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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2024

Hin und her gerissen

Austrian Psycho Jack Unterweger
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Als großer TrueCrimeFan war ich echt gespannt auf das Buch und hatte gehofft, mehr über den Mensch Jack Unterweger zu erfahren. Allerdings wurde ich leider ziemlich enttäuscht, denn das Buch ...

Als großer TrueCrimeFan war ich echt gespannt auf das Buch und hatte gehofft, mehr über den Mensch Jack Unterweger zu erfahren. Allerdings wurde ich leider ziemlich enttäuscht, denn das Buch war so ganz anders als erwartet

Das Buch ist mit 126 Seiten recht kurz und in 3 Teile gegliedert. Der erste Teil dreht sich insbesondere um Jack Unterwegers Zeit im Gefängnis und seinen Beginn als (angeblicher) Schriftsteller. Es kommen insbesondere seine Förderer und Unterstützer zu Wort, ohne das tatsächlich Namen genannt werden. Im zweiten Teil geht es um seine Zeit in Freiheit und es werden ein wenig seine Taten dargestellt. Allerdings wird nur sehr wenig ins Detail gegangen, so dass sehr vieles nur sehr oberflächlich angesprochen wird. Der dritte Teil dreht sich dann um seine Flucht nach Amerika und sein späterer Prozess.

Jack Unterweger hat es sehr gut verstanden, Menschen und vorallem Frauen nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu manipulieren.Auch die Schriftstellerei war nur ein Mittel zum Zweck um aus dem Gefängnis (legal) herauszukommen und um Aufmerksamkeit zu bekommen und Frauen für sich zu gewinnen.

Im Nachwort schreibt der Journalist Malte Herwig, dass das Buch nicht von ihm selber geschrieben wurde, sondern es einen unbekannten, mittlerweile toten Verfasser gibt. Das hat mich im Nachhinein etwas gestört, denn dadurch ist für mich ein Stück Authntizität des Buches verloren vergangen. Man weiß nicht, so genau wo die realen Fakten aufhören, wo es Interviews von realen Personen ist und wo die künstlerische Fiktion anfängt. Als Leser fühle ich mich hier ähnlich manipuliert, wie es Jack Unterweger bei seiner Schriftstellerei die ganze Zeit getan hat.

Abschließend lässt sich für mich feststellen, dass ich etwas ganz anderes erwartet hätte und im Großen und Ganzen ziemlich enttäuscht zurückgeblieben bin. Daher kann ich diese Mal keine Leseempfehlung abgeben.

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Veröffentlicht am 12.01.2024

Satirischer Behördenalltag

Da bin ick nicht zuständig, Mausi
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Die Kunstfigur Conny arbeitet mit ihren Kolleginnen in einer Berliner Behörde und erzählt in kleinen Szenen satirisch und ironisch aus ihrem Büroalltag mit all den großen und kleinen Pannen und ...

Die Kunstfigur Conny arbeitet mit ihren Kolleginnen in einer Berliner Behörde und erzählt in kleinen Szenen satirisch und ironisch aus ihrem Büroalltag mit all den großen und kleinen Pannen und Klischees. Sie nimmt dabei nahezu alles unter die Lupe und beschreibt es in ihrer ganz eigenen Art. Dabei geht es nicht nur um das berufliche, sondern auch das Privatleben der Kolleginnen wird beleuchtet, bewertet und "analysiert". Also so wie es nicht nur in den deutschen Amtszimmern täglich unzählige Male vorkommt, sondern wie es jeder aus eigenen Arbeitsleben kennt.

Conny from the block ist eine Kunstfigur, die bereits unzählige Fans auf TikTok und Instagramm mit ihren Videos begeistert. In "Da bin ick nicht zuständig, Mausi" fasst sie diesen (alltäglichen) Behördenwahnsinn jetzt zusammen.

Das Buch ist lustig, teilweise satirisch geschrieben, wo (fast) jeder sich mehr oder weniger stark wieder erkennen kann. Es war für mich okay und kurzweilig zu hören, aber es bleibt insgesamt nicht wirklich lange Erinnerung. Ein wenig hat mich der starke Berliner Akzent gestört, aber mit der Zeit hat man sich da besser "reingehört". Als Fazit würde ich sagen, als lustiger Zeitvertreib recht gut geeignet, aber auch kein Absolutes Muss-Buch.

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Veröffentlicht am 26.12.2023

Problembeladene Mutter-Tochter-Beziehung

Die Wahrheiten meiner Mutter
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Vor über 30 Jahren ist Johanna vor den Familienzwängen geflohen und hat dadurch den Kontakt zu ihren Eltern und ihrer Schwester verloren. Nun mit Mitte 60 kehrt sie in ihre norwegische Heimat ...

Vor über 30 Jahren ist Johanna vor den Familienzwängen geflohen und hat dadurch den Kontakt zu ihren Eltern und ihrer Schwester verloren. Nun mit Mitte 60 kehrt sie in ihre norwegische Heimat zurück und sucht die Aussöhnung vorallem mit ihrer Mutter. Ihr Vater ist mittlerweile verstorben, so dass da keine Versöhnung mehr stattfinden kann. Doch die Mutter verweigert jegliche Kontaktaufnahme und auch Johannes Schwester bleibt hart und will Johanna nicht sehen.

So zieht sich Johanna in eine einsame Hütte zurück und versucht für sich alleine die schon immer schwierige Beziehung zu ihrer Familie zu analysieren. Besonders das Verhältnis zur Mutter war schon immer sehr problematisch.

Vigdis Hjorth beschreibt in "Die Wahrheiten meiner Mutter" eine sehr belastendes Mutter-Tochter Verhältnis. Es wird ausschließlich aus Sicht von Johanna erzählt, auch wenn es tief bis in ihre Kindheit hineingeht. Allerdings hat es mich im Laufe der Geschichte immer stärker gestört, dass wir nur Johannas Sicht der Ereignisse / Situationen erfahren und nie aus der Sicht der anderen Familienmitgliedern. Es gibt nicht nur eine Wahrheit / Sichtweise, sondern es müssen immer alle Seiten einbezogen werden, um ein vollständiges Bild zu erhalten. Vielleicht wäre dann an manchen Stellen auch das Verhalten oder die seelischen Verletzungen der Mutter besser nachvollziehbar.

Auch mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich so meine Schwierigkeiten, der teilweise etwas gewöhnungsbedürftig war. Aus diesem Grund konnte mich das Buch so gar nicht fassen und war somit für mich persönlich leider eine Enttäuschung gewesen.

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Veröffentlicht am 25.12.2023

Gartenkrimi, der dritte

Aufblattelt
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Der Klappentext hörte sich mal nach einem etwas anderen Krimi an, aber insgeseamt hat er mich doch ein wenig enttäuscht.. Für mich gibt es zu viele Kritikpunkte, die mir das Lesevergnügen zu sehr vermiest ...

Der Klappentext hörte sich mal nach einem etwas anderen Krimi an, aber insgeseamt hat er mich doch ein wenig enttäuscht.. Für mich gibt es zu viele Kritikpunkte, die mir das Lesevergnügen zu sehr vermiest haben.

Im Südburgischenland soll eine unstandesgemäße Hochzeit zwischen dem Grafen Ferdinand und seiner bürgerlichen Braut Isabelle gefeiert werden, doch dann passieren einige Todesfälle, die sich nicht immer als Unfälle erklären lassen.

So beginnt der 3. Teil der Gartenkrimireihe "Aufblattelt" von Martina Parter, der nicht nur ein Kriminalfall ist, sondern sich auch recht viel mit Flora und Fauna beschäftigt. Das ist auch schon einer meiner Kritikpunkt, denn es war für mich einfach zuviel Garteninfo gewesen (ich habe aber ehrlicherweise 3 schwarze Daumen bei Pflanzen). Außerdem war dies mein erster Roman der Reihe und auch der Autorin, wodurch mir ggf. einige Zusammenhänge zwischen den Beteiligten fehlte.

Aber am meisten hat mich der recht viele burgenländische Dialekt gestört. Zwar wird viel davon in Fußnoten ins Hochdeutsche übersetzt, aber für mich hat es auf Dauer den Lesefluss zu sehr gestört und auch genervt.

Somit war es für mich eine Enttäuschungund ich habe mich eher durchgequält, aber vielleicht war ich einfach nur die falsche Zielperson gewesen.

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Veröffentlicht am 11.12.2023

Weihnachtskrimi a la Agatha Christie

Mord im Christmas Express
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An Heiligabend fährt die ehemalige Polizistin Roz mit dem Zug nach Schottland um ihre Tochter bei der Geburt ihres Kindes zu unterstützen. Allerdings kommt es bei der unfreiwilligen Reisegruppe ...

An Heiligabend fährt die ehemalige Polizistin Roz mit dem Zug nach Schottland um ihre Tochter bei der Geburt ihres Kindes zu unterstützen. Allerdings kommt es bei der unfreiwilligen Reisegruppe aus ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten zu einem unfreiwilligen Stopp als der Zug wegen eines Schneesturmes mitten auf der Strecke steckenbleibt. Ausgerechnet in dieser unheimlichen Situation geschieht ein Mord und Roz ist gezwungen zu ermitteln.

Diese Ermittlungen reissen allerdings auch alte Wunden bei Roz auf und auch die Geburt ihres ersten Enkelkindes verläuft nicht problemlos ab.

Alexandra Benedict legt mit "Mord im Christmas Express" einen weihnachtlichen Krimi vor, der auf den ersten Blick stark an Agatha Christies "Mord im Orientexpress" erinnert. Doch thematisch unterscheiden sich beide dann doch ziemlich stark voneinander. Leider kommt er auch nicht an das Original ran, denn das Buch verschenkt zu viel Potenzial. Für mich gerät der Krimi stellenweise zu sehr in den Hintergrund , denn besonders Roz Privatleben und Vergangenheit spielt sich des öfters zu sehr in den Vordergrund.

Daher kann ich nur eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung geben, besonders echte Agatha Christie Fans könnten enttäuscht werden.

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