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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Eine riesige Enttäuschung!

Mathilde und Marie
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Oh, was habe ich mich auf dieses Buch gefreut: aus meiner Sicht stimmte hier einfach alles! Allem voran natürlich der Autor, der Entdecker des legendären Romans "Leonard und Paul" des irischen ...

Oh, was habe ich mich auf dieses Buch gefreut: aus meiner Sicht stimmte hier einfach alles! Allem voran natürlich der Autor, der Entdecker des legendären Romans "Leonard und Paul" des irischen Autors Rónán Hession. Dank Torsten Woywod, der gemeinsam mit seiner Partnerin extra einen Verlag gründete, wurde dieses Buch überhaupt ins Deutsche übertragen. Dann das Thema: Selbstfindung wie auch das Einander-finden in einem Bücherdorf in den Ardennen!

Die sind nicht weit von meiner Heimat Köln und das Dorf Redu existiert tatsächlich - also nahm ich mir vor, dieses Buch zu lesen und im Anschluss das Dorf zu besuchen. Der erste Teil des Vorhabens ist vollendet, doch leider ist meine Enttäuschung groß! Was natürlich vor allem aus meiner überaus hohen Erwartung resultiert.

Wie bereits erwähnt, war das erwähnte Thema neben dem Autor ebenfalls ein Grund für diese Lektüre. Allerdings kam der Text sehr hölzern und blutleer hinüber, meiner Ansicht nach konnte der Autor seine Figuren nicht mit Leben füllen und auch der so besonderen Landschaft nicht das gewisse Etwas verleihen. Die inhaltliche Umsetzung blieb aus meiner Sicht völlig kraftlos. Wenn ich weiterlesen wollte, musste ich zunächst die letzten paar Seiten wiederholen, um mich zu erinnern was passiert war.

Ich hätte nie gedacht, dass mir diese Lektüre schwer fallen würde und dass ich das Buch am Ende mit einer unermesslichen Erleichterung zusammenklappe, aber genau das war der Fall. Kein Roman für mich also - leider!

Veröffentlicht am 28.12.2024

Sperrige Geschichte über Trennung und Zusammenhalt

Samtene Scheidung
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Leider habe ich keinen richtigen Zugang zu den Charakteren bekommen und konnte mich so auch überhaupt nicht in die Handlung und noch weniger in die einzelnen Figuren einfinden, weil ich mich ein bisschen ...

Leider habe ich keinen richtigen Zugang zu den Charakteren bekommen und konnte mich so auch überhaupt nicht in die Handlung und noch weniger in die einzelnen Figuren einfinden, weil ich mich ein bisschen hilflos fühlte - zu vieles ging hier als selbstverständlich durch und wurde nicht näher begründet. Gleichzeitig habe ich ein schechtes Gewissen, denn mir ist so, als ob die Charaktere zu mir herabblicken und sagen "das ist nur, weil Du Dich nicht auf uns einlässt". Aber leider habe ich dazu überhaupt keinen Weg gefunden, auch wenn ich es gleich mehrmals probiert habe.

Veröffentlicht am 17.11.2024

Marnie und Michael

Zwei in einem Leben
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Ich bin echt froh, dass ich die beiden weder im echten Leben kenne, noch die Chance habe, sie jemals kennenzulernen. So ein lästiges Pack! Mir sind sie beide wahnsinnig auf die Nerven gegangen, ...

Ich bin echt froh, dass ich die beiden weder im echten Leben kenne, noch die Chance habe, sie jemals kennenzulernen. So ein lästiges Pack! Mir sind sie beide wahnsinnig auf die Nerven gegangen, Marnie noch deutlich mehr als ihr späterer Traummann.

Wie kann man sich bei einer Wanderung so hantieren? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das in Deutschland tun würde, haben die Menschen in UK echt so wenig Wandererfahrung?

Wenn nicht (was ich glaube), liegt das Problem beim Autoren, dem ich sowas eigentlich nicht zutraue: Ich habe schon mehrere Bücher von David Nicholls gelesen, manche waren ganz ok, andere waren eher mittel, jedes hatte einen gewissen Charme. Bei diesem weiß ich es nicht, weil ich es irgendwann einfach zugeklappt habe. So ein überflüssiges Buch, das Einzige, was mir daran gefiel, war die geplante Wanderstrecke und die Erläuterungen dazu, die jedoch ziemlich knapp ausfielen.

Nein, dieses Buch kann ich wirklich niemandem empfehlen, ich kann nur davor warnen. Sonst ist man definitiv selbst schuld an seiner Misere!

Veröffentlicht am 20.02.2024

Geordnet? Ein frommer Wunsch!

Geordnete Verhältnisse
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Faina ist eine Emigrantin aus Rußland jüdischer Abstammung, die in den 1990er Jahren nach Deutschland, ins Ruhrgebiet, kommt. Freunde zu finden, ist nicht leicht für sie.

Nur einer interessiert ...

Faina ist eine Emigrantin aus Rußland jüdischer Abstammung, die in den 1990er Jahren nach Deutschland, ins Ruhrgebiet, kommt. Freunde zu finden, ist nicht leicht für sie.

Nur einer interessiert sich für sie, nämlich Philipp, der, was Freundschaft und Geborgenheit angeht, ein absolutes Schattendasein führt.

Zusammen sind sie stark, können einander vertrauen, sind füreinander da. Oder? Irgendwann gerät die Bindung ins Bröckeln, löst sich auf, entsteht wieder...

Aber etwas hat sich verändert, bestimmte Seiten haben sich an den beiden verändert, sie quälen einander und es ist vor allem Philipp, der sich irgendwann an überhaupt keine Regeln mehr hält. Erst nimmt sein Respekt vor der Freundin ab (wobei das umgekehrt bis zu einem gewissen Punkt ebenfalls der Fall ist), dann verschwindet die Distanz komplett.

Irgendwann konnte ich der Logik der Handlung nicht mehr folgen, wobei wahrscheinlich genau dieser Effekt erzielt werden sollte - nichts war mehr nachvollziehbar. Für viele sicher sehr einleuchtend, ich hingegen habe mich in diesem Buch verloren und weder mich noch die Handlung wiedergefunden. Leider nicht meine Lektüre!

Veröffentlicht am 01.01.2024

Winterliebe, aber keine Buchliebe

Winterliebe in Cornwall
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Bei mir jedenfalls nicht, denn diese beiden kleinen romantischen Geschichten blieben so sehr an der Oberfläche hängen, wie es nur sein konnte. Vor allem die erste um Joy, die sich selbstlos um ihre Eltern ...

Bei mir jedenfalls nicht, denn diese beiden kleinen romantischen Geschichten blieben so sehr an der Oberfläche hängen, wie es nur sein konnte. Vor allem die erste um Joy, die sich selbstlos um ihre Eltern kümmert, wobei ihr eigenes (Liebes)Leben komplett auf der Strecke bleibt. Die zweite um Anwältin Sarah ist geringfügig inhaltsreicher.

Beide verlaufen jedoch nach Schema F: die beiden jungen Damen verschlägt es - jeweils allein und sehr kurzfristig - in ein Dorf Cornwall - in beiden jeweils dasselbe, nämlich Port Willis. Dort begegnen beide jeweils einem ganz besonderen Mann (auch jeweils ein anderer, denn es geht hier ausgesprochen anständig zu). Der Rest der jeweiligen Geschichte widmet sich jeweils dem Hin und Her, ob man sich denn auf diese Liebe einlassen sollte.

Ich muss gestehen, ich war froh, als es dann irgendwann ausgelesen war!