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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2024

Starkes Worldbuilding, aber zu langatmig

Der Geschmack von Gold und Eisen
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Zu Beginn war ich etwas überfordert mit dieser neuen Welt und all den Charakteren. Doch viele unbekannte Begriffe haben sich durch das Lesen und Eintauchen in diese Welt erschlossen. Hilfreich wäre noch ...

Zu Beginn war ich etwas überfordert mit dieser neuen Welt und all den Charakteren. Doch viele unbekannte Begriffe haben sich durch das Lesen und Eintauchen in diese Welt erschlossen. Hilfreich wäre noch eine Karte zu Beginn des Buches gewesen. Interessant war hier auch der Einsatz von queerer Sprache, die einen zunächst verwirrt, aber an die man sich mehr und mehr gewöhnt.

Spätestens nach der Hälfte wandelte sich die Überforderung aber in das Gegenteil, denn es kam einfach nichts Neues hinzu. Die Story plätschert so vor sich hin und auch die Love Story ist sehr, sehr langsam voran geschritten. Begünstigt wurde das auch dadurch, dass die Kapitel sehr lang sind und es recht wenig Abschnitte innerhalb der Kapitel gab.

Dazu enthielt es keine großen Überraschungen oder gar Plot Twists, sodass keine Spannung aufkam und ich das Buch nur noch beenden wollte. Der Fantasy-Anteil war dazu noch minimal.

Dabei finde ich es toll, wie die Autorin vor allem den Prinzen Kadou geschaffen hat. Eine schüchterne, verkopfte Persönlichkeit, die in die Rolle des Prinzen hineingeboren wurde. Er war sehr nahbar und toll ausgearbeitet. Manchmal wollte man ihn einfach an den Schultern packen und schütteln.

Auch gut, wenn nicht sogar besser gefallen, hat mir der andere Hauptcharakter Evemer. Seine kühle und regelkonforme Art hat sich im Laufe der Handlung im Zusammensein von Kadou immer weiter aufgeweicht. Seine Entwicklung war schön und anschaulich dargestellt.

In Verbindung mit dem ganzen Rest konnte mich die Geschichte letztendlich nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 03.12.2023

Dark-Academia-Roman, der trotz fantastischen Schreibstils ab dem Mittelteil zu zäh wurde

Starling Nights 1
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Inhalt:
Eigentlich möchte Mabel möglichst mit Bestleistungen ihr Studium an der Cambridge-Universität beenden. Doch durch ihre beste Freundin Zoe gerät sie immer wieder in Kontakt zu einer Gruppe von Studierenden, ...

Inhalt:
Eigentlich möchte Mabel möglichst mit Bestleistungen ihr Studium an der Cambridge-Universität beenden. Doch durch ihre beste Freundin Zoe gerät sie immer wieder in Kontakt zu einer Gruppe von Studierenden, die in ihr ein ungutes Gefühl auslösen. Um sie herum geschehen seltsame Ereignisse, die sich nicht erklären lassen. Allen voran Cliff, der ein Mitglied der Verbindung zu sein scheint, lässt Mabel auf rätselhafte Weise nicht kalt.

Doch während Mabel versucht, dieser Gruppierung auf die Schliche zu kommen, rückt sie auch bei dieser immer mehr ins Blickfeld und setzt sich dabei ungeahnten Gefahren aus.

Bewertung:
Was zunächst klingt wie ein 0815-New-Adult-Roman mit klassischem Bad-Boy-Charakter, entpuppt sich nach wenigen Seiten als düster angehauchter Dark-Academia-Roman. Das unheilvolle Gefühl, dass die Verbindungsmitglieder bei Mabel auslösen, schwingt zwischen den Seiten mit und man merkt schnell, dass diese hier wirklich nichts Gutes im Schilde führen.

Während die Geschichte anfangs eine totale Sogwirkung hatte, wurde sie ab der Hälfte ziemlich zäh für mich. Mabel kam den Hintergründen der Gruppierung keinen Schritt näher und es schien auch keine Auflösung in Sicht zu sein.

Auch die Chemie zwischen Mabel und Cliff war für mich kaum spürbar, was daran lag, dass ich mich weder mit Mabel identifizieren konnte und Cliff für mich kein Book-Boyfriend-Material hatte. Die Beziehung zwischen Cliff und Mabel stand aber auch nicht im Mittelpunkt der Geschichte.

Es wird zwischen Mabels und Cliffs Sicht abgewechselt, wobei Mabels Sicht deutlich überwiegt und Cliffs Sicht oft ebenfalls nicht zur Aufklärung des Lesenden beträgt. Die Autorin versteht es sehr gut durchweg geheimnisvoll und düster/ melancholisch zu bleiben.

Auch sprachlich arbeitet Merit Niemeitz mit tollen Metaphern und philosophischen Ansätzen, sodass ich wirklich viele Zitate markiert habe. Nahezu jeder Kapitelbeginn wurde mit ausdurcksstarken Worten eingeleitet, die allerdings den Lesefluss etwas verzögert haben. Bei mir führte das letztendlich dazu, dass sich das Buch schleppend anfühlte.

In Bezug auf Band 2 (in dem es um andere Personen in der selben Welt geht) bin ich daher noch sehr zögerlich.

Fazit:
Dark-Academia-Roman, der trotz fantastischen Schreibstils ab dem Mittelteil zu zäh wurde

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Veröffentlicht am 11.11.2023

Stark angefangen und stark nachgelassen

From Lukov with Love - Wenn Liebe das Eis zum Schmelzen bringt
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Plot:
Auf 542 Seiten begleiten wir die 26-jährige Jasmine Santos bei ihrer Balance zwischen quirligen Familienleben und dem Eiskunstlauf als Leistungssport. Trotz ihres schlechten Rufes und mangelnder ...

Plot:
Auf 542 Seiten begleiten wir die 26-jährige Jasmine Santos bei ihrer Balance zwischen quirligen Familienleben und dem Eiskunstlauf als Leistungssport. Trotz ihres schlechten Rufes und mangelnder Erfolge steht sie täglich auf dem Eis. Und willigt ein als ausgerechnet Ivan Lukov (Medalliengewinner und Nervensäge) mit ihr zu nächsten Saison antreten will. Denn vielleicht wird es keine weitere mehr geben.

Bewertung:
Durch die Länge des Buches kann man Jasmine sehr gut kennenlernen. Sie ist stark, eigenwillig und direkt und hat im Eiskunstlauf ihre Leidenschaft gefunden. Auch ihre Familie nimmt einen wichtigen Stellenwert ein und taucht als bunter, unterhaltsamer Haufen immer wieder in dem Buch auf.

Zwischen Ivan und Jasmine besteht zunächst nur pure Abneigung für den jeweils anderen. Sie leisten sich ständige Kabbeleien und den ein oder anderen Schlagabtausch, die oft auch sehr unterhaltsam zu verfolgen sind. Absolut schrecklich ist hierbei Ivans Spitzname für Jasmine („Fleischklops“). Es handelt sich definitiv um eine Slow-Burn-Romance. So slow, dass das Buch für mich besonders gegen Ende zu zäh wurde. Dazu kam, dass sich ähnliche Szenen wiederholten und die Handlung dadurch noch weiter verzögert wurde.

Problematisch war hierbei für mich, dass Ivans Charakter so unnahbar war. Ich konnte ihn schwer einschätzen, er war stets makellos und perfekt, machte keine Fehler, während Jasmine von einem Fettnäpfchen ins nächste trat. Hier hätten ein paar Szenen aus seiner Sichtweise geholfen.

Neben der Beziehung zu Ivan wird sehr authentisch der Leistungssport als solcher beleuchtet. Der mentale Druck, die Selbstvorwürfe und der Umgang mit Fehlschlägen machen Jasmine zu schaffen und zeigen sich auch in ihrem Handeln.

Fazit:
Das Buch konnte mich Anfangs für sich begeistern. Jasmine war stark, hatte aber auch ihre Ecken und Kanten und die Unterhaltungen mit Ivan haben mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht. Aber spätestens ab dem letzen Drittel wurde es zu langatmig, wiederholend und es passierte nichts Neues. Manche Szenen hatten für mich einen fahlen, einmal sogar toxischen Beigeschmack und haben dadurch meine Bewertung erheblich gedrückt.

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Interessante Backstory, die leider etwas untergegangen ist

Room for Love 1. Two in a Room
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Handlung:
Zwei Welten kollidieren als Shiloh und Miles sich begegnen. Sie kommen sich schnell näher, doch verlieren sich auch genauso schnell wieder aus den Augen. Ihre Wege sind allerdings bereits miteinander ...

Handlung:
Zwei Welten kollidieren als Shiloh und Miles sich begegnen. Sie kommen sich schnell näher, doch verlieren sich auch genauso schnell wieder aus den Augen. Ihre Wege sind allerdings bereits miteinander verbunden und eine gemeinsame Geschichte bevorstehend. Und vielleicht können sie sich gegenseitig helfen, über ihre Vergangenheit und ihre Zukunft ein klareres Bild zu erlangen.

Bewertung:
Zunächst mal hat das Buch eine wunderschöne Aufmachung. Cover, Buchschnitt, Kapitel- und Abschnittsunterteilungen wurden sehr liebevoll gestaltet und ziehen sich durch das Buch hindurch.

Zusammen mit Shiloh sind wir in New York inmitten ihrer kleinen WG. Dort lässt sie jedoch niemanden an sich heran, hat keine Freunde, geht keine engen Beziehungen ein. Zunächst ist ihr Handeln eher befremdlich, dieses klärt sich aber im zunehmenden Verlauf der Geschichte. Die Hintergründe hierbei waren interessant und teilweise auch nachvollziehbar, auch wenn sich ihre Denkmuster und Verhaltensweisen zeitweise etwas wiederholt haben. Hier hätte es gereicht, einmal ihre Gedanken zu erklären und sie dann danach handeln zu lassen.

Der Schreibstil ist sehr locker gehalten und es werden viele umgangssprachliche Wörter (lost, awkward, clingy) benutzt. Diese sind zwar realistisch, aber dennoch in Büchern seltsam zu lesen. Auch wurden viele Nebensächlichkeiten eingefügt (z.B. Essenswahl und Kleidungsbeschreibungen), die keinen großen Sachzusammenhang hatten. Nicht jedes Wort in einem Buch muss für die Handlung relevant sein, aber hätte es etwas knapper ausfallen können.

Miles war als Love Interest ein recht beständiger Charakter. Gefallen hat mir, dass sein Reichtum eher nebensächlich behandelt wurde. Es war ein Grundstein für die Geschichte, aber es wurde sich nicht von einer extravaganten Veranstaltung zur nächsten gehangelt.

Auch Brownwyn und Nick, um die es in Teil 2 geht, hat man schon kennengelernt. Die beiden haben mir definitiv Lust auf ihre Geschichte gemacht.

Fazit:
Die Handlung des Buches und Shilohs Hintergrundgeschichte haben mir gut gefallen, wogegen der Schreibstil einige Schwächen für mich aufwies. Lust auf Teil 2 habe ich aber trotzdem.

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Veröffentlicht am 04.06.2023

Liebe ist Liebe … oder?

Du bist so schön, sogar der Tod erblasst
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Handlung:
Fünf Jahre ist es her, dass Feyi ihre erste große Liebe verloren hat. Doch nun ist sie bereit. Für was? Zunächst mal nichts Ernstes oder? Und schon bald befindet sie sich in der wunderschönen ...

Handlung:
Fünf Jahre ist es her, dass Feyi ihre erste große Liebe verloren hat. Doch nun ist sie bereit. Für was? Zunächst mal nichts Ernstes oder? Und schon bald befindet sie sich in der wunderschönen Karibik, wird von Sterneköchen bekocht und versucht über den Verlust hinweg zu kommen. Doch da ist diese eine Person, die ihr den Schmerz aus den Augen abliest und noch so viel tiefer blickt, als Feyi es jemals erwartet - geschweige denn gewollt - hätte. Und genau diese Person ist für Feyi absolut tabu. Kein Problem - oder?

Bewertung:
Ich muss bei der Handlung so kryptisch bleiben wie der Klappentext selbst. Wäre er ausdrücklicher, dann hätte ich das Buch selbst nicht gelesen, weil es nicht meinem Genre entspricht. Ich bin aber dennoch froh, dass ich es getan habe.

Ich war noch nie in einer Leserunde (hier Lovelybooks) in der so viel diskutiert wurde. Die einen haben sich durch das Buch gezwungen, die anderen fanden es unterhaltsam - so richtig geliebt hat es irgendwie niemand. Auch ich war sehr zwiegespalten und bin es noch. Die Handlung ist irgendwie anders und doch wohl bekannt. Es geht um Liebe, Trauer, Sex, etwas Kunst und auch Essen.

Der Schreibstil der Autorin in wirkte wie die große Schwester von YA-/NA-Autorinnen, sehr bildlich mit unvergleichlichen Metaphern. Die Dialoge - insbesondere zwischen Feyi und ihrer besten Freundin - waren witzig, unverblümt und vulgär (was mich überhaupt nicht gehört hat). Feyi selbst ist zum Teil direkt, doch in anderen Situationen schafft sie es nicht, sich auszudrücken. Eine Charaterentwicklung findet nur in bestimmten Teilbereichen statt.

Es fällt mir wirklich schwer herauszufiltern, was die Intention der Autorin für das Buch war. Wollte sie einen seichten Liebesroman erschaffen oder die Leserschaft mit den festgefahrenen Konventionen konfrontieren und zum Nachdenken anregen? Lest selbst und teilt mir gerne eure Sicht der Dinge mit (Instagram: @buch.piratin)

Spice:
Das Buch beginnt direkt spicy (schaut in die Leseprobe), aber dann nimmt der Spice-Faktor ziemlich ab. Es gibt ausdrückliche Szenen, aber das Buch wird hiervon nicht dominiert.

Fazit:
Lest selbst, lasst euch nicht abschrecken und verschwendet nach dem Lesen noch einige Momente, in dem ihr das Buch für euch hinterfragt.

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