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Veröffentlicht am 08.12.2023

Selbstjustiz?

Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
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Der neueste Fall beschäftigt Pia Sander und Oliver von Bodenstein mit dem Mord an einer Schülerin, die nachts erdrosselt und hinter einem Marienaltar in der Nähe ihres Elterhauses abgelegt wurde. An ihrer ...

Der neueste Fall beschäftigt Pia Sander und Oliver von Bodenstein mit dem Mord an einer Schülerin, die nachts erdrosselt und hinter einem Marienaltar in der Nähe ihres Elterhauses abgelegt wurde. An ihrer Kleidung finden sich unter anderem DNA-Spuren eines jungen Asylbewerbers, der schon einmal für ein Sexualdelikt verurteilt und gerade aus der Haft entlassen wurde. Da dieser in seiner Unterkunft nicht anzutreffen ist, wird öffentlich nach ihm gefahndet, was direkt wieder einen Teil der Bevölkerung gegen Flüchtlinge aufbringt. Zudem wird kurz darauf die übel mit Bisswunden zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden, der ebenfalls frisch aus der Haft entlassen war, nachdem er bei einem illegalen Autorennen eine schwangere Frau totgefahren hatte.

Ich fand diesen Kriminalroman sehr spannend, es deutete sich zwar relativ bald an, was hinter dem Tod des Mannes steckt, bezüglich der Schülerin gab es aber immer wieder falsche Fährten und erst ganz am Ende kam es zur Aufklärung des Falles. Auch das Privatleben der Ermittler:innen, insbesondere von Pia Sander, spielt eine gewisse Rolle, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Gut fand ich auch die aktuellen Bezüge mit der aufgeheizten Stimmung Flüchtlingen gegenüber. Der Schreibstil der Autorin war gewohnt gut lesbar und so anschaulich, dass man sich gut an die Orte des Geschehens versetzen konnte.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Blick hinter die Fassaden

Am Ende des Tages werden wir glücklich sein
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Im Mittelpunkt von Patricia Külls Roman steht eine moderne, ökologische Wohnanlage für Gutsituierte am Stadtrand mit ihren Bewohner:innen. Auf den ersten Blick sind alle zu beneiden, aber nach und nach ...

Im Mittelpunkt von Patricia Külls Roman steht eine moderne, ökologische Wohnanlage für Gutsituierte am Stadtrand mit ihren Bewohner:innen. Auf den ersten Blick sind alle zu beneiden, aber nach und nach kommt immer mehr ans Tageslicht, das die heile Welt trübt. Und so hegen einige insgeheim den Wunsch nach Veränderung, trauen sich aber noch nicht so recht, diesen Schritt auch wirklich zu gehen und alle Konsequenzen zu tragen.

Mir hat die Gestaltung des Romans sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist frisch und modern, gleich zu Beginn wurde ich erst einmal überrascht. Nach und nach erfährt man dann immer ein bisschen mehr über einzelne Personen und ihre Geschichte und erkennt sich und sein eigenes Verhalten auch teilweise in ihnen wieder und erhält so auch selbst Denkanstöße. Nicht alle Protagonist:innen kommen sympathisch rüber, aber so ist das ja auch in echten Nachbarschaften. Die Covergestaltung hätte für meinen Geschmack etwas mehr Bezug zur Handlung aufweisen können, die gewählten Bilder wirken eher nichtssagend. Die Geschichte ist aber auf jeden Fall sehr lesenswert und manche Handlungsstränge würden sich auch für eine Fortsetzung anbieten.

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Veröffentlicht am 26.11.2023

Der Mörder ist unter uns

Mord im Christmas Express
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Die mit 49 Jahren gerade freiwillig in den Ruhestand gegangene Ex-Kommissarin Ross will mit dem Nachtzug von London in die schottischen Highlands, wo ihre Tochter vorzeitig in den Wehen liegt. Ihre bunt ...

Die mit 49 Jahren gerade freiwillig in den Ruhestand gegangene Ex-Kommissarin Ross will mit dem Nachtzug von London in die schottischen Highlands, wo ihre Tochter vorzeitig in den Wehen liegt. Ihre bunt zusammengewürfelten Mitreisenden in der Ersten Klasse wollen größtenteils zum weihnachtlichen Familienbesuch, das geben sie zumindest vor. Das Schneechaos sorgt dann allerdings dafür, dass der Zug mitten auf freier Strecke, fernab jeder Zivilisation entgleist und dann gibt es auch noch Tote, sodass Ross wohl oder übel zurück in ihre alte Rolle schlüpfen muss, um Spuren zu sichern und den Mörder aufzuhalten.

Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Atmosphäre im edlen Nachtzug und in den winterlichen Highlands, wo dieser schließlich strandet, einzufangen und auch die Charaktere der verschiedensten Mitreisenden gestaltete sie sehr überzeugend und auch die persönliche Geschichte von Ross spielt immer wieder eine Rolle. Etwas verwirrt haben mich manchmal nur die vielen verschiedenen Namen, da musste ich mich teilweise erstmal wieder orientieren, wer nun genau wer ist. Was und wer genau hinter den Morden steckte, blieb lange spannend, da immer wieder falsche Fährten gelegt wurden. Somit handelt es sich um einen empfehlenswerten Krimi für die (Vor-) Weihnachtszeit und/oder eine lange Zugfahrt.

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Veröffentlicht am 19.11.2023

Gegen alle Regeln

Im nächsten Jahr zur selben Zeit
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Der neueste Roman von Jana Voosen spielt in Hamburg zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 1940. Anni ist die Tochter eines Süßwarenfabrikanten und möchte sehr gerne ins Familienunternehmen einsteigen, ...

Der neueste Roman von Jana Voosen spielt in Hamburg zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 1940. Anni ist die Tochter eines Süßwarenfabrikanten und möchte sehr gerne ins Familienunternehmen einsteigen, während ihr Vater möchte, dass sie einen Parteifreund heiratet, damit dieser später die Fabrik übernehmen kann, da sie ja nur eine Frau ist. Irgendwann bekommt Anni mit, dass die polnischen Fremdarbeiter in der Fabrik nicht gut behandelt werden und lernt den jungen Polen Pawel kennen, in den sie sich verliebt, was beide in Lebensgefahr bringt.

Mich hat die Geschichte sehr gefesselt und ihr genauer Ausgang war bis zum Schluss nicht wirklich vorhersehbar. Anni war mir mit ihrer Art sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen. Jana Voosen ist es sehr gut gelungen, die Umstände in dieser schlimmen Zeit sehr eindrucksvoll zu schildern. Der Schreibstil war gut nachvollziehbar und anschaulich. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Einblicke in die glamouröse Modewelt der 60er und 70er Jahre

Der Glanz der Zukunft. Loulou de la Falaise und Yves Saint Laurent
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Im Mittelpunkt dieses Romans steht die junge, in London geborene und teils bei ihrer Großmutter aufgewachsene Loulou, die mit 19 einen etwa zehn Jahre älteren (verarmten) irischen Adeligen heiratet, der ...

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die junge, in London geborene und teils bei ihrer Großmutter aufgewachsene Loulou, die mit 19 einen etwa zehn Jahre älteren (verarmten) irischen Adeligen heiratet, der sie in die Londoner Partygesellschaft einführt, wodurch sie nach und nach auch Kontakte in die Modewelt knüpft, da Mode ihre Leidenschaft ist. So lernt sie irgendwann auch Yves Saint Laurent kennen und freundet sich mit ihm an. Später erhält sie sogar die Möglichkeit mit ihm zusammenzuarbeiten.

Ich fand die Einblicke in diese spannende Zeit, in der ich selbst noch nicht geboren war, sehr interessant. Viele der darin vorkommenden Persönlichkeiten (u. a. Mick Jagger oder Karl Lagerfeld) waren mir dennoch ein Begriff und Protagonistin LouLou war mir in ihrer unverkrampften Art sehr sympathisch und es hat mir gefallen, wie sie sich selbst treu bleibt und sich für niemanden verbiegt. Der Schreibstil der Autorin war anschaulich und gut verständlich, auch für Laien auf dem Gebiet der französischen Mode.

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