"Nichtbeste Ideen können auch gut sein"
Flaming Clouds – Der Himmel in deinen FarbenDer YA-Roman "Flaming clouds - Der Himmel in deinen Farben" von Gabriella Santos de Lima erzählt die Geschichte von Olivia, die noch 246 Tage als Flugbegleiterin arbeiten muss, bis sie endlich ihren Traum ...
Der YA-Roman "Flaming clouds - Der Himmel in deinen Farben" von Gabriella Santos de Lima erzählt die Geschichte von Olivia, die noch 246 Tage als Flugbegleiterin arbeiten muss, bis sie endlich ihren Traum beginnen kann: Ein naturwissenschaftliches Studium. Bis es endlich soweit sein wird, zählt sie die Tage genauso wie Nicholas Saint James, der bereits 893 Tage als Pilot arbeitet, weil seine gesamte Familie diesen Beruf ausgeübt hat. Doch eigentlich wollte er nie Pilot sein, sondern Künstler - heute ist er Pilot und kein Künstler...
Die ersten Kapitel dieses Romans haben mich absolut gefesselt. Ständig geschieht etwas Unvorhergesehenes und durch die Andeutungen, welche die Autorin immer wieder einstreut ohne sie näher auszuführen, war ich als Leserin teilweise ziemlich verwirrt - aber eben auf die positive Art und Weise. Ich wollte herausfinden, was dahintersteckt und deshalb gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Allgemein gefällt mir der wie ich finde recht eigensinnige Schreibstil von Gabriella Santos de Lima hier sehr gut und auch wie sie die Protagonisten anlegt ist interessant. Die Personen sind keine einfachen Charaktere und dennoch waren sie für mich absolut greifbar. Olivia wird an einer Stelle als "Vollzeitdenkerin, mit einem starken Linkshang zum Zweifeln" beschrieben, was sie meiner Meinung nach sehr gut charakterisiert.
Insgesamt ein sehr schöner Roman, der deutlich über eine 0/8/15-Geschichte hinausgeht. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Erzählung für meinen Geschmack am Ende deutlich zu gerafft war. Auch hier hätte ich mir ausführlichere Beschreibungen gewünscht.
Hier zum Abschluss noch meine Lieblingszitate:
"Manchmal muss man nicht verstehen, sondern einfach zuhören."
"Er sah mich an und sah mich. Und mir wurde ebenfalls warm. So warm, am liebsten hätte ich mich ausgezogen, nicht den Pullover, nicht die Jeans. Mich selbst, meine Fassaden, meine Mauern und alle kalten Schichten."