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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2023

Interessantes Sachbuch

Das Buch der Phobien und Manien
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Die meisten von uns kennen die Kynophobie oder die Klaustrophobie (die häufig mit der Agoraphobie verwechselt wird) zumindest vom Hörensagen. Aber, dass man sich vor Popcorn oder Palindromen fürchtet, ...

Die meisten von uns kennen die Kynophobie oder die Klaustrophobie (die häufig mit der Agoraphobie verwechselt wird) zumindest vom Hörensagen. Aber, dass man sich vor Popcorn oder Palindromen fürchtet, scheint doch eher ungewöhnlich.

Doch nicht alles, was einem Furcht oder Unbehagen einflößt, ist eine Phobie und nicht alles, was jemand zwanghaft macht, eine Manie. Autorin Kate Summerdale erklärt in ihrem Buch sowohl das eine als auch das andere.

„Wir werden alle getrieben von unseren Ängsten und Sehnsüchten, und nicht selten sind wir sogar ihre Sklaven.“

Die Autorin geht kurz auf die psychologischen Hintergründe von Phobien/Manien ein und erklärt die unterschiedlichen Zugänge von einst und jetzt. Heute definiert man eine Phobie als „Furcht, die exzessiv und unangemessen ist sowie mindestens 6 Monate oder länger dauert“.

Zahlreiche Fallbeispiele zeigen, dass auch berühmte Persönlichkeiten nicht vor gefeit sind Phobien/Manien zu entwickeln.

Selbst Techniker wie „Der serbischstämmige Ingenieur Nikola Tesla war besessen von der Zahl Drei. Der Erfinder einer frühen Form des Wechselstrommotors lief dreimal um ein Gebäude, bevor er es betrat, und achtete darauf, dass die Anzahl seiner Schritte stets durch drei teilbar war, bevor er stehen blieb.“ haben den einen oder anderen harmlosen Spleen.

Manchmal kann es aber zu einer Art „selbsterfüllenden Prophezeiung“ kommen wie zum Beispiel bei der Tetraphobie, also der Angst vor der Zahl „Vier“. Die ist besonders im ostasiatischen Raum häufig, da in den Sprachen Mandarin, Kantonesisch, Koreanisch und Japanisch das Wort „Vier“ sehr ähnlich klingt wie das Wort für „Tod“. Eine Studie über Todesfälle in den USA belegt, dass bei Einwohnern asiatischer Herkunft die Anzahl der tödlichen Herzinfarkte am jeweils vierten Tag des Monats signifikant höher ist.

Der Schreibstil bzw. die Übersetzung ist einfach gehalten, somit ist das Buch nicht nur angehende Psychologen gut lesbar.

Das Cover gefällt mir gut. Menschen mit Angst vor Spinnen werden es vielleicht nicht gerne zur Hand nehmen wollen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem interessanten Buch 5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.12.2023

Nicht nur für Fußballfans interessant

Der große Gogo
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Der Klagenfurter Autor Egyd Gstättner widmet sich in seinem neuen Roman „Der große Gogo“ dem Fußballer Günther „Gogo“ Golautschnig, der heuer seinen 70. Geburtstag feiert. Sein Leben und seine Karriere ...

Der Klagenfurter Autor Egyd Gstättner widmet sich in seinem neuen Roman „Der große Gogo“ dem Fußballer Günther „Gogo“ Golautschnig, der heuer seinen 70. Geburtstag feiert. Sein Leben und seine Karriere sind die Vorlage für das Buch. Golautschnig schaffte es aus dem Kärntner Jauntal zur Austria Klagenfurt und dann ins Nationalteam. Der Linksaußen gilt als einer der besten Fußballer der österreichischen Fußballgeschichte.

Als der begeisterte Fußballfan und Jungautor Egyd Gstättner im November 1982 sein Krankenhauszimmer mit dem Fußballer Günther „Gogo“ Golautsching teilt, weiß er noch nicht, dass er einen biografischen Roman über ihn schreiben wird.

Wer ist er nun, der große Gogo, der im Roman Gustav Goggerwenig heißt und als Ich-Erzähler über sein Leben berichtet? Und wie viel Günther steckt in Gustav?

Gustav kickt bei Austria Klagenfurt unter Trainer Walter Ludescher und arbeitet, wie die meisten Fußballer, um den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu verdienen. Der damalige Teamchef Erich Hof ist immer auf der Suche nach neuen Teamspielern und so fällt ihm der nur 1,68m große und stämmige Goggerwenig auf. Mit Bart hat er eine entfernte Ähnlichkeit mit Bomber Gerd Müller.

Als er am 17. November 1982 als erster Kärntner mit der National-Elf ins Stadion einläuft, hat sich sein Traum erfüllt. Es geht um nichts Geringeres als die EM-Teilnahme, Gegner ist die Türkei. Seite an Seite steht er mit Toni Polster, Walter Schachner, Hans Krankl, Erich Obermayer, Bruno Pezzey, Friedl Koncilia, Josef Degeorgi, Felix Gasslich, Herbert Prohaska, Heribert Weber, sowie den Ersatzspielern Herbert Feurer, Gernot Jurtin, Peter Pacult, Leo Lainer, Bernd Krauss und Anton Pichler als die Österreichische Bundeshymne erklingt.

Just dieser sportliche Höhepunkt seiner Karriere ist gleichzeitig auch deren Ende, denn in der 55. Minute des Länderspiels verletzt sich der Gogo schwer. Dass das Team trotz numerischer Unterlegenheit (man hat das Austauschkontingent bereits ausgeschöpft) mit 4:0 gewinnt, tröstet den Gogo nur wenig.

Meine Meinung:

Wie knapp Glück und Unglück, Pech, Reichtum und Armut, Erfolg und Misserfolg, Komödie und Tragödie beieinanderliegen, erzählt der Autor in seinem Buch.

Trotz Rehabilitation und harter Arbeit kann sich Gogo nicht erholen und an seine frühere Form anschließen. Statt Austria Klagenfurt heißt sein letzter Verein SV Bleiburg, als er 1984 die Fußballschuhe endgültig an den Nagel hängt. Tragisch dabei ist, dass er miterleben muss, wie die Karriere seines damals knapp 18-jährigen Kollegen, der bei der Wiener Austria spielt, zu einem steilen Höhenflug ansetzt: Der Name Anton „Toni“ Polster.

Golautschnig erleidet das typisch österreichische Fußballerschicksal dieser Zeit: Als Amateur muss er einem Beruf nachgehen („Schepfen gehen“ wie die Kärntner und Steirer sagen), denn vom Fußball kann man in den 1980er-Jahren nicht leben. Spieler der großen Vereine wie Austria Wien oder Rapid erhalten zum Karriereende entweder eine Trafik oder eine Tankstelle, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Ausnahme ist Ex-Fußballer und Trainer von Austria Klagenfurt Walter Ludescher, der als Lehrer ein geregeltes Einkommen hat. Als der große Sportschuhhersteller sein Werk in Kärnten schließt, verliert Gogo nach 23 Jahren seine Arbeit.

Geschickt vermischt Egyd Gstättner Fakten mit Fiktion. Er „kennt“ Günther Golautsching nur aus den Tagen im Krankenhaus und hat die sportlichen Eckpfeiler recherchiert. In einem Interview mit einer Kärntner Tageszeitung erzählt Gstättner, dass in diesem biografischen Roman neben der Geschichte Kärntens auch das eine oder andere Persönliche eingeflossen ist.

Passend dazu stellte Egyd Gstättner sein Buch „Der große Gogo“ am 28. September 2023 im Klagenfurter Fußballstadion vor.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem biografischen Roman, der auch gleichzeitig ein zeitgeschichtliches Dokument ist, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.12.2023

Echt oder nicht?

Die besten falschesten Zitate aller Zeiten
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Wer kennt das nicht? Gesprächspartner, Freunde oder Arbeitskollegen brüsten sich mit Zitaten berühmter Persönlichkeiten, um sich einen intellektuellen Anstrich zu geben? Aber, kommt es nicht vor, dass ...

Wer kennt das nicht? Gesprächspartner, Freunde oder Arbeitskollegen brüsten sich mit Zitaten berühmter Persönlichkeiten, um sich einen intellektuellen Anstrich zu geben? Aber, kommt es nicht vor, dass das eine oder andere Zitat einer anderen Person zugeschrieben wird? Und dann auch noch falsch zitiert wird?

Gerald Krieghofer ist diesem Phänomen nachgegangen und betreibt seit 2014 einen Blog, auf dem er erwiesene falsche Zuschreibungen und sogenannte „Kuckuckszitate“ entlarvt.

Der Autor sagt, dass mindestens die Hälfte der populären Zitate, die berühmten Personen wie Einstein, Marx oder Freud zugeschrieben werden, gar nicht von diesen Personen stammen (können). Oft sind die Zitate viel jünger und werden dann jemandem wie Einstein zugeschrieben - ″Kuckuckszitate″ eben.

Gleichzeitig ist Gerald Krieghofer Anlaufstelle für Ratsuchende und gilt als Experte für Falschzitate im gesamten deutschen Sprachraum.

In vorliegendem Buch erklärt er im Vorwort die Geschichte der Parömiologie und wie es dazu kommen kann. Anschließend hat er eine Auswahl an Personen getroffen, die besonders häufig falsch zitiert werden oder denen oft bestimmte Bonmots in den Mund gelegt werden - häufig Jahre nach ihrem Tod.

Unter diesen Personen finden sich unter anderem Johann Wolfgang von Goethe, Fürst Metternich, Konrad Adenauer oder Albert Camus, Marilyn Monroe (Ja, auch ihr wurde ein Kuckuckszitat untergeschoben) und nicht zu vergessen der omnipräsente Kuchensager von Marie Antoinette, der sie den Kopf kostete, aber gar nicht von ihr stammt.

Den Abschluss bildet das Kapitel „Die Top 10 der beliebtesten angeblichen Zitate“.

Welche das sind? Das müsst ihr schon selbst lesen.

Ich zitiere hier meine Großmutter, die immer gerne gesagt hat: „Normal sein ist die leichteste Form von Schwachsinn.“ Ob das auch ein falsches Zitat ist?

Fazit:

Diesem kurzweiligen Kompendium für BesserwisserInnen oder jenen, die bloß wissen wollen, wer was gesagt hat, gebe ich 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.12.2023

Ein penibel recherchierter hist. Roman

Aspergers Schüler
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Die britisch-deutsche Doktorandin Sarah forscht in Wien für ihre Doktorarbeit über Dr. Hans Asperger (1906-1980), jenen Kinderarzt und Heilpädagogen, der als erstes die nach ihm benannte Form des Autismus ...

Die britisch-deutsche Doktorandin Sarah forscht in Wien für ihre Doktorarbeit über Dr. Hans Asperger (1906-1980), jenen Kinderarzt und Heilpädagogen, der als erstes die nach ihm benannte Form des Autismus beschrieben hat.

Man schreibt das Jahr 1986 und die Diskussionen über den Bundespräsidenten Kurt Waldheim, der wegen seiner NS-Vergangenheit nur mehr von Diktatoren empfangen wird und dessen Name auf der „Watch-List“ der USA steht, ist erst vor Kurzem abgeflaut.

An der Uni Wien trifft Sarah auf Stefan, einen Publizistik-Studenten, der einen Zeitungsartikel über den „Spiegelgrund“schreibt. An jener psychiatrischen Einrichtung, die in der NS-Zeit, Hunderte Kinder ermordet hat, hat auch Asperger gearbeitet. Grund genug für Sarah, sich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen. Doch das, was die gemeinsamen Recherchen mit Stefan ergeben, bringt ihre Verehrung für Hans Asperger gehörig ins Wanken. War der Arzt für den grausamen Tod der Kinder verantwortlich?

Meine Meinung:

Dieser historische Roman basiert auf wahren Begebenheiten und wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen in der Vergangenheit zwischen 1932 bis 1945 und in der Gegenwart von 1986. Hauptfigur der Vergangenheit ist der kleine Erich, dessen Figur aus mehreren realen Vorbildern, deren Krankenakten im Archiv des „Spiegelgrunds“ erhalten sind. Wir lesen die Gedanken des fiktiven Erichs und müssen mehrmals den Atem anhalten, ob der grausamen Behandlung durch die Ärzte. Einer davon, Heinrich Gross, war maßgeblich an den Tötungen beteiligt, und hat nach der NS-Zeit weiter als Psychiater und Gerichtsgutachter gearbeitet. Ihm wird erst 1997 der Prozess gemacht. Maßgeblichen Anteil am Zustandekommen dieses Prozesses und der Aufarbeitung haben Friedrich Zawrel (1929-2015), der damals als Kind zahlreichen unmenschlichen medizinischen Experimenten ausgesetzt war und später durch ein psychiatrisches Gutachten von Gross Jahrzehnte in Haft verbringen musste, sowie engagierte Journalisten und Dr. Werner Vogt.

Autorin Laura Baldini, hinter diesem Pseudonym steckt niemand anderer als Beate Maly, die als Kleinkindpädagogin und Frühförderin Erfahrung mit Kleinkindern hat, wie wir es von ihr gewöhnt sind, umfassend recherchiert. Dieser historische Roman steckt voller Zeitgeschichte, denn es wird nicht nur die NS-Zeit beleuchtet sondern auch die Zeit des Bürgerkrieges und des Ständestandes davor. Dies wird durch die Rückblenden und Erzählungen zahlreicher Personen elegant in die Handlung eingeflochten. Nie hat der Leser den Eindruck mittels Infodumpf über die Ereignisse informiert zu werden.

Die Charaktere sind gut ausgefeilt, doch Sarah kommt mir allerdings ziemlich naiv vor. Okay, 1986 stehen zahlreiche Informationsquellen noch nicht zur Verfügung. Aber, es scheint, dass sie Hans Asperger als Idol sieht. Die Recherchen kratzen allerdings an seinem Saubermannimage, was Sarah doch zu schaffen macht. Ich habe recht bald entdeckt, dass Sarah ein höchst persönliches Interesse an Asperger und seiner Arbeit hat. Sarah ist nicht nur naiv, sondern hat auch einige Vorurteile. Als sie hört, dass ihre Vermieterin seit 1938 in der Jugendstil-Villa lebt, hat sie das Fräulein Weichsel sofort in Verdacht, eine Nutznießerin der NS-Zeit zu sein, zumal die alte Dame Gespräche über diese Zeit total abblockt. Ein typisches Verhalten in diesen Jahren. Was aber Sarah betroffen macht, ist die Tasache, dass diese Morde bereits recht früh bei den Alliierten bekannt war. Die Royal Airforce hat im September 1941 Flugblätter abgeworfen, die über die Mordtaten von Dr. Erwin Jekelius aufklärten, der von 1940-1942 Leiter der Nervenklinik war. Mehr war, so scheint es, „nicht drinnen“.

Laura Baldini hat hier einen aufwühlenden Roman geschrieben, der den erlittenen Qualen der Kinder vom Spiegelgrund gedenkt. Spät, aber doch haben diese rund 800 Kinder im Jahr 2002 ein Mahnmal vor dem Jugendstiltheater auf den „Steinhof-Gründen“ erhalten. Die sterblichen Überreste (Feuchtpräparate, histologische Schnitte, Paraffinblöcke) von mehr als 600 Kindern wurden im April 2002 auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem aufwühlenden, aber dennoch feinfühlig verfassten historischen Roman 5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.12.2023

Fesselnd bis zur letzten Seite

Reichenburg
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n ihrem 9. Fall bekommt es Valérie Lehmann mit einem äußerst komplexen Kriminalfall zu tun, der sie und ihr Team an die Grenzen bringt.

Was ist passiert?

In einer verlassenen Villa, die alle nur das ...

n ihrem 9. Fall bekommt es Valérie Lehmann mit einem äußerst komplexen Kriminalfall zu tun, der sie und ihr Team an die Grenzen bringt.

Was ist passiert?

In einer verlassenen Villa, die alle nur das „Spukhaus“ nennen, werden vier gefesselte und entmannte Männer tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass das Quartett seit der Schulzeit ein eingeschworenes Team ist. Die Ehefrauen scheinen nicht allzu traurig über den Tod der Männer zu sein.

Akribisch arbeiten sich Valérie Lehmann und ihr Team durch die Vergangenheit jedes einzelnen Toten, die mit einem Palstek gefesselt waren. Aber segeln gehörte nicht zu ihren Hobbys.

Gleichzeitig verschwinden zwei 17-jährige Mädchen und ein 13-jähriger Bub, dem Valérie Lehmann zunächst wenig Bedeutung beimisst. Dass der sonst so beschauliche Kanton Schwyz zum Hotspot von Verbrechen wird, ist ihr allerdings suspekt.

In den Fokus der Ermittler geraten neben einem ortsansässigen Brüderpaar, das die Liegenschaft mit samt der Spukvilla erst vor Kurzen gekauften hat, die Eltern des verschwunden Buben, die ein Kinderheim betrieben haben.

Puzzlestein für Puzzlestein legen die Ermittler aneinander, bis sich ein erschreckendes Gesamtbild ergibt.

Meine Meinung:

Silvia Götschi gilt in der Schweiz (aber nicht nur dort) als „Queen of Crime“. Bislang habe ich aus der Reihe um Valérie Lehmann nur „Kaltbad“ gelesen, der mich gefesselt hat.

Spätestens dann, als man auf einem der toten Männer die DNA-Spuren eines der vermissten Mädchens findet, hatte ich eine Ahnung, in welche Richtung der Krimi geht. Wie komplex die Geschichte ist und welche weitreichenden Folgen aus dem Verhalten der Männer in ihrer Vergangenheit erwachsen, ist sehr gut dargestellt. Die Autorin gönnt weder den Lesern noch den Ermittlern eine Verschnaufpause. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden gerade zu „inhaliert“. Als passionierte Krimileserin kenne ich schon zahlreiche Abgründe der menschlichen Natur, aber dieser Krimi toppt das bisher Gelesene.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Die Ermittler haben alle ihre Ecken und Kanten und sind nicht immer vom bisherigen Leben verwöhnt worden. Das trifft vor allem auf Valérie Lehmann zu, die sich ausgerechnet während der Ermittlungen ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss. Der Cliffhanger mit dem Tagebuch ihrer Mutter, das sie nun erhalten hat, ist ziemlich fies. Ich hoffe, der nächste Band erscheint bald.

Fazit:

Diesem komplexen Krimi, der nichts für schwache Nerven ist, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.