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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Klischees, Übertreibungen, Vorurteile

Belladonnas
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Der Thriller hat einen modernen, prägnanten Titel und ein ästhetisches, frisches Cover sowie eine Kurzbeschreibung, die mein Interesse geweckt haben. Der Sprachstil ist locker, etwas frech, jugendlich ...

Der Thriller hat einen modernen, prägnanten Titel und ein ästhetisches, frisches Cover sowie eine Kurzbeschreibung, die mein Interesse geweckt haben. Der Sprachstil ist locker, etwas frech, jugendlich und lässt sich zügig lesen. Inhaltlich wurde ich allerdings enttäuscht und meine Erwartungen an das Buch gar nicht erfüllt. Die Beschreibung der Influencerinnen und ihre Arbeitsweise war oberflächlich, voller Klischees, hinzu kommen noch Vorurteile gegenüber Menschen unterschiedlicher Kulturen. Der Identitätstausch von Julie und Chloe wirkt unrealistisch und der Kult um die Belladonnas überzogen und wiederum klischeehaft. Gesteigert wird dies erst noch durch die Urlaubsreise der Belladonnas, die zu einer Sekten-Kult-Orgie nach der anderen, sowie der Verherrlichung der Anführerin, sodass das Genre für mich nicht mehr zu einem Thriller passt. Am Ende wird dann wiederum in eine andere Richtung geswitcht und alles gelingt ganz easy und wie geplant, Täuschen und Tarnen und wieder Beginn von Anfang an. Ich hätte mir eine authentischere Sichtweise über die Beschäftigung der Influencerinnen gewünscht und finde es auch nicht schön, dass alle als oberflächliche Frauen mit unnötigen Aktionen und als Dummchen dargestellt werden. Die gesamte Geschichte ist überladen von Klischees, Übertreibungen und Vorurteilen. Schade, aus den inhaltlichen Ansätzen hätte man mehr machen können, vor allem, in Bezug auf einen Thriller.

Veröffentlicht am 15.05.2025

keine praktischen Anregungen

Es kann so schön sein, das Leben
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Ich hatte gewisse Erwartungen an das Sachbuch, vor allem in Bezug darauf, wie man das Dolce Vita Gefühl ein wenig in den Alltag integrieren kann. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, die gegebenen ...

Ich hatte gewisse Erwartungen an das Sachbuch, vor allem in Bezug darauf, wie man das Dolce Vita Gefühl ein wenig in den Alltag integrieren kann. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, die gegebenen Tipps waren entweder schon lange bekannte und allgemein gültige Floskeln oder sind in der Realität kaum umsetzbar, wenn man nicht Millionär*in und zudem ohne Kinder mit Schulpflicht und ohne berufliche Pflichten ist. Ich finde es mutig, dass der Autor von sich selbst vieles preisgibt, auch über seine Panikattacken oder was ihm geholfen hat, aber ein allgemein gültiger Ratgeber ist das dennoch nicht. Ratschläge, wie ein Haus im Süden zu kaufen oder einfach alle Wege zu Fuß zu gehen, sind zwar schön und gut, aber wenn man die nötigen 300.000 Euro dafür nicht hat oder einen Arbeitsweg von 70 km hat, nicht umsetzbar. Im Urlaub wirkt alles einfacher, leichter, schöner, aber das ist nun mal nicht der Alltag.

Veröffentlicht am 09.01.2024

verwirrend und unlogisch

Ein Fluss so rot und schwarz
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Der Roman beginnt sehr spannend, mit sechs Personen, die auf einem Schiff erwachen, sich an keine Ereignisse aus der Vergangenheit erinnern können, nicht einmal an ihre Namen, dafür mit Narben am Kopf ...

Der Roman beginnt sehr spannend, mit sechs Personen, die auf einem Schiff erwachen, sich an keine Ereignisse aus der Vergangenheit erinnern können, nicht einmal an ihre Namen, dafür mit Narben am Kopf und Körper. Die erste Kennenlernphase und das Checken der Situation, warum sie hier waren und zu wie es weitergehen sollte, fand ich spannend. Danach wurde es surreal, vor allem die langen Beschreibungen über die entstellten Personen und welche Bakterienstämme was bewirken könnten und das Erkunden der Ortschaften sowie Töten aller überlebenden Personen, war dann doch häufig wiederholend und monoton. Der Mittelteil des Buches konnte mich nicht fesseln, im Gegenteil, ich habe mich hindurchgekämpft, in der Hoffnung, dass es sich durch die Auflösung am Ende des Buches, bezahlt machen würde. Leider war auch die Erkenntnis am Ende nicht nach meinem Geschmack. Es bleiben viele Fragen offen, viele Situationen utopisch und die Hintergründe an den Haaren herbeigezogen und unlogisch. Auch nach dem Lesen bleibt Verwirrung zurück. Leider war das Buch nicht nach meinem Geschmack.

Veröffentlicht am 15.11.2021

es fehlen Spannung, Wünsche, Träume

Ein eigenes Haus
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Leider konnte mich das Buch nicht fesseln. Einerseits lag es daran, dass durch die Textbeschreibung und Werbung andere Erwartungen in mir geweckt wurden, die nicht erfüllt werden. Beispielsweise hatte ...

Leider konnte mich das Buch nicht fesseln. Einerseits lag es daran, dass durch die Textbeschreibung und Werbung andere Erwartungen in mir geweckt wurden, die nicht erfüllt werden. Beispielsweise hatte ich die Vermutung, dass die Autorin auch feministische Ansätze einbringen würde, das war leider nicht so. Die Hauptdarstellerin, eine Frau um die Sechzig, die Kinder ausgezogen ist auf Neuorientierung, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte. Dies könnte sehr spannend werden, allerdings plätschert die Geschichte ohne Höhepunkte und ohne konkrete Aktionen dahin, sodass ich mich überwinden musste, das Buch zu Ende zu lesen. Es fehlt die Spannung, es fehlen Ideen, Träume, Wünsche – leider nicht gut umgesetzt.

Veröffentlicht am 28.03.2023

Potenzial nicht genutzt

Dein Taxi ist da
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Der gesellschaftskritische Roman hat großes Potenzial, das leider durch die Umsetzung kaum genutzt wurde. Eine Sammlung von bedeutenden Themen, wie Rassismus, Sexualität, Armut, Diskriminierung, Gewalt, ...

Der gesellschaftskritische Roman hat großes Potenzial, das leider durch die Umsetzung kaum genutzt wurde. Eine Sammlung von bedeutenden Themen, wie Rassismus, Sexualität, Armut, Diskriminierung, Gewalt, wurde angeschnitten, aber die Auseinandersetzung mit den Themen ging nicht in die Tiefe und wurde durch zu viele Wiederholungen und immer wieder gleichen Argumenten einseitig und wertend. Der Start ins Buch war frisch, spannend und interessant, danach wurde der Stil schnell vulgär, wiederholend und einseitig in der Betrachtungsweise. Was von anderen erwartet wird, sollte auch selbst gelebt werden. Im Verlaufe des Romans wurden die Handlungsweisen drastischer, die Argumente haltloser und dann auch die Gedankengänge wirr und unnahbar. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich hatte mir aufgrund der Inhaltsbeschreibung und des auffälligen Covers sowie der bedeutenden Themen mehr erwartet.