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Veröffentlicht am 11.12.2017

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Try - versuch es
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Wieso ich das Buch lesen wollte: Ich habe nach neuer Lektüre im M/M Bereich gesucht und bin über dieses Buch gestolpert, die vielen positiven Bewertungen auf Goodreads haben mich dann zum Lesen verleitet.

Logan ...

Wieso ich das Buch lesen wollte: Ich habe nach neuer Lektüre im M/M Bereich gesucht und bin über dieses Buch gestolpert, die vielen positiven Bewertungen auf Goodreads haben mich dann zum Lesen verleitet.

Logan wusste, dass er mehr verwirrende Signale aussendete als eine defekte Ampel,
aber zum Teufel damit, Hauptsache er amüsierte sich.
Pos.386

Logan Mitchell ist so ziemlich alles, was man sich von einem Mann wünschen kann, er ist ein erfolgreicher Anwalt, sehr attraktiv und weiß genau, was er will. Der Mann ist Sex pur und er weiß es. So tut er, was ihm Spaß macht, mit Frauen und Männern und geht damit sehr offen um. Tate hingegen steckt gerade in der Scheidung und dachte, er wüsste, was er wollte, bis er auf Logan trifft. Wie kann es sein, dass er einen anderen Mann so anziehen findet. Logan gibt nicht locker, bis er hat, was er will, doch da gibt es ein Problem. Tate steht nicht auf Männer, dafür aber auf Beziehungen. Logan hingegen hatte noch nie eine feste Beziehung. Beide Männer stehen nun vor der Frage, wie weit sie bereit sind zu gehen.

Vorweg habe ich viele positive Stimmen auf Goodreads zu dem Buch gesehen und war dementsprechend schon gespannt auf die Geschichte. Zuerst war ich dann etwas enttäuscht, weil es zu Beginn sehr stark um die sexuelle Anziehung der beiden Männer ging. Doch dies legte sich mit der Zeit, nein, nicht die Anziehungskraft, sondern mein Verhältnis dazu. Ich weiß nicht, ob ich mich einfach daran gewöhnt habe, dass es hauptsächlich um die intimen Szenen zwischen den beiden geht. Oder ob es die Autorin mit der Zeit geschafft hat, trotzdem auch tiefere Gefühle mit einfließen zu lassen. Vermutlich eine Mischung aus beiden.


Ich will dich.
Ich kann doch nicht auf dich verzichten,
nur weil du ein Mann bist.
Pos 4920

Müsste ich das Buch in einem Satz Beschreiben, wäre es wohl. Es ist eine einzige lange Sex Szene. Auch wenn die beiden keinen Sex haben, dreht sich doch alles um die sexuelle Spannung und Anziehungskraft zwischen den beiden. Deswegen hätte ich mir gewünscht, die beiden Charaktere am Anfang erst mal besser kennenzulernen, aber man erfährt erst nach und nach etwas über die beiden, so wie sie selbst erst ganz langsam mehr voneinander erfahren. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt, was mir sehr gefallen hat. Die Autorin benützt sehr klare Worte und manchmal habe ich große Augen gemacht, ich mag es nicht, wenn es zu vulgär wird, aber hier ging es für mich. Klar und direkt ist wohl ihr Motto, wie ihr im nächsten Zitat sehen könnt ;)

Einmal Schubsen hast du frei.
Wenn du mich also das nächste Mal brutal schubst,
dann, um mich an die Wand zu drücken und zu f***, klar?
Pos 991

Nun fragt ihr euch bestimmt, 350 Seiten, in denen es hauptsächlich nur um Sex geht. Wo bleibt da die Handlung. Eine gute Frage, es gab sie nicht wirklich. Die beiden sind die Handlung, wie sie sich begegnen, sich langsam emotional kennenlernt und schneller körperlich. Wie Tate versucht zu verstehen, wieso er sich plötzlich von einem Mann so angezogen fühlt und was dies aus ihm macht. Wie Logan begreift, dass seine Gefühle für Tate mehr sind als nur Sex. Es gibt keine großen Geheimnisse, keine erschreckenden Enthüllungen, zumindest noch nicht, wer weiß was in den anderen Teilen passiert, aber hier in Band 1, sind es einfach nur die beiden. Und so komisch dies nun klingen mag, für mich war es genug. Ich war trotzdem gefesselt von der Handlung und habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen. Ich verstehe aber auch jeden, dem das zu wenig ist.

Und was ist deine Wahrheit Logan?
..........
Du bist meine Wahrheit.
Pos 2735

Also um es noch mal ganz klar zu sagen, hier geht es um jede Menge heißer Szenen zwischen zwei Männern. Der Erotik Anteil dominiert die Geschichte und macht sie aus. Dies wirkte auf mich aber weder plump, noch überzogen. Es gab auch schon einige andere Büchern, in denen ich solch Szenen überlesen habe, weil ich sie nervig fand. Dem war hier absolut nicht so. Das Zwischenspiel der beiden hat mit sehr gut gefallen, wie beide erst schauen müssen, welche Rolle sie in ihrer Beziehung einnehmen wollen und auch können.


Fazit:
Vorsicht, in Try geht es um jede Menge heißen Sex zwischen zwei Männern.
Die Autorin ist da sehr klar und direkt.
Ich hatte das Gefühl, das Buch ist eine einzige lange Sex Szene.
Aber trotzdem schafft es die Autorin, auch die Gefühle der Protagonisten und ihre Ängste mit einfließen zu lassen.
Die Handlung besteht praktisch nur aus den beiden und wie sie sich auf der emotionalen Ebene langsam und auf der körperlichen schnell annähern.
Trotzdem kam keine Langeweile beim Lesen auf.
Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Autorin mehr auf die Charaktere und ihre Eigenschaften eingeht und hoffe auf Band 2.
Edit: Ich habe mittlerweile in Band 2 rein gelesen und mich riesig gefreut, dass die Autorin genau dies aufgegriffen hat, was ich beanstandet habe.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 26.11.2017

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Bossman
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Bossman war mein erstes Buch von Vi Keeland, doch sicher nicht mein Letztes. Angesprochen hat mich das Cover. Durch die wenige Farbe wirkt es schlicht und dezent, aber trotzdem finde ich es schön und passend. ...

Bossman war mein erstes Buch von Vi Keeland, doch sicher nicht mein Letztes. Angesprochen hat mich das Cover. Durch die wenige Farbe wirkt es schlicht und dezent, aber trotzdem finde ich es schön und passend. Der Klappentext hat sich auch ganz interessant angehört, doch letztendlich hat mich die Leseprobe überzeugt, der Humor in dieser hat mir richtig gut gefallen.

Reese hat ein schreckliches Date und versucht gerade sich daraus zu winden, als sie auf Chase trifft. Zuerst erscheint er als arroganter Arsch, doch trotzdem hilft er Reese aus ihrer unglücklichen Lage. Wie der Titel schon vermuten lässt, kommt es dazu, dass Reese für Chase arbeitet. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist groß und Chase macht es Reese wirklich nicht leicht. Er sieht nicht nur umwerfend aus, sondern ist auch noch intelligent und kann sehr charmant sein. Doch Reese will professionell bleiben eine Affäre mit dem Boss kommt nicht infrage.

Der Schreibstil von Vi Keeland hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur ist das Buch sehr humorvoll, ich musste öfters laut lachen. Auch verleiht sie ihren Charakteren eine erfrischende Ehrlichkeit. Ich glaube, so offen habe ich Protagonisten über Sex und Anverwandte Themen noch nie sprechen hören. Oft führe dies auch zu einigen witzigen Momenten. Ganz offen geht sie mit einigen Themen um, was dem Buch eine schöne Leichtigkeit verliehen hat. Dies war auch nötig, da nicht nur alles heiler Sonnenschein ist. Beide Protagonisten habe eine nicht so schöne Vergangenheit.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Reese erzählt und mit ihrer Art konnte ich sie nur mögen. Sie ist klug und bleibt sich treu, außerdem ist sie nicht auf den Mund gefallen und ihre Macken machen sie noch sympathischer. Auch aus der Sicht von Chase liest man, aber in einer anderen Zeitebene. Er ist kurz gesagt der perfekte Mann, ok sein Mundwerk ist manchmal etwas lose und schmutzig, und wie er Geschichten erfinden kann, könnte einen beunruhigen. Aber trotzdem ist er toll und man mag ihn gerne knuddeln und noch einiges andere. In der Vergangenheit von beiden gab es traumatische Erlebnisse, diese kommen mit der Zeit ans Tageslicht und zeichnen ihre Charaktere auf eine tiefere Art. So verleiht die Autorin ihnen mehr Substanz.

Es gab auch ein paar kleine Krimi Elemente und leider finde ich diesen Part nicht so glücklich gelöst. Er sorgte zwar für Überraschung und für die Story war dieser Ausgang auch wichtig, aber was die Botschaft angeht, finde ich es nicht so schön. Dafür haben mir gerade zu Beginn der Handlung die Wortgefechte zwischen den beiden gefallen. Es gab auch einige heiße Szenen zwischen den beiden, mit viel Dirty Talk. Ich fand aber, sie passten zur Handlung und zogen sich nicht zu sehr.

Fazit:
Überraschend gut.
Die direkte und ehrliche Art der Charaktere war erfrischend.
Der Humor war richtig klasse und ich musste öfters laut lachen.
Reese und Chase sind zwei sympathische Protagonisten, die beide in ihrer Vergangenheit ein traumatisches Erlebnis hatten, dadurch gewinnen sie an tiefe.
Die Mischung aus Humor und auch ernsten Themen war super und hat sich gut ausgeglichen.
So war es nicht zu traurig, aber auch nicht oberflächlich.
4,5 Weinlachgummis

Veröffentlicht am 26.11.2017

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Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
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Von John Green hatte ich davor nur Das Schicksal ist ein mieser Verräter gelesen und hatte Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken auch gar nicht auf dem Schirm. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als ich das ...

Von John Green hatte ich davor nur Das Schicksal ist ein mieser Verräter gelesen und hatte Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken auch gar nicht auf dem Schirm. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch im Zuge einer Blogger Aktion als Überraschungspost vom Verlag erhalten habe. Sonst hätte ich das Buch wohl nicht gelesen, was echt schade gewesen wäre, da es eine sehr besondere Geschichte ist, die genau meinen Nerv getroffen hat.

Ich bin nicht meine Gedanken,
obwohl dir insgeheim nicht ganz klar ist,
was dann noch von dir übrig wäre.
Seite 49

Aza Holmes ist 16 Jahre alt und leidet an zwanghaften Gedanken. Ihr Vater hat ihr den Namen gegeben, von A bis Z, damit sie stets weiß, dass ihr die ganze Welt offen steht. Davis Picket ist der Sohn des untergetauchten Milliardärs und nach seinem Vater benannt, einem Mann, der seine zwei Söhne alleine lässt, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Beide haben Probleme, unterschiedliche, aber trotzdem kommen sie sich näher. Auf der Suche nachdem verschwunden Milliardär und nach sich selbst.

Bevor ich anfing zu lesen, hatte ich keine Ahnung, um was es geht. Doch schon auf der ersten Seite hatte mich der Autor. John Green hat so eine tolle Art zu schreiben. Echt, aber auch manchmal poetisch. Und mit dem Satz "Doch ich war gerade dabei herauszufinden, dass dein Leben nicht deine Geschichte ist, sondern eine Geschichte über dich", hatte er mein Interesse schon auf der ersten Seite geweckt. Und es kamen noch so einige schöne Sätze dazu.


Jetzt ist nicht dein Immer.
....
Ich war nicht immer in meinem Ich, oder meinen Ichs, gefangen.
Ich war nicht nur gestört.
Seite 96


Es dreht sich viel um Aza, ich liebe den Namen, und ihre Gedanken. Dies ist manchmal etwas bedrückend und auch ungewohnt, evtl. auch komisch. Zum Beispiel als sie sich Gedanken darüber macht, wie ihre Verdauung mit den Bazillen funktioniert. Oft tat sie mir sehr leid, weil ihre Gefühle so gut beim Leser ankamen. Wie gerne sie sich dagegen gewährt hätte, einfach nicht mehr daran gedacht hätte, es aber nicht geschafft hat. Ich konnte sehr gut mit ihr Mitfühlen und mich auch manchmal mit ihr identifizieren. Die Suche nach Informationen über den verschwundenen Milliardär locker die Geschichte etwas auf, sodass sie einen nicht runter zieht.

Das Thema Freundschaft empfand ich auch als zentral. Daisy ist Azas beste Freundin, was nicht immer leicht ist, da Aza sich oft stark mit sich selbst beschäftigt. Wie die beiden dies aber trotzdem meistern, fand ich sehr schön zu lesen. Und auch das, was sich zwischen Davis und Aza entwickelt, wobei ich es zwar sehr realistisch finde, mit aber vielleicht doch etwas anderes gewünscht hätte.


Fazit:
Einfühlsam erzählt John Green die Geschichte von Aza.
Aza leidet stark untere ihren Zwangsgedanken, diese bestimmen leider oft ihren Alltag. Diese Gedanken und wie Aza sie erlebt, kamen sehr gut beim Leser an. Ich habe oft mit ihr gelitten.
Auch die Freundschaft zwischen ihr und Daisy und wie schwierig eine solche sein kann, hat der Autor überzeugend geschildert.
Die Suche nach dem verschwundenen Milliardär hat die Geschichte etwas aufgelockert, sodass diese bedrückenden Gedanken nicht zu sehr die Grundstimmung dominieren.
4,5 Weingummis

Veröffentlicht am 30.09.2017

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Scary Harry (Band 6) - Hals- und Knochenbruch
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Auf den 6. Band der Scary Harry Reihe habe ich mich sehr gefreut. Auch als Erwachsene lese ich die Reihe sehr gerne. Da sie in meinen Augen nicht nur etwas für Kinder ist. Man sollte sie am besten in der ...

Auf den 6. Band der Scary Harry Reihe habe ich mich sehr gefreut. Auch als Erwachsene lese ich die Reihe sehr gerne. Da sie in meinen Augen nicht nur etwas für Kinder ist. Man sollte sie am besten in der richtigen Reihenfolge lesen, da man sonst vermutlich einiges nicht ganz versteht.

Otto setzt immer noch alles daran seine Eltern zu befreien. Dabei bekommt er natürlich Hilfe von seinem Freund Harry, der seinen Job mittlerweile richtig gerne macht. Blöd nur, dass nun eine geheimnisvolle Frau aufgetaucht ist, die ihn zu sabotieren droht. Auch Emily ist wieder mit von der Partie und somit leider auch Albert, ihr Freund. Dieser entpuppt sich als gar nicht so schlechter Wissenschaftler, zum Leidwesen von Otto und Co. Noch dazu taucht ein alter Bekannter von Harry auf und die suche nach einem Weg nach Qualcatraz ist nicht mehr die einzige Sorge von Otto und seinen Freunden.

Das Cover ist mal wieder richtig schön und man weiß gleich, worauf sich der Titel bezieht und wohin es wohl gehen wird. Und man achte auf die Flügelschuhe von Vincent und den Gesichtsausdruck von Harry. Auch die Illustrationen von Fréderic Bertrand im Inneren sind wieder toll. Besonders klasse fand ich ein Bild von Rocko, den neuen Freund von Madam Olga. Ich freue mich jedes Mal beim Lesen, wenn eine Zeichnung kommt. Außerdem gibt es zu Beginn ein Inhaltsverzeichnis mit den einzelnen Kapiteln, welches bestimmt praktisch ist, sollte man jemanden vorlesen.

Die Charaktere sind wie gewohnt liebevoll gezeichnet und das Schöne ist, es kommen immer wieder neue dazu. Nicht nur Rocko, der Rastafari mit seinem Hang zu Cocktails und einem ungewöhnlichen Hobby. Sondern auch im Verlauf der Handlung ein uriger Geist mit Dialekt. Über diese beiden habe ich besonders gerne gelesen. Aber auch über Vincent, ich will immer noch eine Geisterfledermaus. Und natürlich über Harry, der manchmal Sprüche raus haut, sehr witzig. Allgemein ist der Wortwitz in den Büchern immer toll, ich sag nur Geisterfahrer.

Mein Fazit:
Für Jung und Alt.
Wieder ein tolles Abenteuer, es wird nicht langweilig bei Otto und Co.
Die schönen Zeichnungen runden die Geschichte ab.
Witzig, ein bisschen gruselig und ziemlich süß.
4,5 Weingummis

Veröffentlicht am 30.09.2017

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Scythe – Die Hüter des Todes
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Scythe hat mich gleich angesprochen, nicht nur aufgrund des interessanten Klappentextes. Sondern auch wegen dem tollen Cover. Durch den Sensenmann darauf weiß man gleich, was einen erwartet. Und auch die ...

Scythe hat mich gleich angesprochen, nicht nur aufgrund des interessanten Klappentextes. Sondern auch wegen dem tollen Cover. Durch den Sensenmann darauf weiß man gleich, was einen erwartet. Und auch die Farbgebung passt. Ein heller und ein dunkler Abschnitt und der Sensenmann in der Mitte.

Stellt euch vor, die Menschheit wäre so weit, dass es keine Krankheiten etc. mehr gibt. Es gibt ein übergeordnetes "Gehirn" Thunderhead genannt, somit sind keine Politiker mehr nötig, es gibt keine Krieger mehr, keine Ausbeutung. Jeder Mensch hat, was er braucht und könnte theoretisch Tausende von Jahren leben. Denn die Technologie einen Menschen wieder zu verjüngen und auch wiederzubeleben ist vorhanden. Hört sich toll an. Doch es gibt ein Problem, Menschen bekommen Kinder und so wächst die Bevölkerung und damit kommen die Scythes ins Spiel. Diese sollen das Gleichgewicht herstellen, damit die Erde nicht überbevölkert wird. Aber sollte ein Mensch über Leben und Tod entscheiden? Citra und Rowan werden unfreiwillig in die Ausbildung gedrängt. Und müssen nach einer Weile nicht nur mit ihren Gefühlen zueinander kämpfen.....

Die Idee der Geschichte finde ich richtig toll. Zu Beginn konnte ich die Welt noch nicht völlig begreifen, aber man erfährt nach und nach mehr und dies fügt sich zu einem beeindruckenden Bild zusammen. Es ist alles gut durchdacht und schlüssig. Unfreiwillig wird der Leser mit seiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Und man fragt sich, ist diese vermeintliche utopische Welt wirklich besser. Eine Welt, in der man jederzeit ausgelesen (das humane Wort für ermordet) werden könnte, die Wahrscheinlichkeit aber sehr gering ist. Dies aber völlig willkürlich passieren kann. Man nie weiß, ob der Tod vor der Tür steht. Doch kann man auch in unsere Welt jederzeit sterben, aber der Unterschied ist, dort ist es eine bewusste Entscheidung von einem Menschen, immer.

Und was dies mit einem Menschen macht, solche Entscheidungen zu treffen. Erfahren wir durch die Kapitel von Rowan und Citra, welche sich abwechseln. Es gibt auch Tagebucheintragungen von anderen Scythes, aus denen man viel Nützliches erfährt. Da der Tod allgegenwärtig ist, hat das Buch eine dunkle Grundstimmung, nicht auf eine Art, die einen als Leser unterzieht. Aber trotzdem düster. Und es regt einen zum Nachdenken an.

Ich hatte die Befürchtung, die im Klappentext angedeutet Liebesgeschichte zwischen Rowan und Citra könnte mir die Geschichte verderben. Dies war aber nicht so, da diese sehr dezent ist. Die Charaktere fand ich gut dargestellt. Man hat ihre Gefühle und Gedanken verstanden. Rowan war mir um einiges sympathischer als Citra, mit ihr wurde ich nicht so warm.

Fazit:
Eine düstere Dystopie.
Wenn niemand mehr sterben müsste, wie wird dann ein Gleichgewicht auf der Welt gehalten?
Die Idee hat mir richtig gut gefallen und auch die Umsetzung.
Es passiert zwar nicht immer etwas, aber trotzdem sehr Spannende zu lesen. Habe es innerhalb von 2 Tagen gelesen.
4,5 Sterne