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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2023

was für ein Buch

Vom Ende der Einsamkeit
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Auch ich will nach diesen vielen Rezensionen keine Inhaltsangabe wiedergeben, sondern meinen Eindruck von diesem Buch schildern.
Benedict Wells hat mich mit seinem Buch so berührt, wie schon lange kein ...

Auch ich will nach diesen vielen Rezensionen keine Inhaltsangabe wiedergeben, sondern meinen Eindruck von diesem Buch schildern.
Benedict Wells hat mich mit seinem Buch so berührt, wie schon lange kein anderes Buch mehr. Für mich ist dieses Buch mein Jahreshighlight 2016 und ich werde es bestimmt noch einmal lesen und vielen weiterempfehlen, doch ich muss erst einmal Zeit vergehen lassen, da mich diese Geschichte sehr mitgenommen hat.

Der Autor versteht es eine Lebensgeschichte zu beschreiben, die wirklich nicht einfach ist und er schafft es, dass man die ganze Gefühlsskala deren man fähig ist , erlebt. Trotzdem geht von diesem Buch eine Leichtigkeit aus, die einen die Seiten wie von selbst umblättern lässt und das Geschriebene erzeugt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Ich habe oft gedacht. Ja , es ist sehr wichtig wie die Kindheit eines Menschen verläuft, doch eine schwere Kindheit hilft einem vielleicht auch spätere Schicksalsschläge besser zu verarbeiten.Man ist gewappnet, da man nicht so viel erwartet.
Doch dieses Buch zeigt auch, was Familie bedeutet und dass man sich nach vielen Umwegen auch wiederfinden kann und in der Familie eine Grundfeste hat, da das Schicksal einen verbindet.

Benedict Wells hat einen Roman geschrieben, der einen berührt, einen zum Lachen , aber auch zum Weinen bringt, der nachhallt und einen noch lange begleitet.Seine Figuren sind so realistisch und liebevoll gezeichnet, dass man sich ihnen schnell verbunden fühlt.Man kann gar nicht anders als Empathie zu empfinden .

Ein Buch, das ich jedem empfehlen möchte, denn man verpasst eine Menge, wenn man es nicht gelesen hat.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

so müssen Bücher sein

Im Sommer wieder Fahrrad
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Von robby-lese gern
"Im Sommer wieder Fahrrad " von Lea Streisand ist ein Buch das mich total begeistert hat. Die Autorin hat es geschafft ein schweres Schicksal in eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte ...

Von robby-lese gern
"Im Sommer wieder Fahrrad " von Lea Streisand ist ein Buch das mich total begeistert hat. Die Autorin hat es geschafft ein schweres Schicksal in eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte zu verpacken von der man sich nur schwer lösen kann.

Lea die Protagonistin dieses Romans , bekommt mit 30 Jahren die Diagnose Lungenkrebs. Für sie bricht eine Welt zusammen , doch sie kämpft sich tapfer durch Chemotherapie und Strahlentherapie. Unterstützt wird sie in dieser schweren Zeit durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter , genannt " Mütterchen ", die nicht nur ein nicht immer einfaches Leben führte, sondern durch ihre unkonventionelle Lebensart nicht immer auf das Verständnis ihrer Mitmenschen hoffen durfte. Doch sie ließ sich nie unterkriegen.

Dies ist die Lebensgeschichte einer Familie , die nicht immer einfach durchs Leben kam, aber nie ihren Humor verlor und ihren eigenen Weg gegangen ist. Lea, die gegen ihre Krebserkrankung ankämpft, wird durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter, die sie in einem Koffer nach dem Tod ihrer Großmutter findet, nicht ermutigt den Kampf des Lebens aufzunehmen, sondern lernt " Mütterchen ", die in ihrem Leben eine große Rolle gespielt hat, von einer ganz anderen Seite kennen und wundern sich häufig über die Lebenseinstellung dieser Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.

In einem sehr unterhaltsamen und humorvollen Schreibstil gelingt es Lea Streisand dem schweren Schicksalsschlag den sie erleiden musste, ein wenig den Schrecken zu nehmen. Der Leser erfährt zwar hier die Höhen und Tiefen eines Lebens , aber muss dabei häufig schmunzeln oder sogar Lachen, denn der Familie Streisand geht nie der Lebenswille und Humor aus, was das wichtigste im Leben ist. Die einzelnen Figuren in diesem Roman sind so liebevoll gestaltet, dass man sich ihnen ganz schnell nahe fühlt und mit ihnen mitfiebert. Das Leben dreier Generationen breitet sich vor dem Leser aus und es ist keine Zeile und kein Wort zu lag. Ich hätte noch lange so weiterlesen können und mir ist der Abschied von dieser Familie sehr schwer gefallen.

Ein sehr empfehlenswertes Buch !!!!

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Veröffentlicht am 09.12.2023

die Vergangenheit ist nicht vergessen

Im Wald
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Der neue Fall von Pia Sander und Oliver Bodenstein " Im Wald " ist vorerst der letzten Fall für Oliver Bodenstein und ich hoffe inständig, dass er wieder einsteigt, denn auch dieses Buch ist einfach wieder ...

Der neue Fall von Pia Sander und Oliver Bodenstein " Im Wald " ist vorerst der letzten Fall für Oliver Bodenstein und ich hoffe inständig, dass er wieder einsteigt, denn auch dieses Buch ist einfach wieder klasse.
Ein Fall, der Oliver Bodenstein sehr trifft, da er persönlich betroffen ist.

Pia und Oliver Bodenstein bekommen es hier mit einem sehr verzwickten und schwer zu lösenden Fall zu tun, der alle an seine Grenzen bringt, vor allem aber Oliver Bodenstein. Im Wald bei Ruppershain wird eine verkohlte Leiche in einem abgefackelten Wohnwagen entdeckt und es bleibt nicht bei diesem einen Toten.Kurz darauf wird eine schon dem Tod geweihte Frau in einem Hospiz erdrosselt. Was treibt diesen Mörder um, dass er sogar eine schon fast tote Frau ermordet. Wusste sie von einem Geheimnis, das unter keinen Umständen ans Tageslicht kommen durfte ?
Oliver Bodenstein und Pia Sander versuchen dem Motiv des Mörders auf die Spur zu kommen und werden dadurch mit einem Fall aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts konfrontiert, der Bodenstein persönlich betrifft. Doch die Einwohner von Ruppershein schweigen wie ein Grab und so wird es für das K 11 aus Hofheim ein Fall , der durch immer neue Wendungen dafür sorgt, dass das Team an seine Grenze kommt und der Mörder erst in der letzten Minute erkannt wird.

Wie bei Nele Neuhaus bekannt, präsentiert die Autorin auch hier wieder ein gut konstruierten Kriminalfall, der in ihrem nahen Umfeld spielt, denn die Autorin lebt im Taunus und kennt diese Wälder durch Sparziergänge mit ihren Hunden und Ausritten mit ihrem Pferd.Der Plot wartet schon mit einer großen Spannung auf, als ein Wohnwagen mitten im Wald explodiert und nach den Löscharbeiten ein Toter geborgen wird. Sehr spannend , aber auch atmophärisch wird dieser Fall beschrieben. Wieder ist eine eingeschworene Dorfgemeinschaft , die ein Mauer des Schweigens bildet, eine Schwierigkeit, auf die die Ermitler stoßen. Dieses Mal hat der Fall aber einen sehr persönlichen Anstrich, da eine Begebenheit aus Bodensteins Kindheit eine Rolle spielt. Diese persönliche Begebenheit macht auch die Spannung dieser Geschichte mit aus , denn Bodenstein wird hier als jemand beschrieben, der nicht der sachliche Ermittler ist, sondern er zeigt Nerven, weil er persönlich betroffen ist. Auch Pia, die später die Leitung dieses Falles übernimmt, muss sich beweisen,. denn sie steht unter enormem Druck , nicht nur , weil sie keine eindeutigen Beweise vorlegen kann, sondern weil sie sich mit der Tatsache auseinandersetzen muss, dass dies der vorerst letzten Fall ist, den sie mit ihrem Chef löst. Oliver Bodenstein hat um ein Jahr Auszeit gebeten und keiner weiß, ob er wiederkommt.

Der Leser hat hier schon ein bisschen was zu tun, um sich alle Namen der Dörfler zu merken und dies sind nicht wenige. Trotzdem ist es der Autorin wieder gut gelungen ihre Figuren gut zu zeichen, ohne dem Leser einen Hinweis auf den Täter zu geben. Man tappt schon ganz schön im Dubnkeln und muss wirklich fast bis zur letzten Minuten warten, um die Auflösung zu lesen.

Leider ist dieses Buch trotz seiner 552 Seiten wieder viel zu schnell durchgelesen und es heißt jetzt wieder warten auf den nächsten Fall und diesmal ohne Bodenstein.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

zwei Schwestern - zwei Leben

Schwestern bleiben wir immer
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Das Buch " Schwestern bleiben wir immer, hat mir mehr als gut gefallen.Sehr empathisch beschreibt die Autorin Barbara Kunrath das Leben der beiden Frauen Katja und Alexa in der Gegenwart, aber auch in ...

Das Buch " Schwestern bleiben wir immer, hat mir mehr als gut gefallen.Sehr empathisch beschreibt die Autorin Barbara Kunrath das Leben der beiden Frauen Katja und Alexa in der Gegenwart, aber auch in der Vergangenheit, die allein mit ihrer sehr distanzierten Mutter aufwuchsen und sich zu sehr unterschiedlichen Charakteren entwickelten.

Alexa ist Mutter von drei Kindern, wobei die älteste Tochter Clare schwer behindert zur Welt kam und mit 8 Jahren starb.Die Belastung durch das behinderte Kind hat die Ehe so schwer belastet, dass sie zerbricht. Ihr Mann hat eine Geliebte und bittet um die Scheidung. Alexa, die doch so viel geschafft hat, fühlt sich aber ihrer Schwester Katja nicht ebenbürtig. Katja ist schön, erfolgreiche Journalistin und hat einen 15 jährigen Sohn, der in der Pubertät aus dem Ruder läuft. Katja wirkt stark und unabhängig, Alexa hat sich ihren Mann auch ausgesucht , um versorgt und beschützt zu sein.
Nach dem Tod ihrer Mutter, zu der beide kein gutes Verhältnis hatten, findet Alexa einen nicht zu Ende geschriebenen Brief ihrer Mutter, der viele Fragen aufwirft. Zusammen mit ihrer Schwester versucht sie diese Fragen zu lösen.

Wie schon zu Anfang beschrieben, hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Die
beiden Frauen werden in ihrer Unterschiedlichkeit sehr gut beschrieben und die Geschichte als solches ist sehr spannend aufgebaut. Mir haben beide Zeitstränge gut gefallen. Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen und ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

BITTE MEHR DAVON

Wo die Angst ist
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" Wo die Angst ist " ist der erste Fall des sehr unterschiedlichen Ermittlerpaares Sigi Kamm, seines Zeichens Hauptkommissar der Potsdamer Kripo und der Psychologin Alicia Behrens. Sigi Kamm Plädiert für ...

" Wo die Angst ist " ist der erste Fall des sehr unterschiedlichen Ermittlerpaares Sigi Kamm, seines Zeichens Hauptkommissar der Potsdamer Kripo und der Psychologin Alicia Behrens. Sigi Kamm Plädiert für Strafe bei einem Verbrechen. Alicia Behrens plädiert für Eigenverantwortung und Therapie. Die beiden sehr konträren Ermittler haben sich schon in einer Gerichtsverhandlung nichts geschenkt und sollen jetzt zusammen in einem Fall von schwerer Körperverletzung ermitteln. Die Indizien führen die beiden Ermittler in die rechte Szene und ein Zeuge, der dem Opfer zu Hilfe kam, verweigert die Aussage aus Angst vor den Neonazis. Werden Alicia und Sigi es hinbekommen zusammen zu ermitteln, ohne sich zu zerfleischen , oder scheitert der Versuch ?

Mir haben an diesem Buch nicht nur die beiden Hauptfiguren , Alicia und Sigi gut gefallen, die sehr facettenreich und mit viel Ausbaumöglichkeit, die auf weitere Folgen hoffen lassen, gefallen, sondern auch das Thema " Gewalt von rechts ". Gerade im Moment wieder ein aktuelles Thema, das nicht nur die Medien bewegt. Gut eingebaut in diesen Fall, erlebt der Leser alle Bedenken , die er gegen die rechte Szene hat, aber auch viele Vorurteile. Gut gefallen hat mir, dass der Leser häufig auf die falsche Fährte geführt wurde und das Ende so nicht zu erwarten war. Ein Buch, das die Emotionen hochkochen lässt, gut konstruiert und sehr empathisch beschrieben. Ich freue mich schon auf den 2. Band dieser Serie, denn das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen.

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