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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2024

Solider Krimi in eisiger Kulisse

Kalt und still
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Ich mochte die Charaktere der Ermittler mit ihrem Backround sehr, auch wenn manch ihrer Vorhergehensweise alles andere als reflektiert waren und teils für den Spannungsbogen eingeflochten wirkten. Dafür ...

Ich mochte die Charaktere der Ermittler mit ihrem Backround sehr, auch wenn manch ihrer Vorhergehensweise alles andere als reflektiert waren und teils für den Spannungsbogen eingeflochten wirkten. Dafür fand ich die Ermittlungsarbeit gut und realistisch erzählt.

Es gab Recht viele Beschreibungen von Äußerlichkeiten, einiges passte gut, aber beim Muskelspiel unter den T-Shirt habe ich gequält aufgestöhnt. Gut, dass es davon nur wenige Ausrutscher gab.

Die Thematik des Verbrechens ist interessant gewählt und glaubhaft inszeniert. Ich freue mich auf den nächsten Fall.

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Veröffentlicht am 05.12.2023

Moralische Abgründe

November
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Puh, was für eine schaurige Geschichte. Ich als Horror-Unerfahrene bin an meine Grenzen gestoßen.

Die Stimmung war so geladen und unerträglich, dass ich gleichzeitig, das Buch nicht weiterlesen wollte, ...

Puh, was für eine schaurige Geschichte. Ich als Horror-Unerfahrene bin an meine Grenzen gestoßen.

Die Stimmung war so geladen und unerträglich, dass ich gleichzeitig, das Buch nicht weiterlesen wollte, aber auch nicht aus der Hand legen konnte.

Für eingefleischte Horrorfans mag es noch eine seichte Geschichte sein. Mir reichte die Gänsehaut, das Rumoren im Bauch und die Angst vor dem, was auf der nächsten Seite lauert.

Die prekäre Situation der Protagonisten spitzt sich auf gekonnte Weise immer weiter zu. Ganz langsam entblättern sich immer mehr Abgründe hinter all dem Handeln. Und hatte man anfangs noch etwas Verständnis für die bedenklichen Handlungen, wuchs das Grauen und die Abscheu mit jedem Kapitel.

Es gibt viele kleine Rückblicke in die Vergangenheit der Einzelnen und Schilderungen des Zelebrieren der glücklichen Tage, die zum Verständnis für die persönlichen Entscheidungen nützlich waren. In Gänze waren es dann aber zu viele, auch brachten sie mir die Protagonisten nicht näher.

Generell entstand kaum emotionale Beteiligung, sondern mehr das Gefühl ein Voyeur des Grauens zu sein. Vielleicht gehört das in dem Genre dazu. Das kann ich nicht beurteilen. Hier hätte dem Buch eine schlankere Erzählweise gut getan.

Empfehlen kann ich es allen, die Suspense und überraschende Wendungen lieben und vor ekligen Beschreibungen nicht zurückschrecken. Ich mache jetzt lieber eine Pause vom Genre.

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Veröffentlicht am 27.11.2023

Großeltern im Herzen

Sylter Welle
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Gefühlvolle Ode an die Stachligkeit der Großeltern, ihre wahnwitzige Regelhaftigkeit und ihren Sparwahn im Alltag.

Lachen und Weinen liegen dicht beieinander in diesem Gemälde der Großeltern. Zu Ehren ...

Gefühlvolle Ode an die Stachligkeit der Großeltern, ihre wahnwitzige Regelhaftigkeit und ihren Sparwahn im Alltag.

Lachen und Weinen liegen dicht beieinander in diesem Gemälde der Großeltern. Zu Ehren der goldene Sängernadel der Opas stimmt der Autor ein paar Liedchen an, schwadroniert durch farbige Bilder seiner kindlichen Erinnerungen, neckt und merkt auf, ohne Respekt und den liebevollen Blick zu verlieren und die Wehmut für das was nicht wiederkommen kann vermissen zu lassen.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich warm wurde mit diesem Wust an Annekdoten und dem Erzählton, der wortgewandt jede Peinlichkeit zu einem Event pusht und sich manchmal in seiner Wortverliebtheit verläuft.

Irgendwann erlag ich dem Charme dieser Hommage an Familie zwischen Liebe, Unverständnis und Humor.

Das Buch hinterlässt ein Gefühl von allem, was Familie kann und gibt, und von allem, was ihr nicht gelingt, obwohl wir es uns so sehr wünschen.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Etwas hinter den Erwartungen

Die Essenz des Bösen
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Endlich ein neuer Fall für Will Raven und Sarah Fisher. Dem Buch habe ich entgegenfiebert.

Doch dieses Mal dauert es etwas, bis die beiden sich jeweils aus ihren inneren Konflikten befreien und sich den ...

Endlich ein neuer Fall für Will Raven und Sarah Fisher. Dem Buch habe ich entgegenfiebert.

Doch dieses Mal dauert es etwas, bis die beiden sich jeweils aus ihren inneren Konflikten befreien und sich den beiden Kriminalfällen zuwenden konnten. Teils quälten mich einige Wiederholungen, die ich von den ersten Büchern nicht gewohnt war, teils vermisste ich den medizinischen Alltag mit seinen vielen kleinen interessanten Details.

Endlich ab der Mitte agieren die beiden wieder in alter Manier mit einigen Kniffen und viel Glück kommen sie den Tätern auf die Schliche. Die Zusammenhänge, die ganz langsam nur aufgedeckt werden, fand ich wunderbar in den historischen Hintergrund eingearbeitet. Realistisch ist das Agieren der beiden Hobbydetektive wohl nicht, aber ihre Tabubrüche und moderne Denkweise machen viel zu viel Spaß, um sich darüber zu beschweren.

Dieses Mal standen die gesellschaftlichen Strukturen und die Schwierigkeiten von unverheirateten Müttern im Vordergrund.

Trotz der Kritik habe ich die Geschichte wieder sehr gerne gelesen und wurde mit einem runden Ende belohnt.

Die Beziehung der beiden entwickelt sich in eine Richtung, die ich nicht erwartet habe, und lässt auf weitere Bücher hoffen.

Gott sei Dank, ist der vierte Teil im Englischen bereits erschienen.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Unbekannte Medizingeschichte

Die Formel der Hoffnung
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Spannender historischer Roman zur Medizingeschichte, der sich leider manches Mal in wiederholenden Diskussionen der wetteifernden Wissenschaftler verliert.

Mir gefiel besonders wie die Rolle der Frau ...

Spannender historischer Roman zur Medizingeschichte, der sich leider manches Mal in wiederholenden Diskussionen der wetteifernden Wissenschaftler verliert.

Mir gefiel besonders wie die Rolle der Frau und ihre Unsichtbarkeit im Medizinapparat herausgearbeitet wurde. Für mich war in puncto emotionaler Beteiligung noch Luft nach oben.

Leider konnte Andrea Sawatzki als Sprecherin in den vielen Dialogen und Diskussionen die vielen unterschiedlichen Protagonisten kaum stimmlich unterscheidbar vortragen. Die sorgte im Laufe der Gespräche häufig für Verwirrung, weil nicht mehr klar war, welche Aussage von wem stammte. Hier hatte ich von der Schauspielerin mehr Stimmvarianten erwartet.

Mega interessant war für mich, über die schwierige Entwicklung eines Impfstoffes zu lernen und auch über die Schwierigkeiten einer Frau als Wissenschaftlerin zu arbeiten.

Ich empfehle, die Geschichte lieber zu lesen als zu hören.

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