Interessante Fortzsetzung
Im zweiten Teil von „Die magischen Buchhändler von London“ geht es nach einem actionreichen Anfang, in dem Merlin durch eine magische Karte an einen Ort außerhalb der normalen Welt transportiert wird und ...
Im zweiten Teil von „Die magischen Buchhändler von London“ geht es nach einem actionreichen Anfang, in dem Merlin durch eine magische Karte an einen Ort außerhalb der normalen Welt transportiert wird und Susan gemeinsam mit Vivien zur Rettung eilt, um Susans erwachende Kräfte und ihren Kampf um ein normales Leben ohne Magie sowie eine neue Antagonistin, die Steinerne Lady.
Nach und nach erfahren die magischen Buchhändler ähnlich wie in einem Kriminalroman langsam immer mehr über die Steinerne Lady, ihre Beweggründe sowie vermutlichen Pläne und erkennen, dass sie ziemlich mächtig und ebenso gefährlich ist. Zum ohnehin schon großen Clan der Buchhändler kommen dann nochmal viele weitere Figuren aus der Zweigstelle in Susans Heimat Bath hinzu, sodass man hin und wieder den Überblick über all die Figuren verlieren kann.
Auch dadurch ziehen sich die “Ermittlungen“ bzw. Informationssuche anfangs etwas und bescheren teilweise eher langatmige Kapitel, während die Buchhändler mit Susans Abschirmung beschäftigt sind, wobei diese innerlich mit ihrem eigenen magischen Erbe, um das sie nie gebeten hat, zu kämpfen hat und gleichzeitig mit ihrem tiefen Wunsch, einfach nur normal und nicht magisch zu sein (was ein bisschen schwierig ist mit einem magischen Buchhändler als Freund und einem Urherrscher als Vater), bis die Geschichte dann gegen Ende hin wie schon in Teil 1 ordentlich an Fahrt aufnimmt und die Dinge Schlag auf Schlag passieren, bis es zum dramatischen Showdown kommt (leider teilweise auch ziemlich vorhersehbar).
Trotzdem hat mir die Handlung an sich ganz gut gefallen, denn es gab im Vergleich zum ersten Teil nochmal viel Neues zu entdecken und wir lernen auch unsere bekannten Charaktere, vor allem Merlin, Susan und Vivien, besser kennen. Ich mag die Gruppe gerne, denn sie sind irgendwie grundverschieden und sich doch gleichzeitig auch ziemlich ähnlich. Wenn einer von ihnen in Gefahr ist, setzen die anderen alles daran, die Person zu retten. Es war schön, einige alte Bekannte wiederzutreffen und ebenso neue Charaktere kennenzulernen sowie mehr über den Buchhändler-Clan zu erfahren.
Am Ende hat die Geschichte rund um Susan und die Buchhändler einen guten Abschluss gefunden und für Susan gibt es doch noch eine Lösung, wie sie ein normales Leben führen und trotzdem ihr magisches Erbe antreten kann.
Auch wenn es von meiner Seite wie schon bei Teil 1 ein paar Kritikpunkte gibt, bietet das Buch dennoch unterhaltsame Lesestunden in einem fantasievollen Setting. Es kommt zwar auch nicht ganz an den ersten Teil heran, aber es ist dennoch gut zu lesen, unterhaltsam und bietet eine originelle Geschichte voller Magie und Buchhändlern mit besonderen Fähigkeiten.