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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2024

Kitsch

Winterküsse unterm Nordstern
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Das Cover ist ein Traum, der einen sofort verleitet, das Buch zu kaufen. Allerdings sollte man vom Inhalt nicht so viel erwarten. Er trieft vor Kitsch und Klischees nur so vor sich hin. Der Frauenroman ...

Das Cover ist ein Traum, der einen sofort verleitet, das Buch zu kaufen. Allerdings sollte man vom Inhalt nicht so viel erwarten. Er trieft vor Kitsch und Klischees nur so vor sich hin. Der Frauenroman ist seicht und leicht zu lesen. Ein bisschen Drama ist natürlich auch dabei, aber man sollte nicht wirklich etwas Tiefgründiges erwarten. Der Roman ist perfekt für Frauen, die sich in Männer verlieben, die trauern und die Frau verloren und schon ein Kind haben.

Die Protagonisten kommen recht schnell zusammen. Nachdem Charlottes Leben in ihren ersten 30 Jahren nur katastrophal verlaufen war, gelingt ihr eine Wendung um 180 Grad und alles, was sie dafür tun musste, ist, spontan nach Finnland auszuwandern. Denn dort wird sie von allen mit offenen Armen empfangen. Plötzlich läuft alles glatt, sowohl privat als auch beruflich. Das wirkte unrealistisch und machte den ganzen Roman wenig spannend. Zudem wurde mit Eljas, der Protagonist, viel zu oft als "Hottie" bezeichnet. Solche Romane, die von Frauen geschrieben werden, lassen Frauen dumm wirken. Als wäre alles nebensächlich, solange der Mann heiß ist.

Ich habe für den Roman wirklich lange gebraucht, weil es letztlich so klischeebelastet und kitschig war. Wer daher in der Weihnachtszeit nach einem Schmöker sucht, der nicht lange im Kopf bleibt, kann mit dem Roman gern abschalten und etwas extrem Simples lesen.

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Veröffentlicht am 13.01.2024

Durchwachsen

Die Eisfischerin vom Helgasjön
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Der Roman ist recht durchschaubar. Man lernt am Anfang Marco, Riekes Freund, kennen, der nicht sympathisch daherkommt, sodass es klar ist, wie es nach Kapitel 1 auslaufen wird. Mehr spannend wäre es gewesen, ...

Der Roman ist recht durchschaubar. Man lernt am Anfang Marco, Riekes Freund, kennen, der nicht sympathisch daherkommt, sodass es klar ist, wie es nach Kapitel 1 auslaufen wird. Mehr spannend wäre es gewesen, wenn es nicht so offensichtlich und plump geschrieben wäre. Denn so frage ich mich natürlich, was Rieke jemals in Marco gesehen hat, wenn hier nur die negativen Seiten aufgelistet werden.

Abgesehen davon ist das Buch sehr für Frauen, die gern moderne Patchworkfamiliengeschichten mögen. Mir wurde es nach dem 2. Patchwork zu viel. Ich hatte etwas Humorvolles zum Wohlfühlen erwartet und nicht so modern. Und das Eisfischen kam auch extrem kurz. Sie hat etwa die Hälfte des Buchs gar nicht in Schweden, sondern in Hamburg verbracht. Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. Der Roman wird nicht lange im Kopf bleiben. Dafür fehlt sowohl der Humor als auch die Tiefe.

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Veröffentlicht am 04.01.2024

Durchwachsen

Die Glücksschwindlerin
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Der Roman "Die Glücksschwindlerin" von Nina Hundertschnee ist leicht zu lesen und nicht sehr anspruchsvoll. Wilmas Leben beginnt auseinanderzufallen. Auf eine Katastrophe folgt die nächste. Erst wird sie ...

Der Roman "Die Glücksschwindlerin" von Nina Hundertschnee ist leicht zu lesen und nicht sehr anspruchsvoll. Wilmas Leben beginnt auseinanderzufallen. Auf eine Katastrophe folgt die nächste. Erst wird sie entlassen, dann folgt die hässliche Trennung von ihrem Freund und schließlich stirbt auch ihr Haustier. Als ob das nicht ausreichen würde, bekommt sie eine Nachricht von ihren alten Schulfreundinnen, die sich mal wieder treffen wollen. Das Problem: Deren Leben verläuft perfekt. Also beschließt sie zu lügen zu beginnen. Und baut das ins Unermessliche auf.

Die erste Hälfte fand ich wirklich amüsant und hier war mir Wilma sehr sympathisch mit ihrer schrulligen, verpeilten und impulsiven Art. Danach wurde es mir jedoch zu viel. Die Message, die sie verbreitet ist gut, aber die Botschaft scheint bei ihr selbst nicht angekommen zu sein, wenn man das Grande Finale liest. Zudem verhält sie sich nicht nur ihren Freundinnen gegenüber manchmal gemein, sondern vor allem einer anderen Person, wobei diese sehr nett, wenn auch eigen erscheint. Wilma jedoch nutzt ihn einfach nur zu jeder Gelegenheit schier aus. Daher war ich von der zweiten Hälfte enttäuscht und kann das Buch somit Frauen empfehlen, die gern in die Glamourwelt der Influencer abtauchen wollen.

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Veröffentlicht am 25.12.2023

Haie

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Nachdem ich von Happy Place ganz angetan war, habe ich mich auf den neuesten Roman Henrys gefreut. Jedoch konnte mich das hier nicht so begeistern. Das Setting ist in einer kleinen perfekten Dorfidylle ...

Nachdem ich von Happy Place ganz angetan war, habe ich mich auf den neuesten Roman Henrys gefreut. Jedoch konnte mich das hier nicht so begeistern. Das Setting ist in einer kleinen perfekten Dorfidylle mit perfekten Bewohnern, keinen Problemen und die Protagonisten finden sich nahezu sofort hot and cold und das definitiv viel zu oft für Mitte 30-Jährige. Sie wirkten nach dem 2. Cold mehr wie Teenager. Das Setting (langweilige Vorstadtidylle, wo sich jeder kennt und jedem hilft ohne Gegenleistung zu fordern) war mir zu präsent und die Schwesterprobleme Noras ebenfalls. Ich hatte mir mehr Feuer und Romantik versprochen. Zufällige Begegnungen beider, die dann in die Länge gezogen werden, weil man sich nicht wieder aus den Augen verlieren will und bis zur nächsten zufälligen Begegnung warten muss. Stattdessen heult der kantige, große Charlie ständig herum, weil er keine schöne Schulzeit erlebt hat. Sorry, aber wer als Mitte 30 seine Schulprobleme noch nicht hinter sich gelassen hat, ist absolut unsexy. Und dann verstecken sich beide auch ständig im Dorf, weil sie jemand zusammen sehen könnte. Das wirkte erneut absolut unreif. Es hilft zudem, Heathcliff zu kennen, um ein paar Metaphern zu verstehen, die ich nicht verstanden habe.

Fazit: Kann man lesen, reißt einen aber sicher nicht vom Hocker.

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Veröffentlicht am 22.12.2023

Solider Krimi

Die geheime Gesellschaft
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Nachdem ich von "Die versteckte Apotheke" ganz begeistert war, war ich sehr gespannt auf Penners neuestes Werk. Leider hat es mich enttäuscht. Lenna, die Assistentin der Wahrsagerin Vaudeline, stellt sich ...

Nachdem ich von "Die versteckte Apotheke" ganz begeistert war, war ich sehr gespannt auf Penners neuestes Werk. Leider hat es mich enttäuscht. Lenna, die Assistentin der Wahrsagerin Vaudeline, stellt sich als Lesbe heraus, die Gefühle für Vaudeline hegt. Gab es Wokeness schon 1873? Dann geht es auch nicht wirklich um das interessante Thema der Séancen, um durch sie auf die Schliche von Mördern zu kommen, sondern um einen klassischen Kriminalfall. Die Wahrsagerin Vaudeline ermittelt mit ihrer Assistentin ziemlich polizeilich durch langweilige Nachforschungen und Einbrüchen. Sie befragt Zeugen und co. statt durch Wahrsagerei interessante und fantasievolle Blickwinkel einzubauen. Außerdem geht es zudem noch um ein Bordell. Insgesamt gibt es zwei Schauplätze: London und Paris. Es wird nicht chronologisch erzählt, sodass man sehr konzentriert lesen muss. Fazit: Schade. Aus all diesen Gründen hat "Die geheime Gesellschaft" meine Erwartungen nicht erfüllt. Wer sich aber für einen soliden Kriminalroman aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts interessiert, dem empfehle ich den Roman.

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