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Veröffentlicht am 15.02.2024

Tragikomische Geschichte - Zum Ende hin schwächer

Nachhausekommen
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Erinnert stark an die 1970er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland. Sehr eigener und gekonnter Stil, der mich anspricht. Allerdings handelt es sich nicht nur um gesellschaftliche und politische Themen. ...

Erinnert stark an die 1970er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland. Sehr eigener und gekonnter Stil, der mich anspricht. Allerdings handelt es sich nicht nur um gesellschaftliche und politische Themen. Die Geschichte wird erzählt von einem Jungen, dessen Vater ein bekannter Künstler ist und die Eltern zur intellektuellen Elite gehören. Der Junge selbst hat große Schwierigkeiten in der Schule zurechtzukommen. Er soll aufs Gymnasium, aber eigentlichen reichen seine Ressourcen dafür nicht aus. Dazu kommt, dass er als Außenseiter aus Berlin im ländlichen Niedersachsen ein Fremdkörper für seine Mitschüler gilt und entsprechend mies behandelt wird. Quälend.
Die Lösung und Perspektive am Ende des Buchs fand ich allerdings weniger überzeugend.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Herausforderungen der US-Geschichte

Ein verheißenes Land
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Obama, der 44. Präsident der Vereinigten Staaten, erzählt in diesem Buch seine Geschichte und die Geschichte Amerikas während seiner ersten Amtszeit. Mit einer Fähigkeit, komplexe politische Themen zugänglich ...

Obama, der 44. Präsident der Vereinigten Staaten, erzählt in diesem Buch seine Geschichte und die Geschichte Amerikas während seiner ersten Amtszeit. Mit einer Fähigkeit, komplexe politische Themen zugänglich zu machen, gelingt es Obama, den Leser in den Bann zu ziehen und seine Vision von Hoffnung und Wandel zu vermitteln.
Die Stärke des Buches liegt zweifellos in Obamas Fähigkeit, seine Gedanken und Gefühle mit einer außergewöhnlichen Klarheit und Ehrlichkeit zu vermitteln. Er beschreibt die Herausforderungen, denen er als Präsident gegenüberstand, und die Entscheidungen, die er treffen musste, um das Land voranzubringen. Dabei bleibt er stets reflektiert und zeigt auch seine eigenen Zweifel und Fehler auf.
Obamas Erzählstil ist sowohl informativ als auch unterhaltsam ist. Er verbindet politische Analysen mit persönlichen Anekdoten und schafft so eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Politik und Memoiren. Dabei gelingt es ihm, komplexe politische Zusammenhänge verständlich zu erklären, ohne dabei an Tiefe zu verlieren.
Allerdings weist das Buch mit über 700 Seiten eine Länge, die aus meiner Sicht hätte kürzer ausfallen können. Und es könnte für manche Leser eine Herausforderung darstellen, insbesondere wenn sie nicht an politischen Themen oder ausführlichen politischen Analysen interessiert sind.
Insgesamt ist "Ein verheißenes Land" ein interessantes Werk, das nicht nur politisch Interessierte, sondern auch all jene ansprechen wird, die an einer Erzählung über Führung, Verantwortung und den Wandel interessiert sind. Obama gelingt es, den Leser mit seiner aufrichtigen Stimme zu berühren und eine inspirierende Botschaft von Hoffnung und Fortschritt zu vermitteln.
Fazit: „Ein verheißenes Land" von Barack Obama ist zweifellos ein bemerkenswertes Werk, das den Leser auf eine spannende Reise mitnimmt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass mit dem Buch auch marketingtechnisch eine Leuchtturm Figur für die Zeit nach seiner Präsidentschaft erschaffen werden sollte.
Im Mittelteil des Buches gibt es auch tolle Fotos

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Veröffentlicht am 08.12.2023

Zwischen Sturm und Drang und Klassik

Don Karlos
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Das Drama Don Karlos von Friedrich Schiller spielt 1568 in Spanien. Hauptpersonen sind der 23jährige Prinz und Thronfolger Don Karlos, seine Stiefmutter Elisabeth (Karlos leibliche Mutter ist bei seiner ...

Das Drama Don Karlos von Friedrich Schiller spielt 1568 in Spanien. Hauptpersonen sind der 23jährige Prinz und Thronfolger Don Karlos, seine Stiefmutter Elisabeth (Karlos leibliche Mutter ist bei seiner Geburt gestorben).
Bevor sein Vater Philipp II., der König, Elisabeth zu seiner Frau machte, war Don Karlos einmal selbst mit der „schönsten Frau auf dieser Welt“ verlobt. Eine Familientragödie wird sichtbar. Don Karlos kann seinem strengen Vater diese Ehe mit Elisabeth nicht verzeihen, denn er liebt Elisabeth noch immer - aussichtslos und gegen Sitte und Recht.
Don Karlos gesteht seine Liebe, spiegelt mit seiner Impulsivität und seinen Gefühlen die Epoche des Sturm und Drangs wider.
Elisabeth ruft ihn zur Vernunft und verlangt von ihm „Elisabeth / War Ihre erste Liebe. Ihre zweite / sein Spanien!“ Don Karlos unterwirft sich schließlich ihrer Forderung.
Königin Elisabeth spiegelt die Epoche der Weimarer Klassik wider mit ihrer Rationalität. Die Königin stellt sich gegen die Prinzipien des Sturm und Drangs, indem sie der Liebe ganz abschwört. Sie stellt ihr Pflichtbewusstsein zur Schau. Sie muss von ihrer Liebe zu Don Karlos Abstand nehmen, da diese unter dem Namen und Vorstellungen des königlichen Hofes verboten ist.
In Don Karlos geht es bis zum Schluss um eine unerfüllte Liebe, da diese aufgrund der gesellschaftlichen Normen des königlichen Hofes nicht vereinbart ist. Schiller gelingt es, das Schicksal des die Verflechtung des Einzelnen Karlos kehrt zurück von der Freiheitsidee, Egoismus bzw. individuellen Lebensglück zum Idealismus und ergibt sich seinem Schicksal. Die politische Thematik um Freiheit und einer veränderten Gesellschaft durchzieht sich von Anfang an durch das Werk.
Dieses Buch ist eine gute Unterstützung bei der Analyse und Interpretation von Don Karlos. Es liefert wichtige historische Grundlagen und Interpretationsansätze.

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Veröffentlicht am 05.12.2023

Unterschätztes Gemüse: Staudensellerie

Selleriesaft
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In der Regel denkt bei Sellerie an Knollensellerie, aber bei diesem Buch „Selleriesaft“ geht es in erster Linie um die Staudensellerie, und insbesondere die Verarbeitung als Saft und Smoothie. In diesem ...

In der Regel denkt bei Sellerie an Knollensellerie, aber bei diesem Buch „Selleriesaft“ geht es in erster Linie um die Staudensellerie, und insbesondere die Verarbeitung als Saft und Smoothie. In diesem Buch erfährt man alles rund um die Staudensellerie, auch Stangen- oder Bleichsellerie genannt.
Sellerie ist reich an Kalzium, Eisen und den Vitaminen A, B, C und E. Die ätherischen Öle regen den Stoffwechsel an. Sellerie enthält als einziges Gemüse alle Vitamine aus der B-Gruppe. Das macht ihn zu einem wertvollen Mittel für den Stoffwechsel.
Schon in Homers „Odyssee“ von Homer benutzte eine Nymphe die Sellerie als Grundlage für ihren Zaubertrank. Das Gemüse gilt bis heute als Potenzmittel und Aphrodisiakum. Bewiesen ist hingegen die Wirkung als basischer Entschlackungs- und Entgiftungssaft.
Selleriesaft gilt als sehr gesund, schmeckt pur allerdings ziemlich intensiv. Er harmoniert mit Gurke, Apfel, Ananas und Orangen sowie Ingwer.
Im Buch werden viele Kombinationsmöglichkeiten mit Gemüse und Früchten vorgestellt. Interessant finde ich auch die Informationen zu der Selleriesaftkur und das jährliche Fasten mit Selleriesaft. Außerdem gibt es das Reste-Rezept „Kräcker mit Sellerietrester“, um den übrig bleibenden Trester sinnvoll zu nutzen
Dieses Rezept gefällt mir, weil es leicht herzustellen ist und gut schmeckt: 2 Stangen Staudensellerie, 2 Äpfel, ½ Gurke, daumengroßes Stück Ingwer. Die Stangensellerie waschen und in kleinere Stücke schneiden, um die langen Fasern zu durchtrennen. Auch die übrigen Zutaten waschen, in Stücke schneiden und in den Entsafter geben. Nach Belieben einen Schuss Zitronensaft dazugeben. Das habe ich einige Tage getrunken, aber so wie von dem Autor empfohlen, als tägliches Fitnessgetränk, dazu kann ich mich dann doch nicht durchringen. Es bleibt beim gelegentlichen Selleriesaft. Insgesamt finde ich das Buch recht nützlich.

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Veröffentlicht am 05.12.2023

Gute Krimi-Unterhaltung

Im Wald
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Das Buch spielt im Taunus. Seine Ermittler heißen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein Kriminalkommissare vom K11 in Hofheim. Dieser achte Fall, der Originalplätze beschreibt, reicht weit in die Dorfgeschichte ...

Das Buch spielt im Taunus. Seine Ermittler heißen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein Kriminalkommissare vom K11 in Hofheim. Dieser achte Fall, der Originalplätze beschreibt, reicht weit in die Dorfgeschichte des Ortes hinein, bis in den Sommer 1972, wie sich erst später herausstellt.
Eines Nachts geht in einem Wald bei Ruppertshain im Taunus ein alter Wohnwagen in Flammen auf. Die Ermittler finden eine verkohlte Leiche in den Trümmern. Zunächst ermitteln die Beamten wegen Brandstiftung, später dann wegen Mordes. Kurze Zeit später wird eine alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein nimmt das emotional sehr mit, da er die Frau seit seiner Kindheit kannte. Während die Ermittler fieberhaft nach einem Zeugen sucht, der in der Nacht im Wald den Täter gesehen haben könnte, passiert ein weiterer Mord. Es dauert naturgemäß, bis die beiden Kommissare einen Zusammenhang zwischen den Morden und eine Serie erkennen. Die Dorfbewohner schweigen. Es scheint eine Art Fluch über dem Dorf zu liegen. Nach und nach entdeckt das Ermittlerduo einen Zusammenhang mit dem spurlosen Verschwinden von Bodensteins Kinderfreund Artur vor 40 Jahren.
Die Autorin Nele Neuhaus, die im Taunus lebt, schafft eine besondere Nähe zu den Figuren, insbesondere zu dem Ermittlerduo. Die Figuren wirken menschlich und normal, es könnten unsere Nachbarn sein. Man erfährt nebenbei, wie Kirchhoff mit ihrem geschiedenen Mann klar und welche Schwierigkeiten Bodenstein mit seiner Familie hat. Es ist bemerkenswert, wie die Autorin die Spannung über beinahe 600 Seiten hält, ohne dass es langweilig wird und gedehnt wirkt. Vermutlich ist es der Kontrast zwischen der trügerischen Idylle des Dorflebens, freundlichen, scheinbar spießigen Nachbarn und den unheimlichen, unerklärlichen Morden, der einem packt. Bisher sind neun Taunuskrimis erschienen, darunter sind einige Titel erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt worden. Ein leise dahingehender Krimi zum Schmökern, den ich gerne empfehle.

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