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Veröffentlicht am 19.12.2023

Hat zu lange gedauert, bis die Geschichte Fahrt aufgenommen hat

Fire Fallen (Die Chroniken von Solaris 2)
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Wenn ihr Fire Fallen von Elise Kova lesen möchtet, dann müsst ihr vorher unbedingt Air Awoken kennen. Die Bände sind nicht unabhängig voneinander lesbar, sondern bauen aufeinander auf.

Es war schon ein ...

Wenn ihr Fire Fallen von Elise Kova lesen möchtet, dann müsst ihr vorher unbedingt Air Awoken kennen. Die Bände sind nicht unabhängig voneinander lesbar, sondern bauen aufeinander auf.

Es war schon ein paar Tage her, dass ich den ersten Band der Chroniken von Solaris gelesen hatte. So war meine Erinnerung an die Handlung nicht mehr ganz so frisch. Leider fiel mehr der Einstieg in Band 2 dann dementsprechend nicht ganz so leicht. Ich wurde einfach wieder in die Handlung hineingeschubst. Erklärungen, um die Erinnerungen aufzufrischen, gibt es so gut wie keine. So musste ich mir als Leserin dann ein bisschen Kontext selbst zusammenreimen.

Und als ich dann das Gefühl hatte, wieder einen Überblick zu haben, da sprang der Funke irgendwie nicht über. Zuerst hatte ich nur die Befürchtung, dass ich durch mein Unwissen nicht so viel Spaß beim Lesen haben würde. Aber auch mit mehr Sicherheit zu den Hintergründen blieb das Buch irgendwie fad. Die Handlung zog sich die ersten zwei Drittel ziemlich hin und ich quälte mich teilweise recht mühsam durch die Seiten.

Die Geschichte rund um Vhalla und Aldrik kommt nicht wirklich aus dem Knick und ich habe ehrlich gesagt mehrfach überlegt, ob ich das Buch nicht einfach abbreche.

Erst im letzten Drittel konnte ich das Buch dann plötzlich nicht mehr aus der Hand legen, weil auf einen Schlag so viel passiert! Hier hat mich Fire Fallen dann ganz plötzlich gepackt und mit dem Ende möchte ich nun ganz bald Band 3 lesen.

Allerdings bin ich insgesamt doch eher enttäuscht, weil Fire Fallen von Elise Kova definitiv zu lange gedauert hat, um in Fahrt zu kommen. Ich hoffe sehr, dass die Eingewöhnungszeit bei Band 3 nicht so schleppend verläuft, denn sonst weiß ich wirklich nicht, ob ich mir die weiteren Bände dann auch noch zu Gemüte ziehen werde.

Also wenn ihr Air Awoken gerne gelesen habt, dann wollt ihr natürlich weiterlesen. Ich kann euch nur raten: Lasst euch nicht abschrecken und bleibt dran! Es wird besser, ich verspreche es euch. Und die Hoffnung bleibt, dass Band 3 wieder mit mehr Schwung aufwarten kann.

Veröffentlicht am 18.12.2023

Gespaltene Gefühle...

Here With Me
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Here with me von Samantha Young. Was für ein dicker Schinken! Früher habe ich sehr, sehr viel von der Autorin gelesen und geliebt. Dann verlor ich sie lange Zeit aus den Augen und als ich dann über Here ...

Here with me von Samantha Young. Was für ein dicker Schinken! Früher habe ich sehr, sehr viel von der Autorin gelesen und geliebt. Dann verlor ich sie lange Zeit aus den Augen und als ich dann über Here with me gestolpert bin, da wollte ich unbedingt wissen, ob die alte Begeisterung sich noch mal wecken lässt.

Der Schreibstil konnte alte Erinnerungen aufleben lassen. Ich war sofort in der Geschichte versunken und die Seiten flogen nur so dahin.

Leider blieb es nicht die ganze Zeit so. Teilweise hat sich die Handlung sehr zäh gezogen. Es ging überhaupt nicht vorwärts und ich denke, hätte man etwa 150 Seiten gekürzt, dann hätte das der Geschichte und ihrer Geschwindigkeit sehr gutgetan. Teilweise wiederholen sich die Gedanken der Protagonisten, drehen sich im Kreis und kommen überhaupt nicht von der Stelle. Es werden Erkenntnisse gewälzt, die schon einige Seiten vorher für ein Gedankenkarussell gesorgt haben. Und das ist beim Lesen ermüdend.

Immer mal wieder habe ich das Buch wirklich gelangweilt beiseite gelegt, weil ich mich gefragt habe, ob sich das überhaupt noch lohnt.

Das Spannungselement passt sehr gut in die Geschichte und hat mich wirklich begeistert. Bis zu dem Punkt, wo ich irgendwann dachte, wie denn bitte alle so blind sein können. Ich hatte einen Verdacht, wer die Bedrohung aus dem Umfeld sein könnte und irgendwie war das in meinem Kopf alles sehr logisch. Nur die Menschen, die direkt involviert waren, konnten, oder wollten es nicht sehen. Das hat mich doch insgesamt sehr frustriert, da die Auflösung so dann sehr plötzlich kam, auch wenn das Ende der Part war, wo doch noch mal Tempo in die Geschichte kam. Aber das war dann zuweilen etwas viel Tempo.

Here with me lässt mich mit sehr gespaltenen Gefühlen zurück. Einerseits ist da noch die alte Zuneigung zu den Geschichten von Samantha Young, aber die Begeisterung ist nicht gleich geblieben. Ich weiß nicht, ob es vielleicht einfach an dem Buch lag und beim nächsten wird es dann besser. Insgesamt bin ich eher enttäuscht von diesem Buch, denn ich hatte mir mehr erhofft. Momentan kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen, ob ich die Reihe von den Adairs weiter verfolgen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 17.01.2022

Beängstigend!

Every (deutsche Ausgabe)
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Nach The Circle geht es nun mit Every von Dave Eggers weiter. Schon die gesamte Geschichte um den Circle fand ich total spannend. Deshalb hat mich auch sehr interessiert zu lesen, wie der Autor seine Idee ...

Nach The Circle geht es nun mit Every von Dave Eggers weiter. Schon die gesamte Geschichte um den Circle fand ich total spannend. Deshalb hat mich auch sehr interessiert zu lesen, wie der Autor seine Idee weitergedacht hat.

Every ist ein machtvolles Instrument und die Welt hat sich durch diese Firma sehr verändert. Die Menschen haben sich verändert. Nicht alle Menschen sind mit den Veränderungen glücklich. Delaney möchte sich wehren, aber mit ihren Ideen vergrößert sie Everys Macht Stück für Stück.

Dave Eggers hat sich hier wirklich Dinge einfallen lassen, da habe ich beim Lesen häufig gehofft, dass diese Ideen es nicht in die Wirklichkeit schaffen. Das wäre beängstigend. Grausam. Grenzüberschreitend.

Ich muss aber sagen, mit Delaney bin ich nicht richtig warmgeworden. Auf der einen Seite ist sie total entschlossen, Every zu schaden, andererseits hat sie eigentlich keinen Plan und verrennt sich auch völlig. Im Mittelteil der Geschichte hat sich die Handlung auch ziemlich gezogen, sodass ich das Buch dann häufiger beiseite gelegt habe. Einfach, um mich wieder anders zu beschäftigen. Ich wollte ja doch wissen, wie es weitergeht, aber der Sog hat irgendwie zeitweise gefehlt.

Ich muss aber sagen, am Ende ging mir dann alles etwas zu schnell. Die Ereignisse überstürzten sich auf den letzten Seiten sehr und dieses sehr hohe Tempo stand schon in starkem Kontrast zu den vielen, vielen Seiten davor. Das fand ich ein wenig schade, wobei ich die Idee vom Ende ansonsten gelungen fand.

Every von Dave Eggers ist ein beängstigendes, aber auch interessant erzähltes Gedankenexperiment. Allerdings konnte es mich nicht vollständig überzeugen. Gerade wenn ihr The Circle schon kennt, kommt ihr um dieses Buch wohl nicht herum. Ansonsten würde ich euch empfehlen, euch erst mal mit The Circle vertraut zu machen. Das sind dann schon so einige Hintergründe, die man besser versteht.

Veröffentlicht am 14.06.2021

Eine Liebe mit Hindernissen

wörter-liebe
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wörter-liebe von Jove Viller wollte ich aufgrund der ungewöhnlichen Liebesgeschichte sofort lesen. Zwei Menschen, die sich nur über ein Spiel im Internet kennen, treffen sich und wissen sofort: Das ist ...

wörter-liebe von Jove Viller wollte ich aufgrund der ungewöhnlichen Liebesgeschichte sofort lesen. Zwei Menschen, die sich nur über ein Spiel im Internet kennen, treffen sich und wissen sofort: Das ist es! Kompliziert wird es dadurch, dass Max verheiratet ist, aber auch hier war ich neugierig, wie sich dieser Konflikt wohl auflösen würde.

Am meisten mochte ich die verschiedenen Reisen von Max und Leni. Sie treffen sich immer unterwegs und besuchen dabei die unterschiedlichsten Städte. Die meisten kenne ich selbst noch nicht. Deshalb war es ganz interessant, durch die Augen der Protagonisten eine mir unbekannte Umgebung zu erkunden. Beide haben auch viel Freude an der Fotografie, wodurch der Blick auf die Umgebung erst recht geschärft ist.

Die Kapitel von wörter-liebe sind sehr kurz und abwechselnd aus der Sicht von Leni und von Max beschrieben. Was ich hier besonders hervorheben möchte, ist die passende Sprache. Also ich hatte wirklich immer das Gefühl, dass ich jeweils in das Denken von zwei unterschiedlichen Personen hineinschaue. Leni ist sehr blumig und emotional, Max eher rational und weniger „gefühlig“.

Ich muss aber sagen, es fiel mir nicht leicht, in einen entspannten Lesefluss zu finden. Zuweilen sind zwischen einzelnen Absätzen starke Zeitsprünge, die mich irritiert haben. Da fehlte dazwischen dann irgendwie etwas. Außerdem hatte ich das Gefühl, die Handlung drehte sich an vielen Stellen im Kreis. Es ging entwicklungstechnisch für die Figuren nicht vorwärts.

Außerdem waren es mir oft viel zu viele Namen, aber zu wenige Details. Es treten sehr viele Figuren auf, aber nur wenige spielen wirklich eine Rolle. Ich hatte kaum Zeit, die Charaktere wirklich kennenzulernen. Zu manchen Figuren hätte ich mir eine stärkere Beziehung gewünscht. Oder einfach, dass die Geschichte mancher Figuren eine stärkere Rolle spielt. Selbst Max und Leni lernte ich über den Sex und ihr gegenseitiges Begehren hinaus nicht in ihrer Tiefe kennen.

Wörter-liebe von Jove Viller ist eine dramatisch inszenierte Liebesgeschichte voller Wendungen. Insgesamt fehlte mir aber gerade mit Blick auf die Charaktere die Tiefe.

Veröffentlicht am 06.07.2020

Ließ sich gut weglesen, mit vielen Kritikpunkten...

V is for Virgin
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Mit Cinder & Ella hat Kelly Oram sich in mein Herz geschrieben. Das ist jetzt fast zwei Jahre her und mit V is for Virgin und neuen Protagonisten war ich wirklich gespannt, ob mich das wohl wieder so mitreißen ...

Mit Cinder & Ella hat Kelly Oram sich in mein Herz geschrieben. Das ist jetzt fast zwei Jahre her und mit V is for Virgin und neuen Protagonisten war ich wirklich gespannt, ob mich das wohl wieder so mitreißen würde.

Sagen wir mal so, ich habe das Buch wirklich gut weggelesen.
Also schreiben und ihre Leserinnen in die Geschichte ziehen, das kann Kelly Oram.

Val als Protagonistin mochte ich tatsächlich erst mal. Ich mochte ihre Konsequenz und Standhaftigkeit. Sie hat eine Meinung, die sie für sich selbst vertritt. Dabei drängt sie diese Meinung aber selten jemand anderem offensiv auf. Natürlich ist sie von der Richtigkeit ihres Standpunkts überzeugt. Im Laufe der Geschichte hatte ich aber den Eindruck, Val hat ihre eigene Meinung doch zu stark als den Dreh- und Angelpunkt verinnerlicht. Menschen, die Sex haben, werden öfter scharf kritisiert. Ich persönlich kann die Argumentation nicht bis zum Ende verstehen. Ehe mit wahrer Liebe gleichzusetzen und da dann auch den Sex dranzuknüpfen… Aber wie gesagt, das muss jede
r für sich selbst wissen.
Ob man nun mit dem Sex bis zur Ehe wartet, oder nicht. Das hat die Autorin an keiner Stelle als moralische Frage in den Raum geworfen. Ob das nun besser, oder schlechter ist. Sie bindet zustimmende und auch kritische Standpunkte ein, sodass man wirklich beinahe jede Figur verstehen kann, warum sie welche Meinung vertritt.
Generell fand ich die seitenübergreifende Message des Buches aber gut. Dass man Sex dann haben sollte, wenn es sich für einen selbst richtig anfühlt. Und nicht dann, wenn man dazu in irgendeiner Form gedrängt wird.

Val hat eine beste Freundin und die stieß mir wirklich immer wieder sauer auf.
Sie hat Val zu Dingen gedrängt, die sie eigentlich nicht wollte. Sie war extrem egoistisch und selten so, wie eine beste Freundin sein sollte. Klar, in Büchern ist die beste Freundin auch diejenige, die dafür sorgt, dass derdie Protagonistin mal über den eigenen Schatten springt. Aber Val fühlt sich bei den Aktionen ihrer vermeintlich besten Freundin zunehmend unwohler und das war mir einfach nichts.

Kyle ist ein Bad Boy, ok. Aber im gesamten Handlungsverlauf scheint sein einziges Ziel zu sein, Val irgendwie den Status der Jungfrau zu nehmen. Ein deutliches „Nein“ versteht er nicht. Er übergeht es mehrfach ganz bewusst. Und ich finde, das hat auch nichts mehr mit New Adult zu tun. Val geht ihm bewusst aus dem Weg. Positioniert sich wirklich deutlich, dass sie sich unwohl fühlt und Kyle respektiert das nicht. Das fand ich an vielen Stellen respektlos und auch grenzüberschreitend.

Je mehr Val an Berühmtheit erlangt, desto unsympathischer wurde sie mir aber auch. Sie bekommt Starallüren, die teilweise sehr anstrengend sind und die gesamte Handlung an sich schreitet auch mit Siebenmeilenstiefeln voran. Das ist vielleicht nicht alles so realistisch und vielfach erschien mir Val auch sehr allein. Wo sind ihre Eltern beispielsweise?

V is for Virgin von Kelly Oram lässt sich wirklich gut weglesen.
Wenn ich aber darüber nachdenke, dann hat mich im Nachhinein doch einiges gestört.
Die Figuren waren jetzt insgesamt keine Glanzleistung und deren Entwicklung machte auch keinen positiven Sprung.
Ich kann für dieses Buch leider keine wirkliche Leseempfehlung aussprechen.

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