicklung hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie hat die Situation reflektiert und die Schuld nicht nur bei ihrem untreuen Ehemann gesucht. Ich konnte ihre Gefühle, die Wut, die Verzweiflung, die Hoffnung, das Flattern der Schmetterlinge im Bauch so gut fühlen.

Luca war mir vom ersten Moment an sehr sympathisch, wobei ich kurz gezweifelt habe, aber er hat das Herz am rechten Fleck und sieht auch noch sehr gut aus.

Linas Familie ist unschlagbar, einfach toll, wie sie zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Was für mich ein bisschen dürftig war, war das Familiengeheimnis. Hier hatte ich mir etwas größeres vorgestellt.

Habe ich schon das traumhafte Setting auf Capri angesprochen? Hier wird definitiv das Fernweh geweckt.

Am Ende des Buches findet ihr noch eine Reihe mediterraner Rezepte, die unbedingt ausprobiert werden müssen.

Von mir gibt es für diesen Wohlfühlroman 4,5 von 5 Sterne und ich freue mich schon sehr auf Anns Geschichte.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Marmeladenglasmomente

Marmeladensommer
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Meine Meinung:
Was für ein tolles Wohlfühlbuch mit lauter Marmeladenglasmomenten. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. ...

Meine Meinung:
Was für ein tolles Wohlfühlbuch mit lauter Marmeladenglasmomenten. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Durch den bildhaften Schreibstil ist mein Kopfkino direkt angesprungen.

Emmi kennt ihren leiblichen Vater nicht und ihre Mutter macht ein riesengroßes Geheimnis daraus. Als Emmi buchstäblich ein altes Foto in die Hände fällt, macht sie sich zusammen mit ihrer Freundin auf an den Bodensee, um ihren Vater zu finden. Ich konnte Emmis Verlangen nach Antworten sehr gut verstehen. Ihre Suche ist ein auf und ab der Gefühle. Gefühle kommen auch sehr schnell ins Spiel mit Oliver, dem Sohn der Pensionsbesitzer, wo Emmi und ihre Freundin untergekommen sind. Man hat bei Emmi und Oliver förmlich die Funken sprühen sehen, wobei Oliver mal total aufgeschlossen und mal mürrisch war. Da kämpft er noch zu sehr mit seiner Vergangenheit. Was mir persönlich etwas zuviel Drama war, war die Verwicklung mit Tim. Das hätte ich jetzt nicht gebraucht.

Die Suche nach Emmis Vater gestaltet sich erst schwierig, aber ein Zufall kommt ihr zur Hilfe und sie findet ihn doch noch. Können sie die verlorene Zeit aufholen? Und für wen wird Emmi sich entscheiden - Oliver oder Tim?

Mein absolutes Highlight waren die Marmeladenrezepte, die Emmi passend zu jeder Stimmung kreiert hat. Auch der Foodblog war toll in die Geschichte integriert. Die Idee mit den Marmeladenglasmomenten ist wirklich genial.

Von mir gibt es für diesen Wohlfühlroman 4,5 von 5 Punkten.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Elche, Liebe und natürlich Lillaström

Verliebt mit Waldbeertee
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Meine Meinung:
Es geht endlich wieder nach Lillaström. Wie sehr ich doch dieses beschauliche Dörfchen und seine Bewohner liebe. Faszinierend finde ich, wie sich hier verschiedene Autorinnen zusammen getan ...

Meine Meinung:
Es geht endlich wieder nach Lillaström. Wie sehr ich doch dieses beschauliche Dörfchen und seine Bewohner liebe. Faszinierend finde ich, wie sich hier verschiedene Autorinnen zusammen getan haben und jedes ihrer Bücher einfach den Zauber von Lillaström übermitteln.

Den Auftakt der dritten Staffel macht die liebe Jane Hell. Ich habe schon einige ihrer Bücher gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Ebba und Henrik sind sehr sympathisch. Mit Ebba war ich nicht immer einer Meinung. Ihr hin und her hat mich manchmal etwas genervt....zum Glück ist sie ja zur Vernunft gekommen ).

Lasst uns über Bürgermeister Lasse reden. Er würde mich in den Wahnsinn treiben mit seinen irrwitzigen Ideen. Herrlich, einfach zum Schießen.

Über das Setting Lillaströms könnte ich jetzt ewig schwärmen. Wenn ich an Lillaström denke, habe ich so schnuckelige, rote Schwedenhäuser im Kopf und eine herrliche Landschaft.

Ihr sucht einen Feel-Good-Roman mit einigen Verwicklungen vor dem Happy Ende, mit viel Humor, toller Landschaft und nicht zu vergessen, brünftigen Elchen? Dann seit ihr hier genau richtig. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für die Liebe auf Schwedisch Reihe.

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Veröffentlicht am 25.11.2023

Wohlfühlroman in traumhafter Kulisse

Herzklopfen und Meer
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Meine Meinung:
"Herzklopfen und Meer" führt uns nach St. Ives an die Küste Cornwalls. In dem malerischen Örtchen führt Ailla ihren Tea Room Heavensplace, in dem man sich nur wohlfühlen kann. Ailla hat ...

Meine Meinung:
"Herzklopfen und Meer" führt uns nach St. Ives an die Küste Cornwalls. In dem malerischen Örtchen führt Ailla ihren Tea Room Heavensplace, in dem man sich nur wohlfühlen kann. Ailla hat nur ein Problem, ihr fehlt Personal. Gut, dass sie in George einen neuen Mitarbeiter findet, der sie tatkräftig unterstützt. Komisch nur, dass sie bei ihm das Gefühl hat, ihn zu kennen. Und warum hat sie so Herzklopfen in seiner Nähe?

Mila Summers schafft es immer wieder aufs Neue, uns an Wohlfühlorte zu entführen. Durch ihren bildhaften, lockeren Schreibstil ist mein Kopfkino angesprungen. Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Form aus Aillas und Jorys Sicht erzählt. Dadurch konnte ich mich gut in beide hineinversetzen, obwohl ich Jorys Handlung nicht immer so ganz nachvollziehen konnte.

Erwähnen möchte ich aber auch die Nebenfiguren, Aillas Freundinnen, die für einiges Chaos sorgen (ich sage nur, das schlechteste Date ever....), aber immer für Ailla da sind und natürlich die liebe Liz, die mich öfters zum Schmunzeln gebracht hat.

Ich hätte mir noch mehr Rückblicke zu Aillas erster großer Liebe gewünscht.

Teil 1 der Glücksmomente in Cornwall Reihe hat mir wunderschöne Lesestunden bereitet und bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

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