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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2023

eine sympathiesche Ermittlerin

Cut
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Die Halbasiatin und sehr sympatische Hauptperson dieses Thriller ist Keye Street. Sie ist ehemalige Profilerin des FBI's, hat ihren Job aber durch Alkoholprobleme verloren.Im Moment hält sie sich mit ...


Die Halbasiatin und sehr sympatische Hauptperson dieses Thriller ist Keye Street. Sie ist ehemalige Profilerin des FBI's, hat ihren Job aber durch Alkoholprobleme verloren.Im Moment hält sie sich mit Aufträgen als Privatdetektivin über Wasser und fungiert als Kautionseintreiberin.Als ihr Freund Lieutnant Rauser sie um Mithilfe in einem besoners grausamen Fall bittet, sagt sie zu und sieht sich einem Serientäter gegenüber, der seine Opfer mit Biss,- und Stichwunden zurichtet.Keye stürzt sich mit Vehemenz in den Fall, froh darüber wieder ihre Kenntnisse als Profilerin unter Beweis zu stellen.Als ein Täter gefunden wird, ist Keye sehr skeptisch und übersieht, dass sie selbst in Gefahr ist.

Was mir ausnehmend gut bei diesem Thriller gefallen hat, war Keye. Eine Frau mit Ecken und Kanten, einer schwierigen Vergangenheit und ausgesprochen interessanten Mitarbeitern in ihrer Detektei.Ich finde durch sie lebt das Buch und der Leser erfahrt im Laufe der Geschichte sehr viel über sie,ihre Vergangenheit, aber auch über ihre aktuellen Fälle aus ihrer Detektei.
Aber auch die anderen agierenden Personen werden gut beschrieben und man erfährt einiges über die Gedanken des Mörders.
Die Geschichte wird flüssig und spannend erzählt und schlägt immer wieder Haken, sodass keine Langeweile aufkommt.Der etwas konstruierte Schluss hat mich allerdings enttäuscht und ich finde auch, dass die Geschichte zum Ende hin etwas abflacht.

Alles in allem ein spannendes und ausbaufähiges Debüt mit einer sympatischen Ermittlerin.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

ein Thriller mit überraschenden Wendungen

Ohne jede Spur
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Lisa Gardners neuer Thriller "Ohne jede Spur"hat mich, obwohl der Inhalt dieser Geschichte nicht so neu und außergewöhnlich ist,nicht losglassen.Ihre geschickt aufgebaute Geschichte und die immer wieder ...

Lisa Gardners neuer Thriller "Ohne jede Spur"hat mich, obwohl der Inhalt dieser Geschichte nicht so neu und außergewöhnlich ist,nicht losglassen.Ihre geschickt aufgebaute Geschichte und die immer wieder neuen Wendungen im Geschehen, halten den Leser gefangen,da man an der Auflösung der Geschichte interessiert ist.

Eine junge Mutter und Ehefrau verschwinden von heute auf morgen aus dem gemeinsamen Haus. Es werden keine Einbruchs,-oder Kampfspuren festgestellt, sodass eine Entführung unrealistisch ist. Hat Sandra Mann und Tochter verlassen ?Und wenn warum?

Im Laufe dieser Geschichte erfahren wir einiges über die Beziehung zwischen Sandra und Jason und lernen verdächtige Personen im Umfeld der beiden kennen, die dann in einzelnen Kapiteln des Buches zu Worte kommen.Aber genauso wie Sergeant Detektive D.D. Warren,tappt der Leser im Dunkeln, was die Motive der verschwundenen Sandra angeht,alsauch die Motive eines eventuellen Täters.Bis zum überraschenden Ende, dass ich allerdings etwas konstruiert fand,bleibt die Spannung erhalten. Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten, aber gut lesbar. Ich kann garnicht so genau sagen,warum mich dieses Buch so gefesselt hat, warscheinlich deshalb, weil die Autorin die Geschichten von Sandra und Jason so interessant gestaltet hat, dass sie für den Leser zu keiner Zeit durchschaubar war und man zu jeder Zeit mit einem anderen Ende gerechnet hat, aber nicht mit dem, das dann kam.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

absolut gelungen

Der Hodscha und die Piepenkötter
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In einer mittelgroßen Stadt irgendwo in Deutschland...........

Es sind noch 42 Tage bis zum Wahltermin und die Oberbürgermeisterin Ursel Piepenkötter ist sich ihres Sieges sicher.Als bodenständige ...

In einer mittelgroßen Stadt irgendwo in Deutschland...........

Es sind noch 42 Tage bis zum Wahltermin und die Oberbürgermeisterin Ursel Piepenkötter ist sich ihres Sieges sicher.Als bodenständige CDU-Frau hat sie die Massen hinter sich, glaubt sie,doch dann kommt der Hodscha, der neue Iman der türkischen Gemeinde der Stadt und verkündet eine prachtvolle Moschee bauen zu wollen.Aber nicht mit Ursel Piepenkötter, die noch nicht einmal gefragt wurde.Die Oberbürgermeisterin wittert Morgenluft, zeigt ihre Zähne und will mit einer wohldosierten Portion Populismus bei ihren Wählern punkten.Doch da hat sie nicht mit dem Hodscha gerechnet, denn der beißt genauso zurück, daran ändern auch die konspirativen Treffen mit der Piepenkötter in ihrer Laube nichts.Irgendetwas muss geschehen, denn der Wahltermin rückt immer näher und die Wähler machen der Piepenkötter Druck.Da hilft auch kein Rotwein zur Entspannung.Der Hodscha allerdings setzt auf Allah, mit dem er regelmäßig in Verbindung steht, der ihm allerdings auch manchmal den Marsch bläst.


In einer Art und Weise, die absoluten Unterhaltungswert hat, beschreibt Birand Bingül die Annäherung zweier Kulturen deren Vertreter es beide faustdick hinter den Ohren haben. Die Situationskomik hat mich mehrmals laut auflachen lassen und der Vergleich zu Don Camillo und Pepone, wie auf dem Umschlag zu lesen,ist nicht zu leugnen.

Die beiden Hauptprotagonisten werden treffend beschrieben(vor allem der Bruce Springsteen Fan Nuri Hodscha hat mir gut gefallen.)

Ein Buch mit hohem Unterhaltungswert, dass ich gern weiterempfehle

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Veröffentlicht am 09.12.2023

Endzeitroman mit leichten Schwächen

Endzeit
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"Endzeit"von Liz Jensen, ist ein Buch, das mir bis auf den Schluss ausnehmend gut gefallen hat.Der recht flüssige und teilweise sehr bildhafte Schreibstil unterstreicht diesen positiven Eindruck noch und ...

"Endzeit"von Liz Jensen, ist ein Buch, das mir bis auf den Schluss ausnehmend gut gefallen hat.Der recht flüssige und teilweise sehr bildhafte Schreibstil unterstreicht diesen positiven Eindruck noch und ließ mich das Buch in wenigen Tagen verschlingen. Nur der Schluss war mir dann doch zu abrupt und zu konstruiert.

England im Jahre X. Der Juni ist ein brütend heißer Monat auf der Insel und die Psychotherapeutin Gabriela Fox, versucht nach einem schweren Autounfall, bei dem sie eine Querschnittslähmung erlitt und ihr Freund starb, wieder Fuß zu fassen in ihrem Beruf.Nicht genug, dass es ihr schwerfällt sich mit ihren körperlichen Einschränkungen zu arrangieren, wird ihr auch noch ein äußert schwieriger Fall zugewiesen.Die sechszehnjährige Bethany hat ihre Mutter mit einem Schraubenzieher grausam ermordet und behauptet zudem, Naturkatastrophen vorraussehen zu können.Gabrielle Fox versucht diesem destruktiven Charakter näher zu kommen und hält ihre "hellseherischen Fähigkeiten für einen Ausdruck ihrer Erkrankung. Als sich aber mehrere Behauptungen als wahr erweisen und Bethany einen Tsunami voraussagt, der ganz Nordeuropa vernichten wird, versucht man mit einigen Wissenschaftlern dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage auf den Grund zu gehen.

Dieser Endzeitroman, der Ihnen vielleicht sogar schlaflose Nächte bereitet, da er eine Naturkatastrophe beschreibt,die so unwarscheinlich garnicht erscheint, hat mir nicht nur aufgrund seiner Spannung und des eingangs erwähnten guten Schreibstils gefallen,sondern auch,weil er eine Liebesgeschichte zwischen einer sogenannten "Behinderten" und einem "Nichtbehinderten"beschreibt.Die Schwierigkeiten und die Hilflosigkeit, der diese Menschen aufgrund ihrer Einschränkungen ausgeliefert sind und auch das Gefühl als Frau nicht mehr wahrgenommmen zu werden, "da sich ja unter der Gürtellinie nichts mehr abspielt", werden sehr nachvollziehbar und keineswegs Mitleid heischend beschrieben.Die Charaktere werden absolut passend dargestellt, Bethany, die ihre Verletzungen hinter Sarkasmus versteckt und Gabrielle, die als einfühlsame,empfindsame, aber auch als kämpferische Person gezeichnet wird,ließen mich diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen wollte,wie es weitergeht.Allerdings fand ich den Schluss dieser Geschichte etwas enttäuschend, weil er mir zu abrupt, aber auch zu konstruiert erschien.Ansonsten aber Daumen hoch für dieses Buch, dessen schlechte Kritiken ich nicht ganz verstehen kann.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

ein subtiler, durchgehend spannender Thriller

Das Wesen
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Dieser gekonnt gemachte Psychothriller stellt seinen Leser vor die schwer zu lösende Aufgabe:"Wo kann ich einen Platz finden, an dem ich ungestört dieses Buch lesen kann?"
Von Anfang an nimmt einen die ...

Dieser gekonnt gemachte Psychothriller stellt seinen Leser vor die schwer zu lösende Aufgabe:"Wo kann ich einen Platz finden, an dem ich ungestört dieses Buch lesen kann?"
Von Anfang an nimmt einen die Handlung dieses Buches gefangen, die so geschickt mit dem Leser spielt, dass man eigentlich zu keiner Sekunde überzeugt sein kann "Ich kenne den Mörder".
Ein Mordfall an einem Kind aus dem Jahre 1998, der mit der Festnahme eines Psychiaters endet und eigentlich als abgeschlossen gilt, gibt den Kommissaren Bernd Menkhoff und Alex Seifert erneut Rätsel auf, als von genau diesem Psychiater behauptet wird, er habe ein 4 jähriges Kind,was verschwunden ist.

Bernd Menkhoff wirft sich mit kaum überbietender Energie in die Auflösung dieses Falles, die dem Leser zu denken gibt. Hat er eine persönliche Rechnung mit diesem Mann zu begleichen, oder wieso ist der Hass auf diesen Menschen so groß?Seinem Kollegen Seifert kommen immer wieder Bedenken, ob damals der richtige Mörder gefasst wurde.Immer öfter fallen ihm Ungereimtheiten auf.
Wer war der Mörder und hat er wieder zugeschlagen?

Dieser auf zwei Zeitebenen geschriebene Roman treibt den Leser über 300 Seiten lang atemlos duch dieses Buch. Immer wenn man meint der Lösung etwas näher gekommen zu sein, muss man feststellen, dass man sich wieder getäuscht hat.Diese
durchgehende Spannung dieses Buches und die meiner Meinung nach sehr gut gelungene Darstellung der agierenden Charaktere hält den Leser bei der Stange bis die Geschichte endet.Auch die Sprache des Autors war überzeugen, an einigen Stellen wird sogar eine lyrische Ader des Autors freigelegt, wie schon eine Vorrezensentin bemerkte. Alles in allem hat mich das Buch, was vollkommen auf Aktionszenen verzichtet, mehr als überzeugt und gezeigt, dass man auch ohne dem Leser brutale Szenen in Serie zu präsentieren , eine Spannung erzeugen kann, die fast kaum zu überbieten ist.

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